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 BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung

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Rasputin Derak

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BeitragThema: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Sa Nov 05, 2016 10:41 pm

Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung



Die Borderlands. Ein Gelände beinahe frei von Wasser. Trockenheit hatte dazu geführt, dass es hier kaum noch echtes Leben gab. Jedes Tier, jeder Mensch und jede Kreatur waren verschwunden und hatten die Tiefen, die Gebäude, die Umgebung hinter sich gelassen. Dies aber nicht erst seit Neuestem, sondern schon etliche Ären davor. Vielleicht war auch der Krieg Schuld daran, dass man hier nichts und niemanden finden konnte. Aber wer wusste das schon präzise? Nagut, der Creator wusste es vielleicht?
Hier und da wehte ein Windstoß etwas Staub auf, sodass sich Rauchschwaden bildeten, die über das Land fuhren. Sie rasten vorbei an verdorrten Sträuchern, an über die Jahrhunderte hinweg geformte Felsen und an tiefen und verwinkelten Höhlen. Doch eben in diesen Wänden der Höhlen brach der Wind und verlor seine ganze Kraft. Der Staub legte sich und versperrte schon bald den ganzen Eingang der Höhle. Herabgestürzte Steine taten das Übrige, sodass nichts und niemand mehr eintreten sollte...

Ein lautes Krachen aber durchfegte das Tal, in dem eben diese Höhle lag und Gestein, Splitter und Staub nahmen die Sicht auf das, was hier gerade geschehen war. Erst nach einigen Sekunden, als sich der Neben gelegt hatte, war klar, dass Sprengstoff zum Einsatz gekommen sein musste, um einen Durchgang wieder zu eröffnen, der zuvor nicht hier gewesen war.
Eine kleine Gruppe von KIs hatte sich versammelt und betrat den freigewordenen Durchgang und gelangte so ins Innere der Höhlen und der Gesteinsformationen.
"Scan abgeschlossen," schallte es metallisch durch die Schlucht. "Reichweite beträgt 100m. Länge unbekannt. Kartographieren fehlgeschlagen." Vier der Androiden traten bereits ein, als sich der letzte von ihnen noch einmal draußen umsah, ehe auch er das Innere betreten sollte. Die grünen Lichter seines Kopfes gab den Weg preis, den sie zu gehen hatten. Die vier einfachen Androiden, die vorgegangen waren, waren nur ausführende Arbeiter. Während der Letzte von ihnen wohl einen anderen rang innehaben konnte. Hier fühlte sich Rasputin wohl, denn hier war nicht er der Befehlsempfänger, sondern er erteilte eben diese. Man hätte meinen können, dass er tief durchatmete, als würde eine Art Wohlbefinden seinen Körper durchströmen...

"Priorität hat unser Ziel. Findet es und zeichnet die Umgebung auf. Wir werden einen ausführlichen Bericht liefern. Wertsachen sich zu sichern!" Ja, in der Tat schien er seine Rolle hier ganz und gar zu genießen.
Wieder formte sich draußen eine Wolke voller Staub und wirbelte durch die Schlucht. Und wieder sollte sie in den engen Gängen sterben und niederfallen. Der mechanische Körper setzte sich wieder in Gang und suchte weiter die Umgebung ab, während sie wohl immer tiefer in das Gestein gelangten...
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   So Nov 06, 2016 7:53 pm

Es war keine Seltenheit, dass kleine Einheiten in die Borderlands geordert wurden. Schließlich bestand auch noch nach Jahren die Wahrscheinlichkeit, der Existenz von brauchbaren Informationen, in solch einem großem Areal. Und diese mussten gefunden und sichergestellt werden. Doch würden eben diese Informationen nicht nur im Interesse des Widerstandes stehen. Nein, das Militär würde ebenso nach diesen suchen. Aus diesem Grund war stehts Vorsicht geboten. Auch, wenn bei den letzten Einsätzen keine feindlichen Begegnungen stattgefunden hatten. Denn dies konnte sich schlagartig ändern.

Eine starke Windböe zog zwischen den Felsen umher, durch die eine kleine Gruppe, aus insgesamt vier Köpfen bestehend, gerade zog. Der Gegenwind erschwerte das vorankommen erheblich und dröhnte nur so in ihren Ohren. ,,Aktueller Statusbericht: Der ganze Sand und der Wind stören die Signale. . . ich kann die Umgebung nicht richtig scannen", erklang eine recht junge Männerstimme, welche vom Hacker der Gruppe stammte. Der vorderste Kopf gab nur ein Nicken von sich und deutete den hinteren Männern, dass diese beim nächsten aus dem Boden ragenden Felsbrocken links abbiegen sollten. Dies wurde auch ausgeführt, was sich auch als gut herausstellte, denn nun befanden sie sich in einen windgeschützten Abschnitt.

Gleich setzten alle vier Gestalten ihre Kapuzen ab und atmeten erstmal tief die nicht sandige Luft ein. Der Lärm hatte auch nachgelassen und wenn man sich nun umsah, konnte man erkennen, dass sie förmlich durch einen Windkanal gegangen waren. Denn rechts von ihnen raste der Staub nur an ihnen vorbei, während links von ihnen es ruhig war und sich einige Schluchten und Täler erstreckten. ,,Ah!", kam es erneut vom Hacker. ,,Ein Signal! Nicht allzu weit befinden sich fünf Energiequellen!" Daraufhin erklang ein verächtliches Schnauben von der Person, die am hintersten stand. ,,Pha, dass sind bestimmt nur irgendwelche Viecher. Hier ist bestimmt-", der Satz wurde von einem gewaltigen Knall unterbrochen. ,,. . . niemand."

Der Hacker grinste den Hintersten an, welcher den Schützen der Truppe bildete, welcher sich daraufhin nur sichtlich verärgert abwandete. Die übrigen zwei gingen auf einen Abhang zu, wodurch sie in die Schlucht unter sich blicken konnten. In die Schlucht, in der noch die Explosion widerhallte. Und schnell stellte sich die Ursache dieser heraus, denn nicht weit entfernt in der Schlucht waren fünf Androiden zu erkennen. Sofort gingen die zwei, die bisher noch kein Wort gesagt hatten, in Deckung und zogen ihre Kameraden mit sich. ,,Wie ist der Plan, Hauptmann?", fragte der Medic der Gruppe, welcher größtenteils vermummt war und weiterhin die Gepanzerten beobachtete. Diese begaben sich nun in den freigegebenen Tunnel.

,,Sie scheinen zu wissen, wo sie lang wollen", setzte die Türkishaarige an. Sie trat teils aus dem Versteck heraus und betrachtete die Umgebung. ,,Wir folgen ihnen. Aber seid vorsichtig", damit endete sie und suchte nach einem Weg hinunter, welcher auch schnell gefunden war. Die anderen drei folgten ihrer Anführerin, vorsichtig und behutsam, dass der vermeintliche Feind sie nicht entdeckt.

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Rasputin Derak

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Mo Nov 07, 2016 6:22 pm

Die Gruppe ging tiefer in den Fels hinein. Und während sich Spione rücklings näherten, betrachtete der Anführer der Fünf einige Kritzeleien an der Wand. Man hätte sehen können, wie der künstliche Verstand die verschiedenen Puzzleteile zusammensetzen wollte. Doch anscheinend gelang es dem Großen nicht, als er sich wieder abwendete. Nach weiteren Schritte kamen sie in eine Art Halle, wo es leider nur einen Weg über ein mit Wasser gefülltes Becken gab. Eine kleine Brücke verband eine Tür auf der anderen Seite und den derzeitigen Standort der Maschinen.
Ob dies hier alles künstlich entstanden war oder aber erst im Nachhinein natürlich entstand, blieb derweil unklar. Allerdings... Wer errichtete eine Brücke und erbaute eine metallische Tür, wenn man nichts verstecken würde? Ganz offensichtlich waren sie hier an der richtigen Stelle.

"Du zuerst", kommandierte er eine Einheit, die sich sofort in gang setzte, um die Brücke zu überqueren. Da diese aber aus Stahldrähten zusammengesetzt war, die mit der steinernen Decke verbunden waren, wollte Rasputin lieber zunächst einzeln hinübergehen. Wer wusste schon, ob die Luft und die Salze nicht schon alles korrodiert hätten.
Aber er wusste auch, dass sie nicht alle hineingehen konnten. Diese Menschen könnten ebenfalls auf dem Weg hierher sein. Und selbst wenn das Risiko gering war, sollte er eine der Einheiten hier positionieren. Nur... zur Sicherheit. Und so geschah es, dass alle vier die Brücke hinter sich ließen, aber auch einen Kameraden, der nun bewaffnet den Rückweg sichern sollte.

Doch die Gruppe musste nun stoppen, da sich die metallische Türe nicht öffnen ließ. Anscheinend war sie automatisch betrieben und nicht mechanisch. Zumindest war kein Griff zu erkennen. Und so machte sich der Große selbst daran, diese Türe zu öffnen. An einem alten Tastenfeld probierte er in Bruchteilen von Sekunden mehrere verschiedene Codes aus. Seine Hände ratterten über das Bedienfeld. Seltsam... Es musste Strom geben, wenn dies hier überhaupt so funktionierte...
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Di Nov 08, 2016 1:29 pm

Nicht lange und Scamatontruppe waren am Eingang angekommen, durch den die Androiden kurz zuvor geschritten war. Doch ordnete die Anfüherin an, einige Minuten zu warten. Schließlich wussten sie nicht, wie es nun in dem freigelegten Gang aussah. Ob man sich in diesem leicht verstecken konnte, wie er genau verlief oder aber, ob die Gestalten darin nur langsam vorankommen. Schließlich sollte es möglichst vermieden werden, ihnen in die Arme zu laufen. Es war ungewiss, wie diese auf ungebetene Besucher reagierten und wie stark ihre Kampfkraft war. Azumi schaute kurz über ihre Schulter, in die Gesichter der Anderen. Zwei Rekruten und ein Veteran. Nicht das schlechteste, jedoch sollte man nichts riskieren. Vor allem nicht bei Androiden. Zudem war sie sich sicher, dass zumindest einer von diesen einen höheren Rang innehaben musste.Ihr Blick glitt inzwischen wieder zum Eingang, bei diesem sie angekommen  die Hand hob und so zeigte, dass sie ihr folgen sollten. Anschließend betrat sie vorsichtig die Höhle.

