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 Sexiest Man of Neovine

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Ki

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BeitragThema: Sexiest Man of Neovine   Fr Jul 21, 2017 10:25 pm

Die Frau öffnete die Tür zu dem Raum, in dem ihr heutiges Opfer- ähm, natürlich ihr heutiger Interview-Gast schon wartete. Sie hatte sich extra ein paar Minuten verspätet, damit sie sich auch sicher sein konnte, dass ihr Gast schon da war, aber nicht so viel, dass sie sich hätte schämen müssen. Das alles hatte schon seinen Sinn gehabt. So trat sie lächelnd in den Raum ein, mit ihrem Klemmbrett und natürlich einem Stift bewaffnet, und steuerte ihren Stuhl an. Sie hatte sich heute auch extra ein wenig formeller gekleidet und nicht in ihrer standard Mechaniker-Kleidung. Sie trug ein schwarzes, anliegendes T-Shirt, dazu eine khakifarbene Jeans. Ihre Schutzbrille sowie ihre Handschuhe hatte sie zuhause gelassen, aber ihre Militärstiefel trug sie trotz Allem. Sie konnte sich von ihnen einfach nicht trennen. Des Weiteren trug sie ihren Gürtel endlich so, dass er nicht halb weg hing, sondern seinen Job tat. Als Abschluss hatte sie ihre Haare hinten zu einem Zopf zusammengebunden, die zwei Strähnen vorne hatte sie herausgelassen. Sie hoffte, sie wirkte etwas seriöser als sie es sonst tat, auch, wenn dieser Kleidungsstil wohl eher gewöhnlich war als seriös. Der Raum an sich war einfach gestaltet, schließlich geschah hier nicht viel mehr als das Interview das gleich losgehen sollte. Es war ein kleiner Raum mit ausgeblichenen beigen Wänden und einer großen Halbkugel als Deckenbeleuchtung, doch die wurde nicht gebraucht, weil schon genug Licht durch das große Fenster an der rechten Wand fiel. Und in der Mitte des Raumes sollte dann die Action abgehen. Ein kleiner Holztisch mit Wasserflaschen und Gläsern darauf für den Durst der Interviewerin und des Interviewten stand bereit und sich gegenüber stehend fand man zwei recht bequeme Stühle mit grauen Polstern. Sie setzte sich auf den nahe der Tür und schlug die Beine übereinander, während sie ihren Gegenüber betrachtete. Dass genau er im ersten Voting überhaupt gewinnen sollte, hatte sie nicht gedacht, aber sie freute sich trotzdem ihn zu interviewen. Nile the Blaze aus den Reihen der Kiheda. Natürlich war es für sie ein gewisses Risiko als Scamaton mit einem Kiheda in einem Raum zu sitzen, aber sie hoffte einfach, dass der Waffenstillstand, der in diesem Raum galt, nicht ignoriert wurde. Dies war zwar bei dessen hitzigem Gemüt nicht zu versichern, aber würde sie ihm nichts tun, dann tat er ihr bestimmt auch nichts. Bestimmt.
“Hallöchen erstmal, ich entschuldige mich, dass ich ein wenig zu spät bin, also lassen Sie uns einfach direkt mit dem Interview beginnen~“, meinte sie fast sofort, nachdem sie sich gesetzt hatte. Sie wollte eine gewisse Form der Höflichkeit beibehalten, deshalb siezte sie ihre Gäste, egal, ob sie wollten oder nicht.
Sie platzierte ihr Klemmbrett auf ihrem Oberschenkel und nahm den Stift in die Hand, schließlich musste sie sich einige Notizen machen. Sie fand es interessanter, es auf die herkömmliche Art – oder auch die alte Art – zu machen und verzichtete daher auf Kameras oder Aufnahmegeräte. Zudem trainierte sie so ihre Auffassungsgabe, was nicht ganz so schlecht war. So würde sie sich nach allen Antworten ihres Gegenübers einiges auf Papier festhalten.
“Erzählen Sie doch erst einmal ein wenig was von sich. Einfach ein paar allgemeine Dinge.“, schlug die Grünhaarige vor und dirigierte währenddessen ein wenig mit dem Stift in der Luft herum.
Sie hatte sich einige Frage zurechtgelegt, so um die 20 Stück, ein paar ernste, aber hauptsächlich sinnlose und lustige. Schließlich sollte das Interview an erster Stelle für Unterhaltung herhalten und die erreichte man mit langweiligen, normalen Fragen einfach nicht.

“Dann steigen wir einfach mal mit der ersten Frage ein. Mir sind ja schon zu Beginn Ihre extrem stacheligen Haare aufgefallen, deshalb stellt sich mir die Frage: Ist ihre Frisur von Natur aus so oder verwenden Sie für die Stacheligkeit Haarprodukte? Wenn ja, welche?“ Sie musste grinsen. Es war ihr erstes Interview, aber sie fand jetzt schon den Spaß daran. Nach jeder Frage ließ sie ihm Zeit, zu antworten.

Komischerweise hatte Ki noch mehr Fragen, die in Richtung ‚Haare‘ gingen. Wahrscheinlich, weil Niles Frisur kaum zu übersehen war und es sehr beeindruckend war, dass sie so stachelig waren. Wie auch immer, so hatte sie jedenfalls eine Überleitung zur nächsten Frage. “Bleiben wir doch direkt bei Ihrer Frisur.“ Sie fing an zu grinsen. “Für wie viele Neos würden Sie Ihre Haare zurückgelen?“ Sie fand, dass er mit zurückgegelten Haaren bestimmt lustig aussah. Die Frage war nur, ob seine Haare das auch so mitmachten oder nicht einfach in die ursprüngliche Form zurücksprangen.

Da der Blonde ja Seneschall war – das höchste Amt, was man in den Kiheda bekleiden konnte – hatte er dementsprechend auch Komthure. Und zu denen kam die rasende Reporterin nun, denn die nächsten Fragen hatten alle etwas mit ihnen zu tun. Mehr oder weniger.
“Jetzt gehen wir von Ihren Haaren mal weg und widmen uns auf direktem Wege Ihren Untergebenen. Da würde mich interessieren: Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihren Komthuren?“ Das war natürlich eine extrem knifflige Frage, auch wenn der Interviewte selber es nicht merkte. Aber die Antwort, die er gab, gepaart mit seiner Mimik und Gestik, konnte so viele Auswirkungen haben und das war natürlich auch der Reiz dahinter.

“Und bei Ihren Komthuren wollen wir auch direkt bleiben. Ich habe gehört, Timber baut gerne Bomben. Gibt es denn auch Zeiten, in denen Sie mit ihm in Sachen Zerstörung konkurrieren?“ Das war eine Frage, die sie persönlich interessierte. Und sie stellte es sich lustig vor, wenn beide am Ende eines Einsatzes darüber diskutieren, wer denn jetzt mehr kaputt gemacht hat.

“Die nächste Frage handelt von Chrome. Somit haben wir dann beide Komthure einmal in den Fragen drin gehabt~ Was würden Sie tun, wenn Sie für einen Tag mit Chrome Körper tauschen würden?“ Es war eine sinnfreie Frage, aber sie war amüsant, wie sie fand. Und je nachdem wie er antwortete, konnte es noch amüsanter werden.

Jetzt war sie mit den Fragen zu den einzelnen Komthuren durch, deshalb kamen nun in ihrer Rangliste die Fragen, die mit beiden gleichermaßen zu tun hatten. Und dazu hatte sie auch eine Leser-Frage bekommen. “Eine Frage von meinen Lesern kam auch rein und da sie auch etwas mit Ihren Komthuren zu tun hat, stell ich Sie Ihnen einfach jetzt~“ Sie räusperte sich kurz und las dann die Frage vor: “Was würden Sie machen, sollten Ihre Komthure Ihre Haare pink färben, was nie wieder rausgehen würde?“ Da waren ja die Haare wieder. Fragen dieser Art wurde er wohl nicht so schnell los.

Eine letzte Frage hatte sie noch bezüglich seiner Untergebenen. Sie hatte ihre Kontakte, also wusste sie, dass an der Tür Niles ein paar Verschönerungen unternommen worden waren, auch wenn der Besitzer es anscheinend nicht gemerkt hatte. “Wie stehen Sie eigentlich zu den Verzierungen Ihrer Zimmertür?“ Sie sagte das ohne jeglichen anderen Kommentar dazu. So hatte die vielleicht aufkommende Verwirrung einen größeren Effekt, was sie natürlich ausnutzen würde, sollte es so kommen.

