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Die Geschichte einer werdenden, etwas anderen, Familie

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Shun Oosawa
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BeitragThema: Die Geschichte einer werdenden, etwas anderen, Familie    Do Jan 04, 2018 10:45 pm
Es war kalt in den Bezirken von Neovine. Die kalte Jahreszeit würde bald über das Land hereinbrechen, dementsprechend waren die Temperaturen schon am Tiefpunkt. An diesem Abend bildete dies keine Ausnahme. Es war Abend. Die Stadtteile wurden nur noch vom künstlichen Licht beleuchtet. Ein kalter Wind hallte durch die tunnelartigen Straßen der Down-City des südlichen Bezirkes. Neben dem donnernden Geräusch und den starken Windsogen, brachte der Wind einen wahrlich zum Frösteln. Mehr gesagt, die Menschen und Cyborgs. Zu ersteren gehörte auch ein kleiner Junge, um die dreizehn Jahre alt, mit Haaren so weiß wie der Schnee, der jeden Moment drohte vom Himmel zu rieseln. Mit zitterndem Leib lag er in einer dunklen Gasse, versteckt zwischen zwei Müllcontainern. Hier befand er sich oft. Denn war der Junge obdachlos. Grund war, dass seine Eltern ihn verstoßen hatten, im Stich gelassen. Dabei war der Junge eine sehr liebe Person. Doch wurde er schon immer so behandelt, wie er es nicht verdient hatte.

Kleine Atemwolken stiegen aus seinem Mund empor, während er seine Beine mit seinen Armen umschlang. Den Kopf manchmal leicht aus seinem Versteck reckend, um nach dem Jemand Ausschau zu halten, auf den er bereits seit bestimmt drei Stunde wartete. Doch sollte das Nachsehen nicht von allzu großer Wirkung sein. Den besaß der Kleine seit einigen Wochen starke Augenprobleme, die das Sehen mehr als schwer gestalteten. Sein Blick war verschwommen, bei zu großer Anstrengung schmerzten ihn Augen und Kopf. Weshalb genau er nun die Probleme hatte, wusste er nicht. Vielleicht, weil er als Heimatloser unter viel Anstrengung und schlechten Umständen lebte. Doch könnte auch der Kernpunkt sein, dass der Weißschopf bereits seit Geburt an an einer Krankheit litt, die sich Chronisches Erschöpfungssyndrom nannte. Dadurch war sein Körper, vor allem Gesicht und Augen, stetig unter starker Belastung bestanden. Und da dies nie richtig behandelt wurde, konnte es durchaus logisch sein, dies könnte die Ursache sein. Dies war für ihn mehr als logisch. Denn konnten Krankheiten, die nicht richtig behandelt wurden, sich massiv verschlechtern und weitere Schäden verursachen. Dies wusste er genau, hatte es in zahlreichen Fachbüchern gelesen.

,,Fen. . . wo bleibst Du nur. . .?", erklang die leise, schwächliche Stimme, unterspielt von einem lauten Knurren, welcher von seinem Magen ausging. Shun, so hieß der Junge, wartete auf seinem besten Freund. Dieser unterschied sich von alltäglichen besten Freunden. Denn war Fen kein anderes Kind. Weder Haushund, noch Hauskatze. Fen war ein kleiner Fuchs. Wie er, verstoßen und einsam. Und dieser war für beide etwas zu Essen besorgen gegangen. Sonst würden sie ja verenden. Doch die Tatsache, dass der kleine Fuchs so lange auf sich warten ließ, verursachte beim Jungen ein ungutes Gefühl. Eigentlich hatte es noch nie solange gedauert. Maximal eine Stunde. Doch war es inzwischen dreimal solang.

Gerade, als er sich doch dazu entschloss, trotz seines Zustandes nach seinem Freund zu suchen, vernahm er laute, schallende Schritte am anderen Ende der Gasse. Metallende Schritte. Schlagartig rutschte er zurück in sein Versteck. Schließlich wollte er nicht bemerkt werden. Denn wusste er nicht, ob die Neuankömmlinge von positiver Natur waren. Und das sie dies nicht waren, sollte ihm sogleich bestätigt werden. Ein schriller Aufschrei ließ ihn erstarren. Ein schmerzvoller Schrei. Von einem Tier. Sofort zog sich in Shun alles zusammen. Fen!, schoss es ihm nur durch den Kopf. Er stolperte nach vorne, aus dem Versteck heraus. Und das, was er daraufhin - auch wenn nur verschwommen - mit ansehen musste, zerbrach das Herz des Jungen förmlich in tausende Splitter.

,,WAAAHUUH!", ertönte ein spitzer gellender Laut, welcher schon an das Kratzen von Fingernägeln auf einer Schieferntafel glich. Ausgehend von dem kleinen Fen, der von einem Androiden gegen die Gassenwand getreten wurde. Der Körper klatschte mit einem dumpfen Knall gegen das Beton, doch wurde das Geräusch vom Fallen einer kleinen Verpackung überdeckt. In dieser befand sich das Essen, welches erbeutet wurde. Erneute Tritte folgten, auch von zwei anderen Androiden, auf den kleinen Körper, der bereits leblos am Boden lag. Blut spritzte bei einigen Tritten herum, ließ aber irgendwann nach. Ebenso wie die Tritte. Verblassten. Genau wie die Kraft, die Shun zuvor noch auf den Beiden gehalten hatte. Ein heftiges Zittern nahm den Körper ein, als er kniend zu Boden sackte. Übelkeit drohte seinen Magen umzudrehen, doch war der Kloß in seinem Hals, der ihn sämtliche Luft raubte, zu groß. Einen Moment, nur wenige Sekunden, schienen die großen, tränenverhangenen Augen wieder scharf zu sehen. Klar und deutlich das Bild seines besten Freundes. Tot. Blutverschmiert. Mit weit aufgerissenen Augen, die ihm blass entgegen starrten. Der Schmerz, der seinen ganzen Körper auseinandersprengen zu drohte, offenbarte sich inform eines verzweifelten Schreies: ,,FEEEEEENN!!!"

Dies zog die Aufmerksamkeit der drei Androiden auf sich. Diese sprachen etwas, doch die Worte erreichten den Jungen nicht. Dieser saß einfach nur da. Mit abertausenden Tränen, die sich ihren Weg bannten. Keinen Gedanken fassen könnend. Sich so nicht bewusst, dass die Androiden geradewegs auf ihn zurannten. Feindlich gesinnt.

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Kain Ootsuki
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Der Abend war bereits eingebrochen, als der Braunhaarige nochmals losgezogen war, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Oder eher war er dazu beauftragt worden. Er nahm ja gerne Aufträge jeglicher Art innerhalb der Kiheda an. Privat war das jedoch was anderes. Gut, vielleicht übertrieb er es auch nur, aber manchmal fragte er sich doch, warum er doch gleich nochmal zu seinem Seneschall gezogen war. Manche Entscheidungen in seinem Leben hätte er vielleicht doch überdenken müssen, aber gut, so schlimm war es ja gar nicht. Der Seneschall war privat völlig anders, als innerhlab der Kiheda, was den Braunhaarigen zu Beginn doch sehr irritiert hatte. Fast, wie eine helle und eine dunke Seite. Und wenn er schon bei diesem wohnen durfte, dann konnte er ja auch was dazu beitragen. Zumal es nun schon fast ein Jahr her war. Dass er immer noch dort wohnte, hatte wohl was zu bedeuten. War die Frage nur was.

