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 Südbezirk | High-City

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BeitragThema: Südbezirk | High-City   So Jul 02, 2017 4:10 pm

Chaos in Neovine

Die Kiheda hat es geschafft. Dieses Mal sind es keine kleinen, vereinzelten Anschläge innerhalb Neovine's - nein, dieses Mal findet ein Großangriff statt, was das Chaos und das streben nach Macht nur erfüllen soll. Durch die Schmugglertunnel haben sie es bis ins Innere der Insel geschafft, sind nun in Teile der Down-Cities, bishin in die High-Cities des Nord- und Südbezirkes eingedrungen. Auf diese zwei Bezirke würden sich die Terroristen auch bei diesem Angriff konzentrieren. Um zwischen den Bezirken halbwegs leicht und schnell wechseln zu können, haben sie über die Kanalisation Wege abgekoppelt und gesichert.
Die Raitas ist ausgerückt, um die Insel zu beschützen. Mit hohen Maßnahmen wurden die Bereiche um die Kampfgebiete mit hohen Zäunen und Sperren verriegelt, um ein weiteres Eindringen zu verhindern. Neben diesen muss die Zivilbevölkerung beschützt und die Eindringlinge besiegt werden.
Während dem ist auch die Scamaton aktiv, darauf spezialisiert die Zivilisten zubeschützen und den verursachten Schaden zu minimieren, werden diese sich wohl auch dem Kampfgeschehen entgegenstellen müssen.
Zwischen all dem versuchen die Zivilisten sich zu retten, andere zu retten oder wenn nicht sogar, irgendwie zu helfen - egal wem . . .


High-City | Südbezirk

Die High-City im Südbezirk allgemein:
 

Statusbericht

Betroffenes Gebiet: Der östliche Teil.


Schäden: Der Schaden ist bisher noch begrenzt, wenn was beschädigt ist, dann schon intensiever.  Neben dem Geschehen auf festen Boden, befindet sich auch auf den Flüssen die durch die High-City ziehen, verzeinzelt beschädigte Schiffe oder Schutt von Gebäuden, die den Schauplatz nur erweitern.

Beteiligte: Die Verteilung der Fraktionen sind ungefähr gleich. Anwesenheit der Raitas und Kiheda sind fast gleichauf, bei der Scamaton ist es ein bisschen weniger. Die meisten Zivilisten sind bereits sicher, nur noch vereinzelt trifft man auf welche.
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Rakshan

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   So Aug 06, 2017 3:30 pm

Ploteinstieg

Rakshan hatte sich einige seiner Leute geschnappt und war mit ihnen nun durch den Schmugglertunnel unterwegs zur High-City des Südbezirks. Er hatte sich schon lange darauf gefreut, endlich mal wieder etwas zerstören zu dürfen, und er hoffte, dass das nicht nur Gebäude und Raitas waren, sondern auch Zivilisten. Seien es Cyborgs oder Menschen, ihm war das reichlich egal, solange er seiner sadistischen Ader Freiraum lassen konnte. Schließlich schrieb ihm auch keiner vor, wen er zu töten hatte und wen nicht. Das war das Gute daran, Seneschall zu sein, man hatte keinerlei Einschränkungen. Er musste sich zwar seines Amtes gemäß aufführen und seine Leute kommandieren, aber das bekam er mittlerweile hin. Sie sahen ihn zwar manchmal als einen komischen Kauz an – der er auch definitiv war, das wollte er nicht bestreiten -, aber sie folgten und respektierten ihn und das sollte ihm genügen.

In der Kanalisation angekommen, begab er sich nicht direkt nach oben, erst drehte er sich noch einmal zu seinen Gefolgsleuten um und meinte: “Ihr wisst, was ihr zu tun habt. Verbreitet Chaos und Zerstörung und macht mir dabei keine Schande.“ Was man auch als ‚sterbt mir nicht grundlos weg‘ interpretieren könnte. Er hatte eh nicht genügend Leute in den Greenlands, da konnte er es echt nicht haben, wenn er noch weniger hatte. Nach dieser kleinen Rede, legte er seine Maske an und begab sich endlich nach oben. Soviel war anscheinend noch nicht zerstört worden, aber das würde sich mit seiner Ankunft ändern. Seine Truppe fing derweil schon einmal ihre Aufgabe an, da begab er sich ein wenig tiefer in die Stadt hinein. Er zog es vor, allein zu kämpfen, so konnte ihm niemand die Beute klauen und er musste sich nicht darum sorgen, jemanden von seinen Männern aus Versehen mit umzubringen. War ihm früher im Rausch ein paar Mal passiert. Keine schöne Angelegenheit sowas…