Als nächstes kam der Block, der mit der Person Nile an sich zu tun hatte. Auch sehr interessant für die Grünhaarige. “Jetzt haben wir aber genug von Ihren Komthuren geredet, reden wir jetzt einmal speziell über Sie. Sie zerstören ja gerne Sachen, wie mir zu Ohren gekommen ist. Doch wie kam Ihre Liebe zu Zerstörung überhaupt zustande?“ Eine wichtige Frage. Vielleicht würde er sich ja noch ein wenig mehr öffnen, wenn man sich nach seinen Vorlieben erkundigte. Das war jedenfalls die Hoffnung Kis.

Ki hatte noch eine weitere Frage, die mehr in Richtung Vorlieben ging. Auch, wenn sie etwas persönlicher war. “Ich hoffe, ich bin nicht zu persönlich bei der nächsten Frage, aber waren Sie schon einmal in einer Beziehung oder sind Sie gerade in einer? Wenn nicht, haben Sie Interesse an einer?“ Die Antwort würde für die interessant sein, die ein Auge auf den Blonden geworfen hatten. Sie war zwar keine Partnervermittlung, aber das war schon noch drin.

Auch wusste sie um das Temperament des Seneschalls und darauf würde sie in den nächsten Fragen etwas mehr eingehen wollen. “Auf einer Skala von Asche bis Feuer, wie explosiv ist Ihr Temperament?“ , fragte sie und hoffte einfach still, sie würde die Antwort überleben. Die Chance war größer, wenn sie nichts weiter dazu sagte, weshalb sie es auch nicht tat.

Aufgrund dieses feurigen Charakters rastete ihr Gegenüber gerne einmal aus, das hatte Sie auch schon miterlebt. “Haben Sie vielleicht Tipps & Tricks gegen Aggressionen? Für diejenigen, die ihr feuriges Temperament teilen~“ Sie rechnete nicht damit, weshalb sie eigens ein special für diese Ausgabe geschrieben hatte, das genau dieses Thema behandelte.

“Was halten Sie eigentlich von Yoga? Haben Sie es schon einmal praktiziert? Wenn nicht, hätten Sie dazu Lust? Soll ja ganz entspannend sein~“ Vielleicht würde es ihrem Gast ja nicht schlecht tun, das mal auszuprobieren. Er könnte dadurch durchaus lockerer werden. Doch ob er die Geduld dafür hatte war eine andere Frage.
Sie war schon länger mit der Hälfte ihrer Fragen durch und setzte sich nun richtig hin, damit sie kurz etwas trinken konnte – ihre Lippen wurden trocken -, ehe sie wieder ihre Beine über einander schlug – dieses Mal das andere Bein oben – und mit dem Interview fortfuhr.

Die Grünhaarige hatte ja – wie schon erwähnt – ihre Kontakte und so wusste sie auch von dem Outfit Niles, das er trug, wenn er sich in Kämpfe stürzte. Und sie hätte zu Allem eine Frage bereitstellen können, da diese Klamotten ja an sich schon recht komisch aussahen, aber sie hatte sich eine Frage herausgesucht, die für sie am Amüsantesten war. “Ich weiß ja um Ihr ‚Standardoutfit‘ oder wie Sie es nennen und da stellt sich mir die Frage: Soll die Augenbinde eigentlich als Verschleierung Ihrer Person dienen oder tragen Sie sie einfach, weil Sie sich damit cool fühlen?“ Sie musste schmunzeln. Irgendwie wäre es ja schon putzig, würde ihr Gegenüber die Binde nur der Coolness wegen tragen. Nun, sie hatte ja schon festgestellt, dass er sich nicht ganz seinem Alter entsprechend verhielt. Die Mechanikerin tat das aber auch nicht.

Die nächste Frage war wieder eine, die für ihre Leser sehr interessant sein würde. Aber sie war auch persönlich und sie wusste bei bestem Willen nicht, ob sie da heil wieder herauskam, aber das würde es schon wert sein! “Wieder eine persönlichere Frage. In den ganzen Jahren Ihres Lebens ist Ihnen bestimmt schon einiges passiert. Deshalb meine Frage: Was war ihr peinlichstes Erlebnis? Berichten Sie mir davon!“ Gegen Ende wurde sie etwas aufgeregter, vielleicht, weil die Frage für alle Leser wohl am Interessantesten ausfallen dürfte. Auch, wenn es eine Standardfrage war.

Dem nächsten Fragenblock konnte sie keine genaue Bezeichnung geben, aber es dürften wohl die für die Leser am Interessantesten Fragen sein. “Gehen wir mal ein wenig von den persönlicheren Fragen weg und kommen wir zu Fragen, die wohl Situationen beschreiben dürften, die nicht eintreffen. Fangen wir erst einmal harmlos an: Wenn Sie als Tier wiedergeboren werden würden, als was würden Sie wiedergeboren werden wollen und warum?“

Die nächste Frage war dann wohl doch etwas persönlicher, sowie ernster, aber es dürfte sehr interessant sein, zu sehen, ob ihr heutiger Gast denn etwas bereute, was er getan hatte. Ob jemand bereute oder nicht, sagte nämlich viel über seine Person aus. Oder er akzeptierte seine Fehler und lernte daraus. Aber ob Nile das tat? Nun, das würde sie anhand seiner Antwort schon herausfinden können. “Drehen wir mal die Zeit ein wenig zurück. Wenn Sie ein Ereignis aus der Vergangenheit ändern könnten, welches wäre das? Oder würden Sie alles so lassen?“

Als ihr die kommende Frage vor ein paar Tagen in den Kopf gekommen war, hatte sie sich direkt gedacht, dass das wohl die perfekte Frage für den Seneschall war. Sie rechnete stark mit einer enthusiastischen Antwort, aber sie konnte nicht in den Kopf von dem Blonden hineinschauen, also wusste sie auch nicht, ob sich das bewahrheiten würde. “Ihre Fraktion ist ja durchaus dafür bekannt, Terror zu verbreiten, aufgrund ihres Hasses gegen Alles und Jeden, vor Allem den Creator. Deshalb meine Frage: Wenn Sie für eine Woche der Herrscher von Neovine wären, was würden Sie ändern?“ Die Antwort würde wohl interessant werden.

Um mal ein wenig wieder zum Unterhaltungsfaktor zurückzukommen, stellte die Grünhaarige direkt die nächste Frage. “Jetzt kommt wieder eine typische Frage zu einer wahrscheinlich nie eintreffenden Situation. Nämlich: Stellen Sie sich vor, Sie sind für 48 Stunden in einem Raum eingesperrt, aus dem Sie nicht fliehen können. Wen aus ganz Neovine (sprich, die aktuellen Mitglieder) würden Sie wählen, damit er die Zeit mit Ihnen dort absitzt?“

Die vorletzte Frage war eine wirklich – im Vergleich zu den Fragen zuvor – ernste Frage, doch durchaus berechtigt. Sie und wahrscheinlich alle anderen Bewohner Neovines, wussten nur, dass die Outlands außerhalb Neovines lagen, doch was danach kam, konnte sich keiner beantworten. Deshalb war es wohl interessant zu sehen, was die verschiedensten Personen für Theorien hatten. Sie würde die Frage wohl jedem Gast stellen, da jeder eine andere Ansichtsweise hatte. “Die vorletzte Frage. Dieses Mal bewegen wir uns mal auf etwas ernsterem Boden. Was denken Sie liegt außerhalb Neovines und den Outlands?“

Die letzte Frage war definitiv nicht ernst gemeint und war eine Scherzfrage, aber das wusste ja ihr Gast nicht. Sie hatte sie nur mit reingenommen, weil die Frage für gute Reaktionen sorgen konnte. “Noch eine Frage, dann haben Sie es geschafft. Wen, aus der gesamten Kiheda, würden Sie am ehesten mit ins Bordell im Hauptbezirk nehmen?“ Sie musste sich ein aufkommendes Lachen verkneifen.
Nachdem Sie eine Antwort bekommen hatte, kicherte sie kurz, bevor sie ihren Gast aufklärte. “Das war eine Spaßfrage. Sie hätten nicht antworten müssen, aber schön, dass Sie es trotzdem getan haben~, säuselte sie, machte sich die letzten Notizen und stand auf, ehe sie sich kurz verbeugte. “Ich danke Ihnen sehr für das Interview. In wenigen Tagen wird dann die Ausgabe erscheinen. Natürlich lasse ich Ihnen kostenlos eine zukommen. Ich hoffe, Sie freuen sich genauso darauf, wie ich.“, meinte sie mit einem Lächeln.

