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 Die Geschichte einer werdenden, etwas anderen, Familie

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Shun Oosawa
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Beiträge : 33
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BeitragThema: Die Geschichte einer werdenden, etwas anderen, Familie   Do Jan 04, 2018 10:45 pm

Es war kalt in den Bezirken von Neovine. Die kalte Jahreszeit würde bald über das Land hereinbrechen, dementsprechend waren die Temperaturen schon am Tiefpunkt. An diesem Abend bildete dies keine Ausnahme. Es war Abend. Die Stadtteile wurden nur noch vom künstlichen Licht beleuchtet. Ein kalter Wind hallte durch die tunnelartigen Straßen der Down-City des südlichen Bezirkes. Neben dem donnernden Geräusch und den starken Windsogen, brachte der Wind einen wahrlich zum Frösteln. Mehr gesagt, die Menschen und Cyborgs. Zu ersteren gehörte auch ein kleiner Junge, um die dreizehn Jahre alt, mit Haaren so weiß wie der Schnee, der jeden Moment drohte vom Himmel zu rieseln. Mit zitterndem Leib lag er in einer dunklen Gasse, versteckt zwischen zwei Müllcontainern. Hier befand er sich oft. Denn war der Junge obdachlos. Grund war, dass seine Eltern ihn verstoßen hatten, im Stich gelassen. Dabei war der Junge eine sehr liebe Person. Doch wurde er schon immer so behandelt, wie er es nicht verdient hatte.

Kleine Atemwolken stiegen aus seinem Mund empor, während er seine Beine mit seinen Armen umschlang. Den Kopf manchmal leicht aus seinem Versteck reckend, um nach dem Jemand Ausschau zu halten, auf den er bereits seit bestimmt drei Stunde wartete. Doch sollte das Nachsehen nicht von allzu großer Wirkung sein. Den besaß der Kleine seit einigen Wochen starke Augenprobleme, die das Sehen mehr als schwer gestalteten. Sein Blick war verschwommen, bei zu großer Anstrengung schmerzten ihn Augen und Kopf. Weshalb genau er nun die Probleme hatte, wusste er nicht. Vielleicht, weil er als Heimatloser unter viel Anstrengung und schlechten Umständen lebte. Doch könnte auch der Kernpunkt sein, dass der Weißschopf bereits seit Geburt an an einer Krankheit litt, die sich Chronisches Erschöpfungssyndrom nannte. Dadurch war sein Körper, vor allem Gesicht und Augen, stetig unter starker Belastung bestanden. Und da dies nie richtig behandelt wurde, konnte es durchaus logisch sein, dies könnte die Ursache sein. Dies war für ihn mehr als logisch. Denn konnten Krankheiten, die nicht richtig behandelt wurden, sich massiv verschlechtern und weitere Schäden verursachen. Dies wusste er genau, hatte es in zahlreichen Fachbüchern gelesen.

,,Fen. . . wo bleibst Du nur. . .?", erklang die leise, schwächliche Stimme, unterspielt von einem lauten Knurren, welcher von seinem Magen ausging. Shun, so hieß der Junge, wartete auf seinem besten Freund. Dieser unterschied sich von alltäglichen besten Freunden. Denn war Fen kein anderes Kind. Weder Haushund, noch Hauskatze. Fen war ein kleiner Fuchs. Wie er, verstoßen und einsam. Und dieser war für beide etwas zu Essen besorgen gegangen. Sonst würden sie ja verenden. Doch die Tatsache, dass der kleine Fuchs so lange auf sich warten ließ, verursachte beim Jungen ein ungutes Gefühl. Eigentlich hatte es noch nie solange gedauert. Maximal eine Stunde. Doch war es inzwischen dreimal solang.

Gerade, als er sich doch dazu entschloss, trotz seines Zustandes nach seinem Freund zu suchen, vernahm er laute, schallende Schritte am anderen Ende der Gasse. Metallende Schritte. Schlagartig rutschte er zurück in sein Versteck. Schließlich wollte er nicht bemerkt werden. Denn wusste er nicht, ob die Neuankömmlinge von positiver Natur waren. Und das sie dies nicht waren, sollte ihm sogleich bestätigt werden. Ein schriller Aufschrei ließ ihn erstarren. Ein schmerzvoller Schrei. Von einem Tier. Sofort zog sich in Shun alles zusammen. Fen!, schoss es ihm nur durch den Kopf. Er stolperte nach vorne, aus dem Versteck heraus. Und das, was er daraufhin - auch wenn nur verschwommen - mit ansehen musste, zerbrach das Herz des Jungen förmlich in tausende Splitter.