Es waren noch nicht viele Schritte gegangen, da blieb der junge Hacker vor einer Wand stehen, auf der einige Zeichnungen zu sehen war. Sein Blick glitt zu der Anfüherin, welche er fragend aber auch fordernd anblickte. Sie selbst blieb nun auch kurz stehen, um zu den Aufzeichnungen zu sehen. Vor der Wand waren tiefe Fußabdrücke im Staub und Dreck zu erkennen. Offenbar hatte jemand der vorderen Truppe ebenfalls die Wand begutachtet. Dies war nicht zu verwundern. Lächelnd nickte sie dem Hacker zu, welcher sich nun freudig dran machte, die Zeichnungen abzufotografieren, während sie mit den übrigen zwei weiter ging. Doch diesmal verdeckter und näher an Wand, schließlich war unklar, wie weit die Gepanzerten vorangekommen waren.  

Erneut mussten sie nicht allzu weit gehen, da konnten sie vom weitem erkennen, dass der Gang in circa fünfzig Meter endete und an einem größeren Raum, vermutlich eine Halle, anschloss. Und da erklang schon das Echo einer metallischen, gewaltigen Stimme. Schon automatisch wurde wieder gewartet. Der Schütze nahm ein kleines Fernglas aus seiner Tasche und versuchte zu erkennen, was in der Halle vor sich ging, Währenddessen schloss der Hinterbliebene wieder zu seiner Einheit auf.

,,Eine Halle, die voller Wasser ist und die Androiden überqueren eine Brücke. Scheint der einzige Weg zu sein." Kurz unterbrach der Schütze den Bericht. ,,Sie scheinen einen Späher aufzustellen. Aber was interessant ist, auf dem Wasser schwimmt etwas. Anscheinend eine Ölspur. Ich könnte auf sie schie-" - ,,Wenn du das machst und eine Explosion erfolgt, werden wir wahrscheinlich bestenfalls aus der Höhle geschleudert", unterbrach die Türkishaarige den feurigen Plan. Kurz herrschte Stille. ,,Aber behalt das für den Notfall mal im Hinterkopf."

Sie war mal so frei und nahm sich das Fernglas, um nun selber in den Raum blicken zu können. Konzentriert sah sie einem Androiden mit grünen Lichtern zu, wie dieser an einem Eingabefeld hantierte. Dieser war auch der, welcher zuletzt in die Höhle gegangen war, stellte sie fest. Das scheint ihr Anführer zu sein, kam ihr der Gedanke. Die Situation war sehr einseitig. Die Truppe konnten nicht voranschreiten, ohne das man sie bemerken würde. Sonst ging der Weg nur noch zurück. Leise seufzte die Grauäugige. Über die Schulter sah sie zum Hacker und sprach leise: ,,Versuch irgendwelche Energiequellen auszumachen. Vielleicht ist abgesehen von ihnen noch etwas besonderes im Raum."

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Rasputin Derak

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Di Nov 08, 2016 2:31 pm

Weder der brennbare Stoff noch die kleine Gruppe Beobachter waren den Maschinen bislang aufgefallen. Allerdings war der letzte der Gruppe in steter Aufmerksamkeit, weswegen er den Kopf immer langsam am Eingang der Höhle entlang gleiten ließ. Tja, Androiden konnten aufmerksam bleiben ohne wohl müde zu werden. Ein weiterer Vorteil gegenüber Menschen, denen sie allerdings (sollte man es genau nehmen) ihr 'Leben' verdankten. Der Späher der Truppe hielt sein Maschinenpistole in beiden Händen und war wohl durchaus bereit Eindringlingen nicht nur den Weg hinaus zeigen zu können, sondern auch einen ganz anderen...

Aber schließlich wurden alle ganz Ohr, als eine weibliche Computerstimme die Halle durchklang. "Zugriff gewährt. Stahltüren geöffnet." Noch eine ganze Weile hallten die Worte im raum wider, denn schließlich konnte auch der Ton hier nirgendwo hin... Dafür waren beide Ausgänge viel zu klein. Mit einem lauten Rattern und Quietschen öffnete sich die Tür automatisch und sichtlich stolz wischte sich der große Androide die Hände. "Weiter geht's," sagte er schon fast platt und deutete die Gruppe an in den nachfolgenden Gang zu gehen. Leider sollte sich aber herausstellen, dass es gar kein wirklicher Durchgang war. Nur ein Tor in eine weitere riesige Halle.
Als Rasputin die Menschengruppe hinter sich ließ, erkannte er, dass die stahlgraue Decke von vielen riesigen Pfeilern gestützt wurde. Hier und da verliefen Rohre, Leitungen und Stromkabel. Knallend schaltete sich nach und nach das Licht ein und gab mehr vom Inneren preis. Mehrere Hundert Meter lang musste sich der Saal ausbreiten. Sowohl nach vorne als auch zur Seite.

Nicht unweit der Eingangstüre gab es einen kleinen Riss in der Wand, wo hier und da etwas Wasser einfließen konnte. Wie es aussah war dieser noch nicht lange hier, denn es hatte sich nur eine kleine Pfütze gebildet, die den Boden dort bedeckte. Der Androide erkannte an jeder Säule im Raum eine Nummer. Hier waren sie an der Nummer 8 und dort gab es auch schon Nummer 9... Wie viele Träger es wohl geben sollte? Sämtliche Strukturen hier sahen Uralt aus. Aber dennoch schienen sie alle für die Unendlichkeit gebaut worden zu sein. Robuster Stahl, natürlicher Fels... Meterdick. Was wollte man einst hier? Was sollte man versteckt haben?

"Da wir angesprochen wurden, wird es hier ein Terminal geben. Sucht es!" Sofort verteilten sich drei der Androiden und liefen in verschiedenste Richtungen. Man hätte meinen können, dass es Willkür war, doch vielleicht verbarg sich dahinter auch ein raffiniertes Suchmuster? Wer wusste es schon? Wer sollte KIs schon wirklich verstehen können?
Die Späheinheit blieb noch immer draußen und bahnte sich gerade den Weg über die Brücke zum Eingang, wo die Anderen bereits eingetreten waren.
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Mi Nov 09, 2016 1:01 am

Still beobachte die Truppe das Geschehen.  Es blieb ihnen momentan nichts anderes übrig, als abzuwarten. ,,Es befinden sich mehrere Energiequellen in den Wänden, anscheinend verläuft dort Strom entlang. Jedoch. . . Unterwasser scheint auch etwas zu sein. Ich kann es nur nicht genau analysieren", entkam es leise dem Hackspezialisten. Verstehend nickte Azumi und drehte am Fernglas herum, um weiterhin den Androiden folgen zu können. ,,Das bringt nichts. . . wir müssen näher ran." Nachdenklich betrachtete sie den Späher, war auch offenbar nicht die einzige.

,,Der ist nur vom niedrigen Rang. Der müsste zu hacken sein." Die Blicke glitten kurz zum Medic der Gruppe, welcher schnell Zustimmung erhielt. Und wie aufs Zauberwort begann das Hacking. Dabei beobachte die junge Frau weiterhin den Androiden. Hoffentlich klappte es sofort - denn wenn nicht, wäre dieser sofort alarmiert und sie wären aufgeflogen. Leicht biss sie die Zähne zusammen. Der Gepanzerte fing nun an die Brücke zu überqueren, hätten sie Pech, würde er bevor der Vorgang abgeschlossen ist, aus dem Radius verschwinden. Doch nur wenige überwunden Schritte später, blieb er zum Stehen und die Haltung senkte sich, als ob er heruntergefahren wäre.

Erleichtert atmete die kleine Einheit auf. ,,Geschafft! Der dürfte jetzt erstmal so bleiben!", wurde es Stolz verkündet. Freundlich lächelnd klopfte die Türkishaarige dem Größeren auf die Schulter. ,,Gut gemacht!" Anschließend orderte sie zum Weitergehen. Nun im der Halle angekommen, trat sie gleich auf die Brücke. Und diese schwankte bei weitem nicht so, wie bei einem Androiden. Natürlich, diese waren ja  auch schwerer, als Menschen oder Cyborg. Trotzdem sollten sie nicht übertreiben.

Mit einer Hand zeigte sie den hinteren Männern eine zwei, als Zeichen, dass nur maximal zwei gleichzeitig auf die Brücke sollten. Schließlich befand sich der Späher auch noch auf dieser. Und schon ging sie, mit behutsamen Schritten, über die Brücke, sich dabei nun im großen Raum umsehend. Es war wirklich erstaunlich, was die Menschen, oder anderen Lebensformen, vor all den Jahren geleistet haben. Die Mechanismen, die Architektur, manches war so fortgeschrittenen. Es war wirklich wunderschön mit anzusehen, wie weit die Bauweise damals schon gewesen war - und dann kam der Krieg. Jahre des Fortschritts wurden zerstört. Wie weit hätte sich das alles wohl entwickelt, wäre dieser Stillstand nicht gewesen? Vieles war komplexer, als es heutzutage war. Und würde es auch auf ewig so bleiben.

So in Gedanken vertieft wurde Azumi erst wieder in die Realität gerissen, als sie beinahe gegen den Androiden lief, der im Weg stand. Gerade noch so konnte sie ausweichen und einen Zusammenstoß vermeiden. Hastig schüttelte sie den Kopf. Konzentrier dich!, ermahnte sie sich gedanklich. Am anderen Ende der Brücke angekommen nahm sie gleich hinter der Tür Deckung und spähte in die nächste Halle. Ihre Kameraden folgten und machten es ihr gleich.