Als letztes verabschiedete sie sich noch, nahm ihre sieben Sachen und verließ den Raum mit einem Grinsen. Das dürfte eine lustige Ausgabe werden.
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Sexiest Man of Neovine   Mo Jul 24, 2017 9:32 pm

Wie konnte sowas nur passieren? Vor allem - welcher Hirnie kam auf so eine schwachsinnige Idee?! Eine Zeitschrift, über den gutaussehensten Typen Neovine's. Gott. Da muss jemand echt wenig Hobbies haben. Schon fast bemitleidenswert. Aber nun gut. Aber so hatte er gelernt, dass die dämlichen Bewohner dieses Pseudoparadieses erkannt haben, dass ER der Sexiest Man alive of Neovine ist! Er, Nile the Blaze. Einer der wohl größten Hitzköpfe in der Geschichte dieses Planeten. Wer hätte dies schon gedacht? Nun ja, verübeln konnte er es niemanden. Schließlich war er großartig, stark, atemberaubend, ein echter Hecht. . . und so weiter - zumindest für sich selbst. Sei's drum.

Seit einer gefühlten Ewigkeit saß der Ashblonde in dem Studio. Auf einem der grauen Stühle, auf denen er plötzlich aufgewacht war. Ja, denn keineswegs hatte er sich selbst hier her bewegt. In dem Moment, wo er die freudige Bekanntmachung inform eines Briefes bei sich im Rock Fort gelesen hatte, nachdem seine Komthure ihn schon wie so oft zu Weißglut gebracht hatten, war nur noch ein lautes Surren zu vernehmen gewesen, gefolgt von einer plötzlichen Dunkelheit. Aufgewacht war er dann wie gesagt auf diesem Stuhl. Weiß der Teufel, was genau vorgefallen war. Doch könnte er darüber echt kotzen, dass man ihn so leicht ausgenockt hatte. . . Jetzt saß er da, mit einem Fuß auf dem Holztisch vor sich abgelegt, den anderen im rechten Winkel auf dem anderen Bein abgelehnt. Seine Arme waren verschränkt, mit seiner linken Hand tippte er ungeduldig auf seinem Unterarm herum und sah dabei mit ziemlich genervten und brummigen Blick zu der Tür, durch welche die Person schreiten sollte, die für diesen ganzen Mist hier verantwortlich war. Man, was freute er sich tierisch auf sie! Nicht.

Allein die Tatsache, dass besagte Person zu spät kam, regte ihn nur wieder auf. Doch bevor er sich weiter darin hineinsteigern konnte, öffnete sich die Tür und ein fröhlicher, grüner, hyperaktiver Flummi betrat den Raum. So wirkte die junge Dame zumindest auf den Seneschall. ,,Wurde auch mal Zeit", kommentierte er die Entschuldigung mit trockenem und gelangweilten Unterton. Skeptisch musterte er seine Gegenüber. Er hatte schonmal was von dieser Ki gehört - okay, nur das sie eine begabte und aufgedrehte Mechanikerin, Hackerin und Erfinderin der Scamaton war. Deshalb war er irgendwie überrascht, dass sie gerade. . . normal gekleidet war. Um sein Outfit hatte er sein keinerlei Mühe gegeben. Schwarze Springerstiefel, eine sehr lockere schwarze Hose, ein schwarzes Unterhemd - sein Standardoutfit. Aber nun ja - er hätte sich ja auch wohl kaum herausputzen können! SCHLIEßLICH WURDE ER JA HALB GEKIDNAPPT! Ha ha ha. . . ha.

Seine sarkastischen Gedanken wischen etwas, wo ihm schließlich die erste Aufforderung gestellt wurde. Er wollte was über sich erzählen. Das konnte ja was werden. . . doch wollte er es schnell hinter soch bringen. So erhob er mit desinteressierten Klang das Wort: ,,Mein Name ist Nile, werde aber The Blaze genannt. Weil ich geiles Feuer und Explosionen erzeugen kann. Ich mag es zu kämpfen. Meine Ruhe zu haben. Bin professioneller Fressepolierer. Kann mit beiden Händen gleichgut Gesichter einschlagen. Der coolste Seneschall überhaupt. Am liebsten nehme ich Fleisch und Alkohol zu mir. Nicht leiden kann ich nervige und zu netter Personen", mit diesen Worten fixierte er Ki und legte eine kurze Pause ein. ,,Irgendwann werde ich alles was mich nervt hochjagen und der Großmeister. Yo, dass war's soweit."

Innerlich hoffte er, dies war schon gewesen - doch begann nun die Fragerunde. . . würg. Die erste Frage ließ ihn die Augenbraue hochziehen. ,,Kein Plan. Sind halt so. Warum biste' so eine Moosrübe?" Natürlich musste er kontern. Musste seinem Ruf ja treu bleiben.
Die nächste Frage machte es auch nicht wirklich besser. Sie verursachten nur, dass er seine Augen etwas zusammenkniff. ,,Für gar keine. Die Person, die es wagen würde, mit klebrigen Zeug meinen Haaren zu nahe zu kommen, hätte hinterher keine Hände mehr." Zugegeben, ihn würde es alles andere als gefallen, würde man sein ashblondes Haar irgendwie verunstalten. Er mochte seine Frisur, so wie sie war. ,,Sie sollen weiterhin so explosiv aussehen!"

Die dritte Frage ließ Nile kurz stutzen und regte ihm zum Nachdenken an. Das Verhältnis zu seinen Komthuren. Gute Frage. ,,Treiben mich täglich in den Wahnsinn, kann sie aber irgendwie erdulden. Timber liebt wie ich Explosionen, Chrome hält gelegentlich die Fresse und nervt mich nicht. Macht sie erträglich." Niemals würde er zugeben, dass er die beiden doch irgendwie mochte. Die beiden würden ihn doch auslachen und nicht mehr ernst nehmen können. . .

Weiterhin skeptisch beobachtete er die Grünhaarige vor sich, welche die ganze Zeit so grinste, wie ein Honigkuchenpferd. ,,Tz. Man kann unsere Zerstörung wohl kaum vergleichen. Schließlich erzeugt er diese durch Bomben und ich diese durch meinen eigenen Körper", brummte er herum, auch wenn er sich im Klaren war, dass Timber seine Bomben selbst baute und ein ziemliches Genie war.

Bei der nächsten Frage musste er jedoch grinsen. ,,Was ich machen würde? Ich würde mir meinen Körper als Grill für Fleisch benutzen und mein eigenes Bier kühlen! Und ich würde mich zu ganz vielen in den Pool setzten und das Wasser zum Kochen bringen, damit alle panisch rausrennen." Mit noch größeren Grinsen und einem leicht irren Lachen verschränkte er seine Arme am Hinterkopf und lehnte sich zurück. ,,Thehehehe. Ouh ja, dass würde mir gefallen~"

Die Leserfrage ließ ihn aber wieder stutzen. Dezent verstört betrachtete er Ki und brauchte einen Moment, um die Frage zu verdauen. ,,Pink? Meine Fresse, seid Ihr alle Haarfetischisten, oder was soll dieser Mist?!" Mit einer Faust schlug er auf den Tisch, woraufhin das Wasser in den Gläsern drohte überzuschwappen. ,,Nur über meine Leiche, lasse ich diese Vollidioten meine Haare pink färben! Ich lasse die sonst pink sehen!"

Nun völlig Schachmatt gesetzt verzog der Cyborg sein Gesicht und sah Ki einfach nur vollkommen irritiert an. Einen Moment schwieg er, da er einfach nicht verstand, was sie damit meinte. ,,Hä? Alter, wovon sprichst Du?" Angestrengt dachte er nach. ,,Ich habe nur eine stink normale Holztür, an der sind keine Verzierungen! Haste' keine Augen im Kopf?!" Einfach nichts mit den Verzierungen anfangen könnend, ging ihm das erstmal nicht aus dem Kopf. Was labert die für'n Müll?!