Es dauerte nicht lange, da traf er auch schon auf einen Raitastrupp. Seine Augen scannten sie einmal kurz durch, wodurch er erkannte, dass es nur Blecheimer waren und dazu in einer Gruppe unterwegs… Also nur kleine Fische. Schade. Da lohnte es sich nicht einmal, seine Messer zu ziehen. Er begab sich wie beim Sprint in die Startposition, stieß sich dann mit seinen Beinen am Boden ab und flog geradewegs auf einen der Androiden zu und riss ihm noch im Vorübergehen den Kopf ab, den er dann auch sogleich auf den nächsten Androiden schmiss, damit er nach hinten umkippte. Diesem riss er wieder den Kopf ab und machte so weiter, manchmal traf er auch zwei gleichzeitig, was die Sache ein wenig beschleunigte, aber er hatte so lange schon nicht mehr gekämpft, da ließ er sich ein bisschen Zeit. Am Ende hatte er dennoch nur wenige Sekunden gebraucht, dank seiner Prothesen und ließ den letzten Kopf zu Boden fallen. Irgendwie war es ja schon Schade, dass aus diesen Blecheimern kein Blut herausschoss. Aber vielleicht würde sich das ja noch ändern. Bisher hatte er aber weder Zivilisten gehört noch gesehen. Ob sie schon geflohen waren? Nun, besser wäre es für sie, aber nun einmal nicht für ihn. Hier mussten doch noch ein paar rumlaufen…

Plötzlich stockte er und blieb stehen. Hatte er gerade etwas gehört? Er drehte sich um 90° und sah geradewegs auf ein Gebäude, das noch in Takt war. Er trug ein paar Bomben mit sich, also würde er einfach reingehen, sich umgucken und das Haus dann in die Luft jagen. Er war kein Freund von Bomben, aber man hatte ihm gesagt, so ginge es schneller und er könnte schneller damit weitermachen, Leute zu massakrieren. Und damit hatten seine Untergeben ihn am Haken gehabt. Somit ging er in das Haus und sah sich um. Von außen sah es wirklich noch schick aus, aber von Innen war es das reinste Chaos. Die Leute mussten hier praktisch herausgerannt sein. Und da hörte er es wieder. Ein Schluchzen vielleicht? Er sah um die Ecke und da entdeckte er sie. Eine Dame von ungefähr Ende 20 saß an der Ecke und hielt weinend ihr Bein. Schien gebrochen, da waren ihr wohl in der Eile einige drübergetrampelt. Na, umso besser. Er fing an zu grinsen, auch wenn man es durch die Maske nicht sehen konnte. Als die Frau ihn sah, fing sie an zu schreien und wich zurück, aber natürlich war der Weißhaarige schneller, hatte ihren Hals gepackt und sie hochgehoben. Das ließ sie natürlich direkt verstummen, weil sie jetzt damit beschäftigt war, zu zappeln und Luft zu kriegen. Währenddessen sah sich der Seneschall um. “Also, wo pack ich jetzt die Bombe hin?“, murmelte er vor sich hin und entschied sich dann für einen Balken im Erdgeschoss, der ihm in den Blick fiel. Er ließ die Frau plötzlich los und ging zu dem Balken, um dort die Bombe hinzupappen und sie zu aktivieren. Der Timer lief in 5 Minuten ab, also sollte er sich ein bisschen beeilen. Er schnappte die Frau an den Haaren und zog sie mit Gewalt nach draußen und ein wenig vom Gebäude weg. Bevor das Gebäude explodierte, wollte er mit ihr seinen Spaß haben, hatte er doch nicht die Möglichkeit, Menschen zu quälen. So hob er sie an den langen blonden Haaren hoch und zog derweil langsam ein Messer. Jetzt konnte ihr wirklich nur noch der liebe Gott helfen, aber zum Glück gab es den ja nicht. Es gab nur den Teufel und der stand jetzt wortwörtlich vor ihr.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   So Aug 06, 2017 11:13 pm

Einstieg Event

Ein wenig konnte er den Kiheda ja danken, dafür dass sie ein wenig in den High Cities randalierten und Raitas beseitigten, da machte das verlauste Pack sich ausnahmsweise mal nützlich. Was weniger angenehm war, nun, unter anderem dass der Südbezirk weit reger von Raitas geflutet war als sonst, egal ob High oder Down, und Bel hatte angeordnet möglichst weiträumig das HQ zu sichern. Es wäre viel zu auffällig, wenn innerhalb eines bestimmten Straßenzuges die Scamaton deutlich aggressiver Eindringlinge abwehrten, was dann dazu führen könnte dass sich der Ort der Basis eingrenzen ließ – und zukünftigen Ärger bedeutete. Also war seine eigene Einheit komplett auf die Down-City verteilt, wohingegen Bel selbst sich auf den Weg gemacht hatte, in der High-City die Hauptwege zu erkunden, und beispielsweise vor anrauschenden Großdrohnen, Kampffliegern oder Zerstörern warnen zu können. Diese konnten gern Kiheda in Schutt und Asche bomben, diese widerlichen kleinen Maden die weder Respekt vor dem Leben noch Achtung vor sich selbst hatten, aber die eigenen Leute wollte er aus dem Weg haben dafür.
Es passte dem Assassinen nicht im Geringsten, dass die Anweisung von oben lautete, sich nicht aktiv auf Gefechte einzulassen und nicht zu töten. Jaja, Bel wusste selbst dass sie sich nicht aufführen durften wie die Kiheda, aber er durfte sie ja wohl aus dem Hinterhalt einfach erschießen, oder? Zumindest mit Raitas und Kiheda, die keine Menschen waren, würde er das auch tun.