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Rasputin Derak

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Mi Nov 09, 2016 3:47 pm

Der große schwarze Androide neigte den Kopf und stoppte seinen Gang, als er bemerkte, dass er den Kontakt zu einer Einheit verlor. Ja, er hatte Verbindung zu ihnen. Wie sonst sollte er sie alle kontrollieren können? Er wandte sich um, blieb jedoch stumm und mitten im Raum stehen. Neben ihm waren Instrumente an einem kleinen Pult angebracht. Doch wie es aussah waren diese inaktiv. Zumindest war kein Licht, kein Geräusch und keine Bewegung von ihnen ausgegangen. Es lag eine kleine Zange - so etwas wie ein Schraubendreher vielleicht - auf der Ablagefläche und daneben ein roter, runder Knopf. Da eine Beschriftung fehlte, war wohl unbekannt, wofür diese da war.
Rasputin hatte gerade die Möglichkeiten abgewägt, was geschehen konnte wenn er diesen den betätigt, wurde aber just unterbrochen, als er realisierte, dass sie wohl nicht mehr allein waren. Aber entgegen der Erwartung seine Kameraden herbeizurufen, beschloss er selbst nachzusehen, denn schließlich war ein Fehlverhalten, Kurzschluss oder etwas anderes einfaches nie ausgeschlossen.

Und so ließ er das Pult hinter sich und suchte den Eingang, von dem er selbst hierher gelangt war. Es sollte einige Sekunden dauern, denn schließlich war er schon weit fortgeschritten gewesen, aber er meinte da an der Tür etwas erkannt zu haben. Schnell machte er seine Pistole klar, denn sie waren allesamt hier, weil sie etwas entdeckt hatten. Aber wenn hier noch Widerstandskämpfer waren, dann hatte er sie bereits jetzt unterschätzt. Und das wollte er keineswegs wiederholen. "Zeigen Sie sich", ermahnte er den 'Angreifer'.
Während er näher kam, und nun nur noch etwa 50 Meter von Eingang entfernt, entging ihm, dass hoch oben an der Decke eine kleine rote LED-Lampe zu blinken begann. Rhythmisch und immerwährend im Takt. Weder schneller werdend noch langsamer.

Ja, wenn man nicht aufpasste, dann war man sehr schnell selbst der Beobachtete und wurde aus einem agierenden ein reagierender.
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Do Nov 17, 2016 7:29 pm

Die nächste Halle war viel komplexer und größer als die, in der sich der kleine Scamaton Trupp momentan befand. Doch sich nicht zu sehr vom Staunen ablenkend, glitt Azumi's Blick durch den Raum. Sie haben sich aufgeteilt, kam es ihr in den Sinn, als sie die Androiden an verschiedenen Standorten erblickte. Welcher sich noch am nächsten am Eingang befand, war definitiv der Anführer, da war sie sich nun sicher. Da sie nun näher dran waren, konnte man gut erkennen, dass dieser Android ganz anders gebaut war, als die Anderen. Diese waren sehr simpel gebaut - zum Glück, sonst wäre das Hacken sind so reibungslos verlaufen -, im Gegensatz zu diesen. Dieser war dagegen eine ausgeklügelte Technik und Konstruktion, was nun deutlich zu erkennen war.

Gerne hätte die Grauäugige sich weiterhin in der Halle umgesehen, doch da schaute der Gepanzerte urplötzlich zum Eingang. Sofort zogen sich alle vier zurück, doch da erklang auch schon eine metallische Stimme. ,,Was jetzt, Hauptmann?", kam es leise hinter ihr. Azumi dachte nach - sie wurden entdeckt, doch wie sollten sie nun vorgehen? Sich ergeben? Angreifen? Oder schleunigst verschwinden? Während sie nachdachte, bemerkte sie, wie am Grunde des Wassers, sowie wie an den Wänden, ganz leicht etwas aufleuchtet. Ihr Blick zur Wand neben sich. Diese bröckelte an machen Stellen leicht, aus dessen Rillen das Licht strömte. Vorsichtig glitt die mit einer Hand über die Stelle, woraufhin ein Stück Kabel freigelegt wurde - und dieser wurde ziemlich heiß und bebten leicht. Skeptisch verzog Azumi ihre Augenbraue.

,,Hauptmann?!" Schnell schüttelte sie ihren Kopf, um sich zu fangen. ,,Ihr bleibt erstmal in Deckung", gab sie leise zurück und trat dann aus ihrem Versteck hervor. Sie blieb mittig in der Tür stehen und verschränkte ihre Hände hinter ihrem Kopf, damit die Androiden sich 'sicher' fühlten. Dabei sah sie ruhig zu diesen.

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Rasputin Derak

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Sa Nov 26, 2016 12:19 am

Sie hatte sich ergeben, schoss es durch die zentralen Schnittstellen in seinem metallischen Schädel. Das ging zu einfach. Aber irgendwie schien er froh darüber zu sein, als er den Kopf leicht zur Seite neigte und die Waffe in seiner Hand auch etwas lockerer umschloss. Es war schon seltsam, dass er vielleicht gerade in einem kurzen Moment zu angespannt war. Dies war doch eher ein Gefühl von Menschen...
Ohne viele weitere Gedanken zu verlieren, trat er einige Schritte näher an den Eindringling heran. Und wenn man mal ehrlich war, war nicht nur sie ein Eindringling, sondern sie allesamt. Aber das sollte keine Rolle spielen. Für den Raitas war sie unerwünscht und vielleicht musste er ihr zeigen wie sehr.

Es war unwahrscheinlich, dass ein Mensch ohne ein weiteres "Rudel" hier eingetroffen war. Und doch... Vielleicht war sie einfach nur so neugierig wie die Maschinen, die den Raum durchkämmten. Nach was auch immer! Und mittlerweile stand der große Metallische vor ihr und betrachtete sie beinahe schon von oben herab. Das Licht an seinem Kopf schien sie ganz und gar abscannen zu wollen, als könnte er auf ihre Gedanken zu greifen. Dass das nicht möglich war, war klar. Aber dennoch... Er konnte kaum verheimlichen, dass er wissen wollte was sie hier treibt. Aber er wollte unangenehme Gegenfragen vermeiden.

"Übergeben Sie sämtliche Waffen! So wird Ihnen nichts geschehen." Er klang tatsächlich ermahnend trotz verzerrter Roboterstimme. Wie schade, dass man sich keine Mühe gemacht hatte nicht nur sein Aussehen menschlicher zu gestalten, sondern auch seine Stimmenwiedergaben.

Und prompt ertönte aus einem Lautsprecher ein tickendes Geräusch, welches sich im Sekundentakt wiederholte. Woher der Klang kam, war aufgrund des Halls und des Echos kaum wahrzunehmen. Über der Tür, durch welche sie alle hierher gelangt waren, erschien eine in hellbleu projizierte Zahl.

10...
9
8
7
6
5

Die Nummerierung verringerte sich zusehends. Und etwas verblüfft senkte der Androide seine Waffe und hob den Kopf, um die Anzeige stumm zu verfolgen. Was hatten sie angestellt?
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Mo Dez 26, 2016 2:45 pm

Es dauerte nicht lange, da schritt der vermeintliche Anführer der Einheit auch schon näher an die Cyborg heran. Dieser gab auch keinen Ton von sich, wie auch seine Hintermänner, auch nicht, als er inzwischen direkt vor ihr stand und sie nun den Kopf anheben musste. Er war ein gutes Stück größer als sie, doch wollte sie ihm auch nicht aus dem Auge lassen. Dass bisher noch keine Anweisung kam oder sonstiges, wie eine Drohung oder Frage, überraschte sie schon etwas. Doch ließ sie sich nichts anmerken, denn gab sie sich recht entspannt und ruhig. Denn sollten sie sich bemerken, dass sie sich innerlich doch um ihre Kameraden sorgte, welche in Deckung waren und dadurch bemerkt werden könnten. Wenn dies durch ihr jetziges Verhalten, ohne triftigen Grund, auffliegen würde, gäbe sie sich dafür die Schuld. Schließlich war sie für ihre Truppe verantwortlich.

Doch dann kam doch noch eine Anweisung und dann noch die, von der sie am ehesten ausgegangen war. Leicht nickte Azumi und senkte langsam einen Arm, bevor eine zu hastige Bewegung noch als Bedrohung - was eigentlich die gesamte Situation schon war - angesehen wurde. Mit der Hand umgriff sie eine Schnalle eines Gürtels, welcher als Halterung eines Schwertes galt, welcher sich locker um ihre Hüfte befand, öffnen zu können. Ein leichtes klicken erklang und das Schwert fiel samt Gürtel mit dumpfen Klang zu Boden.

Gerade, als sie ihren Arm wieder hinter ihrem Kopf positionieren wollte, erklang ein lautes Ticken, weshalb sie irritiert innehielt. Da Azumi mit dem Rücken zur Tür stand, nahm sie die Anzeige zunächst nicht wahr. Erst, als sie mit ihrem Blick den des Androiden folgte und nun über ihre Schultern sah. ,,Was zur. . .?", entkam es ihr erst, als in ihr mehrere Alarmglocken schrillten. Was diese Anzeige ansagte und was nun geschehen würde, stand in den Sternen. Doch musste sie nun handeln. ,,Haut sofort ab, Ihr Trottel!", schrie sie in Richtung ihrer Kameraden, die nun nicht minder irritiert in die Halle linsten.

Diese wollten ihrem Befehl wohl folge leisten, doch als der Hacker wohl gerade rausrennen wollte, erblickte er irgendwas, was ihm wohl alles andere als gefiel, weshalb er promt seine anderen zwei Kameraden schnappte und sie zu den restlichen Anwesenden in die Halle schleifte - das alles in Rekordzeit. Die Türkishaarige wollte das nicht wirklich glauben und sie erneut zurückschicken, doch war die Anzeige allmählich gen Ende angelangt.

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Rasputin Derak

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Di Dez 27, 2016 12:44 am

4

Die Menschenfrau hatte ihren Kameraden, die bislang wohl gar nicht aufgefallen waren, geraten zu fliehen. Aber wie es nun einmal die Natur der Menschen war, waren sie keine guten  Diensthabenden... Sie folgten nicht dem Ruf, der ihnen eine Entscheidung erleichtern sollte, sondern wandte sich genau dagegen. Vielleicht war das der Grund für ihren einstigen Untergang? Vielleicht wäre das der Grund für den Bald folgenden?
Der Androide neigte den metallischen Kopf und schaute von der Anzeige etwas hinab auf die Tür.

3

Die Gruppe stolperte in die Halle und verriet sich selbst. Wie töricht, könnte man denken... Einer nach dem Anderen stand nun in dem Raum, in dem sich nunmehr alle Hauptpersonen befinden sollten.