Kain Ootsuki, so der nahme des Komthurs, seufzte und schüttelte anschließend den Kopf. Er sollte nun schnell nach Hause kommen, dass Yoru, seine Seneschall, noch etwas kochen konnte. Immerhin wartete dieser ja darauf und Zeit lassen wollte sich Kain nun auch nicht unbedingt. Es war nicht mehr sonderlich warm und in den dunkeln Straßen Neovines konnte man nie wissen, was da auf einen lauerte. Wobei der Braunhaarige stets sein Katana mit sich trug, für alle Fälle. Seines Weges weiter gehend, wurde seine Aufmerksamkeit umgelenkt, als er aus den Augenwinkel heraus etwas Kleines in eine Seitengasse rennen sah, gefolgt von drei Wachandroiden. Diebstahl war in Neovine keine Seltenheit, sondern eher Gang und Gebe. Vor allem gerade in dieser Gegend.

Im Normalfall würde er sich nicht weiter draum kümmern und weiter gehen. Aber irgendwas sagte ihm, dass er der Sache auf den Grund gehen sollte. Und sein Gefühl hatte ihn nie getäuscht. Zudem waren Wachandroiden keine schwierigen Gegner, wenn es darauf ankommen sollte. Kurz sah er sich nochmals um, ehe er die Straßenseite wechselte und sich im dunkeln Schatten an der Wand entlang schlich, aber kurz zusammen zuckte, als ein spitzer Schrei ertönte, welches aber von einem Tier zu kommen schien. Vorsichtig blickte er um die Ecke und sah nur noch, wie die drei Androiden um einen kleinen Fuchs standen und diesen zu Tode trampelten. Androide. Sie waren reine Tötungsmaschinen. Für den kleinen Fuchs, war nichts mehr zu tun, dass sah der Komthur ein. Doch konnte er es auch einfach nicht mehr ignorieren.

Zumal daraufhin ein weiterer, verzweifelter Schrei die kurz eingetretene Stille durchbrach, dieses Mal von einem Menschen kommend. Suchend sah sich Kain um und entdeckte eine schneeweiße Haarpracht eines kleinen Jungen, auf der anderen Seite. Ob der Fuchs zu ihm gehörte? Wahrscheinlich. Der Kleine war völlig am Boden zerstört. Da tat es selbst dem Braunhaarigen weh, den Jungen so zu sehen. Doch auch die Androiden waren auf den Jungen aufmerksam geworden und diese rannten direkt auf den Jungen zu. Noch ein Opfer, sollte diese Nacht aber nicht bringen. Kain zog sein Katana aus der Scheide, eilte nach vorne und stellte sich den Androiden in den Weg.

Dem ersten Androiden hatte Kain bereits beim vorbei rennen das rechte Bein abgehackt, sodass dieser umfiel und erst Mal verwirrt war. Den anderen beiden stellte er sich nun in den Weg, blockte dabei den Schlag des in der Mitte stehenden Androiden ab, welcher für den kleinen Jungen bestimmt gewesen war. Er trat den Androiden von sich weg, während er mit dem Griff seines Schwertes, den links stehenden Androiden gegen dessen Kopf schlug und ebenfalls wegkickte. Dies ließen die Androiden natürlich nicht auf sich sitzen und setzten wieder zum Angriff an. Zu langsam, fand Kain, was ja schon fast langweilig war. Er nahm sich die Maschine vor, welche ihre Waffe auf ihn richtete und der er letztere aus der Hand schlug. Dann trennte er dem Androiden den Kopf ab und die Maschine ging zu Boden. Nun sollte er das Ganze aber schnell beenden, bevor Verstärkung kam. Nicht, dass er sich noch länger damit aufhalten wollte und Yoru sich irgendwann wunderte, wo er denn blieb.

Also wandte er sich dem nächsten Androiden zu, der in seine Richtung schoss, dem der Braunhaarige aber auswich und über den Androiden hinweg sprang, um diesen schließlich von hinten das Schwert ins Gehäuse zu schlagen. Diese Art von Wachandroiden waren wirklich zu leicht gebaut. Aber so war die Sache schnell erledigt. Blieb nur noch den am Boden liegenden Androiden, dem er zuvor das Bein abgeschlagen hatte. Dieser konnte ja gar nicht mehr aufstehen, zog aber seine Waffe und richtete diese auf den kleinen Jungen, statt auf den Komthur. Letzterer blieb gelassen und lief zum Androiden, dessen Arm, in dem die Schusswaffe gehalten wurde, er mit dem Fuß auf den Boden drückte und Kain anschließend mit einem Schwerthieb den Androiden vernichtete. Das war’s. Stille kehrte in die Dunkelheit wieder ein und der Braunhaarige schob das Katana zurück in die Scheide, wobei seine goldenen Augen kurz zum kleinen Jungen. Eigentlich sollte er ja keine Zivilisten beschützen. Nicht als Kiheda. Aber ein Teil von ihm war eben immer noch Scamaton, ob er wollte, oder nicht. Solange es niemand wusste, war es in Ordnung, dachte er sich. Doch nun sollte er nach Hause gehen, also wandte er sich ab und hob die Einkaufstüten hoch, die er zuvor abgestellt hatte – ja, dafür findet man immer Zeit – ehe er weiter ging.

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Shun Oosawa
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Regungslos saß Shun da. Mit starrem, brennendem Blick gerade aus gerichtet. Das, was sich nun vor ihm ereignen sollte, ging so schnell von statten, dass er es nicht genau wahrnehmen konnte. Die Tatsache, dass einer der Androiden nach ihm schlug, hatte er gar nicht mitbekommen. Er kam erst wieder zur Besinnung, wo der erste metallene Körper krachend zu Boden ging. Diesen Lärm in unmittelbarer Nähe konnte man einfach nicht überhören. Aus Reflex atmete der Junge schockiert auf und rutschte ein kleines Stück nach hinten. Seine Sicht war weiterhin verschwommen. Das, was genau vor ihm von Statten ging, konnte er nicht genau ausmachen. Dies bereitete ihn schon fast noch mehr Angst ein, als die er ohne hin schon hatte. Seine goldenen Augen schellten herum, versuchten den ganzen Bewegungen zu folgen. Doch es ging alles so schnell. Er schien erst zu realisieren, als alles vorbei war. Seine Wahrnehmung war so immens eingeschränkt, dass es ihn schon selbst schockierte.

Doch dann kam wieder einer der seltenen und kurzen Momente, wo sich seine Augen zusammenrissen und ihn das Bild scharf sehen ließen. Und genau in dieser Sekunde, blickte er in ein genauso intensives Gold, wie er es selbst besaß. Shun blieb der Atem weg, wo er in das Gesicht seines Retters blickte. Auch, wenn dieser ihn nur eines kurzen Blickes würdigte. Da wurde es dem Weißschopf klar. Dieser Mann hatte ihn gerettet. Aus eigenem Willen. Die Androiden getötet. Damit Fen gerächt. Wobei dieser dies Weißgott nicht hätte tun müssen. Und der Größere schien dies selbst zu wissen, so wie er dreinblickte und gleich wieder abzog. Genau in dem Moment, als das Gesicht, das sich Shun in diesen mehr als kurzen Situation eingeprägt hatte, sich abwand, verschwamm wieder alles um ihn herum. Dort kam auch sein Atem wieder und die Wahrnehmung. Schlagartig war ihm wieder kalt, dass Zittern begann wieder. Die Erinnerung an seinen toten Freund kam wieder. Die Feststellung, wie aussichtslos sein weiteres Leben nun sein würde. Ganz alleine. Die Verzweiflung, die sich all die Jahre in ihn angestaut hatte, kochte erneut hoch.