Ki hatte ihm extra eingeschärft, dass seine Mechanik zwar wieder halbwegs funktionierte, aber sie nicht alles hatte sofort reparieren können – die Kiheda hatten leider nicht vorher gefragt, ob es terminlich gerade in Beleths Kalender passte. Es ging, aber Vollbelastung würde nicht gehen ... zumindest nicht lange und keinesfalls mit gutem Ausgang. Seit etwa einer Stunde wechselte er immer mal wieder die Position entlang der Straßen, über die man in die Down-City gelangen konnte, und neben Betty und Mayhem hatte er heute ein weiteres Schätzchen dabei. Requiem, seine M19 Falcon mit Überschallmunition und separatem Magazin für Explosiv- oder Plasmageschosse. Er benutzte das laute Ding selten, doch hier wo zwischen den Häusern so viel Widerhall passierte, gab es kaum bis keine Rückschlüsse auf seine Position nach einem Schuss. Und es war sein Ziel, dass dieses Gebiet nicht einfach durchwandert werden konnte, wenn die regulären Verkehrswege zum Erliegen gebracht wurden und Zivilisten hatten fliehen können, wechselte er den Ort und schob woanders Stress.
Einem dieser Positionswechsel hatte er es auch zu verdanken, zufällig das Geschrei zu hören und zwar so laut in sonst so ruhiger Umgebung – viel stand hier nicht mehr, die gröbsten Trupps schienen schon durch, sodass er trotzdem beschloss, nachzusehen. Vielleicht war ja jemand verletzt, und wie Recht er damit hatte, zeigte ihm schon auf große Distanz sein eigener Scanner. Diese miesen kleinen ...!

Der Hauptmann fluchte zwischen zusammengebissenen Zähnen und schnellte ein bereits recht zerstörtes Gebäude hinauf, dessen zerfranste, durchlöcherte Wände ihm gute Deckung und trotzdem Schussfeld boten. Bel konnte sehen, der Rücken von der schräg hinter und über ihm stehenden Sonne erwärmt, wie ein Mann eine Frau an den Haaren hinter sich herschleifte, der Infoscanner klassifizierte ihn als Cyborg, sie als menschlich und zudem bereits verletzt. Sie könnte nicht mehr weglaufen, selbst wenn er sie losließ. Auf den ersten Blick sah Bel keine Fernkampfwaffen, blieb aber sicherheitshalber auf den 200 Metern Distanz, die für Requiem eine schier lächerliche Distanz darstellte. Ob das da ein Kiheda war oder nicht, ihm völlig schnuppe, er hockte sich hin, legte die Schulterstütze an, die sich leise einrastend mit seiner Schulter verband, wechselte von der eigenen Target-Lock-Sicht in die des Zielsuchers der Waffe, und entsicherte sie. Sein Glück, dass der Psychopath auf offenem Feld stehen blieb und ihm erlaubte, sich zu entscheiden. Der Infoscanner hatte nicht preisgeben können, welcher Bauart dieser Cyborg war, und auch nicht, was die Spezialisierung sein könnte – wohl aber, dass es eine massive Ansammlung an Energie in dessen Brustbereich gab. Doch nicht das war seine erste Option, Bel wollte dass er die Frau losließ und das würde er mit einem Schuss, dem man mit einem Schritt auf die Frau zu eventuell entkommen konnte, nicht bewerkstelligen.
Der Lauf wurde minimal korrigiert, und zielte nun auf den Übergang von Oberarm in Schulter, um entweder diesen zu zerstören mit einem Vollmantelgeschoss, oder aber ihn zur Vermeidung des Schadens wegzuziehen. Ergo die Frau loszulassen, es blieb zu hoffen dass dieser kranke Kerl nicht die Kraft oder die Reflexe hatte, sie in die Schussbahn zu zerren. Und selbst wenn ... es wäre wohl dennoch gnädiger, durch eine Kugel zu sterben als durch das was dem verdorbenen Geist eines Kiheda entsprang. In dem Moment, da er die Messerklinge erstmalig sehen konnte, fast diabolisch langsam gezogen, drückte Bel ab.
Der erste Knall des Mündungsfeuers wurde fast sofort übertönt von dem zweiten, deutlich lauteren Geschosskrachen als die Patrone die Schallmauer durchbrach, 200 Meter waren nahezu eine läppische Distanz und doch gerade bei mechanischen Gegnern nicht immer genug. Das Echo dröhnte an den Häusern entlang und Bel schulterte die Waffe umgehend wieder, wechselte seine Position mit zwei schnellen Sprüngen etwa fünf Meter weiter nach links, er wollte besseres Feld haben für den nächsten Schuss und außerdem schoss man niemals zwei mal von derselben Stelle aus.
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Rakshan