,,WAAAHUUH!", ertönte ein spitzer gellender Laut, welcher schon an das Kratzen von Fingernägeln auf einer Schieferntafel glich. Ausgehend von dem kleinen Fen, der von einem Androiden gegen die Gassenwand getreten wurde. Der Körper klatschte mit einem dumpfen Knall gegen das Beton, doch wurde das Geräusch vom Fallen einer kleinen Verpackung überdeckt. In dieser befand sich das Essen, welches erbeutet wurde. Erneute Tritte folgten, auch von zwei anderen Androiden, auf den kleinen Körper, der bereits leblos am Boden lag. Blut spritzte bei einigen Tritten herum, ließ aber irgendwann nach. Ebenso wie die Tritte. Verblassten. Genau wie die Kraft, die Shun zuvor noch auf den Beiden gehalten hatte. Ein heftiges Zittern nahm den Körper ein, als er kniend zu Boden sackte. Übelkeit drohte seinen Magen umzudrehen, doch war der Kloß in seinem Hals, der ihn sämtliche Luft raubte, zu groß. Einen Moment, nur wenige Sekunden, schienen die großen, tränenverhangenen Augen wieder scharf zu sehen. Klar und deutlich das Bild seines besten Freundes. Tot. Blutverschmiert. Mit weit aufgerissenen Augen, die ihm blass entgegen starrten. Der Schmerz, der seinen ganzen Körper auseinandersprengen zu drohte, offenbarte sich inform eines verzweifelten Schreies: ,,FEEEEEENN!!!"

Dies zog die Aufmerksamkeit der drei Androiden auf sich. Diese sprachen etwas, doch die Worte erreichten den Jungen nicht. Dieser saß einfach nur da. Mit abertausenden Tränen, die sich ihren Weg bannten. Keinen Gedanken fassen könnend. Sich so nicht bewusst, dass die Androiden geradewegs auf ihn zurannten. Feindlich gesinnt.

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Kain Ootsuki
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Beiträge : 15
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BeitragThema: Re: Die Geschichte einer werdenden, etwas anderen, Familie   Do Jan 04, 2018 10:57 pm

Der Abend war bereits eingebrochen, als der Braunhaarige nochmals losgezogen war, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Oder eher war er dazu beauftragt worden. Er nahm ja gerne Aufträge jeglicher Art innerhalb der Kiheda an. Privat war das jedoch was anderes. Gut, vielleicht übertrieb er es auch nur, aber manchmal fragte er sich doch, warum er doch gleich nochmal zu seinem Seneschall gezogen war. Manche Entscheidungen in seinem Leben hätte er vielleicht doch überdenken müssen, aber gut, so schlimm war es ja gar nicht. Der Seneschall war privat völlig anders, als innerhlab der Kiheda, was den Braunhaarigen zu Beginn doch sehr irritiert hatte. Fast, wie eine helle und eine dunke Seite. Und wenn er schon bei diesem wohnen durfte, dann konnte er ja auch was dazu beitragen. Zumal es nun schon fast ein Jahr her war. Dass er immer noch dort wohnte, hatte wohl was zu bedeuten. War die Frage nur was.

Kain Ootsuki, so der nahme des Komthurs, seufzte und schüttelte anschließend den Kopf. Er sollte nun schnell nach Hause kommen, dass Yoru, seine Seneschall, noch etwas kochen konnte. Immerhin wartete dieser ja darauf und Zeit lassen wollte sich Kain nun auch nicht unbedingt. Es war nicht mehr sonderlich warm und in den dunkeln Straßen Neovines konnte man nie wissen, was da auf einen lauerte. Wobei der Braunhaarige stets sein Katana mit sich trug, für alle Fälle. Seines Weges weiter gehend, wurde seine Aufmerksamkeit umgelenkt, als er aus den Augenwinkel heraus etwas Kleines in eine Seitengasse rennen sah, gefolgt von drei Wachandroiden. Diebstahl war in Neovine keine Seltenheit, sondern eher Gang und Gebe. Vor allem gerade in dieser Gegend.