,,WARTE AUF MICH!", entkam ihn ein verzweifelter, schon fast heiserer klingender Schrei. Dabei raffte er sich auf seine dünnen Beine, sich mit all seiner Kraft hochhievend. ,,Nimm mich mit!" Er stolperte an den kaputten Androiden vorbei, die vereinzelt Funken von sich gaben. Sein Versuch zu laufen und den Mann einzuholen, sah mehr wie der Akt aus, wo ein neugeborenes Rehkitz das Laufen erlernte. Noch nicht viele Schritte hinter sich gelassen, kam Shun wieder zustehen. Direkt neben dem kleinen leblosen Körper. Seine Augen, die immer noch unkontrolliert salziges Wasser ausstießen, hefteten sich an diesen. Ein betäubender Schmerz inform eines Stechen hämmerte in seiner Brust ein. Seine Wahrnehmung war wieder für wenige Sekunden weg. Doch musste er sich wieder fassen.

Shun kniete sich nach dem Fuchs, nahm ihn behutsam auf den Arm. Der Körper war schlaff, weshalb er diesen schützend umarmte. Anschließend stand er wieder auf, eilte aus der Gasse. Aus dieser heraus blickte er sich um. ,,Wo. . .?" Er dachte schon, er hätte seinen Retter aus den Augen verloren, doch dann machte er diesen wieder aus. Zum Glück waren die Straßen ziemlich leer, weshalb er ihn gerade noch so ausmachen konnte. Der Weißschopf biss sich kurz auf die Unterlippe, bevor er erneut losstolperte, mit dem Ruf: ,,Bitte, nimm uns mit!" Solche Rufe stieß er immer wieder aus, wo er seinen Seelenspiegelpartner verfolgte. Mehr als unbeholfen. Denn stieß er immer wieder wogegen, drohte hinzufallen. Fiel immer wieder kurz zurück, holte aber wieder stolpernd auf. ,,WARTE!"

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Kain Ootsuki
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Kurz hielt Kain inne, als er die klägliche Stimme des kleinen Jungen hörte, welcher nach ihm rief und wollte, dass er auf ihn wartete und ihn mitnahm. Aber das konnte der Braunhaarige nicht. Er musste weiter und konnte sich nicht noch um ein kleines Kind kümmern. Sicherlich war er schon spät dran und Yoru würde ihm eine Standpauke halten, warum er denn so lange gebraucht hatte, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Vielleicht sollte er sich eine Ausrede ausdenken. Im Supermarkt war noch sehr viel los gewesen. Wobei es um diee Uhrzeit eher unwahrscheinlich war. Also verwarf der Komthur diesen Gedanken wieder und überlegte weiter. Wobei er seinen Seneschall nun nicht anlügen wollte. Vor allem ihn nicht. Also sollte er ihm wohl doch die Wahrheit sagen? Dies könnte ihm aber auch eine Standpauke einhandlen.

Immerhin war er nicht im Einsatz gewesen, hatte aber drei Androiden zur Strecke gebracht, um einen kleinen Jungen zu schützen, welchen er aber jetzt zurück ließ. Was brachte es, einen Jungen zu retten, um diesen gleich zurück zu lassen, der in dieser Kälte genauso schnell sterben würde. Nicht etwas, was ein ehemaliger Scamaton machen würde. Aber ein Kiheda, was Kain jetzt war. Er hörte den Jungen nicht mehr, weshalb Kain davon ausging, dass dieser es nun aufgegeben hatte, ihm hinterher zu laufen. Inzwischen hatte er auch die Gasse chon wieder verlassen und warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Acht Minuten hatte er damit verloren. Yoru würde ihm mit Sicherheit die Ohren lang ziehen.

Seufzend strich er sich kurz durch die Haare, während er seinen Weg fortsetzte, gleich darauf aber wieder die Stimme des Jungen hörte. Moment. Uns? Waren es nun etwa mehrere Kinder? Kurz irritiert, blieb er stehen und blickte über die Schulter, sah aber nur, dass der kleine Junge seinen toten Fuchs mit schleppte. War das sein Ernst? Wie sah das aus, wenn Kain mit einem zierlichen, abgemagerten Jungen und einem toten Fuchs nach Hause kam. Er sollte ja eigentlich nur einkaufen gehen. Stur und hartnäckig, wandte sich Kain wieder ab und setzte seinen Weg erneut fort. Er konnte kein Kind mit bringen. Sowohl Yoru als auch er, hatten Verpflichtungen innerhalb der Kiheda. Da ar kein Platz für ein Kind, um das man sich noch kümmern musste. Immer wieder hörte er den Jungen nach ihm rufen, aber auch gegen irgendwelche Hindernisse rennen.

Kain musste den Drang unterdrücken um sich umzudrehen und nachzusehen, was der Kleine da eigentlich gerade anstellte. An seiner Schläfe, zeichnete sich schon leicht eine Wutader ab. Wo hatte er sich da nun schon wieder rein geritten? Er hatte den Kleinen nur vor dem Tod bewahren wollen -aus welchen Gründen auch immer - und nun meinte dieser, ihm zu folgen und ihn regelrecht anzuflehen, ihn mitzunehmen. Aber er ignorierte den Jungen so gut es ging. Vielleicht würde dieser es ja doch irgendwann aufgeben. Gut, der Kleine tat ihm ja schon leid. Immerhin lebte dieser auf der Straße und hatte gerade seinen vermutlich einzigsten Freund auf grausame Art und Weise verloren. Und dennoch konnte er ihn nicht mitnehmen. Yoru würde ihn sicherlich raus werfen.

Kain seufzte gedehnt und überlegte, ob er den Weißhaarigen irgendwie wieder los wurde. Vielleicht abhängen? Dafür musste er allerdings einen Umweg laufen und er hatte ja jetzt schon viel Zeit verschwendet. Am Ende würde der Kleine ihn bis zur Haustür verfolgen, wenn dieser es bis dahin aushielt, was auch zu bezweiflen war, wenn man sich die Statur des Kleinen ansah. Von dem was Kain gesehen hatte, war der Weißhaarige wirklich unterernährt und schwächlich, was nicht überraschend war. Kain wusste selbst, wie schwer es sein konnte, denn er hatte auch zwei Jahre lang auf der Straße gelebt. Allerdings war er zu dem Zeitpunkt sechehn gewesen und konnte auch kämpfen. Der kleine Junge würde den kommenden Winter vermutlich nicht überstehen. Innerlich war Kain damit am ringen, ob er den Jungen nicht doch mitnehmen sollte, rügte sich aber immer wieder. Es ging einfach nicht und das müsste auch der kleine Junge einsehen müssen.

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Shun Oosawa
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Es stellte sich wohl die Frage, was Shun überhaupt von dem brünetten Hübschling erwartete. Das dieser ihn mit sich nahm, ein neues Zuhause gab, warmes Essen, eine Badewanne und ein kuschliges Bett? Das auf ihn dort ein schönes und fröhliches Leben erwarten würde? Eine neue Familie, die ihn lieben würde? Das, was er sich in all den Jahren so sehnlichst gewünscht hatte. Erwartete er all dies von diesem mysteriösen Mann, der so schnell aufgetaucht war und wieder zu verschwinden drohte? Er wusste es nicht. Er wünschte es sich, von ganzem Herzen. Doch war dies einfach zu weit hergeholt. Wenn sein Verfolgungsobjekt ihn nicht schließlich aus Genervtheit wegstoßen würde, dasselbe mit ihm anstellte, wie mit den Androiden oder ihn irgendwem auslieferte - Kinderhändler, den netten zwielichtigen Straftätern von nebenan - oder ähnliches, konnte er sich ja schon glücklich schätzen. Aber dennoch. Sein Körper dachte gar nicht dran anzuhalten, die Verfolgung aufzugeben. Auch, wenn sein Kopf manchmal zu streiken schien, wenn er mal für eine Sekunde klaren Gedanken fassen konnte. Doch er war zu aufgewühlt. Er konnte teils nicht vernehmen, wo unten und oben ist. Nur, wie sich sein Retter nach und nach immer weiter entfernte.