2

Aber die Anzeige hatte ihr Ziel noch nicht erreicht und so blieb genug zeit für einen Gedanken, der sich in den Schaltkreisen manifestierte. Was würde geschehen? Würde der Raum geflutet von Toxin? Dies wäre für die Maschinen kein wahrer Grund zur Besorgnis...
Würde es eine Explosion geben und sie allesamt vernichten? Nun, wenn das kein Grund zur Besorgnis war...
Würde ein dritter Gast erscheinen, von dem sie alle nichts ahnten?
Würde der Raum mit Wasser geflutet...?

1

All das Rätseln sollte sich nicht lohnen, denn die Chance auf dass sie alle hier sich aufteilen könnten, um die Ursache zu suchen, war verflogen. Sie Zeit war ein Dieb und hatte alle weiteren Optionen verschlungen. Beinahe hätte man meinen Rasputin würde seufzen, als er die Schultern etwas fallen ließ. Ein Wunder, dass das eine Maschine wie er denn überhaupt konnte...

0

Irgendwo von unter dem Boden, auf dem sie alle standen, erklang ein dumpfes Geräusch, als würde sich eine Mechanik in Gang setzen. Beinahe zeitgleich konnte man noch etwas anderes hören, das eine wirklichen Frauenstimme erstaunlich nahe kam. Aber sie erfüllte den gesamten Raum... Und das sollte bei dieser Größe durchaus erstaunlich sein.

"Achtung! Türen schließen selbstständig!" Zwar klang die Stimme ruhig und sollte wohl auch beruhigend wirken, aber angesichts der Lage, in der sie sich nun befanden, war das vielleicht nicht so erfreulich. Und außerdem erschien es wohl etwas albern, da der Spruch auch aus alten Zeiten bekannt war, in denen auf der Welt noch Züge fuhren, in denen an jeder Haltestellen genau das selbe zu hören war...
Mit einem Schlag senkte sich eine metallische Stahlwand von oben herab über die Öffnung, durch die sie den Saal betreten hatten. Nun waren sie in einem Gefängnis, das so unbekannt war, wie die Lage in der sich Rasputin nun befand. Er war nicht darauf konzipiert mit Menschen gefangen zu sein. Seine Aufgabe war das Spähen, bekämpfen und Ordnung halten... Nicht das Unterhalten.

Das Schwert, welches die Kriegerin hatte fallen lassen, war noch immer an seinem Platz auf dem Boden. Und wenn ihre Gefolgschaft nicht wäre, wäre klar gewesen, dass er sie nun hätte abführen müssen, um sie zu verhören. So aber blieb eine andere Möglichkeit.
Es dauerte nicht lange, als man das klappernde Geräusch der metallischen Füße der anderen übrig gebliebenen Androiden hörte, die sich neben den Anführer versammelten.
Noch machte er keine Anstalten die Waffe des Gegners aufzunehmen. Auch seine Gefolgschaft nicht.

"Was schlagen sie vor?" Seltsam, nicht wahr? Er fragte sie wirklich um Rat? Oder hatte er sich schon Optionen überlegt, die er noch abwägte? Er hätte auch klären können, was die menschen hier wollten und warum sie gekommen waren... Tja. Angespannt war die Lage noch immer, wenngleich auch vielleicht in diesem Moment nicht Azumi und ihre Leute im Visier lagen.
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Do Dez 29, 2016 12:58 am

Die letzte Sekunde war verstrichen, das Geräusch, das vom Boden auskam, ließ praktisch Azumi's Blut gefrieren. Was würde jetzt passieren? Ihr Blick glitt zu ihren Kameraden, die nicht minder angespannt waren, als sie selbst. Als dann auch noch eine fremde Frauenstimme erklang, inform einer Ansage, wusste die Türkishaarige wirklich nicht mehr, was sie jetzt noch erwarten sollte. Was sollte denn bitte diese Ansage?, dachte sie sich, 'entspannte' sich allmählich etwas. Das war doch ziemlich überflüssig gewesen, schließlich war direkt danach die große Tür heruntergekracht. Hätte noch jemand Gewolltes dabei rauskommen sollen, hätte dieser es bei weiß Gott in dieser Sekunde auch nicht geschafft. Doch würde sie darüber nicht weiter philosophieren - ihr kam etwas anderes, wichtigeres in den Sinn.

Bei der Frage des Androinden wand sie ihren Blick wieder zu diesem. Kurz glitt ihr Auge über die anderen, bevor dieses wieder an Rasputin hängen blieb. ,,Ich würde mal vorschlagen, wir suchen einen Weg hinaus. Oder tiefer hinein. Das wäre immer noch besser, als jetzt abzuwarten, dass doch noch irgendwas passiert." Kurz fing sie an zu schweigen, ihre Aufmerksamkeit galt dem am Boden liegenden Schwert. Doch sie rührte es nicht an. Noch nicht. ,,Oder uns jetzt zu bekämpfen. Wir sitzen im selben Boot. Die Lage kann nicht wirklich schlechter werden, als sie jetzt schon ist - natürlich abgesehen vom Tod", den letzten Satz sprach sie ziemlich knapp. Und nach diesem, wand sie sich von den Androidentrupp ab - denn zuerst musste sie noch etwas loswerden.

,,Sei Ihr noch ganz bei Trost?! Was sollte das?! Ihr solltet abhauen!", sprach die Scamaton mit strenger, etwas lauter und entsetzten Stimme, als sie sich zu ihren Kameraden umdrehte. Eigentlich war sie keine Person, die andere anschrie - doch gerade würde sie die drei am liebsten ohrfeigen. Doch es sollte erstmal bei einer Predigt bleiben, denn stemmte sie ihre Hände in die Hüfte und offenbarte ihre Ärgernis etwas anders. ,,Anstatt das  Ihr euch Idioten ins Freie rettet, seid Ihr allen ernstes hier reingerannt und sitzt jetzt mit uns hier fest, wie eine  verdammte Sardine in 'ner Konservendose!" - ,,Sehr tiefgründig, Hauptmann." Der Schütze zog den Kopf ein, als er bei der frechen Bemerkung eine Handfläche gegen seinen Nacken knallte, was einen leicht klatschenden Schall hinterließ. Die Hand schüttelnd, schaute sie erwartungsvoll zum Hacker, welcher nun ganz klein wirke. ,,Und? Ich erwarte eine Erklärung!"

,,D-da war irgendwas!" Einen Augenblick herrschte Stille zwischen der Einheit. ,,Und was genau?" Der Hacker wirkte verunsichert, kratzte sich am Hinterkopf und wagte es nicht, den eisernen Blick seines Hauptmannes zu kreuzen. ,,Irgendwas großes. . . habe es nicht genau erkannt. Ich wusste nur, dass es den selben Effekt hat hier zu hocken, als diesem Ding in die Arme zu laufen." Erneute Stille. Azumi wand sich wieder zu den Androiden, vielmehr zu Rasputin. ,,Eine Idee, was das gewesen sein könnte?"

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Rasputin Derak

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Do Dez 29, 2016 10:39 pm

Hätte er eine Augenbraue, hätte er sie gehoben, als er das Klatschen der Hand auf den Nacken hörte. Aber er neigte lediglich den Kopf etwas seitlich und betrachtete das Spektakel, welches sich diese Menschen hingaben. Schon seltsam, wie die Evolution diese erstellt hatte... Und viel demütigender, wie diese Menschen die Maschinen hatten erschaffen können.
Aber er hatte sie um Rat gefragt... Auch das war nicht gerade das Gelbe vom Ei... Und warum tat er es überhaupt? hatte er vor auf sie zu hören? Mitnichten. Allerdings hätte es ja sein können, dass es jemanden gab, der die Situation kannte und Erfahrungen besaß.

Die kleine Gruppe gegenüber hatte sich ausgetauscht und erzählte von etwas außerhalb der Tür auf der anderen Seite. Etwas, das ihnen Anscheinend Angst einjagte. Genug, als dass sie hineinliefen zu den Raitas, anstatt dort zu kämpfen. Kurios.
Schnell hatte sich die Anführerin zugewandt und nach einer Idee gefragt. Und ja, sie hatte auch eine Möglichkeit gegeben, wie nun weiter zu verfahren sei.

Und obwohl er gar nicht darauf einging, wägte er bereits die Möglichkeiten ab. Und auf ihre letzte Frage hin, erwiderte er: "Unbekannt. Menschen sind klein. Nicht groß. Demnach schlussfolgere ich, dass es etwas anderes gewesen sein muss. Maschine oder Tier. Weitere Parameter erforderlich, um ein Ergebnis benennen zu können."
In der Tat... Eine wenig hilfreiche Antwort. Er hätte auch sagen können, dass er es nicht wusste. Aber er war künstlich... er war kein Mensch. Und er wurde nicht nach der Art ein mensch zu sein programmiert. Er sollte sie verstehen, nicht imitieren.

Sein Kopf drehte sich, damit er die Umgebung mustern konnte. Er wandte sich an seinen eigenen Trupp. "Gab es Erkenntnisse über weitere Ausgänge oder Tunnel?"

Es dauerte keinen weiteren Augenblick, als eine einzige Antwort gab. "Ja, Sir! Nor-nord-östlich von dieser Position ist ein weiterer Gang offen."
Nickend bestätigte Rasputin, dass er verstanden hatte. "Wir nehmen diesen Weg," befahl er mehr, als dass er es vorschlug.
Der abgelegten Waffe schenkte er keinerlei Beachtung mehr, und machte auch keine Anstalten mehr die Waffe auf die Gegenüber zu richten. Stattdessen kam es dicker und er wandte ihr den Rücken zu. Er hielt nach dem gang Ausschau, der benannt wurde, aber da der Saal zu weitläufig war, konnte man noch nichts erkennen.
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Do Dez 29, 2016 11:51 pm

Was hatte die Scamaton auch anderes erwartet? Es war nicht verwunderlich, dass der Gepanzerte nichts über das gesichtete Objekt oder Subjekt berichten konnte. Schließlich waren sie auch erst seit kurzem hier und schienen sich nicht wirklich mit der Konstruktion dieser Bauten auszukennen - ganz zu schweigen, dass er nichts vom Geschehen gesehen hatte. Also woher sollte dieser dann wissen können, was für Kreaturen sich hier herumtrieben. Doch darüber sollte sich Azumi erstmal keinen Kopf drum machen. Oder etwa doch? Wenn ihr Kamerad so verängstigt gewesen war, muss es einen Grund gehabt haben - denn war ein ganzer Androiden Trupp alles andere als umgänglicher. Wer weiß - vielleicht verbargen sich an diesem Ort weitere solcher kuriosen - Geheimnisse?