,,Pass auf, fliegt Dir gleich noch was um die Ohren", brummelte er, seine Arme wieder vor dem Brustkorb verschränkend. So gab er mal die erste halbwegs vernünftige Antwort des Tages von sich: ,,Hab eben mal eine riesige Explosion gesehen. Fand die derbe cool und seitdem liebe ich Explosionen, Feuer und Zerstörungen. Basta. Ende der Geschichte."

Jetzt stieg seine Wut wieder an, da die nächste Frage alles andere als angenehm für ihn war. Mehr als sichtlich gereizt stampfte er auf und knirschte mit den Zähnen. ,,Das geht Dich einen feuchten Dreck an! Nächste Frage, man!" Als würde er offen zugeben, ob, wen oder was er mochte, geschweige denn Vorlieben. Oder ob er ein Beziehungstyp war oder nicht. Würde er das machen, könnte er sich direkt vom Terror Peak werfen. Mit dieser Blamage könnte der Hitzkopf nun wirklich nicht.

,,Massenvernichtung", war seine Antwort auf sein Temperament. Mehr Worte waren wohl nicht nötig. Und wenn doch, wurde dies nun durch seine Reaktion auf die nächste Frage verdeutlicht. ,,Woher soll ich bitte Tipps & Tricks haben?! Ich habe keine Aggressionen!", wie vorhin schlug er volle Kanne mit der Faust auf den Tisch. ,,MEIN TEMPERAMENT IST EINZIGARTIG!"

Schließlich stieg er förmlich durch die Decke, wo Ki ihm Yoga vorschlug. Kurz sah er sie verstört an, während sie enspannt trank und sich anders hinsetzte, dann ging es los. ,,DU KLEINE, NA WARTE!", brüllte er schließlich, stand auf und warf den Tisch zur Seite um. Doch bevor er irgendwie auf die liebreizende Reporterin losgehen konnte, wurde er von automatischen Ketten auf den Stuhl zurückgezogen und festgeschnallt. ,,. . ." Mit deutlich errötetem Kopf und einem Wutkreuz auf dem Kopf, fing er erstmal an, lauthals an zu fluchen, während zwei Statisten auftauchten, den Tisch wieder aufstellten und neue Getränkte anrichteten. Anschließend verschwanden sie wieder.

Eine Weile grummelte er noch vor sich hin und kühlte allmählich wieder ab. So war er bald wieder dazu imstande, der jungen Dame zu antworten. ,,Sie ist cool und gleicht einer Explosion. Punkt. Und meine Pupillen kommen so besser zur Geltung, wenn sie vor Wut feuerrot geworden sind." Auch dies war auch gerade der Fall gewesen. Erst orange, dann rot. Jedoch klang dieser wieder ab, wo er sich beruhigte.

,,Mein peinlichstes Erlebnis? DIESES VERKACKTE INTERVIEW HIER!", sprach er erst ruhig, brüllte aber dann wieder gen Ende. Nochmal kam eine Frage, die bei ihm an Gefallen fand. ,,Tzz, dass ist einfach. Natürlich ein Löwe!" Selbstsicher grinste er. ,,Der König der Tierwelt. Anmutig, stark und gefährlich. Genauso wie ich! Ha!" Die Tatsache ignorierend, dass der Löwe auch für Gelassenheit und Loyalität stand - was je im Auge des Betrachters als passend oder unpassend gewertet werden muss.

Tatsächlich schien er mal ins nachdenken zu geraten. Würde er seine Arme verschränken können, würde er es jetzt tun. Stattdessen starrte er auf das Glas Wasser vor sich. Mit den Gedanken schweifte er ab und murmelte nachdenklich vor sich hin: ,,Es gibt weniger ein Ereignis das ich änder würde, sondern eine Eigenschaft an mir. Dass ich niemanden in mein Herz la-", plötzlich stockte er, als ihm bewusst wurde, was er da quasselte. Schlagartig vollkommen erzürnt und peinlich berührt, schoss sein Blick zu Ki. ,,STREICH DAS WIEDER! SOFORT!"

Grummelnd wand er sich in den Ketten, wütend auf sich, Ki und jedem einzelnen Lebewesen in Neovine, wünschte er sich, hier endlich rauszukönnen, bevor er sich wieder irgendwie verplapperte. Aber diese Ketten waren echt ein Profiwerkzeug. . . und es galt Waffenstillstand. . . die Hölle. Also musste er es schnell hinter sich bringen. ,,Was ich machen würde? Als erstes würde ich diese Zeitschrift hier verbieten, die verdammte Raitas wegäschern, die Scamaton Verstand einprügeln, dass sie nur gutmütige Trottel sind, Neovine umgestalten, paar Skelette als Deko, das hässliche bunt weg, mir eine riesige Festung inmitten der Stadt bauen, die den Terror Peak um längen schlägt ...", so ging es einige Minuten weiter.

Nach dieser Matragleichenden Antwort, ging er auch direkt auf die nächste Frage ein: ,,Zayan." Auch dieses Mal wieder kurz und knapp. Jaha. Bei dem 'vorletzte Frage' hätte er am liebsten die Hände in die Luft geworfen und Samba auf dem Tisch getanzt. Aber die Ketten waren ja im Weg. Die Augen etwas zukneifend sagte er schließlich: ,,Es ist geographisch unmöglich, dass sich neben den Outlands und Neovine was auf diesem Planeten befindet. höchstens noch kleinere Inseln oder etwas unter den Erdplatten und in den Gewässern. Wir sind bereits eine geschlossene Erdkugel. Diese Frage ist dämlich."

Bei der - zum Glück - aller letzten Frage, brauchte er keine Sekunde nachzudenken. Es kam wie aus der Pistole geschossen. ,,Hastings. Der sieht doch schon so aus, wie eine Puffmutter" Dabei schwang keinerlei Emotionen in seiner Stimme mit. Doch hatte er selten etwas so ernst gemeint.
Als er darüber aufgeklärt wurde, dass es sich nur um eine Spaßfrage gehandelt hatte, gab er ein verächtliches Schnauben von sich. ,,Schnauze."

,,Wehe, Du lässt mich nicht gut dastehen! Sonst kannst DU dich darauf gefasst machen, mich am nächsten Morgen in Deinem Zimmer stehen zu haben!"
, kam das Geknurre. Er wollte noch was sagen, doch da war der hyperaktive Flummi schon verschwunden. ,,HEY, ICH WAR NOCH NICHT FERTIG!"

,,JETZT LASST MICH HIER RAUS, IHR TROTTEL!" Der Tisch wurde abgeräumt, die Vorhänge geschlossen, ehe er alleine gelassen wurde und nur noch hörte, wie von Außen die Tür verriegelt wurde. ,,HEY! WOLLT IHR MICH VERARSCHEN! DAS IST NICHT LUSTIG! LASST MICH AUF DER STELLE HIER RAUS!

KI! WENN ICH DICH ERWISCHE! CHROME! TIMBER! HOLT-MICH-HIER-RAAAAUUUS!"

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Ki

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BeitragThema: Re: Sexiest Man of Neovine   Do Aug 24, 2017 1:51 am

Ein neuer Monat, ein neuer Gast. Die Mechanikerin stand vor der Tür zum Raum, in dem sie heute wieder Interviewen würde, das Klemmbrett mit den Fragen und dem Stift an sich gedrückt. Heute war es ein nicht so explosiver Gast wie beim letzten Mal, eher ein relativ angenehmer, wenn man das beachtete, was sie gehört hatte. Also würde sie wohl nicht angegriffen werden, so wie beim letzten Mal. Aber wenn doch, dann wurde sich darum schon gekümmert. Schließlich galt Waffenstillstand. Dennoch war er aus derselben Fraktion und sogar in derselben Einheit, nur eine Stufe darunter. Ki strich sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr. Sie hatte ihre Haare zu einem Dutt hochgebunden und trug dieses Mal auch wieder dasselbe wie beim letzten Interview. Ein schwarzes T-Shirt, eine khakifarbene Hose mit funktionsfähigem Gürtel und ihre Militärstiefel. Sie würde sich noch etwas Passenderes besorgen müssen. Aber es ging schließlich nicht darum, ob sie gut aussah oder nicht, es ging um das Interview. Und deshalb ging sie jetzt auch endlich durch die Tür und betrat den Raum, in dem Timber, der 2. Komthur der Rocklands schon sitzen sollte. “Willkommen! Ich freue mich sehr, Sie heute hier begrüßen zu dürfen!“, sprach Sie freudig, während sie sich auf denselben grauen Stuhl, wie auch schon das Mal zuvor, setzte. Der Raum hatte sich auch nicht verändert. Es war ein kleiner Raum mit ausgeblichenen beigen Wänden und einer großen Halbkugel als Deckenbeleuchtung, doch die wurde nicht gebraucht, weil schon genug Licht durch das große Fenster an der rechten Wand fiel. Und in der Mitte des Raumes sollte dann die Action abgehen. Ein kleiner Holztisch mit Wasserflaschen und Gläsern darauf für den Durst der Interviewerin und des Interviewten stand bereit und sich gegenüber stehend fand man zwei recht bequeme Stühle mit grauen Polstern. Sie überschlug wieder ihre Beine und legte das Klemmbrett drauf, den Stift schon im Anschlag. Wieder keine Kameras oder Tonaufnahmen. Alles, was sie für dieses Interview brauchte, war ihr Stift und Papier.