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Di Aug 08, 2017 12:51 am

Den Schuss hörte er und nicht mal eine Sekunde später reagierte schon sein Körper und er sprang aus dem Stand 2 Meter in die Luft. Die Patrone oder was es war knallte dabei in die Hauswand vor ihm. Der Schütze war wohl nicht darauf aus gewesen ihn zu töten, dazu war der Einschlag viel zu weit links. Die Frau hatte er dabei losgelassen und sie war zu Boden gestürzt, doch das war kein Problem, schließlich schnappte er sie sich einfach direkt wieder, nachdem er wieder am Boden ankam. Dieses Mal drehte er sich jedoch dem Schützen zu, die Frau dabei vor sich halten und die Klinge an ihrem Hals. Während sie vor sich her wimmerte, suchte der Cyborg mit seiner Zoomfunktion die Richtung ab, aus der der Schuss kam. Da sein Gehör gut genug waren, hatte er sich die Richtung merken können, bevor der Schall an den anderen Häuserwänden abgeprallt war. Dafür fiepte es jetzt aber auch ein wenig in seinen Ohren. Der Knall war zu laut. Da er nur auf 100 Meter heranzoomen konnte, war es etwas schwierig, den Übeltäter zu finden, aber er fand dennoch einen. Laut seinem Scann ein Cyborg und er trug 3 Waffen bei sich. Das dürfte er sein. Er war kein Kiheda, sonst hätte er ihn nicht angegriffen. Für einen Raitas war er wiederum zu hinterhältig und diese hätten nie darauf verzichtet Rakshan zu töten, wenn er frei da rumstand. Also war er ein Scamaton. Und wenn er eines über Scamas wusste, dann, dass es ihnen wichtig war, die Bewohner zu schützen. Deshalb hatte er jetzt auch diese Geisel genommen. Auch, wenn er so etwas hasste wie die Pest. Er tötete lieber direkt und schmerzvoll, als davor noch Geiselnehmer zu spielen.

So stand er also da, mit der einen Hand hielt er die Geisel fest und bedeckte gleichzeitig ihren Mund, damit sie nicht schreien konnte, mit der anderen hielt er ihr ein Messer an den Hals und den Rücken richtete er zu einem Haus, das trotz des Einschlags noch stabil war und wohl auch nicht so schnell kaputt gehen würde. Währenddessen beobachtete er den Cyborg weiter und versuchte in nicht aus den Augen zu verlieren, was schwer war, weil er weit mehr als nur 100 Meter weiter weg war. “Hör zu, Süße. Mach irgendwas Dummes oder denk auch nur dran, dann töte ich dich, kapiert?“, warnte er sie gütiger Weise noch vor. Irgendwie konnte man ja sagen, der Seneschall hatte es beinahe schon provoziert, dass ihn jemand angriff. Nun, vielleicht hatte er das auch. Ihm war das hier sonst viel zu langweilig.

Kurz Überlegte er noch, dann fing er an, zu grinsen, was man aber unter der Maske nicht sehen konnte und sagte wieder zu der Frau: “Schrei und ich töte dich.“ Wissend, dass der Andere ihm zusehen würde, weil er ja die Zivilistin retten wollte, nahm er die Hand von dem Mund der Frau, streckte seinen Arm nach vorne und bedeutete dem unbekannten Cyborg mit dem Zeigefinger, dass er herkommen sollte. Würde er das nicht tun, würde er die Frau töten. Diese Tatsache musste er nicht einmal gestisch andeuten, das dürfte ja wohl klar sein. Dass er die Frau aber auch so töten würde, egal was passierte, konnte der Cyborg aber nicht wissen.

Er legte seine Hand wieder auf ihren Mund, nachdem er ihr einmal über die blonden Haare gefahren war. “Hast du ganz toll gemacht. Wunderbar, dass du nicht geschrien hast. Siehst du, so langsam verstehen wir uns doch, nicht?“, lobte er sie, doch die Blondine fing nur an, noch mehr zu zittern und zu weinen. Weil man nicht sehen konnte, dass Rakshan redete, könnte man das im Zusammenhang mit dem davor auch so deuten, als würde er andeuten wollen, ihr nichts zu tun, wenn der Cyborg den herkommen würde. Als erneute Bestätigung sozusagen. Doch Vorhaben hatte er es nicht. Er würde sich im Nahkampf dem Cyborg stellen, sobald er da war und mit ihm seinen Spaß haben. Vielleicht lohnte sich das ja auch wirklich.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Do Aug 10, 2017 11:31 am