Als der größere Android sich den anderen zuwand und sich mit ihnen austauschte, ließ sie ihren Blick zum ersten Mal intensiv durch den Raum gleiten. Sie wusste nicht recht, ob sie den Aufbau verstehen sollte oder nicht. Sicherlich gab es ein System dahinter, was man mit bloßem Auge nicht erkennen konnte. Doch eines war klar. Sie war ziemlich fasziniert davon, sowie auch schon wie von der Vorhalle, mit der Brücke.

Azumi entging keineswegs, trotz ihrer Faszination, die Information über einen weiteren Weg und über die Bestätigung, diesen zu nehmen. Gerade wollte sie an den Androiden vorbeischreiten, welcher den Scamatontrupp nun den Rücken zuwand, als sie in ihrem Augenwinkel sah, wie ihr jemand ihr zuvor fallen gelassenes Schwert hinhielt. Mit einem freundlichen Lächeln und Nicken bedank sie sich beim Medic. Noch war sie dabei, den Gürtel, welcher am Schwert befestigt war, wieder zu richten, da ging sie noch in dieser Bewegung schlussendlich an der Raitas Einheit vorbei. Ihr Blick glitt erneut durch den Raum, nach dem Durchgang suchend. Das 'wir', welches der Anführer der Gepanzerten zuvor gesagt hatte, galt wahrscheinlich nur seinen eigenen Leuten. Ob ja oder nein, sie würden sie begleiten - was anderes blieb ihnen ja auch wohl kaum übrig. ,,Und wo genau liegt nun dieses Nor-nord-östlich?", fragte sie promt, mit ihrem wunderbaren Orientierungssinn.

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Sa Dez 31, 2016 11:18 pm

Sie setzten sich in Bewegung, um nach einem möglichen Ausgang zu suchen. Eine wahre Alternative schien sich gerade nicht zu bieten. Und da hörte er die Frage hinter sich aufschallen...


@Azumi schrieb:
,,Und wo genau liegt nun dieses Nor-nord-östlich?"




Sie schien wahrhaftig nicht gerade begabt zu sein die Wege zu finden. Aber wie zum Geier hatte sie dann die Androiden-Truppe gefunden? Das durfte ja wohl nicht wahr sein... So blieb der schwarze stehen, drehte den Kopf zur Seite, gerade so dass er sie erblicken konnte, und gab eine kurze Antwort. "Dort entlang!". Der Arm der künstlichen Intelligenz zeigte au eine Öffnung, eine scheinbar winzige Tür in einiger Entfernung, die den riesigen Saal von etwas Anderem zu trennen schien.

Aber es dauerte nicht lange, da hatte sich Rasputin schon wiedergefunden und nahm den Weg wieder auf sich. Seine Kollegen waren bereits vorausgegangen und warteten nicht weiter. Und als der kleine Trupp an einer schier unendlich hoch scheinenden Säule vorbeikam, leuchtete sie auf. Doch die verschiedensten Farben ergaben ein Muster und eine Schrift. Vielmehr Schriftzeichen, welche von oben nach unten flogen. Dahinter erschien ein Bild von einem weißen Gesicht... Man konnte nur Umrisse erkennen, und einen Mund, der sich öffnete, als schließlich abermals eine Frauenstimme erklang.

"Werte Gäste. Die Schmiede heißt Sie willkommen. Bitte beachten Sie dass aufgrund vieler empfindlicher Messungen sämtliche stahlungsintensive Geräte automatisch deaktiviert werden."

Was sollte das denn bedeuten? Hoffentlich zählten die Androiden nicht auch dazu... Aber wenn die Stimme die Wahrheit rief, dann sollten Sie es wohl bald herausfinden. Der schwarze Roboter blieb stehen und betrachtete das Spektakel, ehe er sich wieder den menschlichen Begleitern zuwendete.

"Aus welcher Zeit stammt diese Aufnahme?" Er würde fragend schauen, wenn er es könnte, aber er neigte lediglich den Kopf in eine leichte Schräglage. Seine Aussage beinhaltete bereits seine Hypothese, dass er davon ausging, dass dies eine Aufzeichnung war, die für jemand anderen bestimmt war. Aber wer wusste schon wirklich, was hier ablief?

"Bitte haben sie noch einen Moment Geduld."
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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   So Jan 08, 2017 5:30 pm

Ohne ihre Kameraden hätte Azumi sich hier in den Borderlands bestimmt schon gefühlt tausendmal verlaufen. Aber so schlimm war ihre Orientierung auch nun wieder nicht - wenn sie die Umgebung bereits kannte oder ein Hilfsmittel hatte, wie einen Kompass, war das alles kein Problem für sie. . . doch genug davon - dass der Andorid ihr schließlich den Weg deutete, erleichterte sie zugegeben etwas. Er hätte diese Frage vollkommen ignorieren oder was schlechtes dazu sagen können, doch das zeigte, dass dieser diese Zweckgemeinschaft, auch wenn nur vorrübergehend, akzeptierte.

Nach diesem Informationsaustausch folgte die Scamatontruppe den Androiden - doch nur nach wenigen Schritten kamen sie erneut zum Stehen. Durch die plötzlichen Bewegungen in der Säule griff die Türkishaarige, sowie ihre Kameraden, schon fast austomatisch nach ihren Waffen. Skeptisch betrachteten sie das Spektakel, was sich vor ihren Augen ereignete. Ruhig hörte Azumi den Worten der Stimme zu. Schmiede? Was hatte das alles zu bedeuten? Sie fand es mehr als merkwürdig. In diesen Gemäuern muss irgendwas sonderbares stecken. . . Natürlich war dies schon seit längerem klar - aber dies bestätigte doch nur alles, oder?

,,He, mein Hackgerät!", riss die Stimme des Hackers sie aus ihren Gedanken zurück, wieder in die Realität. Leise seufzte sie, als sie mit ansah, wie dieser nun wie verrückt das kleine technische Gerät anfing zu hauen, damit es wieder funktionierte. Von dieser rührseeligen Szene sich abwendend, blickte die junge Frau zu Rasputin, welcher eine Frage an sie gewand hatte. ,,Ich bin mir nicht sicher", begann sie und verschränkte die Arme, während sie um die Säule herumschritt. ,,Aber ich denke, sie stammt vor der Kriegszeit. Oder wurde während dieser angefertigt? Vielleicht. . .", kurz machte sie eine Pause und dachte nach. ,,Vielleicht. . . würde dies alles hier ja extra für den Krieg erschaffen? Als Schutzbunker oder als Geheimbasis?" Irgendwie hinterließ diese Theroie ein mulmiges Gefühl bei der Frau.

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Fr Jan 13, 2017 9:44 pm

Vor dem Krieg also? Ja, das war eine gute Option. Aber warum fiel es nicht den Kämpfen zum Opfer. Wieso wurde es verschont? Weil es in Fels gehauen war? Oder weil es geheim war? Aber wer konnte schon so etwas großes Geheim halten? Jemand musste es gefunden haben. Genauso wie es die Maschinen entdeckt hatten...
Noch einen Moment betrachtete er das Spektakel des Hackers, der sein Hilfsmittel wieder zum Laufen bringen wollte, stumm. Er überlegte. Was könnte sie hier gefangen halten... Und warum reaktivierte sich diese Anlage scheinbar?

Dann wandte er den Kopf einem seiner Kollegen zu, der sich sofort auf dem Weg zum Hacker machte und versuchte sein Gerät zu schnappen. "Das brauchen sie nicht mehr," sagte Rasputin dazu und schien vielleicht sogar ein wenig verärgert zu klingen. Zum Glück hatte diese Umgebung ihnen so bereits in die Hand gespielt. Aber was mag noch geschehen? Und bevor die Menschen auf dumme Gedanken kommen konnten, wollte die Androiden schlimmeres vermeiden. "Sie haben bereits dieses Gerät eingesetzt. Es genügt nun!"


Doch der dunkle setzte nun den Weg fort. Denn sie wollten schließlich hier heraus. Auch wenn es da die Neugier gab, wozu diese Anlage tatsächlich errichten worden sei. Und nach einigen weiteren Schritten, fügte er seine Gedanken schließlich an. "Das Wort Schmiede beschreibt einen Ort, an dem etwas hergestellt wird. Dies ist vermutlich eine Fabrik. Verbunkert und geheim gehalten."
Tja... Wer verstand schon Menschen in ihrem irrationalen Wesen? Und Not machte erfinderisch. Das mussten sich die Erbauer wohl einst gedacht haben.

Gerade als die kleine Gruppe sich einem kleinen Durchgang zu nähern schienen, der sehr vielversprechend aussah, erklang wieder einmal die nervige Stimme.

"Energiereserven bei 22% und steigend. Bitte haben Sie noch einen kleinen Moment Geduld!"
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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   So Jan 15, 2017 6:31 pm

Dass Rasputin anordnete, ihrem Kameraden das Hackgerät zu entnehmen, störte die Scamaton nicht weiter. Schließlich funktionierte es nun nicht mehr und sie hegte Zweifel, dass im Laufe dieser Erkundungstour dieses wieder anspringen würde. Zudem hielt sie diesen für so intelligent, für den Fall der Fälle, zu einer Mission mehr als ein Instrument mitzunehmen - zumindest hoffte sie es inständig. Aber bei Rasputins Worten: ,,Sie haben bereits dieses Gerät eingesetzt.", fragte die Türkishaarige sich schon, was nun mit dem verbleibenden Androiden vor der Halle geschehen war. Ob dieser immer noch regungslos auf der Brücke stand oder ob das Wesen, welches ihre Einheit zuvor gesehen hatte, sich um diesen. . . gekümmert hatte.