Die deutliche Ursache davon war wohl, dass er immer noch wieder und wieder gegen irgendwas knallte oder drüberstolperte. Metallpfosten. Kartons. Laternen. Beine von Leuten, die irgendwo saßen. Geländer. Oder manchmal sogar Wände. Jedes Mal erklang dabei ein dumpfer Klang, der nur noch erbärmlich war. Den Schmerz, der von den ganzen Schürfwunden und Beulen ausging, die er inzwischen besaß, nahm er gar nicht war. Sein Körper war dafür zu taub. Bei der Kälte kein Wunder. Schließlich war das einzige, was ihn vom Klima schützte, eine Stoffhose, ein langärmliges Stoffshirt, eine dünne Weste und Stiefel, wovon die Sohle mehr runterklaffte, als noch richtig am Schuh zu hängen. Davon besaß jedes Teil Blessuren. Sei es Risse, Löcher und Schmutz. Das ihn das durch den Herbst gebracht hatte, war schon erstaunlich.

,,Warte. . . bitte!", krächzte er, wo er sich erneut aufrappelte, nachdem er über eine kleine Kiste gefallen war. Fen war bestimmt schon zum Gefühlt hundertsten Mal runtergefallen. Der Kleine sah inzwischen auch nicht mehr schön aus. Dennoch schloss ihn Shun immer wieder schützend in seine Arme und hastete weiter. Doch allmählich schien ihm seine Kraft vollends zu verlassen. Es kam wie es kommen musste. Sein Chronisches Erschöpfungssyndrom äußerte sich. Alles um ihn herum verschwamm noch mehr, wurde schließlich schwarz. Sein ganzer Körper wurde von einer plötzlichen und immensen Müdigkeit übermannt. ,,War. . . te. . .!" Diese Bitte war kaum mehr als ein Murmeln, als sein Körper zusammensackte und zu Boden ging. Seitlich landete er, lag da, nichts mehr dagegen ausrichten könnend.

Und dies schien nicht nur ihm aufzufallen. ,,Endlich. Etwas Ungeziefer weniger", erklang eine Stimme, die von einem Mann ausging, der nun zum schlafenden Shun trat. Dieser kam auch deutlich von der Straße. ,,Ja. Wegen dem Scheißer und seiner Töle waren die Restaurantkerle immer auf der Hut, wer in ihrem Müll wühlt", kam es von einem anderen, der sich dazugesellte. Beide achteten nicht wirklich auf ihre Umgebung, sondern nur auf den Weißschopf, gegen den der Erstere leicht trat. ,,Jep, muss tot sein." Wie auf Kommando hockte sich der Zweite neben den Jungen und riß Fen aus seinen Armen, nur um den gleich einige Meter wegzuschleudern. ,,Bist im Weg!", kam dazu der Kommentar. Wie der kleine Körper auf dem Boden aufprallte und noch ein Stück weiterschliff, interessierte die beiden Grobiane nicht. Viel mehr, ob der Junge etwas wertvolles bei sich trug. Den prompt fingen sie an, diesen zu durchsuchen und das auch nicht gerade sanft.

Auch wenn Shun schlief - er hatte alles mitbekommen. Wie ihm sein toter Freund entrissen wurde und nun, wie sich an ihm vergriffen wurde. Doch er wachte nicht auf. Er wachte einfach nicht auf. Er hasste diese Fähigkeit in solchen Momenten. Er fühlte sich so hilflos. Verzweifelt. Dreckig. Seine Seele schrie und weinte.

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Kain Ootsuki
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Eins musste man dem kleinen Jungen lassen. Er war verdammt hartnäckig und stur. Scheinbar zog es der Junge durch, egal was dieser sich in den Kopf gesetzt hatte. Zumindest war davon auszugehen, wenn man in Betracht zog, dass dieser ihn seit gefühlten zehn Minuten verfolgte und dabei immer wieder hinfiel und gegen irgendetwas stieß. Hatte dieser vielleicht etwas an den Augen? Es würde zumindest erklären, warum der Junge ständig hinfiel oder gegen irgendwelche, nicht übersehbare Hinfernisse lief. Da fragte sich Kain doch so langsam, wie dieser durch das Leben bisher gekommen war. Wobei eine Erkrankung an den Augen auch erst kürzlich hat eintreten können. Das alles wusste der Braunhaarige nicht und er wollte sich auch nicht damit befassen.

Trotzdem lauschte er immer wieder nach dem Jungen, hörte immer noch seine verzweifelten Rufe, die den Größeren dazu bringen sollten, inne zu halten und zu warten, ihn mitzunehmen. Vielleicht sollte er es dem Jungen sagen. Umdrehen und ihm sagen, dass er ihn nicht mitnehmen konnte. Vielleicht würde der Kleine es dann auch endlich einsehen. Vielleicht aber auch nicht und er würde in Tränen ausbrechen und ihn nur noch mehr anflehen. Kain seufzte bei diesem Gedanken und fragte sich, warum er sich nur auf sein Gefühl verlassen und in diese Gasse gegangen war. Solche Situationen waren Gang und Gebe in Neovine und daher nicht wirklich etwas Ungewöhnliches oder gar Seltenes. Und trotzdem hatte er den Weißhaarigen vor dem Tod bewahrt. Vielleicht hätte er das nicht tun sollen? Wäre er in dem Moment nicht vorbei gelaufen, wäre der Junge jetzt auch tot.

Nachdenklich blieb Kain endlich mal stehen, als er auch feststellte, dass er nichts mehr hörte. Keine verzweifelten Rufe, kein erschöpftes Aufraffen, nachdem der Kleine auf dem Boden gefallen war. Hatte er aufgeben? Dann sollte er doch seine Chance nutzen und weiter gehen. Aber der Komthur rührte sich nicht, sondern lauschte den Worten von zwei anderen Kerlen, welche wohl auf den Jungen aufmerksam geworden waren. Sie schienen erleichtert, dass der Junge nun tot war. Aber war er es denn wirklich? War tot umgefallen, voller ERschöpfung, nachdem er ihm hinterher gerannt war? Kain biss sich auf die Lippen. Letztlich hätte er ja denn den Weißhaarigen in den Tod getrieben. Er hörte etwas auf dem Boden aufprallen und schliddern, was sich nicht sonderlich schön anhörte, weshalb er in diese Richtung blickte.

Wobei er nicht weit schaune musste, es lag direkt neben seinen Füßen. Der tote Fuchs. Völlig verunstaltet und ein wahrlich grauenvoler Anblick, mit diesen weit aufgerissenen Augen, in denen sich noch Angst und Verzweiflung wiederspiegelte. Kains Herz zog sich zusammen und letztlich drehte er sich um, sah, wie die beiden Männer um den Jungen standen und grob durchsuchen. Aber das Wertvollste, das der Kleine vermutlich besaß, hatte er vermutlich schon verloren. Kain setzte sich in Bewegung und näherte sich den Kerlen. "Lasst den Jungen in Ruhe und verschwindet", forderte er, noch ruhig. Einer der beiden Typen stand auf und sah Kain böse an. Vermutlich wollte er bedrohlich wirken, aber den Braunhaarigen ließ das kalt.