Beleth hatte nicht wirklich erwartet zu treffen, wenngleich darauf gehofft. Doch schon die Bauweise des Anderen ließ vermuten, dass er eher auf Schnelligkeit als auf Kraft ausgelegt konstruiert worden war, zumindest die Frau war nicht absichtlich oder aus Versehen in die Schusslinie geraten. Im Prinzip war es ein aussichtsloses Unterfangen, Bel war weit entfernt und Kiheda unberechenbar, im Zweifelsfall war das einzige, was er würde tun können der Frau einen schnellen Tod zu gewähren, er wusste ja dass er nicht alle retten konnte... Was aber kein Grund war es nicht zu versuchen.
Der andere Cyborg unbekannter Klassifizierung (wie eigentlich alle dieser unorganisierten Mistmaden) hatte sich sein Opfer bereits wieder geschnappt, auch ungefähr wohl abschätzen könnend wo Bel sich nach minimalem Positionswechsel aufhielt, und weiterhin durch das Visier blickend atmete Bel kontrolliert durch. Er musste sich entscheiden. Der andere trug keine sichtbaren Fernkampfwaffen, es hatte also einen guten Grund, dass er Bel jetzt mit der Frau auf Messers Schneide heranwinkte. Er konnte wie so viele auf die Distanz nicht viel gegen Bel ausrichten, aber dieser wusste auch dass er umgekehrt im Nahkampf schlechte Karten hatte, besaß zwar die Osmiumklinge in seinem Arm, wollte sie aber nur ungern gegen einen Kiheda testen. Nun musste er entscheiden - tun was der Feind verlangte ohne Gewissheit, dass das die Frau retten würde, oder aber auf sich selbst achten um nicht zu krepieren, denn dann konnte er niemandem mehr helfen. Und doch, er musste es versuchen, war selbst schon längst mehr Maschine als Mensch und konnte sein Dasein nicht über jenes der Zivilistin stellen.

Bel knurrte leise und schnallte die Falcon wieder um, ehe er sich mit einem Sprung auf die löchrige Mauer brachte und kraftvoll abstieß. Die Distanz war schnell überbrückt und mit einer Geisel war der andere Cyborg nicht beweglich, sodass Bel immer mal wieder zwischen Hausschluchten abtauchte und weiter in der Flanke des Kiheda wieder erschien. Bis auf fünfzig Meter kam er heran, hatte sich wiederum einen erhöhten Platz gesucht von dem aus er die Szene überblicken konnte. Es war unmöglich es auf einen Kampf ankommen zu lassen, ohne die Frau zu gefährden - sie war ein Mensch, ganz normal, und damit wichtiger als Bel selbst. Er verharrte einen Moment und sah den Fremden nur an, das Visier geschlossen, alle Scans ihr Möglichstes tuend. Er hatte keine Zeit hier herumzueiern, entschloss sich und zog mit ruhiger Geste einen kleinen Gegenstand aus einer Gürteltasche und drückte einen Knopf, woraufhin die faustgroße Kapsel ein kleines Stück aufsprang. Es war nicht zu erkennen, welche Art Wurfgeschoss es war, es hatte das gleiche Format wie die meisten illegal hergestellten EMPs auch wenn es keins war. Nur war das logisch betrachtet das Einzige, was den Cyborg, aber nicht die Frau dort verletzen konnte, vielleicht ließ der Fremde sich täuschen und vertreiben, ihm blieb nur die Flucht wenn er davon ausgehen musste, ein EMP wurde gerade mit voller Wucht in seine Richtung auf den Platz geschleudert.
Es war letzten Endes eine Rauchbombe, die bei Aufprall gegen einen Widerstand dichten, weißen Rauch ausströmen würde, selbst wenn der Cyborg stehen blieb konnte Bel hoffentlich die Sache zu seinen Gunsten nutzen. Kaum hatte er die Kapsel geworfen, schnappte er sich Mayhem und legte einen Hebel an deren Seite um, sein Target Lock fixierte die Frau über deren Körperwärme, und dann schoss er genau ein Mal auf sie. Bel hoffte, betete für sie, dass die so weit herunterregulierte Protonenladung, die Energie durch sie jagte, ausreichte damit der Kiheda dachte, sie sei tot, jegliche Körperspannung verlierend und mit dunmpf blutender Wunde am Bauch. Sie war nicht tief, nur oberflächlich, aber schon Bewusstlosigkeit wäre um ein vielfaches gnädiger. Dieses kleine Miststück würde büßen, für sie und alle anderen die definitiv schon den Tod durch ihn gefunden hatten.
Mayhem wanderte zurück in ihr Holster und Bel positionierte sich abermals um, sprang seitlich von seinem Aussichtspunkt weg und umrundete den Platz so gut das innerhalb weniger Sekunden ging, bremste dann schlitternd auf einem halb eingefallenen Flachdach. In einer Bewegung wanderte Requiem wieder in beide seiner Hände, an die Schulter, das Visier ans Gesicht. Zwei weitere Überschallschüsse donnerten, er hatte den anderen Cyborg nicht im Target Lock und zielte auch außerhalb des Bereichs, wo er diesen und die Frau zuletzt gesehen hatte. Er wollte diesem Kiheda nur mitteilen, dass er selbst nicht näher kommen würde, und je näher dieser dem Assassinen kam, desto schneller wäre eine Kugel bei ihm. Bel pfiff auf den Befehl nicht zu töten, wenn er den da am Leben ließ, konnte er genauso gut gleich selbst Unschuldige erschießen, das Ergebnis war doch dasselbe!
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Rakshan

