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 [Neovine Origins] STALKER

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BeitragThema: [Neovine Origins] STALKER   Mi Okt 05, 2016 6:35 pm

(Bitte keine Posts anfügen, Kritik u.A. per PN ;3)

Unter den Raitas ist der Android mit der Kennung "5T41-K3R", oder eben "Stalker" wohl bekannt. Aber es gibt auch Informationen, die niemand, nicht einmal der Geheimdienst besitzt. Der Grund ist einfach. Niemand weiß davon. Nicht einmal Stalker selbst. Aber warum? Wozu wurde er gebaut? Wieso ist die Erinnerung erloschen? Es folgt eine Geschichte, die vermutlich nie passiert ist. Oder vielleicht doch.
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Zuletzt von Stalker am Di Dez 20, 2016 2:50 pm bearbeitet; insgesamt 8-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Neovine Origins] STALKER   Mi Okt 05, 2016 6:38 pm


Kapitel 1 - Vorbereitungen

„Tag… 1032 im Bunker. Wir… wir haben es fast geschafft. Es ist wirklich unglaublich, dass ich das endlich behaupten darf. Nun ja, ganz fertig sind wir noch nicht. Es fehlen lediglich die letzten Konfigurationen, die ich ausgearbeitet habe. Wenn.. wenn ich diese heute noch-“

„Professor?“, unterbrach die junge weibliche Stimme den Redefluss des Mannes. Ein leises Seufzen kam von diesem, als er die Kamera abschaltete und die Aufnahme unterbrach. Offenbar passte ihm die Unterbrechung der Frau gerade gar nicht.
„Was gibt es denn…? Du siehst doch, dass ich gerade den Video-Log für heute erstelle.“, raunte dieser leicht entnervt zurück und drehte sich zu ihr um. Der Gesichtsausdruck von ihm wurde deutlich von seinen Stirnfalten untermalt, über denen das inzwischen eher gräuliche als braune Haar wirr in mehrere Richtungen abstand.

„E-es tut mir leid, ich wollte Sie nicht stören… Sie baten mich nur darum, Sie zu benachrichtigen wenn die Funktionsanalyse abgeschlossen ist.“ Auf den Händen der jungen Frau befand sich ein Tablett mit ein paar Akten, einem Klemmbrett und noch eine große Tasse Kaffee. Behutsam stellte sie es auf den Arbeitstisch des Laboranten, der in seinem weißen, leicht zerrissenen Kittel weiterhin auf dem inzwischen klapprigen Drehstuhl saß und seine Schläfen rieb.

„Ah.. ja natürlich…“, fiel es ihm wieder ein. „Vielen Dank, wirklich.“ Nach kurzem Zögern griff er nach dem Henkel der Tasse und nahm einen Schluck des heißen Getränkes. Abgesehen von den beiden Menschen war in der großen Halle niemand zu sehen, niemand zu hören. Das einzige Geräusch, welches sonst noch durch den Raum klang, waren monotone Geräusche von Servern, ein paar mechanischen Anlagen und sonstigen technischen Geräten. „Überarbeiten Sie sich nicht“, sagte die Frau und strich sich eine Strähne ihres blonden Haares hinter das Ohr. „Ich? Überarbeiten? Als ob so etwas möglich wäre“, lachte der Professor wieder etwas erheitert, bevor er auf einen alten Kalender sah. „Sag mal… wie lange arbeitest du schon mit mir, Alice..?“, fragte er etwas in Gedanken versunken. „Mh? Nun.. ich glaube inzwischen sind es 4 Jahre.“, kam es von der Frau.

Einen Moment lang war es ruhig um den Arbeitstisch. „…4 Jahre.. kaum zu glauben, hm...?“, dachte der Wissenschaftler nach. „Ich weiß, mittlerweile ist es vermutlich eh zu spät, und... ich habe dich schon oft genug gefragt. Aber wäre es dir nicht lieber gewesen, du hättest mit deinem Leben etwas anderes angefangen als einem alten Spinner unter die Arme zu greifen?“ Lächelnd sah er sie wieder an. Alice überlegte für einen Moment und ließ ihren Blick ruhig über die Wände der großen Halle schweifen. "Nein, nie.“, sagte sie schließlich mit einem Lächeln auf den Lippen. „Es gibt keinen Ort, wo ich besser aufgehoben wäre. Also machen Sie sich nicht immer solche Sorgen, Professor Thano.“ Das leichte Lächeln verformte sich zu einem schon fast glücklichen, kurzen lachen auf ihrem Gesicht, bevor sie sich wieder von ihm abwandte und über den metallenen Boden lief, hinüber zu zwei Kammern, welche auf der Front eine Glaswand aufzeigten. „Denken Sie wirklich, es wird funktionieren…?“ Zögernd legte sie ihre Hand auf eine der beiden Kammern und sah hinein, eine dunkle Silhouette betrachtend.