"Was mischst du dich ein? Der Bengel ist tot! Also verschwinde du doch!", sprach der Typ und gestikulierte umständlich mit seinen Händen. Der Braunhaarige zog sie Augenbraue hoch und anschließend sein Schwert, welches er dem Typen vor der Nase hielt. "Ich sagte: Verschwindet!", sagte er nun drohender. "Ha! Willst du uns etwa umbringen?" "Ich ziehe es zumindest gerade in Erwägung, euch beiden einen tödlichen Schnitt zu verpassen, damit ihr spürt, wie der Tod euch langsam holt und das Blut aus eurem Körper sickert". Kains Stimme klang immer noch bedrohlich und kalt, während sein Gegenüber, es sich doch wohl langsam überlegte. Schließlich wandte sich dieser ab, murmelte irgendetwas unverständlich vor sich hin und zog von dannen.

Kains blick ging nun zum zweiten Typen, der leicht erschreckte, aufstand und davon lief. So schob Kain sein Schwert zurück in die Scheide und blickte zu dem Jungen, zu dem er sich hockte und nachdenklich ansah. Sachte legte er zwei Finger an den Hals des Jungen. Die Halsschlagader schlug immer noch. Also lebte der Junge auch noch. Irgendwie war Kain doch ziemlich erleichtert. Also war der Kleine vermutlich nur vor Erschöpfung zusammen gebrochen, was auch kein Wunder war. Der Braunhaarige seufzte. Was machte er nun mit dem Zwerg? Ihn hier liegen lassen war keine Option, ihn mitnehmen aber auch nicht. Oder sollte er Letzteres vielleicht doch tun? Immerhin hatte er ihn gerade zum zweiten mal gerettet.

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Shun Oosawa
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Wie lange genau Shun so da lag und durchsucht wurde, konnte er nicht genau sagen. Auch, wenn es nur wenige Sekunden waren, kam es ihm vor, wie eine Ewigkeit. Er hatte Angst. Furchtbare Angst. Shun vernahm eine Stimme, die ihm nicht vertraut war. Ob sich wer fremdes in die Situation einmischte? Und ihm helfen wollte? Da fragte er sich, ob es nicht sein Retter war, der sich doch schließlich erbarmt hatte, sich ihm zu zuwenden. Hieß aber noch lange nicht, dass seine Verfolgung von Erfolg gekrönt war. Einer der Männer schien auf den Brünetten einzugehen, denn vernahm er nur noch zwei Hände an sich. Eigentlich nahm er immer alles im Schlaf um sich genauer war. Doch war es momentan nur grob, was er auffasste. Er war wohl zu schwach. So überzeugt wie der Mann sprach, der Weißschopf wäre tot, fragte er sich dies selbst kurz. Lebe ich noch. . .? Es war paradox. Wie sollte er dann noch was wahrnehmen können? Wobei es mehr als nachvollziehbar wäre, sollte er bei der Aktion verstorben sein. . .

Doch war er indem Moment vom Gegenteil überzeugt, als sich auf seiner Haut eine Gänsehaut bildete. Grund war, der Spruch, der diese ernste Stimme von sich gab. Er prägte sich in seinem Kopf ein. "Ich ziehe es zumindest gerade in Erwägung, euch beiden einen tödlichen Schnitt zu verpassen, damit ihr spürt, wie der Tod euch langsam holt und das Blut aus eurem Körper sickert". Seine ganzer Körper schien zu kribbeln. Doch weshalb?

Das nächste was der Weißschopf vernahm war, wie jemand weglief. Kurz darauf verschwanden die anderen Hände von ihm, gefolgt von Schritten. Einen Moment lang war es still. Es schien, als würde alles um ihn herum still stehen. Sein Körper enspannte sich weitestgehend, so gut er konnte. Wartete, ob noch etwas geschah. Da es so still war, driftete er mit seinen Gedanken erneut ab, sie schienen zu verblassen. So, als würde er nun wirklich einschlafen. Doch dann erfolgte wieder eine Berührung, die kurz seinen Atem zu stoppen brachte. Anders als zuvor, vernahm er keine Angst. Ganz im Gegenteil - von der Berührung ging eine Wärme nach, die er bisher nur einmal verspürt hatte. Bei Fen. Und darauf schien sein Körper nun zu reagieren. Denn prompt bewegten sich seine kleine Händchen automatisch nach oben, zum Oberteil des Größeren. Ungefähr am Schulterbereich hielten sie und klammerten sich an die wohlige Wärmequelle. Mit dieser Aktion verfiel er dann in einen Schlaf, wo er seit langem Mal nicht alles um sich wahrnahm. Ein Schlaf, der im guttat. Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen.

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Kain Ootsuki
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Immer noch nachdenklich hockte Kain neben dem kleinen bewusstlosen Jungen, von dem er immer noch nicht wusste, was er nun mit ihm anfangen sollte. Die ganze Zeit hatte er ihn los werden wollen und hatte ihn stur ignoriert und jetzt wollte er ihn nicht hier zurück lassen. Sobald er weg wäre, würden die nächsten Streunertypen her kommen und sich an den Kleinen vergreiffen. Und dieser Gedanke gefiel dem Braunhaarigen nun doch nicht. Ihn aber nach Hause nehmen? Hätte er eine eigenen Wohnung, würde er es sich tatsächlich überlegen. Allerdings wohnte er bei Yoru, der auch sein Chef war und dessen Reaktion er nicht erahnen konnte. Käme der erbarmungslose Seneschall zum Vorschein oder der gutgelaunte Hausmann? Er konnte es sich wirklich nicht vorstellen.

Seufzend hockte er unschlüssig da und wägte noch das Pro und Kontra ab, als der kleine Junge sich plötzlich in Bewegung setzte und sich an ihn klammerte. Überrascht und völlig überrummpelt, hielt Kain in seiner Bewegung inne. War der Weißhaarige wieder wach geworden? "Junge, lass mich los.", sagte er langsam, aber es folgte keine Reaktion. "Hey, Kleiner", versuchte Kain es erneut, aber immer noch keine Raktion. Doch noch bewusstlos? Er sah den Weißhaarigen an und überraschenderweise, schien dieser zu schlafen. Er sah so freidlich aus, als hätte dieser eben keinen schweren Schicksalsschlag erlitten und seinen besten Freund verloren. Wortlos sah Kain den Kleinen an. Nieldich war er ja schon irgendwie. Und ihm war die Entscheidung wohl abgenommen worden. "Oh Mann...Yoru wird mich umbringen...", murmelte er vor sich hin, zog seine Jacke aus und legt diese um die Schultern des Kleinen, ehe er aufstand, den Kleinen an sich hoch nehmend.

Dann setzte er seinen Weg fort, blieb nach ein paar Schritten nochmals stehen und blickte zum toten Fuchs herab. Sollte er diesen mitnehmen? NAja, bevor der Kleine zuhause noch Drama schob... Er beugte sich hinab und schob dem Fuchs die Augen zu, ehe er auch diesen hoch hob und seinen Weg fortsetzte. Ursprünglich sollte er nur einkaufen gehen. Jetzt schleppte er noch ein Kind und desen toten fuchs mit nach Hause. Sowas konnte nicht gut gehen. Er ignorierte die Blicke der Passanten, denen er noch begegnete, ehe er endlich ankam. Nach gefühlt zwanzig Stunden. Eigentlich hatte er ja die Hausschlüssel, aber voll belanden wie er war, brauchte er erst gar nicht zu versuchen, diese hervor zu holen. Wenigstens, konnte er noch klingeln und so wartete er, bis Yoru ihm auf machen würde.