Im Normalfall würde er sich nicht weiter draum kümmern und weiter gehen. Aber irgendwas sagte ihm, dass er der Sache auf den Grund gehen sollte. Und sein Gefühl hatte ihn nie getäuscht. Zudem waren Wachandroiden keine schwierigen Gegner, wenn es darauf ankommen sollte. Kurz sah er sich nochmals um, ehe er die Straßenseite wechselte und sich im dunkeln Schatten an der Wand entlang schlich, aber kurz zusammen zuckte, als ein spitzer Schrei ertönte, welches aber von einem Tier zu kommen schien. Vorsichtig blickte er um die Ecke und sah nur noch, wie die drei Androiden um einen kleinen Fuchs standen und diesen zu Tode trampelten. Androide. Sie waren reine Tötungsmaschinen. Für den kleinen Fuchs, war nichts mehr zu tun, dass sah der Komthur ein. Doch konnte er es auch einfach nicht mehr ignorieren.

Zumal daraufhin ein weiterer, verzweifelter Schrei die kurz eingetretene Stille durchbrach, dieses Mal von einem Menschen kommend. Suchend sah sich Kain um und entdeckte eine schneeweiße Haarpracht eines kleinen Jungen, auf der anderen Seite. Ob der Fuchs zu ihm gehörte? Wahrscheinlich. Der Kleine war völlig am Boden zerstört. Da tat es selbst dem Braunhaarigen weh, den Jungen so zu sehen. Doch auch die Androiden waren auf den Jungen aufmerksam geworden und diese rannten direkt auf den Jungen zu. Noch ein Opfer, sollte diese Nacht aber nicht bringen. Kain zog sein Katana aus der Scheide, eilte nach vorne und stellte sich den Androiden in den Weg.

Dem ersten Androiden hatte Kain bereits beim vorbei rennen das rechte Bein abgehackt, sodass dieser umfiel und erst Mal verwirrt war. Den anderen beiden stellte er sich nun in den Weg, blockte dabei den Schlag des in der Mitte stehenden Androiden ab, welcher für den kleinen Jungen bestimmt gewesen war. Er trat den Androiden von sich weg, während er mit dem Griff seines Schwertes, den links stehenden Androiden gegen dessen Kopf schlug und ebenfalls wegkickte. Dies ließen die Androiden natürlich nicht auf sich sitzen und setzten wieder zum Angriff an. Zu langsam, fand Kain, was ja schon fast langweilig war. Er nahm sich die Maschine vor, welche ihre Waffe auf ihn richtete und der er letztere aus der Hand schlug. Dann trennte er dem Androiden den Kopf ab und die Maschine ging zu Boden. Nun sollte er das Ganze aber schnell beenden, bevor Verstärkung kam. Nicht, dass er sich noch länger damit aufhalten wollte und Yoru sich irgendwann wunderte, wo er denn blieb.

Also wandte er sich dem nächsten Androiden zu, der in seine Richtung schoss, dem der Braunhaarige aber auswich und über den Androiden hinweg sprang, um diesen schließlich von hinten das Schwert ins Gehäuse zu schlagen. Diese Art von Wachandroiden waren wirklich zu leicht gebaut. Aber so war die Sache schnell erledigt. Blieb nur noch den am Boden liegenden Androiden, dem er zuvor das Bein abgeschlagen hatte. Dieser konnte ja gar nicht mehr aufstehen, zog aber seine Waffe und richtete diese auf den kleinen Jungen, statt auf den Komthur. Letzterer blieb gelassen und lief zum Androiden, dessen Arm, in dem die Schusswaffe gehalten wurde, er mit dem Fuß auf den Boden drückte und Kain anschließend mit einem Schwerthieb den Androiden vernichtete. Das war’s. Stille kehrte in die Dunkelheit wieder ein und der Braunhaarige schob das Katana zurück in die Scheide, wobei seine goldenen Augen kurz zum kleinen Jungen. Eigentlich sollte er ja keine Zivilisten beschützen. Nicht als Kiheda. Aber ein Teil von ihm war eben immer noch Scamaton, ob er wollte, oder nicht. Solange es niemand wusste, war es in Ordnung, dachte er sich. Doch nun sollte er nach Hause gehen, also wandte er sich ab und hob die Einkaufstüten hoch, die er zuvor abgestellt hatte – ja, dafür findet man immer Zeit – ehe er weiter ging.