„Das hoffe ich doch sehr.“ Alice zuckte etwas zusammen, als Thano neben ihr stand und mit ihr zusammen in die Kammern blickte. „Zwanzig Jahre hat es gedauert um meine eigene Sprache in der Programmierung zu entwickeln… Niemand wird sie jemals lesen können… es ist fast ein wenig schade. Aber es muss sein.“ Langsam atmete er durch die Nase aus, sein Geist schien sich für den Moment etwas zu entspannen, als er die Glaswände betrachtete. „Du kannst dir ruhig den Rest des Tages freinehmen. Heute passiert hier sowieso nicht mehr viel.“, sagte er mit einem Lächeln und wandte sich wieder seiner Assistentin zu. „Sind Sie sicher? Ich könnte-“  „Nein, nein, keine Widerrede. Und jetzt.. geh ein bisschen an die frische Luft. Wir sehen uns morgen, Alice.“ Leicht blinzelnd lächelte die Blonde wieder und nickte leicht. „Ja, Professor. Bis morgen. Und ruhen Sie sich aus!“, rief sie ihm noch beim Verlassen der Halle zu. Eine stählerne Tür war noch zu hören, dann gab es wieder nur die Geräusche der technischen Anlage. Diese leise Piepen und Fiepen nahm der Wissenschaftler gar nicht mehr wirklich war. Noch etwas auf die beiden Kammern starrend, ging er langsam zurück zu dem Arbeitstisch, auf dem der Bildschirm auf ihn wartete. Ein weiterer Schluck vom noch immer warmen Kaffee. „Also dann.“ Nachdem er wieder auf dem Stuhl Platz genommen hatte, schaltete er die Kamera vor sich wieder ein und holte noch einmal kurz Luft, schloss seine Augen dabei. Als er sie wieder öffnete, war ein kurzes Lächeln auf seinem Gesicht zu sehen, die Kamera lief weiter.

„Tag 1032 im Bunker. Es ist fast geschafft. Die Arbeiten scheinen sich dem Ende zu nähern, es fehlen nur noch ein paar Kalibrierungen, die ich noch heute durchführen werde…“


Zuletzt von Stalker am Di Dez 06, 2016 12:11 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Neovine Origins] STALKER   Fr Nov 11, 2016 4:13 pm


Kapitel 2 - Erwachen

Das rege Klimpern auf mehreren Tastaturen schallte durch die metallische Halle. Seit mehreren Stunden zog es sich bereits hin, aber die beiden Menschen in ihren Laborkitteln hatten keinerlei Interesse daran, ihre harte Arbeit zu pausieren. Die Augen von Professor Thano blitzten förmlich auf, als er einen letzten Befehl in die große Kommandokonsole eingab. Danach lagen die Finger still auf den Tasten. "... es ist soweit." "Sind Sie fertig?", ertönte die sanfte weibliche Stimme neben ihm. Auch Alice war heute noch motivierter als sonst, obwohl das manchmal schier unmöglich schien. Auch ihre Hände lagen noch etwas unruhig auf dem Eingabegerät vor ihr. Auf dem Gesicht des Professors war nun ein breites, fröhliches Grinsen zu erkennen, gefolgt von einem kurzen und schnellen Nicken. Doch das blieb nur kurz und wich danach einem recht besorgten Blick. "Ich hoffe nur-" "Es WIRD funktionieren, Professor. Sie haben so viele Jahre damit verbracht und sind der begabteste Mensch in diesem Gebiet, den ich je gesehen habe!" Alice Stimme klang sehr energisch, und doch aufmunternd. Sie glaubte an den älteren Herrn neben ihr und ließ ihm den griesgrämigen Gesichtsausdruck nun auch nicht mehr durchgehen. Die Hände in die Hüften gestemmt stand sie auf und sah ihn mit strengem Blick an. Thano hingegen blickte kurz zu ihr hoch und wieder auf die Bildschirme vor sich. Das Lächeln kam zurück. "Dass ihr jungen Leute immer so töricht seit... aber du hast ja recht, entschuldige bitte." Auf dem Gesicht von seiner Assistentin formte sich ein siegessicheres Grinsen.