“Starten wir doch direkt mal, indem Sie kurz etwas über sich erzählen.“, schlug sie vor. Obwohl es weniger ein Vorschlag war, sondern eine Aufgabe. Danach warteten wieder 20 Fragen auf den Blonden. Dieses Mal vorsätzlich Leserfragen (nicht weniger, weil sie kaum Ideen hatte, I am truly sorry), aber diese waren ebenfalls sehr interessant. Es konnte also ein gutes Interview werden!

Sie wartete, bis Timber geendet hatte, ehe sie die erste Frage stellte. “Wir wollen direkt mal bei Ihrer Person bleiben. Denn würde es mich interessieren, Woher Ihre Liebe zu Bomben überhaupt kommt.“ Der Kiheda war ja für seine Bomben berühmt geworden und Ki musste sich sehr zurückhalten, nicht statt dem Interview eine Diskussion über Metallteile zu führen. Es war schwer, seine Passion gegenüber einem anderen Mechaniker zurückzuhalten. Sie schrieb also die Antwort und alles, was ihr sonst wichtig erschien, auf und ging dann direkt zur nächsten Frage über.

“Gehen wir mal etwas tiefer in die Materie und ziehen Ihren Kollegen dazu. Wie ist Ihr Verhältnis zu dem 1. Komthur Chrome?“, fragte sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Ihr war zu Ohren gekommen, dass die beiden wohl ein tieferes Verhältnis hatten, als es sonst so üblich war. Und das wollte sie natürlich direkt nachprüfen. Sie war nicht umsonst eine rasende Reporterin.

Sie fand, sie kamen sehr gut voran und es machte ihr auch deutlich mehr Spaß, konnte sie sich doch etwas besser entspannen. Dieses Mal saß sie wenigstens auf keiner Mine. Auch bekannt als ein Seneschall mit Aggressionsproblemen. Deshalb machte sie mit der nächsten Frage direkt weiter, die auch diesen betreffen sollte. “Jetzt, wo wir schon Chrome hatten, gehen wir direkt weiter zu Ihrem Boss. Warum haben Sie sich dazu entschieden, der Komthur von Nile the Blaze zu werden und es auch zu bleiben? Schließlich scheint er ja seine Problemchen zu haben.“, sprach sie und gestikulierte etwas mit ihrem Stift in der Luft herum.

Das waren auch alle Fragen zu Timbers Person an sich, die die Grünhaarige vorbereitet hatte, die Anderen waren alle Leserfragen. “Das Thema ‚Seneschall‘ würde ich gerne noch etwas beibehalten. Wenn Sie die Chance hätten, Seneschall zu werden, aber in einem anderen Gebiet, würden Sie die Chance ergreifen?“ Die Frage war wichtig, um herauszufinden, wie viel ihm an seinen Kollegen lag. An Chrome und Nile. Deshalb konnte sie sich das Grinsen nicht verkneifen.

“Wie schon angekündigt, bleiben wir auch für diese Frage noch bei dem Thema ‚Seneschall‘.“, fing sie an und lächelte. Sie fand die Frage, die jetzt kommen würde, durchaus amüsant. Schließlich war es ein Hobby des Kihedas seinen Boss zu ärgern, wie sie herausgefunden hatte. Da dürfte die Frage ihrem Gegenüber eine gute Vorlage sein. “Wenn Sie Ihren Seneschall für 5 Stunden wie eine Marionette steuern könnten, was würden Sie tun?“ Sie musste sich ein Kichern verkneifen, bei dem Gedanken daran, wie eben dieser wohl seine Beherrschung verlieren würde, wenn er diese Frage in der Ausgabe zu sehen bekam.

Die nächste Frage hatte sie passend zu der vorigen ausgewählt. “Jetzt nehmen wir mal an, Ihr Seneschall ist danach wütend und ist schon im Begriff, Sie durch das halbe Land zu jagen…“, jetzt musste sie doch einmal kurz kichern. “Da wäre es doch praktisch, keine Konsequenzen davon zu tragen, nicht wahr? Nun, abgesehen davon, was würden Sie sonst machen, würden sie für einen Tag lang alles tun können, ohne eine Konsequenz daraus zu ziehen?“ Sie hielt ihren Stift schon an ihr Papier und grinste vor sich hin.

“Gehen wir nun einmal komplett von dem Thema weg und holen wir die Bomben wieder zu uns zurück.“ Sie setzte sich normal hin und nahm einen Schluck Wasser, ehe sie fortfuhr. “Es gibt ja viele verschiedene Arten von Bomben. Rauchbomben, Atombomben, Bomben mit einem Zeitlimit und so weiter. Welche Bombenart würden Sie denn heiraten, wenn Sie könnten und warum?“, fragte sie, während sie ihre Beine wieder überschlug. Das war eigentlich eine Frage, zu ihrem eigenen Erfreuen. Man brauchte ja auch ein paar Spaßfragen, um das Interview aufzulockern, und so lächelte sie etwas vor sich hin, auf die Antwort wartend.

Die nächste Frage passte in kein Register mehr hinein, aber das sollte der Mechanikerin egal sein. Denn das war die letzte Frage, die sie sich selbst ausgedacht hatte. Der Rest waren alles Leserfragen. Und dafür, dass es ihre eigene letzte Frage war, war es doch sehr unspektakulär. “Die nächste Frage ist die letzte von meiner Seite aus. Die restlichen Fragen stammen alle aus der Leserschaft! Gut, nun zu meiner ‚letzten‘ Frage: Würden Sie Ihr Geschlecht ändern, wenn man Ihnen die Möglichkeit dazu gäbe?“
Nachdem Sie die Antwort darauf aufgeschrieben hatte, musste sie umblättern, da die Leserfragen auf einem anderen Blatt standen.

Als sie sich wieder organisiert hatte, stellte sie sogleich die nächste Frage. “Nun zur ersten Leserfrage, die wieder mit Ihrer Bombenliebe zu tun hat. Haben Sie noch andere Vorlieben außer Bomben bauen und kochen?“ Durch diese Frage hatte auch die Frau erfahren, dass ihr Gegenüber gern zu kochen schien. Nur fragte sie sich, wen sie denn mit seinen Kochkünsten beglückte. Chrome konnte schließlich nichts zu sich nehmen und ob Nile das Essen seines Komthurs annehmen würde? Wäre ja irgendwie putzig, würde er das tun.

Nach der nächsten Frage hätten sie die Hälfte hinter sich gebracht. Flutschte doch ziemlich gut durch. “So, gleich haben wir die Hälfte geschafft~“, versicherte sie auch noch einmal ihrem Interviewgast und fuhr dann fort. “Für die nächsten paar Fragen bleiben wir auch mal bei ihrem Beruf und dem Bombenbauen. Könnten Sie sich auch einen anderen Beruf anstelle von Ihrem jetzigen vorstellen? Wenn ja, welcher?“, fragte sie dann auch schon und war selbst auch daran interessiert. Schließlich könnte sie sich selbst keinen anderen Beruf als ihren jetzigen vorstellen. Dafür liebte sie ihre Arbeit zu sehr.