Die Gruppe setzte sich wieder in Bewegung, nachdem sie ja bisher noch nicht weit gekommen waren. Der Durchgang war noch ein gutes Stück entfernt. ,,Die Frage ist nur, was hergestellt wurde. Für normale architektonische Konstruktionen zu planen und zu entwickeln,  halte ich so ein Versteck für sehr unwahrscheinlich. Wenn, für ganz geheime Basen oder weitere solche Verstecke. Vielleicht auch für Kriegswaffen?" Etwas nachdenklich glitt ihr Blick über die anwesenden Gepanzerten. ,,Oder vielleicht für spezielle Androiden?" Man könnte ewig darüber philosophieren, was und warum - Klarheit würden sie erst haben, wenn sie es finden und erzählt bekommen würden.

Azumi war sich nicht sicher, ob sie nun normal weitergehen oder darauf warten sollten, bis diese Energiereserven, von der die Stimme sprach, aufgeladen waren. Die Frage war nur, um dies nur Zeit schinden sollte, zum Beispiel für eine Falle oder ob ihnen dann wirklich ein Vorteil geschaffen wurde, die ein neuer Durchgang oder einen Wegplan. Wer wusste es schon? Sie wand ihren Blick zum Raitasanführer. ,,Sollen wir 'noch einen kleinen Moment Geduld' haben oder ganz normal weitergehen?"

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Fr Jan 20, 2017 8:01 pm

Spezielle Androiden? Das hatte seine Aufmerksamkeit. Aus welcher Zeit mag dies hier stammen, als dass sie sich bereits mit der Technik von Androiden versuchten? Auf der anderen Seite schien dieses Gebäude nicht von wenig Technik begleitet zu sein... Also waren es gleichwohl fortgeschrittene Leute, mit denen sie es hier allesamt zu tun hatten. Leider waren die Infos spärlich und viel erkennen konnte man auch nicht. Kaum eine Beschriftung, kaum ein ausgezeichneter Weg...
Vielleicht war es an der Zeit mit dem neuen Verbündeten zu sprechen?

"Wir sind hier aufgrund eines schwachen Energiesignals unterhalb der Erde. Es schien aus diesem Komplex gekommen zu sein. Seit unserer Ankunft jedoch hat sich diese Energiequelle um 150% verstärkt. Zuvor war kaum etwas zu empfangen." So, nun raus mit der Sprache, dachte er insgeheim weiter. Wussten die Anderen denn wirklich nichts weiter? Was war denn mit der deaktivierten Einheit vor dem Eingang zu dieser Halle? Er neigte den Kopf, um den Blick der Widerstandskämpferin zu erhaschen. Es sah so aus, als wolle er aus ihrem Blick lesen. Und tatsächlich hatte er einprogrammierte Sprachmuster, die erklärten, dass Menschen durchaus Reaktionen zeigten, wenn sie logen. Und das sah man an ihren Blicken und ihren Gesichtern. Mal schauen, ob das gelernte auch stimmen sollte.

Doch kurze Zeit später erhellte eine große beleuchtete Wand den Raum, auf welcher sich langsam ein Bild formierte. Zusehen waren zunächst übliche Handfeuerwaffen. Die bekannte Stimme erklärte: "Kriege. Kriege sind heute allgegenwärtig wie niemals zuvor. Menschen bekämpfen Menschen aufgrund von Grenzen, Religionen und natürlich Ressourcen." Das Bild zeigte viele verschiedene Waffen, die immer größer wurden. Maschinengewehre, Raketenwerfer, Panzer, Flugzeuge und zum Schluss eine Atombombe. Dann wandelte das Bild auf eine andere Wand gegenüber. Sie wurde erst hell und zeigte dann Soldaten, die wild um sich schossen, Gefallene auf öden, matschigen Schlachtfeldern und schließlich die Zivilbevölkerung. Bomben krachten in Häuser, Frauen flohen vor Explosionen und Kinder mit zerfetzten Kleidern am Leib versuchten vor den Flammen zu flüchten.
"Not, Hunger und Tot sind immer die Folge von solchen Kämpfen. Menschen sterben und die Welt wird sie allmählich vergessen. Denn  ein jeder verliert sich eines Tages in der Zeit."

Auf einem weiteren Bildschirm ward ein Atompilz zu sehen. Gerade war eine Atombombe wohl über einer Millionenstadt explodiert. Zu hören waren Schreie von gequälten und verletzten Menschen. Doch dann stoppte die Simulation. Der gezeigte Atompilz breitete sich nicht weiter aus, sondern fiel in sich zusammen. Das Bild lief rückwärts. Alles was sie bereits gesehen hatten wiederholte sich nun in umgekehrter Reihenfolge bis es schließlich bei einem uralten Speer zum Stehen kam. Dieser Speer war aus der Steinzeit, keine Frage, denn die Spitze ward aus Fels geschlagen und an einer Liane gebunden...

"Wir haben es und zur Aufgabe gemacht, diese Kriege zu beenden. Denn was wäre, wenn man die Menschheit vor sich selbst warnen könnte, ehe sie falsche Gedanken bekommen könnten?"
So könnte es nun dämmern was hier getrieben wurde und der schwarz Gepanzerte blieb einen Augenblick still und betrachtete weiter das Bild, welches ihnen so eindrucksvoll präsentiert wurde.

"Energieniveau bei 50%!"

Was sollten sie nun davon halten? Wollten sie wirklich erfahren, was hier geschehen war? Sollten sie nicht doch lieber fliehen? "Aufgrund der Tatsache, dass wir hier niemanden vorfinden konnten, weder Menschen, noch Maschinen, noch irgendwelche Anzeichen von Leben, sollten wir gehen..." Das schlug er nun vor, war sich aber anscheinden doch nicht so sicher, denn er machte keine Anstalten zu gehen.
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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Sa Jan 21, 2017 2:55 am

Ein wenig überrascht blickte Azumi zu Rasputin, als dieser sie über die Beweggründe seiner Anwesenheit hier aufklärte. Es war schon sehr verwunderlich, schließlich waren sie doch eigentlich Feinde. Doch vielleicht wusste der Android nicht weiter und klärte sie deswegen auf? Oder vielleicht war diese Information nur erfunden und er wollte damit nur Informationen von ihr entlocken. Einige Sekunden lang lag ihr Blick noch auf den Größeren, bevor sie sich etwas zu entspannen schien. Sie hatte beschlossen ihm von ihrem Auftrag zu erzählen - es würde sowieso nichts an der momentanen Situation ändern.

Azumi erschrack, als genau wo sie dem Größeren den Auftrag schildern wollte, plötzlich eine Wand aufhellte und mit der inzwischen vertrauten Stimme etwas abspielte. Vom ersten Moment an war sie wie gebannt von den Aufnahmen und der Stimme und sah allem, ohne nur mit der Wimper zu zucken, zu. Im ersten Moment würde man meinen, sie sähe dem allem skrupellos zu, doch würde man bald erkennen, dann sie wie erstarrt dastand. Das blanke Entsetzen stand ihr förmlich ins Gesicht geschrieben. Die Bilder, die sich vor ihrem Auge abspielten, brannten sich in ihrem Gehirn ein. Bei den Bildern der zerstörten Umgebung und der verängstigten Menschen musste sie unweigerlich an ihre Vergangenheit denken - sie kannte diese Umgebungen nur zu gut, verstand all den Schmerz. Sie war damals nicht dabei gewesen, doch waren die Wunden noch deutlich in der Nachkriegszeit zu spüren gewesen.

Als die letzte Projektion allmählich endete und die Stimme erneut von irgendwelchen Energiereserven sprach, stand sie weiterhin so da, wie während der ganzen Vorführung. ,,Hauptma-?", sie unterbrach die Stimme ihres Kameraden, indem sie mit ruhiger, fast monotoner Stimme anfing zu erzählen:

,,Bei uns liegt die Aufgabe darin einen Forscher zu finden, der uns Scamaton angehört. Er galt als verrückt, da er von unterirdischen Verstecken aus der Vergangenheit sprach und das wir alle wohl der Verdammnis verschrieben und ein Haufen Narren seien, wenn wir dies nicht erkennen." Die Türkishaarige ließ ihr Auge langsam durch die Haale schweifen. ,,Vor einigen Tagen ist dieser plötzlich abgehauen, mit der Aussage, er würde uns dies alles beweisen. Und da die Oberen in Sorge waren, er würde einfach nur vollkommen den Verstand verlieren und etwas wichtiges ausplaudern, wurden wir ihm nachgeschickt, um ihn zurückzubringen." Eine kurze Pause einlegend, sah sie zu ihren Kameraden. ,,Durch einige seiner Aufzeichnungen haben wir ihn bis kurz vor die Höhle verfolgt, aber dann seine Spur verloren. Und na ja, dann sahen wir Euch und sind Euch gefolgt." Schlussendlich wand sie sich wieder Rasputin zu und beendete ihre Erzählung: ,,Und inzwischen halte ich den Forscher für gar nicht mehr so verrückt. . ."

Ruhig sah sie Rasputin an und dachte nochmal an seine letzten Worte übers weitergehen, dieser aber keine Reaktion zeigte, bevor sich plötzlich ihre Muskeln anspannten und sie schnurrstracks in Richtung des Durchgangs marschierte. ,,Verdammt nochmal, ich möchte wissen, was hier vor sich geht!" - ,,H-Hauptmann, was wenn-?" - ,,Mir egal, 'was wenn'!", kurz blieb sie stehen und schaute über ihre Schultern zu ihrer Gruppe. Sie schien wütend. ,,Ihr könnt von mir aus hier bleiben, da mache ich Euch keine Vorwürfe, für Euch kann die Mission ab hier abgeschlossen sein. Doch-", noch beim Reden nahm sie wieder ihre Beine in die Hand. ,,Erstens - als guter Hauptmann werde ich die Aufgabe zu Ende führen, auch wenn mich das umbringt. Zweitens - ich werde herausfinden, was hier geschehen ist und wenn ich dabei draufgehe!"

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   So Feb 12, 2017 10:36 pm

Ein verrückter Forscher, der hierher geflohen war? Jemand, der diesen Ort also sehr wohl gut zu kennen schien und ihn als Rückzugsort betrachtete? Wer mag das sein, der sich hiermit vielleicht doch auskennen mag? "Wir sollten vielleicht diesen Forscher suchen, ehe wir aufbrachen." Es war vielleicht etwas Neugier dabei, als er die Wort sprach und er sich abermals der Rebellin anschloss, die anscheinend starken Willens war, hier zu bleiben.