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Shun Oosawa
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BeitragThema: Re: Die Geschichte einer werdenden, etwas anderen, Familie   Mo Feb 05, 2018 7:29 pm

Regungslos saß Shun da. Mit starrem, brennendem Blick gerade aus gerichtet. Das, was sich nun vor ihm ereignen sollte, ging so schnell von statten, dass er es nicht genau wahrnehmen konnte. Die Tatsache, dass einer der Androiden nach ihm schlug, hatte er gar nicht mitbekommen. Er kam erst wieder zur Besinnung, wo der erste metallene Körper krachend zu Boden ging. Diesen Lärm in unmittelbarer Nähe konnte man einfach nicht überhören. Aus Reflex atmete der Junge schockiert auf und rutschte ein kleines Stück nach hinten. Seine Sicht war weiterhin verschwommen. Das, was genau vor ihm von Statten ging, konnte er nicht genau ausmachen. Dies bereitete ihn schon fast noch mehr Angst ein, als die er ohne hin schon hatte. Seine goldenen Augen schellten herum, versuchten den ganzen Bewegungen zu folgen. Doch es ging alles so schnell. Er schien erst zu realisieren, als alles vorbei war. Seine Wahrnehmung war so immens eingeschränkt, dass es ihn schon selbst schockierte.

Doch dann kam wieder einer der seltenen und kurzen Momente, wo sich seine Augen zusammenrissen und ihn das Bild scharf sehen ließen. Und genau in dieser Sekunde, blickte er in ein genauso intensives Gold, wie er es selbst besaß. Shun blieb der Atem weg, wo er in das Gesicht seines Retters blickte. Auch, wenn dieser ihn nur eines kurzen Blickes würdigte. Da wurde es dem Weißschopf klar. Dieser Mann hatte ihn gerettet. Aus eigenem Willen. Die Androiden getötet. Damit Fen gerächt. Wobei dieser dies Weißgott nicht hätte tun müssen. Und der Größere schien dies selbst zu wissen, so wie er dreinblickte und gleich wieder abzog. Genau in dem Moment, als das Gesicht, das sich Shun in diesen mehr als kurzen Situation eingeprägt hatte, sich abwand, verschwamm wieder alles um ihn herum. Dort kam auch sein Atem wieder und die Wahrnehmung. Schlagartig war ihm wieder kalt, dass Zittern begann wieder. Die Erinnerung an seinen toten Freund kam wieder. Die Feststellung, wie aussichtslos sein weiteres Leben nun sein würde. Ganz alleine. Die Verzweiflung, die sich all die Jahre in ihn angestaut hatte, kochte erneut hoch.

,,WARTE AUF MICH!", entkam ihn ein verzweifelter, schon fast heiserer klingender Schrei. Dabei raffte er sich auf seine dünnen Beine, sich mit all seiner Kraft hochhievend. ,,Nimm mich mit!" Er stolperte an den kaputten Androiden vorbei, die vereinzelt Funken von sich gaben. Sein Versuch zu laufen und den Mann einzuholen, sah mehr wie der Akt aus, wo ein neugeborenes Rehkitz das Laufen erlernte. Noch nicht viele Schritte hinter sich gelassen, kam Shun wieder zustehen. Direkt neben dem kleinen leblosen Körper. Seine Augen, die immer noch unkontrolliert salziges Wasser ausstießen, hefteten sich an diesen. Ein betäubender Schmerz inform eines Stechen hämmerte in seiner Brust ein. Seine Wahrnehmung war wieder für wenige Sekunden weg. Doch musste er sich wieder fassen.

Shun kniete sich nach dem Fuchs, nahm ihn behutsam auf den Arm. Der Körper war schlaff, weshalb er diesen schützend umarmte. Anschließend stand er wieder auf, eilte aus der Gasse. Aus dieser heraus blickte er sich um. ,,Wo. . .?" Er dachte schon, er hätte seinen Retter aus den Augen verloren, doch dann machte er diesen wieder aus. Zum Glück waren die Straßen ziemlich leer, weshalb er ihn gerade noch so ausmachen konnte. Der Weißschopf biss sich kurz auf die Unterlippe, bevor er erneut losstolperte, mit dem Ruf: ,,Bitte, nimm uns mit!" Solche Rufe stieß er immer wieder aus, wo er seinen Seelenspiegelpartner verfolgte. Mehr als unbeholfen. Denn stieß er immer wieder wogegen, drohte hinzufallen. Fiel immer wieder kurz zurück, holte aber wieder stolpernd auf. ,,WARTE!"