Nachdem sie die Antwort aufgeschrieben hatte, zögerte sie nicht länger und fuhr direkt fort. “Die nächste Frage ist der letzten sehr ähnlich. Könnten sie sich vorstellen, die Fraktion zu wechseln? Wenn ja, in welche?“ Sie wusste definitiv nicht, was Timber antworten würde, deshalb lauschte sie gespannt und wartete auf die Antwort.

Die nächste Frage wäre wohl für sie – also, wenn sie in Timbers Haut stecken würde – eine worst case Szenario Frage. “Jetzt würde es mich noch interessieren, was Sie tun würden, könnten Sie keine Bomben mehr bauen?“ Das dürfte für ihn eine schwierige Frage werden, schließlich war es doch für ihn etwas Wichtiges, soweit sie gehört hatte. Sie setzte ihren Stift an ihr Papier und wartete gespannt auf die Antwort.

Haare waren ja mittlerweile eine berühmte Kategorie in ihren Interviews. So hatte sie auch dieses Mal wieder zwei Fragen, bezüglich der Frisur des Blonden. “Komischerweise sind Frisurenfragen sehr beliebt. Heute habe ich zwei davon, die ich Ihnen gerne stellen würde. Die erste wäre: Wie fänden Sie einen Irokesenschnitt?“ Sie würde die zweite Frage einfach direkt hinterhersetzen, deshalb ließ sie sich nur eine kurze Atempause und eine Pause, in der sie wieder anfing, zu grinsen. “Wenn das nichts für Sie wäre, wie fänden Sie dann die 2. Möglichkeit? Ein Sidecut auch noch auf der anderen Seite?“ Jetzt wartete sie auf die Antworten und kicherte in sich hinein, als sie an ihr letztes Interview zurückdachte. Wie Nile ausgerastet war. Kein netter Geselle, aber durchaus amüsant, wenn man es nicht zu nah an sich ranließ.

“Als nächstes machen wir weiter mit ein paar Fragen über Ihre Person. Sie sind ja eigentlich relativ fröhlich, obwohl Sie der Kiheda angehören. Wie kommt das? Was verschafft Ihnen immer diese gute Laune?“ Die Grünhaarige war sehr verwundert, dass das bei dem Blonden der Fall war. Sie selbst war auch so und wenn sie genau darüber nachdachte, waren Timber und sie gar nicht so verschieden. Ob alle Mechaniker so verrückt waren?

Die nächste Frage bewegte sich auch in dem Bereich, was der Größere gut fand und was nicht. “Jetzt wissen wir ja, was Ihnen Freude bereitet, aber was können Sie überhaupt nicht leiden?“ Die Mechanikerin sah ihn fragend an, da es auch sie interessierte. Schließlich hatte sie ja herausgefunden, dass beide gar nicht so verschieden waren und sie hatte ja nichts, was sie explizit hasste. Deshalb war sie umso mehr gespannt und nahm deshalb auch noch einmal einen Schluck Wasser.

Auch die nächste Frage sollte sich nicht groß von den Vorigen unterscheiden. Es waren nun mal Fragen zu den Vorlieben des Kiheda. “Und gibt es etwas, ohne das sie nicht leben könnten?“, fragte sie daher einfach und setzte sich normal hin. Ihrem Bein wurde langsam das Blut abgedrückt. Sie lächelte sanft und hoffte, sie war nicht so aufdringlich, dass man ihr an die Kehle sprang, aber davor war sie in diesem Raum eh geschützt. Und sie glaubte auch nicht, dass das passieren würde.

Die nächste Frage sollte die letzte in dieser Kategorie sein und deshalb verschwendete sie nach dem Aufschreiben der letzten Antwort nicht viel Zeit und sprach direkt weiter. “Eine letzte Frage zu Ihrer Person, von der ich hoffe, dass es Ihnen nicht zu persönlich ist. Gibt es etwas, wovor sie Angst haben, es aber sonst nie zugeben würde, weil es zu peinlich ist? Wenn ja, wäre ja jetzt der perfekte Zeitpunkt über Ihren Schatten zu springen und es mir zu verraten!“ Sie grinste und hoffte der Andere würde auch wirklich antworten. Sonst wäre das ja wirklich furchtbar schade.

Die letzten zwei Fragen waren wieder solche Fragen über Szenarien, die so nie eintreffen würden. So wie auch schon zuvor bei Nile. Sie mochte diese Fragen, doch waren diese dieses Mal nicht von ihr – ihre hatte sie ja schon zuvor gestellt – sondern von ihren Lesern. “Nur noch zwei Fragen, dann haben Sie es geschafft! Die beiden letzten Fragen haben nun nichts mehr mit Ihrer Person an sich zu tun. Aber Sie werden es ja gleich sehen, fahren wir einfach fort! Die vorletzte Frage: Welches Objekt würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?“ Eine ziemliche mainstream Frage, aber es war gewünscht worden und deshalb fragte es sie auch. Sie wollte ja ihre Leser nicht enttäuschen!

Sie schrieb die Antwort auf und war ja innerlich schon etwas traurig, dass das Interview mit dieser Frage gleich vorbei sein sollte, aber so war das nun einmal. Man sollte schließlich aufhören, wenn es am Schönsten war. “Die letzte Frage behandelt weiter das Thema ‚allein irgendwo festsitzen‘. Und zwar möchte ich nun von Ihnen wissen, was Sie tun würden, wenn Sie alleine auf einem kleinen Boot auf einem Fluss festsitzen würden.“ Die Antwort schrieb sie sich dann auch schon auf und seufzte einmal. Traurigkeit und Glückseligkeit gemischt.

Sie packte also ihre sieben Sachen zusammen und stand auf, ehe sie sich kurz einmal verbeugte. “Ich danke Ihnen sehr für dieses Interview! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, Ihnen ging wenigstens auch ein Wenig so.“ Sie lächelte und schüttelte noch einmal die Hand ihres Gastes. “Und natürlich werde ich Ihnen kostenlos eine Ausgabe zukommen lassen. Das ist ja wohl das Mindeste. Und so lange wird es wohl auch nicht mehr dauern. Ich hoffe, Sie freuen sich schon darauf!“ Nach diesen Worten verabschiedete sie sich noch und verließ dann den Raum. In ihrem Kopf geisterten schon die ersten Ideen für die Ausgabe und ein vorfreudiges Grinsen zierte ihr Gesicht.
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Timber

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BeitragThema: Re: Sexiest Man of Neovine   Do Aug 24, 2017 11:04 pm

Nun saß er hier, in diesen, nach seinem Geschmak, etwas ungemütlichen Raum. Ein Tapetenwechsel wäre gar nicht mal so schlecht. Oder zumindest frisch Farbe. Und mehr Dekoration. Hier kam man sich ja vor, wie in einem Verhör. Gut, das Fenster machte alles heller, was schon mal ein Anfang war und die Stühle waren das einzig gemütliche hier. Der Mechaniker der Kiheda lehnte sich zurück, streckte die Beine unter dem Tisch aus und wartete, bis die Interviewerin hier aufkreuzen würde. Dass er überhaupt hier hockte, war für den Dunkelblonden doch sehr überraschend gekommen. Nie im Leben hätte er damit gerechnet, dass er einmal auf diesem Stuhl sitzen würde, auf dem vor gut einem Monat noch Nile gesessen hatte, als dieser von diesem eigenartigen Magazin eingeladen und interviewt worden war.
Gut, er musste zugeben, er hatte die Ausgabe mit Niles Interview natürlich auch gelesen. Dass er aber nun hier war, behagte ihm noch nicht so ganz. Wer weiß, was auf ihn zukommen würde. Das musste er nun noch abwarten. Er kramte ein wenig in seinen Hosentaschen herum, um sich sich ein wenig zu beschäftigen und die Wartezeit zu verkürzen, ehe er ihm aber wieder einfiel, dass ihm am Eingang alles abgenommen worden war.

Natürlich, war ja auch so gesehen ein neutrales Gebiet. Waffenstillstand. Gut, Timber hatte kein Problem damit, sich neutral zu geben, wenn es sein musste. Er hoffte nur, dass es nun bald begann, er mochte Warten so gar nicht und vor allem nicht, wenn er nichts zu tun hatte. Für das Interview selbst hatte er sich nun nicht in irgendeiner Weise raus geputzt. Er trug eine grün-braune Hose im Militärstyle, welche mit mehreren Taschen besetzt war, dazu ein weißes Shirt, worüber er nochmals seine schwarze Lederjacke trug. An den Füßen trug er braune Halbstiefel, zusätzlich noch Handschuhe und natürlich seine Schutzbrille auf dem Kopf, die nicht fehlen durfte.
Gerade als er sich wieder fragte, wann es denn losging, kam die Interviewerin rein und begrüßte ihn herzlichst. „Aloha“, grüßte er sie zurück und beobachtete, wie die Grünhaarige auf dem gegenüber stehenden Stuhl Platz nahm, Papiere und Stift zückte und schon loslegte.