"Energieniveau bei 75%. Die Sperren wird aufgehoben."

Ein lautes Zischen durchflutete den Saal, wie als ob Sauerstoff durch ein großes Ventil gepustet werden würde. Aber hier war es kein Ventil. An der hellen, weißen Wand begann sich eine riesige Luke zu öffnen. Sehr langsam und gerade so, dass man vielleicht durch einen winzigen Spalt auf die andere Seite schauen konnte. Nur schade, dass es dort noch etwas dunkel war, da eine Lichtquelle fehlte.
Rasputin wandte sich um und stellte sich vor Azumi. Es sah beinahe so aus, als würde er sie vor etwas schützen wollen, was gar nicht da war. Vielleicht erwartete er eine Gefahr, die noch nicht kam?

Abermals flackerte ein projiziertes Bild an einer Wand auf. Eine Silhouette eines künstlichen Kopfes erschien. "Kriege können nur verhindert werden, wenn die Menschheit sich ändert. Da eine solche Erkenntnis jeden Geist erreicht, und es dennoch stetige Konflikte gibt, ist vielleicht nicht nur ein geist entscheidend sondern viele. Menschen agieren in Scharen, und wir reagieren mit anderen zusammen. Wir entscheiden zusammen und selten allein.
Um die Vernunft aufzuzeigen, entstand hier eines der ersten Portale der Welt. Physik und Chemie sind hier vereint, um den Kosmos der Zeit und des Geistes zu beeinflussen."


Die Silhouette verschwand und ein Mädchen erschien, das von einem hellen Horizont aus auf die Gruppe zulief. Sie wurde größer und langsam konnte man ein Gesicht erkennen. Es war ein süßen, blondes Mädchen mit langen Zöpfen an den Seite. Das weiße Kleid passte sich zu sehr dem Hintergrund an und symbolisierte wohl die Reinheit. Und wie es zu solchen Bildern am Besten passte, hatte sie ein Lächeln auf den Lippen. Sie betrachtete die bunte Truppe im Raum und meinte dann folgendes:
"Wenn ich mich schon früh damit auskennen würde, wie man Streit verhindert, dann können wir alle bester leben." Die Stimme der Frau hatte sich in eine Mädchenstimme gewandelt. Und die Luke an der Seite öffnete sich knarrend weiter. Wie es schien war sie schon sehr lange geschlossen.

Rasputin ging einen Schritt in die Richtung. Gleichzeitig aber bleiben die Anderen seiner Truppe zurück und schienen den Raum zu sichern, in dem sie sich nun noch befanden. Jetzt war wohl mit jeder Gefahr zu rechnen. Sobald Kinder im Spiel waren, konnte man etwas psychologisches und krankes erwarten, oder? So kannte man es doch noch aus uralten Filmen.
Ein Terminal fuhr aus dem Boden nach oben, auf dem eine kleine Tastatur und ein Monitor zu sehen war. Es befand sich direkt neben der riesigen Luke und noch waren sie einige Meter davon entfernt...
Aber man konnte nun durch die Öffnung etwas erkennen. Das Licht des Saals strömte in den Raum dahinter und gab eine Maschinerie frei. In der Mitte befand sich ein Stuhl... Darum waren konzentrische Kreise angeordnet, die aus Metallschienen gebaut waren. Der Raum schien kugelrund zu sein und ein schmaler Gang aus Metallplatten verband den Saal mit dem Stuhl im Inneren. Es waren etwa 10 Meter vom Eingang bis dort hin.

Das schwere Tor rastete schließlich lautstark ein, als es komplett geöffnet war. Das Krachen hallte hier und dort wieder und wieder. Aber nichtsdestotrotz sprach wieder die gewohnte Stimme zu ihnen.

"Energieniveau bei 99%. Licht wird aktiviert, Stromzufuhr wird geprüft." Mit einem Klick ging nun auch in dem anderen Raum ein helles weißes Licht an und durchflutete die Kugel. Nun konnte man auch erkennen, dass an dem Stuhl lange Drähte und Schläuche befestigt waren. Da diese transparent waren, konnte man in ihnen eine Flüssigkeit erkennen, die eine leichte Rosétönung hatten.
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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   So Feb 19, 2017 2:12 pm

Würde die Einheit der Hauptmann verharren, würde sie dies ihnen wirklich nicht übel nehmen. Sie hätte sogar dann Gewissheit und nicht die Sorge, dass ihnen im Inneren dieser Baut weiteres zustoßen würde. Doch war sie zugegeben sehr erleichtert, als Rasputin sich ihr anschloss. Alleine loszuziehen wäre hier bestimmt reinster Selbstmord und der Gepanzerte schien stark und ein guter Taktiker zu sein, was sich vielleicht noch als nützlich erweisen könnte. Ob seine Einheit ihm folgen würde - schließlich waren sie ja dafür gebaut worden?

Eigentlich hätte Azumi die Stimme ignoriert, da diese ja schon die ganze Zeit etwas sagt, doch als das Zischen erklang blieb sie stehen und sah sich um, bis die sich nun öffnende Luke in ihr Sichtfeld bannte. Doch die Sicht wurde ihr bald versperrt, da Rasputin sich vor sie stellte. Es schien, als ob er sie schützen wollte - was sehr nett und nicht selbstverständlich war, weshalb sie sich nicht weiter dran störte. Stattdessen linste sie an ihm vorbei, wieder zur Luke, was aber nur von kurzer Dauer war, als erneut eine Projektion erschien. Leise wurde den Worten gelauscht, bis das kleine Mädchen erschien, welches schockiert angesehen wurde.

Das Knarren der Luke schien die Türkishaarige zunächst nicht wahrzunehmen, denn ihre Aufmerksamkeit war dem Mädchen gewidmet. Dieses Mädchen. . . ob es einst wirklich gelebt hatte und in das alles verwickelt war - oder war es doch nur eine reine Projektion, um Gesichter, die das einst sehen würden, wie die Gruppe nun, zu täuschen? Oder wurde so nun gezeigt, was für kranke Psychospielchen hier einst getrieben wurden? Die Vermutung sollte doch nur bestätigt werden, von dem, was bald in dem kleinen Raum zu sehen war. Das alles konnte einfach nicht mit rechten Dingen vor sich gehen.

Doch bevor dieser Raum untersucht wurde, blickte Azumi kurz zu ihren Kameraden und nickte zu den Androiden, die den Raum sicherten. ,,Macht es ihnen gleich." Anschließend folgte sie, nach einer gefühlten Ewigkeit, dem schwarz Gepanzerten. Bei diesem angekommen erklang auch schon erneut die Stimme. Der Anblick des Raums ließ ihr schon kurz den Atem stocken. Nur knapp einem Meter vor der geöffneten Luke blieb sie stehen. ,,Was zur. . .?" Der Hacker, der das Terminal mit Neugierde inspiziert hatte, durchtrat den Durchgang und befand sich dann in dem kugelförmigen Raum. ,,Was soll das werden?" - ,,Ich untersuche das nur!", wurde die Frage des Hauptmanns abgewimmelt. Wie schon zuvor das Terminal, untersuchte er nun auch den Stuhl, mitsamt Zubehör. Einen Moment sah die Grauäugige sich das skeptisch an, bevor sie noch ein: ,,Sei aber vorsichtig", an ihn wand und sich aber dann Rasputin widmete. ,,Was glaubst Du? Ich hege Zweifel, dass diese Konstruktion für Androiden gebaut wurde - ob hier an Menschen herumexperimentiert wurde. Oder gar an. . . Kindern?"

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Do März 16, 2017 9:18 am

Eine wirklich gute Frage, die Azumi da stellte. Wozu das alles? "Ich stimme zu, dass dies kein Ort der Maschinen sein kann," antwortete er prompt und näherte sich dem menschlichen 'Kameraden' der den Stuhl bereits inspizierte. Eindeutig sollten hier Mneschen sitzen. Aber für Kinder schien der Stuhl zu groß zu sein, so konnte man also diese Frage womöglich bereits verneinen. Aber er wollte kein Urteil abgeben, bevor man nicht einen 'Test' gestartet hatte. Also deutete er auf die Sitzgelegenheit, als er sich dahinter stellte. "Vielleicht sollten wir es ausprobieren?"
Natürlich wusste auch er, dass es keine gute Idee war unbekannte Technologien einzusetzen. Besonders nicht, da dies hier schon alt schien und vor seiner Zeit entstanden war. Veraltete Erfindungen konnten viel gefährlicher sein und unsicherer, als man ahnte. Auf der anderen Seite waren es Menschen, die auf Sicherheit oftmals großen Wert gelegt hatten. Und da es nicht ein Android sein sollte, der platz nehmen sollte, konnte es auch nur einen von Azumis Leuten treffen. Außerdem... Sie waren Menschen, die wenn ihn nicht alles trügt den Krieg erneut entfachen könnten. Und dieses Gerät versprach Besserung. Also warum nicht ein eigenes Experiment starten?
Sein Blick traf auf Azumi. Denn wie würde sie entscheiden? Würde sie einen ihrer Kollegen 'opfern' wollen, oder gar sich selbst? Ein Interessanter Spalt, der sich gerade auftat, und den Rasputin nur zu gerne erleben würde. Denn auch er war an der menschlichen Natur fasziniert. Sie waren so viel komplexer und zugleich einfacher gestrickt als ein Android. Was konnte ein freier Wille bewirken, wenn man ihn denn Einzug halten ließ?