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Sa Aug 12, 2017 12:29 am

Rakshan musste grinsen, als er sah, wie der Cyborg tatsächlich anfing, näher zu kommen. Auch, wenn er versuchte, sich so zu bewegen, dass der Seneschall ihm nicht folgen konnte, fand dieser seinen Gegner schnell wieder. Es gab in dieser Umgebung schließlich nicht so viele Cyborgs, die es auf ihn abgesehen hatten und so drehte er seinen Kopf leicht in die Richtung des vermeintlichen Scamatons, seine Zoomfunktion natürlich aktiviert. Und ein Glück war der Feind auch nah genug, damit der Weißhaarige ihn genau inspizieren konnte. So bekam er auch mit, wie der Andere etwas aus seiner Tasche zog, es aktivierte und es hinunter zu dem Kiheda schmiss. Rakshan war sich eigentlich so gut wie sicher, dass es sich nicht um eine EMP handelte, schließlich hatte er die Richtigen schon oft genug gesehen, aber das sollte ihn nicht weiter kümmern, explodierte die Bombe in dem Gebäude nämlich genau in dem Moment, in dem das Ding geschmissen wurde. Die Frau in seinen Armen erschrak sich ziemlich und fing an, noch mehr zu weinen. Rakshan selbst fand die Detonation auch nicht so toll, für seine Ohren war das zu laut, weshalb er einen schrillen Ton in seinem Ohr vernahm. Aber nicht weiter schlimm, nur ein wenig nervig.

Wenig später war das Gebäude in sich zusammengefallen und Staub und Dreck verschmutzten die Luft. Das geworfene Ding war wohl hochgegangen, aber es hatte nichts großartig angestellt. Also hatte der Cyborg wohl Recht behalten. Wie so gut wie immer konnte er sich auf seine Instinkte verlassen. Er wollte sich gerade ein wenig zurückziehen, da hörte er einen erneuten Schuss und die Frau in seinen Armen sackte zusammen. Hätten seine Ohren nicht diesem komischen Ton produziert, hätte er ausweichen können, aber nun gut. Die Blondine war schließlich nicht tot. Er wusste wie sich Tote anfühlten und sie war definitiv keine davon. Sie atmete noch, so viel hörte er. Wahrscheinlich nur bewusstlos.
Er nahm sie hoch und trug sie in ein anderes Gebäude. Er würde sie noch nicht töten. Erst wollte er sich um den feindlichen Cyborg kümmern. Davor band er der Frau mit einem Stahlstecken einen Arm ab, indem er um ihren Arm herum verbog. Danach hielt er ihn an die Wand und rammte sein Messer durch. Der Arm wurde dadurch nicht mehr durchblutet, was bedeutete, dass sie dadurch nicht verblutete, aber auch nicht wegkam, sollte sie aufwachen, weil das Messer in der Wand steckte. Und vielleicht ließ sich der Cyborg dadurch täuschen, sollte sein Scanner auf Wärmebild laufen und er einen kalten Arm entdecken. Dadurch könnte er denken, es handelte sich um einen gerade gestorbenen anderen Cyborg. Wenn nicht, dann nicht. Schließlich würde Rakshan den Scamaton nicht hierherein kommen lassen.

Das Fiepen in seinen Ohren hatte jetzt ganz nachgelassen und er vernahm wieder Schüsse. Sofort sprintete er los, in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war, kletterte das Haus hinauf und siehe da. Er kam direkt hinter dem feindlichen Cyborg raus. Auch wenn dieser gedacht hatte, er könnte weiter aus der Ferne angreifen, da hatte er sich jetzt wohl definitiv geschnitten. Rakshan dürfte auch schnell genug gewesen sein, sodass ihn der Andere nicht gesehen haben dürfte. Ob er ihn gehört hatte, war schwer zu sagen, war er doch nicht bedingt leise gewesen beim Hinaufklettern des Hauses. Wobei er auch eher hinaufgesprungen war und nur das letzte Bisschen geklettert war. Jetzt ging er wieder in seine Sprintposition, flog praktisch auf den Feind zu, während er mit seiner Faust ausholte und sie ihm mit voller Wucht gegen den Schädel rammen würde, wenn nicht abgeblockt wurde. Doch ob der Andere das schaffen würde, bei der Geschwindigkeit, die der Seneschall draufhatte?
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Beleth