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Yoru Kurosawa
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Nachdenklich blickte Yoru auf die Uhr. Kain sollte längst mit dem Einkauf wieder zurück sein, da der Ältere gerade am kochen war und noch ein paar Zutaten gefehlt hatten. Nun aber war er mit den Vorbereitungen eines Eintopfes fast fertig, wobei noch ein paar Gemüsesortendafür fehlten. Und sein Mitbewohner und Untergebener war bisher immer pünktlich. Was also hielt ihn auf? Kain war bisher immer pflichtbewusst und schnell gewesen, was seine Aufgaben betraf. Also war vielleicht etwas passiert? Nicht das er von den Raitas erkannt wurde? Oder einem Scamaton? Nein, sie trugen ja deswegen Masken in ihrer Einheit... Aber was war, wenn doch? Was wäre wennn Kain tatsächlich vielleicht sogar von den Raitas gefasst wurde?

Er würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen und sich seinen Komothur zurück holen. Was sollte er also nun tun? Noch ein wenig warten oder direkt los ziehen, und nach Kain suchen? Es wäre natülich auch möglich, das er wegen einer Lapailie wie einem süßen Stofftier, von dem er die Augen nicht lassen konnte, einige Zeit lang gebannt wäre... Zumindest ist das schon einmal bei einem gemeinsamen Einkauf passiert... Das fand er ja schon sehr niedlich, da sein erster Komothur absolut nicht danach aussah, als wäre er Jemand, der niedliche Dinge mochte. Allgemein konnte man bei ihm nicht erahnen, was er mochte.

Gut, er bechloss, noch zehn Minuten zu warten und dann mit seinem Schwert, Shokudaikiri Mitsutada los zu ziehen und jeden Androiden nieder zu schlachten, der sich ihm bei der Rettung seines Komothurs in den Weg stellen würde. Zumindest war es unwahrscheinlich, das Kain in dieser kurzen Zeit in das Gefängnis der Raitas gebracht worden war. Und selbst wenn der eher unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, würde er ihn auch daraus holen und damit auch ein Statement gegenüber den Raitas setzen. Nämlich das Niemand einfach einen Kiheda aus Yorus Einheit ins Gefängnis wirft!

Er sah auf die Uhr. Fünf Minuten waren vergangen. Er blickte aus dem Fenster. Regen gab es derzei nicht. Also auch keine Wetterbedingte Ursache. Er lief in sein Zimmer und holte sein Schwert, welches in seiner Scheide auf einer Halterung, extra für Schwerter trohnt. Wobei da auch Platz für ein weiteres Schwert war. Eine Halterung für ein einzelnes Schwert gab es leider nicht. Er hatte auch mal überlegt, selbst eins zu machen, um auch nochmal mehr Handwerkliches zu lernen. Es wäre ja praktisch, wenn man sich seine Möbel selbst machen könnte. Er schütelte den Kopf, als er bemerkte, das er abschweifte und zog sich sein Jacket über das Hemd an. Die Krawatte band er fix und legte das Schwert an, ehe er aufhorschte. Die Klingel wurde betätigt, obwohl Kain einen Schlüssel hatte. Rasch rannte er in den Flur und riss mit gezogener Klinge die Tür auf, wartete und erstarrte jedoch im nächsten Moment, als er Kain erblickte.

"Na endlich! Weißt du eigentlich was für Sorgen ich mir gerade gemach habe? Ich hatte schon fes damit gerechnet, dich aus dem Raitasgefängnis holen zu müssen!"
, sagte er und lies das Schwert zurück in die Scheide gleiten. Er räusperte sich und wollte erneut ansetzen. jedoch sah er nun erst einmal, was Kain eigenlich in den Armen trug. "Was...?", Ein Kind. Er trug ein Kind mit sich. "Kain! Hast du jetzt allen ernstes ein Kind entführt?! Mag ja sein, das es niedlich ist aber du kannst doch nicht einfach... oder ist es keine Entführung, sondern dein eigenes und deine Frau hat dir nun gesagt das du dich darum kümmern sollst?! Oder warst du, als ich sagte, du sollst Frischfleisch mitbringen, auf dem Sklavenmarkt einkaufen?!", rief er sich beinahe in entsezter Rage und schlug die Hände über den Kopf. Dabei betrachtete er den Kleineren näher, der ein Tier in den Armen hielt. Auch sah er, das der Kleine ziemlich mitgenommen aussah.

"Wie auch immer...", sagte er nun ruhiger und nahm Kain den Kleinen ab, den er ins Wohnzimmer brachte und erst einmal auf der Couch ablegte. Das Tier, welches offensichtlich tot war, legte er auf ein Kissen und neben der Couch auf den Boden. Er konnte sich nicht vorstellen, das Kain diesen einfach so mitgenommen hatte. Dann eilte er in sein Zimmer zurück, holte zwei große Kissen und zwei Decken, womit er den Kleinen einpackte. "Wir müssen, schauen ob er verletzt ist. Räum die Einkäufe ein. Ich koche gleich weiter, wenn der kleine erst einmal notversorgt ist.", erklärte er und zog dem Kleinen seine Sachen aus. Danach bekam er ein Hemd, von Yoru, was natürlich viel zur groß war. Doch fürs erste musste das reichen. Würde der Kleine wach werden, würde er ihn auch direkt in die Wanne setzen. "Warum ist er ohnmächtig? Ich sehe zwar einige Blessuren aber keinen richtigen Grund für die Ohnmach... oder schläf er?" So wie der kleine Weißhaarige atmete, hörte es sich mehr nach schlafen an. Rasch war er wieder aufgestanden. "Ich ziehe mich kurz wieder um und hole ein Fieberthermometer, für den Fall das er krank ist!", sagte er und eilte auch schon wieder davon. In seinem Zimmer, stellte er das Schwert wieder in seine Halterung und zog sich das Jacket aus, ehe er aus einer Schublade des Nachtschränkchen auf der rechten Seite seines Bettes eine kleine, weiße Schachtel heraus nahm und wieder zurück ins Wohnzimmer kehrte. Auch wenn er die Umstände nicht kannte, würde er sich mit Kain erst einmal um das Kind kümmern.

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Kain Ootsuki
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Kain war doch leicht irritiert, als der Seneschall mit gezückter Klinge die Tür aufriss, bereit anzugreifen, wen auch immer er erwartete. Aber die darauffolgenden Worte erklärten natürlich den Umstand, jedoch wunderte es den Braunhaarigen, dass Yoru sich derartige Sorgen gemacht hatte. Wobei sie gleichzeitig berechtigt waren. Noch nie war Kain zu spät gekommen. Gut, er war an keine Zeit gebunden, wenn er einkaufen ging, immerhin konnte es auch mal sein, dass im Supermakrt doch mal mehr los war und es dort an der Kasse entsprechend länger dauerte. Aber dennoch hatte er nie sonderlich lange gebraucht, um einkaufen zu gehen, wenn er alleine ging. Er betrat den Laden, holte die Sachen, die benötigt wurden, ging an die Kasse um zu zahlen und ging anschließend wieder nach Hause. Er war kein Freund von Trödeleien oder konnte sich auch nicht unnötig lange in einem Geschäft aufhalten. Außer er wurde abgelenkt.