Sie gehörte wohl zu der stürmischen Sorte. Zumindest würde Timber das so nach dem ersten Eindruck beurteilen. Aber vielleicht würde sich ja währendes Interviews noch etwas anderes ergeben. Also sollte er erst mal etwas über sich erzählen? Gut, nichts weltbewegendes. „Ich bin Timber, dreiundzwanzig Jahre alt und zweiter Komthur des Seneschalls der Rocklands. Zudem bin ich Mechaniker, Bomben- als auch Waffenexperte“, erzählte er und fragte sich, ob das so ausreichend war. Er wusste ja nicht, wie viel Angaben die Grünhaarige erwartete. Aber es kamen ja noch andere Fragen, da dürfte es also reichen. Und wenn nicht, dann sollte sie es eben sagen. Doch schon ging es weiter mit der aller ersten Frage des Interviews, welche beinhaltete, woher denn seine Leidenschaft für Bomben kam.

„Nun, ich war schon früh den Kämpfen zwischen den einzelnen Fraktionen ausgesetzt und fand es schon immer interessant, wie Bomben eigentlich funktionieren und wie deren Zusammensetzung ist. Zudem wollte ich auch selbst ausprobieren und sehen, welche Mengen und welche Zusammensetzungen den größten Schaden anrichten. Außerdem knallt und bebt es richtig schön, das gefällt mir“, erklärte der Mechaniker grinsend. „Also hab ich selbst damit angefangen, Bomben zu entwickeln und sie immer wieder zu verbessern oder neue zu bauen. Wobei ich auch immer mal wieder so kleinere Spaßbomben baue, zum Beispiel mit Farbe, um den Seneschall ein wenig zu ärgern“, fügte er anschließend hinzu. Über seine Leidenschaft könnte er wirklich lange reden. Doch da kam schon die nächste Frage, welche den Dunkelblonden zunächst irritierte.

„Chrome? Uhm.. naja, wir sind Kollegen und auch sehr gute Freunde.“, erklärte er ein wenig nervös und mit leicht geröteten Wangen. Ihn hatte bisher nie jemand so direkt gefragt. „Wir passen sehr gut zusammen, also ich meine, naja, dass wir uns als Team einander gut ergänzen und so relativ oft erfolgreich sind“, erklärte er weiter. Wenn er nicht darauf achtete, würde er noch irgendwas ausplaudern, was er nun nicht unbedingt der ganzen Welt teil haben lassen wollte. Manche Dinge waren dann doch zu privat. Dabei fragte sich der Mechaniker, wie die Grünhaarige auf diese Frage gekommen war. Aber vielleicht war es auch nur eine Standartfrage, ohne jegliche Hintergrundinformationen. Woher sollte sie auch solche Dinge wissen?

Schon kam die nächste Frage, welche auch Nile miteinbezog, wobei es mehr darum ging, warum er überhaupt dessen Komthur war. „Nun, ich bin eigentlich noch gar nicht soo lange dabei. Er hat einen neuen, zweiten Komthur gebraucht. Der vor mir war wohl nicht so besonders, naja, geeignet. Was aus dem geworden ist, wäre an dieser Stelle nicht erwähnenswert. Auf jeden Fall war ich gerne bereit, sein Komthur zu werden. Sein Charakter macht mir eher Spaß als Sorgen, denn er lässt sich wirklich gut ärgern und da kann ich einfach nicht Nein sagen“. Ein Grinsen zeichnete sich wieder auf Timbers Lippen, als er an die erste Begegnung zurück dachte. Ja, das war wirklich ein Erlebnis für sich gewesen.

Die nächste Frage ließ den Mechaniker sogleich den Kopf schütteln. „Nein würde ich nicht“, antworte er kurz. „Zum einen sehe ich mich nicht als Seneschall. Ist mir dann doch zu viel Arbeit und Verantwortung. Da sitze ich lieber den ganzen Tag in meiner Werkstatt und baue meine Bomben. Zum anderen bin ich gerne in den Rocklands und bei meinen Kollegen. Die sind mir wichtig und es gäbe nichts auf der Welt, die mich dazu bewegen würde, sie zu verlassen. Eher würde ich sie sogar mitnehmen“ Ohne Chrome und auch Nile zu leben, konnte sich Timber schon gar nicht mehr vorstellen. Auch wenn Nile ein Hitzkopf war.

Die Fragen gingen weiter, wunderte sich der Dunkelbonde jedoch, dass die Fragen immer noch auf den Seneschall bezogen waren. Hatten die Leser wohl nicht genug von diesem Hitzkopf bekommen. Doch bei der eigentlichen Frage, musste Timber dann doch wieder grinsen. „Hmmm, eine sehr gute Frage.“, meinte er zunächst nachdenklich. „Ich denke, Chrome und ich würden uns da vorher etwas witziges überlegen, oder ich nutze ihn wieder als mein Praktikant aus, das war wirklich witzig. Oder wir lassen ihn die anderen Seneschälle besuchen und Geschenke und Briefe mit Lobpreisungen vorbeibringen. Am besten noch ein Treffen organisieren, damit die anderen Seneschälle Niles beste Seite kennenlernen.“, erzählte er munter, ein breites Grinsen im Geischt.

Er lauschte der nächsten Frage und schmunzelte. „Ach, er wird mich zwar jagen wollen, wie so oft, aber er wird mich nicht umbringen. Ich weiß ja, dass er nicht auf mich als sein Komthur verzichten kann~“, grinste er und überlegte nochtmals, was er noch machen würde. „Oh! Wir ziehen ihm etwas peinliches an, machen ihm die Haare, am besten glatt und lassen ihn Blumen in Neovine verteilen. Natürlich wird das alles gefilmt~“ Er lachte bei dieser Vorstellung und wusste, Nile würde ihn bei diesen Antworten, umbringen wollen. Aber das war ja nichts neues. Zumal keine Garantie bestand, dass Nile das Interview hier lesen würde. Wobei. Timber hatte ja auch das von Nile gelesen. Aber gut, es würde den Seneschall auf Trab halten.

Die nächste Frage irritierte den Mechaniker doch wieder. Er blinzelte verwirrt und dachte nach. „Öhm... ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung. Ich käme nicht mal auf die Idee, irgendeine Bombe zu heiraten.“, meinte er und legte den Kopf schief. Da fragte er sich nun wieder, wie man auf eine solche Frage kommen konnte. Manche Menschen machten sich wohl zu viele Gedanken oder hatten einfach zu viel Zeit. Oder Langeweile. Was auch immer. Aber bei diesen Dingen konnte man ja nur auf absurde Fragen kommen. Wobei, wenn er so den nächsten Worten der Grünhaarigen lauschte, war sie wohl diejenige gewesen, die auf diese Frage gekommen war.

„Nein, würde ich nicht“,
antwortete er auf die nächste Frage und schüttelte zur Verdeutlichung nochmals den Kopf. „Ich denke nicht, dass ich freiwillig gewisse Probleme einer Frau auf mich nehmen würde“, ergänzte er dazu. Das musste nun wirklich nicht sein. Er wüsste auch spontan niemanden, der sowas machen würde. Er sah zu, wie die Grünhaarige die Antwort aufschrieb und fragte sich, was wohl hinterher dabei raus kommen würde.