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Sa Aug 12, 2017 1:58 am

Gut, das mit dem EMP klappte schon mal nicht und auch die eigentliche Funktion der Kapsel schien eine Fehlzündung zu haben. Statt der beabsichtigten Rauchwolke detonierte nur irgendein ohnehin schon leeres Haus. Hatte zwar nicht die gleiche Wirkung, dennoch verlor er einen Moment den Sichtkontakt zu dem Kiheda. Im Prinzip nicht schlimm, denn spätestens als dieser die Frau wegschleifte, wusste er, wo dieser war – denn allein kam die Dame, die für Bel noch im Target Lock war, sicher nirgends hin. Sie müsste noch leben, er hoffte es zumindest, fragte sich dann aber auch, wieso der Typ das tat. Doch gut, er konnte nicht in den Kopf eines wahnsinnigen Killers sehen, löste den Target Lock aber erst, nachdem er die Wärmequelle aus seinem Versteck heraus nicht mehr sehen konnte. Gut. Dann konnte er jetzt wieder mit allem rechnen, Bel machte den Job ja nicht erst seit gestern.
Er atmete tief durch und zog sich in ein halbwegs abgesichertes Eck zurück, von wo sich die Möglichkeiten eines Angriffs minimieren ließen. Was wusste er? Nun, sein Gegner konnte schon auf eine Distanz von 50 Meter nichts ausrichten, war auf eine Geisel angewiesen gewesen um die Nähe herzustellen, und anscheinend auch von flinker Bauweise. Und ein Kiheda, also eine hinterhältige miese kleine Ratte, er rechnete also mit allem und hatte auch anscheinend mehr zur Verfügung, als sein Gegner ahnte.

So also wusste Bel zwar nicht, von wo der Angriff kommen würde, erwartete aber einen. Wohl wissend, dass er sich unnötig präsentierte, wenn er jetzt den Kopf irgendwo herausstreckte und suchte, ging er in die Defensive, wechselte von Requiem zu Mayhem und wartete. Er konnte sowieso nichts mehr tun, nicht für die Blonde, nicht für sich selbst, außer abwarten und aufpassen. Und seine Scanner erfassten die Ansammlung von Energie, wenige Augenblicke bevor er das Poltern vernahm. Gab ihm genug Zeit, zu reagieren, Bel behielt recht. Der andere Cyborg hatte gar keine Wahl wie es schien, außer auf allernächste Nähe heranzukommen, wobei Bel sich nicht auf die Festigkeit seiner Schutzweste verlassen würde.
Er fuhr herum, ebenfalls auf Schnelligkeit konzipiert und vorbereitet, und sobald die Gestalt über die Kante schnellte, feuerte er in schneller Folge drei hochenergetische Plasmageschosse ab, der Mann kam direkt auf ihn zu und hatte eigentlich unbewaffnet keine Wahl als entweder abzudrehen oder die Projektile mit dem Gesicht und den Schultern zu fressen. Verlassen konnte er sich darauf aber auch nicht und sprang zur Seite weg, konnte nicht abschätzen ob der Kerl imstande war seine Flugbahn zu lenken, ohne mit dem Fuß den Boden zu berühren. Währenddessen schnellte die beschichtete Osmiumklinge aus seinem Arm, bereit mit Wucht nach dem Kiheda zu schlagen falls dieser tatsächlich die sprichwörtliche Kurve kriegte, denn mit diesen 40 Zentimetern hatte er augenscheinlich immernoch die größere Reichweite als dieser. Und dann sollte Bel zusehen, wieder mehr Distanz zu schaffen, vielleicht genug um Requiem wieder in Benutzung zu nehmen.
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Cifer

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Di Aug 15, 2017 6:22 pm

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Das Bild, welches sich innerhalb Neovine erstreckte, war schon furchtbar. Zerstörung, Angst, Chaos. Es war noch nicht allzu viel Zeit vergangen, wo die Kiheda die Insel angegriffen hatte. Doch kam es einem bereits wie eine Ewigkeit vor. Cifer hatte schon nach kurzer Zeit aufgehört zu zählen, wie viele Zivilisten er zu den Schutzbunkern geleitet hatte, wenn er sie irgendwo verletzt auffand und schon in - bisher zum Glück kleinere - Kämpfe verwickelt gewesen war. Das kämpfen überlies er aber mehr seinen anderen Kollegen, die ranghöher und vor allem stärker als er waren. Er dagegen wurde damit beauftragt, sich auf das aufspüren von Feinden und Zivilisten zu fixieren. Die jeweiligen Koordinaten und Daten gab er dann unverzüglich seinen Kollegen durch. Schließlich musste alles schnell gehen, denn stand das Leben der Bewohner auf dem Spiel! Und diese hatten für den Cyborg oberste Priorität. Dies war immer so, seit er sich erinnern konnte. Nun - halb richtig. Während seiner Erinnerungen, seit seinem Cyborgsein. Seit seiner Begegnung mit seinem Bruder, wo seine Erinnerungen und Gedanken mehr einem Glashaus glichen, das mit einer Abrissbirne gekuschelt hat, war seine Einstellung zu allem dezent zwiegespalten. Aber groß drüber nachdenken tat er jetzt besser nicht. Bevor was aus den Ruder lief. Wobei er sich ja schon fragte, ob Chrome ebenfalls in Neovine war. Doch wüsste er nicht, wie er bei einem Zusammentreffen mit ihm reagieren würde. Niemals könnte er gegen seinen Bruder kämpfen. Doch wenn dieser ein Zivilistenleben bedrohte? Kopfschüttelnd ermahnte er sich, nicht darüber nachzudenken. Falscher Ort und Zeitpunkt zum Grübeln.