Wobei er sich nun auch nicht so einfach von der Raitas fangen lassen würde. Nun lauschte er den weiteren Worten des Seneschalls und fragte sich, wie dieser auf solche Vorwürfe kommen konnte. "Beruhige dich wieder. Wofür sollte ich ein Kind entführen? Und mein eigenes ist es auch nicht. In meinem Alter kann ich schlecht ein zehnjähriges Kind haben",  meinte er und blickte den Jungen kurz an. Zumindest schätzte er diesen in diesem Alter. Vielleicht auch ein, zwei Jahre älter. Im Moment war das eher schwer einzuschätzen, da dieser recht klein wirkte. Sein Blick ging zurück zu Yoru und er hielt die Einkaufstüte hoch, welche er in der anderen Hand hielt. "Das Frischfleisch ist hier drin", sagte er kurz und senkte die Hand wieder, während der Größere ihm den kleinen Jungen abnahm und ins Wohnzimmer brachte. Der Braunhaarige trat nun in die Wohnung und schloss die Tür hinter sich.

Sein Blick ging anschließend ins Wohnzimmer und er sah zu, wie Yoru sich um den Kleinen kümmerte. Gut, umbringen würde der Seneschall ihn wohl doch nicht, worüber er irgendwie erleichtert war. Eher schien sich der Größere Sorgen um den kleinen Jungen zu machen, was auch berechtigt war, wenn man den Zustand des Weißhaarigen betrachtete. Kain ging nun in die Küche und räumte die Einäufe ein, was schnell erledigt war, da es nur wenige Sachen waren. Dann lief er ins Wohnzimmer, in dem sich Yoru weiterhin um den Kleinen kümmerte. "Er ist irgendwann vor Erschöpfung umgekippt, aber ich glaube, er schläft trotzdem eher", meinte er nun und blickte Yoru dann nach, als dieser in sein zimmer zurück eilte, um sich wieder umzuziehen. Vermutlich hatte dieser sich gerade erst gerichtet und hatte nach ihm suchen wollen.

Kain blieb nun erst mal im Wohnzimmer und blickte zu dem Jungen, welcher immer noch schlief. Wobei dieser es wohl noch eine Weile lang würde. Sicherlich war dieser von dem vergangenem Geschehen erschöpft. Wer wusste, wie dieser reagieren würde, wenn er erst mal wieder wch wurde und er sich erinnerte, dass sein Fuchs gestorben war. Zu diesem blickte Kain nun auch kurz. Sie sollten den Fuchs begraben, aber am besten mit dem Kleinen zusammen, damit dieser Abschied nehmen konnte. Allerdings stellte sich auch die Frage, was sie mit dem Weißhaarigen nun anfingen. Sie konnten ihn ja schlecht wieder einfach aussetzen. Allerdings kannte er Yorus Meinung auch noch nicht dazu. Der Braunhaarige setzte sich auf die Armlehne der Couch neben dem kleinen Jungen und hob das Kissen hoch, auf dem der tote Fuchs lag. Sie sollten ihn säubern, damit dieser wenigstens nicht mehr voller Blut war. Er sah wieder auf, als Yoru  wieder ins Wohnzimmer kam.

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Yoru Kurosawa
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"Ich weiß weder was du denkst, was du fühlst, noch was für eine Vergangenheit du hast, Kain und naürlich ist es auch in diesem Alter möglich, ein Kind zu zeugen, da du in diesem alter vermutlich gerade in die Pubertät kamst.", er klärte der Ältere schmunzelnd und kümmerte sich weiter um den Kleineren. Dieser war immerhin der Grund, welcher Kain wohl aufgehalten hatte. Schließlich sammelte dieser nicht einfach so Jemanden auf und bringt ihn mit zu Yorus Wohnung, auch wenn kain mit ihm dort wohnte. Der Ältere war zudem sein Vorgesetzter. Diese wusste nicht, ob er hätte Kain gewehren lassen, wäre dies in einem Einsatz passiert. Doch hier in Neovine in ihrer Woohnung waren sie privat zusammen und per Du. Als war es irgendwo eine doch vertraute zweisamkeit in der er den Brünetten so etwas durchgehen lassen konnte.

Zudem war es ein Kind. Normalerweise, bei einem Erwachsenen, hätte er Kain gefragt, warum er diesen zu ihnen brachte, wenn es genauso gut auch ein Feind sein könnte. Doch beim umziehen, war ihm keinerlei Anzeichen für einen Androidenkörper aufgefallen. Nun aber das konnte auch mit einer künstlichen Haut versteckt sein. Das konnten sie dann aber auch nur sehen, wenn der kleine wach war. "Verstehe, dann kann er auch einfach nur hungrig sein.", sagte er und war dann auch schon im Zimmer verschwunden. Nachdem er sein Schwert weggelegt und das Thermometer geholt hatte, kehrte er wieder zurück.

Dann nahm er das Thermometer aus der Verpackung und öffnete vorsichtig den Mund des Kleineren, dem er anschließend das Thermometer mit der Metalspitze unter die Zunge legte und den Mund wieder sachte zuschob. Dann wartete er wieder einen Moment, bis das Fieberthermometer piepte. Er nahm es dem kleineren wieder aus dem Mund und besah sich die Anzeige näher. "Fieber hat er schon einmal nicht. Vielleicht ist es tatsächlich einfach nur Erschöpfung. Dann braucht er nur Ruhe und schlaf.", sagte er und strich dem kleineren lächelnd durch die Haare. "Aber das bekommen wir schon wieder hin." Er sah zu Kain, der auf der Armlehne der Couch saß. Wie ein stiller Beschützer. Das lies ihn direkt schmunzeln. "Symphatisierst du etwas schon mit dem Kleinen?", fragte er daher und stand auf.

Es überraschte ihn ja schon, gerade so eine Reaktion von Kain zu sehen. Aber das zeigte wohl, das er auch nur ein Mensch war. Vielleicht hatte der kleine ihm leid getan oder irgendetwas war mit dem Fuchs passiert. Wobei er nicht glaubte, das Kain etwas damit zu tun hätte. Er lief zur Küche und wusch kurz die Spize des Thermometers im Waschbecken ab, ehe er dieses zurück in Packung steckte. Dann beginn er sich wieder um das kochen zu kümmern. "Wir können ja noch ein Zimmer freiräumen, wenn du zu sehr am ihm hängen solltest.", sagte der Ältere, um Kain ein wenig zu ärgern. Er fand es einfach niedlich, das dieser ein Kind mit Nachhause gebracht hatte und sich auch nun an dessen Seite stellte, um sicher zu gehen, das dieser sich erholte.

Er schnitt weiteres Gemüse und machte sich auch daran das Fleisch zu Stücken zu verabrbeiten, ehe er alles in einen Topf mit Wasser und Brühe hinzu gab. Danach legte er einen Topfdeckel drauf und stellte die Hitze ein wenig niedriger, damit der Eintopf nun in Ruhe köcheln könnte. Dann setzte er Tee auf, welchen er anschließend ins Wohnzimmer brachte. Dort stellte er das Tablett mit einer Teekanne und drei Bechern aus Keramik so wie einem Zuckerbecher auf dem Tisch ab und setzte sie auch die Gegenüberliegende Cauch, die Arme verschränkt, ein Bein überschlagend und nachdenklich drein schauend lehnte er sich zurück. "Nun erzähl mal, wie es dazu kam, das du ein Kind mit Nachhause bringst."

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Kain Ootsuki
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Leicht rollte Kain mit den Augen. "Ich hatte in dem Alter andere Probleme, als irgendein Mädchen schwängern zu wollen", meinte er auf Yorus Worte hin. Damals hatte er schon seit zwei Jahren die Cyborgteile eingesetzt bekommen und von seinem Vater täglich trainiert worden und das meist stundenlang. Aber gut, es stimmte natürlich schon, dass Yoru nichts von seiner Vergangenheit wusste, weder dass er sechzehn Jahre lang bei den Scamatons gewesen war, noch, dass er von diesen inzwischen gesucht wurde oder sonst irgendetwas in der Hinsicht. Kain hatte mit niemandem darüber gesprochen oder es jemanden erzählt, auch dem Seneschall nicht. Der Braunhaarige schüttelte den Kopf und sah zu, wie Yoru sich um den kleinen Jungen kümmerte.