"Überprüfung komplett. Energieniveau vollständig. Übertragen bereit. Bitte nehmen Sie platz." Die Computerstimme gab also den Robotern durchaus recht und der schwarz Gepanzerte hätte lügen müssen, wenn ihm das nicht ein klein wenig gefiel.
In diesem Moment öffnete sich ein großes holografisches Display vor ihnen. Viele Bilder von menschlichen Körpern und künstlichen Robotern waren zu erkennen. Lauter seltener Schriftzeichen konnte man ebenso gut sehen, wie einen einzigen vertrauten Zug: 'Vernetzung'. Es schien als müsste man das Bild berühren, war es doch eine Art Eingabemuster für diesen Computer des Gebäudes.
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Azumi

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Do März 16, 2017 4:35 pm

So von der Apparatur begeistert, bemerkte der Hacker gar nicht, wie sich Rasputin ihm nährte und schließlich hinter ihm zu stehen kam. Stattdessen untersuchte dieser es munter weiter. Doch bei der Frage hin, ob sie die Konstruktion testen sollten, fuhr der junge Mann grundauf begeistert herum und strahlte den Androiden förmlich an. ,,Das ist eine ausgezeichnete Idee!" - ,,Das ist eine Schnapsidee. Kommt gar nicht in Frage", wurde aber daraufhin promt von der Türkishaarigen entgegnet. Diese betrat nun selbst, mehr als skeptisch, den Raum und blickte sich um. ,,Aber Hauptmann!" Kurz den Hacker ansehend, erwiderte sie schließlich den Blick Rasputin's. ,,Ich werde hier auf gar keinen Fall das Leben von einem meiner Kameraden anbieten, nur um sie Versuchsratte spielen zu lassen. Wir wissen ja noch nicht mal, was diese Apparatur darstellen soll, ebenso, wie man diese stoppen kann, sollte etwas schief laufen."

Bevor noch jemand das Wort erheben konnte, erklang, sie wie oft schon, die Computerstimme und ein holografisches Display erschien vor den zwei anderen Anwesenden im Raum. Der nicht androidische sprang daraufhin auf und betrachtete dieses nun eindringlich. Nachdem dieser verstanden zu haben schien, worum es ging, sah er seinen Hauptmann mit einem Blick an, der ihr gar nicht gefiel. Ich werde es ihm nicht mehr ausreden können. . ., kam es ihr in den Sinn und schon legte der Hacker los, alle möglichen Argumente hinzulegen, warum sie es testen sollten. Dass es wichtige Informationen für ihre Mission und für die Scamaton an sich hergeben könnte, dass sie eine große, längst vergessene Möglichkeit auf Frieden wiederentdeckt haben könnten und so weiter.

Den Argumenten nur auf einem Ohr zuhörend, schritt Azumi nun neben Rasputin, damit sie nun auch einen Blick auf das Display werfen konnte. Es war interessant, dies konnte man nicht abstreiten und die Argumente waren gar nicht so abwegig. Doch fielen ihr mehr Risiken und Gefahren ein, als Zusprüche es wirklich zu tun. Ein letztes Mal glitt ihr Blick kurz zum Gepanzerten, anschließend zum Hacker, welcher schon halb bettelnd an ihren Beinen hing, bevor sie sich umdrehte und ihren Medic fixierte. ,,Halt Dich bereit", sprach sie, ehe sie sich wieder dem am Boden knienden zuwand, welcher sie nun mehr als hoffnungsvoll ansah. ,,Ich mach's. Du bedienst das Display", setzte sie an, doch da kam, vom letzten der Einheit, die Einwände: ,,Da bin ich gegen. Du bist der Hauptmann und musst uns weiterhin befehligen. Wenn was passiert, kannst Du das nicht mehr." Wenn was passiert, oh, super. Aber er hatte Recht, dies konnte sie nun nicht abstreiten.

Etwas mit den Zähne knirschend dachte sie angestrengt nach. Ihr war alles andere als wohl dabei. Doch würde sie weiterhin verweigern, davon war sie überzeugt, würde es hier gar nicht mehr weitergehen und vielleicht sogar zum Streit kommen. So musste sie wohl nachgeben. ,,Sobald es nur das kleinste Anzeichen dafür gibt, dass etwas schief geht oder Dir schaden könnte, nehme ich das Teil auseinander, damit das klar ist!", entkam es ihr, wie nur selten für sie, todernst. ,,Yuchhu!", erklang es laut und es wurde sich gleich auf dem Stuhl bequem gemacht. Leicht seufzend wand die junge Frau sich wieder Rasputin zu. ,,Weißt Du, wie man dieses Ding bedient?"

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Rasputin Derak

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BeitragThema: Re: BORDERLANDS: Untergegangene Kulturen | Verlassene Umgebung   Fr März 17, 2017 9:39 am

Menschliche Emotionen war so mystisch und undurchsichtig wie die Handlungen, die daraus folgten. Ein wenig war Rasputin doch verwundert, dass sie so risikofreudig und bereitwillig das testen wollten, was sie nicht verstanden oder das sie nie zuvor gesehen hatte. Auf der anderen Seite wurde diese Maschinen von Menschenhand kreiert. Und sollte diese etwas tun, was grausam war? Waren Menschen dazu in der Lage sich selbst grausame Dinge anzutun? Oh... Die Gedanken wurden geordnet und Raspotin hörte die Frage, die die Anführerin sagte. "Nein", antwortete er klar. "Intiutivsteuerung." Und so sollte es sein. Und wirklich viele Auswahlmöglichkeiten schien es auch gar nicht zu geben. Lediglich zwei Buttons waren zu erkennen...

Und gesagt, getan. Er berührte einen der beiden Knöpfe, von denen er glaubte er würde so viel wie "Ja" bedeuten. Und schon knisterte es weit über ihnen. Und ein Poltern war ebenfalls zu hören. Wie als würde sich etwas großes metallisches hinter einer dicken Wand bewegen. Derweil kamen von der Decke hoch oben drei Maschinenarme mit jeweils drei Gelenken. Schnallen schossen um die Handgelenke des Sitzenden und auch um dessen Hals. Er musste offensichtlich stillhalten, damit nichts schlimmeres geschehen konnte?

"Übertragung initialisiert." Diese Schmiede, wie sie sich selbst nannte, war nunmehr in Betrieb. Und das wohl seit zu vielen Jahren nicht mehr. Aber was sollte mit dem Mann geschehen, der sich noch so freudig auf etwas gesetzt hatte, das sowohl Segen als auch Gefahr in sich bergen konnte? "Etwas seltsam ist es schon, dass eine solch fortschrittliche Anlage unentdeckt blieb und von niemanden gesucht wurde... Oder dass sie aufgegeben wurde." Rasputin schien ein wenig beeindruckt von der Leistung der Menschen zu sein. Nicht nur von jenen, die dieses Mauerwerk errichtet hatten, sondern auch von all denen, denen er hier begegnet ist. Sie waren mutig und hegten doch Zweifel. Hatten jedoch genauso viel Hoffnung, dass sie das Leben riskierten, um einen angekündigten Frieden zu erhalten? Würde das auch ein Androide tun? Oder würden Algorithmen dies verhindern?

Indessen fuhren die drei Arme ganz nahe an den Kopf der Person. Eine kleine Spritze wurde an der Schläfe gesetzt. Wohl eine Art Anästhesie. Das Display wandelte sich und zeigte ein menschliches Gehirn. Es wurde orange dargestellt. Einige Teile aber wurden langsam grün, andere rot. Aber was bedeutete das alles? Das wussten nicht einmal die anwesenden Maschinen und bestaunten das Bild. Auf beiden Seiten der Stirn wurden kleine runde Sensoren geklebt.

Es dauerte nicht lange und die Bilder verzerrten sich für den Sitzenden. Der Raum verblasste und doch blieb er immer dort, wo er gerade war. Nur um sein Blick veränderte sich alles. Es war wohl so als würde man mit randender Geschwindigkeit durch eine hell beleuchtete Höhle fahren. An ihm vorbei sausten Gesichter von Menschen, Gebäude von Fabriken, eine Bäckerei, auf der der Name "Halles Semmeln"  zu lesen war. Doch dann auch schon weiter, ein altes Auto als Oldtimer fuhr vorbei und hupte kräftig. In einer Fabrik wurde gerade ein hölzerner Schuh in die Zahnräder einer Maschinerie geschmissen und krachte. Weiter ging die Fahrt und er sah Bäume vorbeirauschen. Ein Wald. Am Ende des Waldes, das er ansteuerte, saß ein Mensch an einem kleinen Bach. Begleidet mit nur einem Stofffetzen um die Lenden blickte er auf den Reisenden. Schließlich wurde die Welt um ihn herum erschüttert. Ein lauter Knall und ein helles Licht riss den Boden vor ihm auf. Ein T-Rex fiel vor ihm auf den Boden und schrie fürchterlich vor Schmerz. Das Blut spritzt in alle Richtungen. Dann ging es schließlich rückwärts. Ein Ritter tauchte auf, mit einem dicken heiligen Kreuz auf der Rüstung erschlug einen Art Bergmensch, der in Felle gekleidet war. Dann ein Panzer, der mit einem Schuss ein ganzes Bataillon auf einmal in den Tod zwang. Ein Gebäude, eine Industrie, brach in seinen Mauern zusammen. Und inmitten saß stets der experimentierfreudige Mensch.

Dann aber beruhigte sich die Welt wieder und eine projizierte Gestalt entstand vor den Augen des Menschen. Aber diese konnte wohl auch nur von ihm gesehen werden. Und schließlich sprach sie: "Euer Verstand ist der Grund, warum wir uns alle so bekriegen können. Und jetzt erhaltet Ihr ein Geschenk, dass Euch zeigt, wie gut der Frieden auf Erden ist."

Die Umwelt veränderte sich. Er stand auf einer großes weiten Wiese. Man hörte wie der Wind um die Ohren blies. Doch es war nur eine Briese, kein Sturm. Blumenblätter segelten durch die Luft und bunte Blüten bedeckten den Boden. Ein großer, einsamer Baum auf einem Hügel, trug rote Früchte. Und davon unzählig viele. Darunter war eine kleine Gruppe an Kindern, die im Kreis tanzten. Aber sie bemerkten den 'Eindring' und wandten sich ihm zu. Sie liefen schnell los, um ihn zu erreichen und riefen immer wieder: "Ein Neuer! Ein Neuer!" Eine andere rief: "Und das nach all der Zeit!"

Doch in Wahrheit war es nur der Verstand, der diese Dingte sah. Er selbst saß noch immer auf dem Stuhl vor der kleinen, zusammengewürfelten Gruppe. Sie konnten von all dem nichts erkennen. Nur vielleicht wie sich der Körper bewegte. Nicht aber die Bilder sehen, die es dort gab, wo er gerade war.
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