"Nun denn. Fangen wir an." Die Blicke des Mannes lagen nicht mehr auf dem Monitor vor seiner Nase, sondern den etwas weiter entfernt stehenden Metallkammern. Mit einer kurzen Handgeste signalisierte er seiner Assistentin, sich zu eben diesen zu gesellen, welche auch sofort nickte und dem nachging. Als sie wieder vor den Kammern stand, blickte sie stumm auf die Glaswand, auf den Inhalt, der hinter ihr lag. "Ich beginne mit der Initialisierung!" Alice zuckte kurz zusammen, als sie die Stimme des Professors wieder vernahm. Mit ihren Gedanken war sie einen Augenblick lang woanders gewesen. Nur wo, das wusste sie selbst nicht genau. Sie hoffte nur sehr, dass alles so klappen würde, wie sie es sich vorstellten. "Ja!", rief sie schließlich zurück und ging an eine kleine Konsole an der Kammer, begann darauf eifrig zu tippen. Auch Thano war alles andere als untätig, seine Finger rasten wieder über die Tastatur, seine Augen über die wirren Zeilen eines Codes auf dem Monitor. Langsam schien die Halle, in der sie sich befanden, zum Leben zu erwachen. Die aufgestellten großen Server und geräte gaben ihre Töne von sich, Kühlmittelschläuche bewegten sich leicht unter dem Druck. An einer der beiden Metallkammern fingen Signallichter an zu blinken und zu leuchten. Motoren und Getriebe bewegten sich, kurz sprühten hin und wieder ein paar Funken durch Elektrostöße. Aber die beiden Menschen ließen sich nicht beirren und machten einfach weiter, immer weiter.

"Übertragungsrate stabil, Signal stark, keine Interferenzen." "Memory-Boot wird durchgeführt." "BackUp wird bereinigt und neu eingelesen. Generator aktiviert und fährt schnell hoch." Ein paar Minuten lang ging das Spektakel hin und her. Es wurde langsam immer lauter, in der Kammer herrschte auch reges Treiben. "Energiezufuhr geregelt, er.. er lädt sich wirklich auf..! Haha!" Wäre Thano nicht zu beschäftigt, hätte er glatt einen Freudensprung gemacht. Aber der musste warten. Auch Alice grinste fröhlich und dann... wurde es plötzlich schwarz. Alles. Die gesamte Halle war in Dunkelheit gehüllt, Stille kehrte ein. "...Ä-ähm.. Professor..?", rief sie noch irritiert herüber. "Jaja, das.. damit war zu rechnen. Warte einen Moment, das ist kein Hindernis... unglaublich... der hat wirklich den gesamten Strom angezapft..." Es dauerte ein paar Sekunden, dann ging das Licht wieder an und das mechanische Leben war wieder da. "Aaahhh... na das geht doch. Notgeneratoren angeworfen, laufen stabil. Konfiguration bei 98%!!", rief der Professor wieder zu seiner Assistentin. "99%... Alice! Öffne es." "J-Ja!" Etwas verunsichert betätigte die junge Frau wieder ein Bedienfeld an der Kammer. Für einen kurzen Moment zuckte die Glaswand etwas, am Rande, wo sie eingerastet war, sprühte Dampf hervor, bevor sie sich schließlich langsam öffnete.