Nachdem die Interviewerin ihre Notizen sortiert hatte, kam auch schon wieder die nächste Frage. „Nun, wie ich zu beginn sagte, bin ich auch Waffenexperte. Ich baue und werkle daher auch gerne an Waffen und erweitere und verbessere sie“, erklärte er. „Das ist auch eine meiner Vorlieben. Falls das überhaupt damit gemeint ist. Ansonsten spiele ich auch gern Streiche, was auch nicht ungewöhnlich ist, wenn man bedenkt, dass ich Nile immer ärgere, zusammen mit Chrome“. Erneut grinste er. Im Nachhinein war das Interwiew gar nicht mal so schlimm, sondern sogar eher witzig. „Ich baue auch sehr gerne an Autos. Man könnte eigentlich sagen, meine Vorliebe ist es, in der Werkstatt zu sitzen. Den lieben langen Tag. Oh! Und ich sammle unheimlich gerne Schrott! Der lässt sich einfach super wieder verwerten, weshalb ich auch oft am Schrottplatz bin.“

Timber war überrascht zu hören, dass sie nun bei der Hälfte angekommen waren. „Wirklich? Das ging aber flott“, grinste er und war irgendwie schon auf die nächsten Fragen gespannt. Also wartete er ab und überlegte bei der neuen Frage. „Hmm, kann ich mir nicht so wirklich vorstellen“, meinte er wieder nachdenklich und neigte leicht den Kopf zur Seite. „Ich bin zu sehr aufs bauen fixiert, denke ich. Müsste ich mir aber was aussuchen, wäre es vielleicht Koch? Wobei ich mir das dann auch wieder nicht vorstellen kann. Das mache ich dann doch lieber hobbymäßig..“ Er zuckte schließlich mit den Schultern. Musste die Grünhaarige sehen, was sie mit dieser Antwort anfing.

Auch bei der weiteren Frage, neigte er kurz den Kopf zur Seite. „Nein, könnte ich auch nicht. Die Raitas kommt so oder so nicht in Frage und die Scamaton...“ Er überlegte kurz, wissend, dass die Grünhaarige von der Scamaton war. „Naja, ich sag es mal so, ich hab keine besonders gute Erfahrung mit diesen gemacht. Außerdem bin ich meiner Fraktion und den Leuten darin loyal. Also käme das nicht mal in Frage“ Es war eine doch relativ ernste Frage, für ein solches Interview, aber wenn man das wissen wollte, dann sollten sie auch die Antwort erfahren.

„Keine Bomben mehr bauen?“
, fragte er selbst nochmals, als er die nächste Frage hörte. Er verschränkte die Arme vor der Brust und dachte nach. „Hmm, ich würde einen Weg finden, um doch wieder Bomben bauen zu können. Der Kopf eines Mechanikers ist immerhin voller Ideen, da lässt sich bestimmt ein Weg finden~“ Nun wieder am grinsen, lehnte er sich wieder locker auf dem Stühl zurück, wobei er auch nochmal kurz ein Schluck Wasser nahm, ehe er das Glas zurück auf den Tisch stellte und abwartete, bis die nächsten Fragen gestellt werden würden.

Diese waren wieder der witzigen Art und Timber konnte sich kein Lachen verkneifen. Aber gleichzeitig war es einer Überlegung wert. „Also ich glaube nicht, dass mir ein Irokesenschnitt steht. Zumindest wäre mir das zu viel des Guten.“, meinte er. „Außerdem könnte ich dann nicht mehr meine Schutzbrille tragen und die gehört mittlerweile einfach zu mir“, erklärte er weiter und tippte dabei auf seine Schutzbrille. „Die zweite Möglichkeit, wäre eine Überlegung wert, denke ich. Aber ich glaube auch, dass es seltsam aussehen würde, wenn ich auch hier die Schutzbrille dazu trage“ Es waren wirklich durchaus amüsante Fragen dabei, jedoch fragte sich der Dunkelblonde auch, wie lange es wohl noch ging. Und was für Fragen wohl noch kommen würden.

Nun zuckte er mit den Schultern. „Warum sollte man nicht fröhlich sein, nur weil man einer terroristischen Fraktion angehört?“, fragte er schmunzelnd zurück. „Ich bin eben von Natur aus ein fröhlicher und positiver Mensch und das gebe ich gerne ab. Bringt ja nichts den ganzen Tag Trübsaal zu blasen oder, wie gewisse andere Personen, aggressiv zu sein“, grinste er munter. Natürlich sollte das eine Anspielung auf einen gewissen Seneschall sein. Wer sonst, in ganz Neovine, litt unter Aggressionen? Oh, er hörte Nile jetzt schon schreien und fluchen, wenn er dies zu lesen bekam, was aber das Grinsen des Mechanikers nur noch breiter werden ließ. Er nutzte eben gerne jede Gelgenheit, den Seneschall zu ärgern, selbst wenn es nur indirekt war.

„Was ich nicht leiden kann? Hmm, naja, das sind nun eben die banalsten Dinge, wie zum Beispiel Langeweile. Aber wer mag schon Langeweile? In der Hinsicht gibt es nun wirklich nicht etwas. Wenn ich etwas hassen würde, wäre es vermutlich aus Gründen, die wirklich schlimm sein müssten. Vermutlich, weil ich eher postitv gestimmt bin, trotz verschiedener Erfahrungen.“, erklärte er. Aber das war nun ein anderes Thema und nicht vin Wichtigkeit. Zumindest war es nun hier nicht in diesem Interview gefragt. Ihm war selbst die Grünhaarige sympatisch, nur schade, dass sie einer anderen Fraktion angehörte. Sie würden sich sicherlich gut verstehen.

Er hörte die nächste Frage und antwortete direkt, ohne erst darüber nachzudenken. „Chrome“. Danach realisierte er das erst und wurde leicht rot vo Verlegenheit und warf noch was hinterher. „Und Nile natürlich. Ich mein, er ist ja auch ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben geworden, trotz seiner hitzigen Art“, erklärte er und hoffte, dass sie nun keine bestimmten Schlüsse aus seiner ersten Antwort ziehen würde. Andererseits war das nun mal eine Tatsache bei dem Dunkelblonden, die er auch nicht leugnen würde. Ein wenig skeptisch beobachtete er die Interviewerin beim notieren seiner Antwort, ehe schon die nächste Frage folgte.

Auch wieder etwas, dass ihn irritierte, da es in dieser Hinsicht wirklich etwas gab, wovor er Angst hatte, es aber bisher niemanden erzählt hatte, weil es ihm unsagbar peinlich war. „Dir uns dem Rest Neovines, hm?“, kam es zurück, immerhin würden es alle erfahren, die dieses Interview lesen würden. Aber gut, dann machte er diesen Spaß eben mit. Vielleicht zeigte es, dass Kihedas auch nur Menschen waren. „Na gut, wer auch immer das wissen will, aber ich habe unheimliche Angst vor....“ Er brauchte einen Moment, denn das war ihm wirklich peinlich und das sah man dem Mechaniker auch an. Dabei sah er ach zur Seite. „.. vor Schafen“, gab er schließlich zu.

Schon wurde verkündet, dass nur noch zwei Fragen folgen würden. „Tatsächlich? Wow, das geht wirklich flott“. Er grinste und wartete ab, bekam aber auch schon die nächste Frage gestellt. „Muss es denn ein Objekt sein? Ansonsten würde ich Chrome mitnehmen“, meinte er, ein wenig nuschelnd. „Aber wenn es ein Objekt sein muss, hmm, ein Tablet vielleicht? Oder eine Drone“, meinte er nun weiter, ein wenig planlos. Das war auch eine eher Standartfrage, die man jedem stellte.
Nun kam die letzte Frage, überraschenderweise. Das Interview war doch schneller vergangen, als erwartet. Leicht neigte er den Kopf zur Seite. „Uhm... Panik schieben?“, kam es erst fragend. Die Tatsache, dass er nicht schwimmen konnte, würde seine solche Situation nicht gerade einfacher machen. „Ich denke ich würde versuchen wieder an Land zu kommen. Oder abwarten, dass mich jemand holen kommt“, sagte er schließlich schulterzuckend. Er hoffte ja sehr, dass er nie in eine solche Situation kommen würde.

Nun war es vorbei und die Grünhaarige packte ihre Sachen auch schon zusammen. Der Mechaniker richtete sich auf und grinste bei den Worten der jungen Frau. „Klaro~. Ich bin schon gespannt darauf, was dabei raus kommen wird“, sagte er und fand, dass sie beide den gleichen Humor teilten. Wirklich schade, dass sie nicht in der Kiheda war. Nun stand er aber auch auf und streckte sich, um sich anschließend auf dem Rückweg zu machen. Anders als Nile das letzte Mal, wurde er hier nicht vergessen. Vermutlich, weil er sich gut benommen hatte, im Gegensetz zum Seneschall..
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