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Kain Ootsuki
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Beiträge : 15
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BeitragThema: Re: Die Geschichte einer werdenden, etwas anderen, Familie   Mo Feb 05, 2018 8:52 pm

Kurz hielt Kain inne, als er die klägliche Stimme des kleinen Jungen hörte, welcher nach ihm rief und wollte, dass er auf ihn wartete und ihn mitnahm. Aber das konnte der Braunhaarige nicht. Er musste weiter und konnte sich nicht noch um ein kleines Kind kümmern. Sicherlich war er schon spät dran und Yoru würde ihm eine Standpauke halten, warum er denn so lange gebraucht hatte, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Vielleicht sollte er sich eine Ausrede ausdenken. Im Supermarkt war noch sehr viel los gewesen. Wobei es um diee Uhrzeit eher unwahrscheinlich war. Also verwarf der Komthur diesen Gedanken wieder und überlegte weiter. Wobei er seinen Seneschall nun nicht anlügen wollte. Vor allem ihn nicht. Also sollte er ihm wohl doch die Wahrheit sagen? Dies könnte ihm aber auch eine Standpauke einhandlen.

Immerhin war er nicht im Einsatz gewesen, hatte aber drei Androiden zur Strecke gebracht, um einen kleinen Jungen zu schützen, welchen er aber jetzt zurück ließ. Was brachte es, einen Jungen zu retten, um diesen gleich zurück zu lassen, der in dieser Kälte genauso schnell sterben würde. Nicht etwas, was ein ehemaliger Scamaton machen würde. Aber ein Kiheda, was Kain jetzt war. Er hörte den Jungen nicht mehr, weshalb Kain davon ausging, dass dieser es nun aufgegeben hatte, ihm hinterher zu laufen. Inzwischen hatte er auch die Gasse chon wieder verlassen und warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Acht Minuten hatte er damit verloren. Yoru würde ihm mit Sicherheit die Ohren lang ziehen.

Seufzend strich er sich kurz durch die Haare, während er seinen Weg fortsetzte, gleich darauf aber wieder die Stimme des Jungen hörte. Moment. Uns? Waren es nun etwa mehrere Kinder? Kurz irritiert, blieb er stehen und blickte über die Schulter, sah aber nur, dass der kleine Junge seinen toten Fuchs mit schleppte. War das sein Ernst? Wie sah das aus, wenn Kain mit einem zierlichen, abgemagerten Jungen und einem toten Fuchs nach Hause kam. Er sollte ja eigentlich nur einkaufen gehen. Stur und hartnäckig, wandte sich Kain wieder ab und setzte seinen Weg erneut fort. Er konnte kein Kind mit bringen. Sowohl Yoru als auch er, hatten Verpflichtungen innerhalb der Kiheda. Da ar kein Platz für ein Kind, um das man sich noch kümmern musste. Immer wieder hörte er den Jungen nach ihm rufen, aber auch gegen irgendwelche Hindernisse rennen.

Kain musste den Drang unterdrücken um sich umzudrehen und nachzusehen, was der Kleine da eigentlich gerade anstellte. An seiner Schläfe, zeichnete sich schon leicht eine Wutader ab. Wo hatte er sich da nun schon wieder rein geritten? Er hatte den Kleinen nur vor dem Tod bewahren wollen -aus welchen Gründen auch immer - und nun meinte dieser, ihm zu folgen und ihn regelrecht anzuflehen, ihn mitzunehmen. Aber er ignorierte den Jungen so gut es ging. Vielleicht würde dieser es ja doch irgendwann aufgeben. Gut, der Kleine tat ihm ja schon leid. Immerhin lebte dieser auf der Straße und hatte gerade seinen vermutlich einzigsten Freund auf grausame Art und Weise verloren. Und dennoch konnte er ihn nicht mitnehmen. Yoru würde ihn sicherlich raus werfen.

Kain seufzte gedehnt und überlegte, ob er den Weißhaarigen irgendwie wieder los wurde. Vielleicht abhängen? Dafür musste er allerdings einen Umweg laufen und er hatte ja jetzt schon viel Zeit verschwendet. Am Ende würde der Kleine ihn bis zur Haustür verfolgen, wenn dieser es bis dahin aushielt, was auch zu bezweiflen war, wenn man sich die Statur des Kleinen ansah. Von dem was Kain gesehen hatte, war der Weißhaarige wirklich unterernährt und schwächlich, was nicht überraschend war. Kain wusste selbst, wie schwer es sein konnte, denn er hatte auch zwei Jahre lang auf der Straße gelebt. Allerdings war er zu dem Zeitpunkt sechehn gewesen und konnte auch kämpfen. Der kleine Junge würde den kommenden Winter vermutlich nicht überstehen. Innerlich war Kain damit am ringen, ob er den Jungen nicht doch mitnehmen sollte, rügte sich aber immer wieder. Es ging einfach nicht und das müsste auch der kleine Junge einsehen müssen.

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