"... 100%. Konfigurationen abgeschlossen.." Ruhig saß Thano noch etwas auf dem alten Drehstuhl, als könnte er es selbst kaum Glauben. Er fing sich wieder, schüttelte leicht den Kopf und stand auf, eilte hastig zu seiner Assistentin, welche vor der offenen Kammer stand und hineinstarrte. Ihre Augen blickten still auf die dunkle Silhouette in ihrem Inneren. Hinter dem noch dichten Rauch, ein paar Kondensatoren der Kammer waren völlig durchgebrannt, strahlte ein sanftes hellblaues Licht hervor. Ein Motorengeräusch war nun hörbar, ein Gestell fuhr langsam aus der Kammer nach draußen. Die Silhouette, ein dunkler humanoider Körper kam langsam zum Vorschein, war an dem Gestell offenbar angebracht. Der Nebel verzog sich endgültig. Ein dunkler Android hing an dem Gestell. Er wirkte nicht zu menschlich, von einem Gesicht konnte man nicht reden. Auf dem Frontvisier des Kopfes war ein langer, recht dünner Spalt, aus dem das sanfte, noch schwache Licht hervorstrahlte. Es wurde schwächer, dunkler. "P-Professor!" "Shh.. still. Warten wir ab." Auch Thano versuchte ruhig zu bleiben. War die Energie für den Start zu wenig gewesen? Beide waren still, angespannt, nervös, auf Thanos Gesicht war ein vereinzelter Schweißtropfen. Das kann es doch nicht gewesen sein... und dann flackerte das Licht einen kurzen Augenblick. Wurde heller. Intensiver, stärker. Plötzlich lösten sich die Halterungen des Gestells und der eiserne Körper landete auf dem Boden. Die beiden Kittelträger schreckten etwas zurück. Der Android schien sich mit den Händen vom Boden abfedern zu wollen. Wie ein geschwächter Mensch sah er aus, der versuchte, fast liegend noch Halt zu finden. Er schüttelte etwas seinen Kopf, seine stützenden Arme zitterten noch leicht. Orientierungslos sah er sich auf dem Boden um. Langsam, ganz langsam versuchte er sich aufzurichten, Stück für Stück, bis er schließlich stand und fast wieder umfiel. Es dauerte ein paar Sekunden bevor er stabil auf beiden Beinen dastand. Alice stand noch immer fassungslos neben Thano, welcher selbst mit leicht offenen Mund den Androiden ansah, die Augen weit geöffnet. Dieser hingegen sah leicht zu Boden. Er fing an seine Hände leicht vor seinen Körper zu halten, betrachtete sie. Langsam bewegte er einzelne Finger an der Hand, sah sie einfach nur an. Der Professor schien sich ebenso nur langsam wieder zu fangen, bis er schließlich den Mund wieder bewegen konnte. "H.. Hallo...?" Als der Android plötzlich zögerte und wieder seinen Kopf zu den beiden Menschen drehte, zuckten diese wieder etwas zusammen. Niemand wusste was zu tun war. Doch dann... meldete sich doch noch eine weitere Stimme.



"Hallo."


Zuletzt von Stalker am Di Dez 06, 2016 12:12 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Neovine Origins] STALKER   Mi Nov 30, 2016 12:01 am


Kapitel 3 - Erste Schritte

„Hallo.“

Nach diesem Wort wurde es still in der unterirdischen Anlage. Es schien als könnte man nicht einmal mehr die arbeitenden Server und Maschinen hören, als ob die Zeit kurz stehen blieb. Die beiden Kittelträger standen nur fassungslos da. Der dunkle, fast schwarz gefärbte Android sah sich langsam etwas um, nachdem er die beiden Menschen betrachtet hatte. Seine Optik des Frontvisiers schaute quer durch den Raum. Anscheinend versuchte er seine Umgebung besser zu erkennen. Die Stille wurde durchbrochen, als Professor Thano zögerlich einen Schritt nach vorne machte. Genau in dem Moment, als sein Fuß den Boden wieder berührte, blickte auch der Android wieder zu ihm. „Weißt… weißt du wer ich bin…?“, begann der noch verdatterte Professor langsam zu  sprechen. Das Frontvisier des Androiden betrachtete ihn weiter. Seine Gesichtserkennung lief und die Datenbank wurde sorgfältig, trotzdem recht schnell, durchsucht. „Pro…fessor Henry Thano.“, fasste der Androide schließlich zusammen. „Sie sind mein Erschaffer.“ Zögerlich nickte Thano und fing an etwas zu lächeln. „Weißt du auch… wer und was du bist?“ Bei dieser Frage rührte sich der Androide kurze Zeit nicht. Langsam sah er nach unten, betrachtete seine metallischen Hände, bewegte sie leicht. „… 5T41-K3R… das ist meine Bezeichnung, die sie mir gegeben haben. Ich… bin ein Androide… ein mechanisches Wesen, durch Menschenhand geschaffen und… programmiert?“ Als der letzte Satz am Ende wie eine Frage klang, stockte auch Alice etwas. Die blonde Assistentin stand nun nah bei Thano, flüsterte förmlich, als sich der Android weiter selbst betrachtete und an sich herunter sah. „Wieso gibt er keine klare Antwort…?“