"Das kann schon sein. Soweit ich das richtig gesehen habe, wollte der kleine Fuchs ihm etwas zu essen bringen", meinte er nachdenklich. Vermutlich waren die Androiden darauf angesetzt worden, den kleinen Fuchs zu verfolgen und zu töten. Und dann wäre der kleine Junge dran gewesen, aber dank Kain, war es nicht so weit gekommen. Nachdenklich sah er den Weißhaarigen an, während Yoru nun prüfte, ob der Kleine Fieber hatte, was letztlich nicht der Fall war. Zumindest schon mal ein Anfang. Als er die Frage des Größeren hörte, sah er diesen irritiert an und schüttelte anschließend den Kopf, "Nein", antwortete er knapp und wandte den Blick ab. Dennoch machte er sich ja trotzdem Gedanken um den Jungen, der es bis hierhin nicht sehr leicht gehabt hatte und seinen besten Freund verloren hatte. Trotzdem konnte er nun nicht einfach mit ihm sympatisieren, nur weil er Mitleid hatte.

Das Kissen, worauf der tote Fuchs lag und welches der Braunhaarige noch bei sich hatte, legte dieser erst mal wieder zur Seite und sah wieder zum Seneschall, welcher sich wieder um das Essen kümmerte und dessen weitere Worte Kain schmollen ließen. "Ich hänge nicht an ihn", meinte er und verschränkte die Arme vor der Brust. Es war eher umgekehert, dass der Kleine an ihm hing, so wie dieser sich vorhin auf ihn gestürzt hatte. Kurz sah er nochmals zum Weißhaarigen, ehe er Yoru wieder ansah. "Außerdem können wir doch schlecht ein Kind hier behalten. Wir haben beide unsere Verpflichtungen in der Kiheda und dann hast du ja noch deinen komischen Nebenjob", meinte er nun weiter und beobachtete Yoru weiter. Gut, dieser konnte wirklich wahnsinnig gut kochen, dass musste man schon sagen. Aber das mit dem Nebenjob verstand er dennoch nicht.

Als Yoru schließlich forderte, dass er ihm erzählte, was vorgefallen war, seufzte Kain kruz. "Ich wollte ihn erst gar nicht mitnehmen", begann er und sah zum Weißhaarigen, ehe er den Größeren wieder ansah. "Jedenfalls habe ich erst den kleinen Fuchs gesehen, welcher in eine Gasse rannte und von drei Wachandroiden verfolgt wurde. Letztlich wurde der Fuchs von den Androiden tot getrammpelt und bevor sie auch den Jungen töteten, bin ich eben dazwischen gegangen. Danach wollte er unbedingt, dass ich ihn mitnehme, aber weil ich mir sagte, dass es nicht geht, habe ich mich geweigert und hatte mich wieder auf dem Weg gemacht.", erklärte er und machte eine kurze Pause, in der er den kleinen Jungen wieder betrachtete.

"Aber er scheint stur zu sein, zumindest ist er mir gefolgt und ist dabei immer wieder gegen irgendwelche Hindernisse gerannt oder gestoplert. Er muss also irgendwas an den Augen haben, was wir uns wohl auch nochmal ansehen müssen. Letztlich ist er Zusammengebrochen, schien aber irgendwie auch wach gewesen zu sein, als ich bei ihm hockte und er sich an mich klammerte" Kains Blick ging wieder zu Yoru zurück und er wartete nun ab, was dieser dazu zu sagen hatte.

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Shun Oosawa
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Was genau sich um Shun herum ereignete, schien er nicht zu vernehmen. Er wusste nur eins - ihm war warm. Wohlig warm. Zwischen den leichten Erschütterungen, von denen man ausgehen konnte, er wurde getragen, vernahm er eine sehr angenehme Wärme, an die er sich nur zu gerne kuscheln wollte. Mehr Gedanken konnte er auch nicht fassen oder gar wahrnehmen. Irgendwann verstärkte sich die Wärme, hüllte ihn praktisch ein. Er fühlte sich wie ein kleiner Fuchswelpe, der sich an das weiche und warme Fell seiner Mama schmiege, die sorgsam über ihr Kind wachte, es vor allen Gefahren der Welt zu beschützen versuchte. Er war richtig im Trancezustand des Schlafes gefangen - wollte dort auch nicht so schnell wieder raus. Denn es war zu schön. In dieser weichen Wattewelt eingepackt zu sein, wo nichts böses an ihn heran kam. Nur diese wundervolle Wärme.

Irgendwann schien er Stimmen im Hintergrund zu vernehmen. Nicht laut und auch nicht deutlich, sie waren einfach da. Doch klangen sie auch nicht unangenehm, dass sichere Gefühl, welches ihn umgab, schien sich sogar zu festigen. Es war sehr angenehm. Wo sein Mund geöffnet wurde und das kleine Gerät eingeführt wurde, konnte der Weißschopf dies nicht richtig deuten. Er vernahm nur die sanften Berührungen an seinem Gesicht, die ihn auch nicht weiter zu stören schienen. Als er schließlich eine mehr als angenehme Berührung an seinen Haaren vernahm, driftete er allmählich wieder in den vollkommenen Schlaf hinab. Sein Körper war seit Ewigkeiten nicht mehr so entspannt gewesen. Vielleicht sogar zum ersten Mal? Doch würde er es wohl für nichts auf der Welt eintauschen wollen.

Nur wenige Minuten war er komplett abwesend gewesen, bevor sich seine Gedanken wieder richtig zu festigen schienen. Nicht so wie in diesem Trance-Schlaf-Zustand von zuvor, nein, er war dabei, wieder langsam aufzuwachen. Die Stimmen um sich herum festigten sich, er konnte nun einzelne Wortfetzen vernehmen. Es waren zwei verschiedene Stimmen, zwei Männer. Doch waren sie angenehm und wohlklingend. Eine der beiden Stimmen kam ihn bekannt vor, doch wollte sein Hirn nicht direkt ausspucken, woher. Stattdessen lauschte er der Stimme, die etwas zu erzählen schien, kuschelte sich derweil minimal in die wärmende Hülle, die ihn umgab und gab ein kaum merkliches Seufzten von sich. So lang er noch da, döste vor sich hin - ehe ein Wort erklang, das bei ihm 'klick' machte. Den kleinen Fuchs - FEN!

Von einen auf den anderen Moment kam ihn wieder in den Sinn, was vorgefallen war. Der Tod seines Freundes, die Rettung des mysteriösen Mannes, die Verfolgung und schließlich der plötzliche Schlaf. Seine Gedanken waren wieder feste anwesend. Seine Augen aufschlagend, ging er automatisch einen Ruck nach oben. ,,Fen!", stieß er dabei panisch aus. Doch der Ruck zeigte schon seinen Nachteil, denn wurde ihm schlagartig schwindelig. ,,Uaah!" So schnell wie er mehr oder gesessen hatte, so sackte er auch gleich wieder nach hinten. In diesem Rückstoß warf er sich halb auf das erst beste, wo sich seine Händchen auch Hilfesuchend nach einem Halt dranklammerten. Und zwar an das Subjekt, dass ihn vor der Wattehülle noch diese angenehme Wärme gegeben hatte. Und an diesem Subjekt, alias brünetter Hübschling, wollte Shun sich gerade am Oberteil hilfesuchend hochhangeln, damit er wieder saß, wie ein Äffchen bei seinem ersten Kletterversuch.

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