Der Professor fing an etwas zu schmunzeln und blickte im Augenwinkel zu seiner jungen Assistentin. „Weil er es erst selbst begreifen muss.“ „Wie, begreifen? Er ist doch eine Maschine, die berechnet doch nur und gibt die Antwort auf ein auftretendes Problem, oder eben einer Frage wieder.“ Jetzt sah der Professor Alice aber direkt an, mit einem fast strengen Blick. „Setze ihn nicht mit einem wie diesen anderen Taschenrechnern da draußen gleich… er ist viel mehr als das.“ 5T41-K3R sah sich wieder kurz um, drehte sich dabei um seine eigene Achse. „Das ist also… ein Labor?“, fragte er schließlich. Mit einem sehr langsamen Schritt, forschend, ging er langsam ein kleines Stück umher. „Da liegst du richtig, K3R. Hier wurdest du erbaut. So gesehen ist es dein Zuhause.“ Der Android blickte wieder zu dem Professor und lies seine Optik kurz auf ihm ruhen, bevor er sich wieder leicht umsah, die Decke betrachtete. „Mein Zuhause.“ Alice schüttelte leicht den Kopf und rieb sich die Schläfe. Irgendetwas wollte ihr nicht in den Schädel. „Sie… wollen mir sagen er hat eine vollständige Persönlichkeit…? Wie haben Sie das geschafft…!?“, starrte sie Thano an, welcher darauf sich leicht an der Wange kratzte. „Die Programmierung, sowie die Sprache stammt von mir. Es wäre ein Ding der Unmöglichkeit, es dir zu erklären. Sagen wir einfach, ich habe lange… sehr lange daran gearbeitet. An ihm.“ „Ihm…“ Alice sah wieder zu dem sich neugierig umblickenden Androiden, welcher vor der Kammer stand, in der er aktiviert wurde. Seine metallische Hand wanderte ruhig zu dem Rahmen, sein Visier blickte munter vor sich hin, hin und her.

„Also.. hat es funktioniert?“, fragte sie wieder den Professor, welcher nun die Arme vor seiner Brust verschränkt hatte. „So sieht es aus. Aber... ich glaube nicht, dass er von seiner Funktion weiß… ich werde es ihm später ausführlich erklären.“ „Später?“ „Jepp. Bis dahin…“ Locker klopfte er kurz seiner Assistentin auf die Schulter. „Führ ihn doch etwas umher.“ Mit diesen Worten ging er nun zurück zu einem der Arbeitstische und betrachtete den Monitor, das Klimpern auf der Tastatur war wieder zu hören. Wie angewurzelt blinzelte Alice ihm noch hinterher. „Ich… soll ihn… äh…“ Ihre Augen sahen wieder zu dem Androiden. Kurz erschrak sie, als das blaue Licht genau vor ihr leuchtete. Sie hatte gar nicht mitbekommen, dass er sich von der Kammer bereits zu ihr gesellt hatte. Ihre nun großen Augen blinzelten ihn an. Doch bevor sie etwas sagen konnte, ergriff er bereits selbst das Wort. „Alice Highwood.“ Erneut musste sie blinzeln. „J…ja?“ Sie wollte schon zurückschrecken, als die eiserne Hand ihr entgegengestreckt wurde. „Es freut mich, Sie kennenzulernen. Ich… denke, dass diese Geste bei euch Menschen üblich ist.“ Offenbar waren in seiner Datenbank auch die unterschiedlichsten Dinge gelagert, die ihm soziale Interaktionen vereinfachten. Alice zögerte kurz, nahm dann aber die kalte Hand und schüttelte sie leicht. „Ähm.. Mich.. mich ebenso, K3R.“ Ein eher erzwungenes Lächeln war auf ihrem Gesicht, als ihre Hand geschüttelt wurde. Immer noch. „Du… kannst jetzt loslassen.“ Der Android schaute kurz auf die Hände der beiden, bevor er die aus Fleisch und Blut nun doch erlöste. „Bitte verzeihen Sie. Ich… bin das noch nicht gewohnt. All das.“ Bei diesem Satz betrachtete die Blonde die Maschine vor sich wieder. Diesmal kam ein Lächeln, welches ernst gemeint war. „Ist schon in Ordnung. Ich bin mir sicher, das legt sich bald von selbst. Dann komm mal mit, ich führe dich rum.“ K3R nickte und folgte der Kittelträgerin aufs Wort, blieb nah bei ihr. Ein ganz leises Kichern kam von Thano, welcher vom Arbeitstisch aus beobachtete, wie seine Assistentin dem Androiden die Maschinen zeigte und dieser nur jedes Mal verstehend nickte. Ab und zu stellte er sogar selbst genauere Fragen auf das ihm gerade Gezeigte. Lächelnd nahm der Wissenschaftler seine Kaffeetasse, auf der das Logo „Tassiter Corp.“ graviert war. „Das Ganze wird noch interessanter, als ich vermutet hatte… ich freue mich richtig.“ Das gesagt, nahm er noch einen Schluck aus der Tasse, verzog dann aber angewidert das Gesicht. „Urgh… kalt…“
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