Aktuell befand sich Cifer in der High-City des Südbezirkes. Soeben hatte er noch eine Kleinfamilie einer kleinen Patrouille übergeben, die ohnehin auf dem Weg zum Bunker war, jetzt eilte er wieder ins östliche Gebiet, wo das Hauptgeschehen spielte. Dort positionierte er sich als erstes auf einem Dach, wo er auch gleich seinen Umgebungsscann startete. Westlich von ihm befanden sich einige Raitaseinheiten, im Kampf gegen anzunehmende Kiheda. Genauere Informationen fasste er nicht, nur die Ränge seiner Kameraden. Alpha und Beta's. Keine Ranghohen, doch schienen sie gut zurecht zu kommen. Südlich von ihm befand sich so gut wie nichts. Erst östlich wusch seine Aufmerksamkeit. Fast außerhalb seines Radius, knapp 400 Meter weiter, vernahm er drei Punkte. Zwei davon besaßen eine sehr hohe Präsenz, welche seine Scann's in die Höhe treiben ließen. Von diesen konnte er einen sehr hohen Stärkelevel ausrechnen. Vermutete auf die höchsten Ränge. Doch was ihn beunruhigte, war der dritte Punkt. Dieser wirkte alles andere, wie die anderen beiden. Die werte dieses waren sehr niedrig, gerieten in den kritischen Zustand. Ob es ein verletzter Zivilist war? Eins wusste der Blonde jedoch - er musste eingreifen. Er befand sich am nächsten zu diesen Punkten, weshalb er selbst lossprintete. Andere Einheiten würden nun zu lange brauchen.

Zunächst über die Dächer, anschließend auf dem Boden unterwegs. Denn desto näher er kam, desto genauer wurden die Angaben. Der Scann spuckte aus, dass es sich wirklich um einen Zivilisten handelte. Eine eingetragene Bürgerin, ende Zwanzig und in einem Büro tätig, welches auch direkt in der Nähe war. Zu den anderen beiden erhielt er noch keine genauen Angaben. Wusste nur, dass sie auf einem Dach waren, welches nicht weit weg war. Und da er nicht wusste, ob es sich ausschließlich um Feinde handelte, blieb er leise. Möglichst leise, wie ein fast vollständiger Cyborg nur sein konnte, schlich er in das Gebäude, wo auch schnell die Frau gefunden war. Und deren Zustand alarmierte den Blonden nochmals zusätzlich. Schnelle eilte er zu ihr, kniete sich vor sie. Überlegte, was er als erstes tun sollte. Da der Arm, welcher abgeklemmt war, inzwischen eine mehr als ungesunde Farbe aufwies, entschied er sich, sich erstmal um diesen zu kümmern. Cifer rutschte was an die Bewusstlose heran und zog als erstes das Messer aus der Wand, welches sie fixierte. Zum Glück verletzte es sie nicht noch zusätzlich. Anschließend bündelte er minimal einen Strahl in seiner Hand, welcher als Laser die Metallfessel zerschneiden sollte. Dabei musste er aber sehr langsam und behutsam vorgehen, um die Frau nicht ausversehen zu verletzten. Mit dem schönen Kampfgeräuschen im Hintergrund und dem leichten Beben, alles andere als ein Kinderspiel. Doch war es zum Glück bald geschafft.

Kurz lauschend, ob sich draußen was tat, suchte er nach einem festen Objekt, was er als Stütze für das Gebrochene Bein nehmen konnte. Neben dem hoffte er, weiterhin unbemerkt zu bleiben. Wäre blöd, wenn einer der vermeintlichen Feinde ebenfalls einen Scann hatte und ihn bemerkte. Da hier aber nicht zufällig eine perfekte Arztausrüstung herumlag, musste er improvisieren. Von einem Fenster nahm er sich die Gardine, während er sich von einem Stuhl die Holzlehne abmachte. Und zum Suchen hatte er keine Zeit, es musste schnell gehen. Die Holzlehne legte er der Frau unter das Bein, während er dieses mit einzelnen Stücken des Vorhanges fixierte. Sah doch ganz gut aus. ,,So, nun weg hier", murmelte er zu sich selbst und wollte nun die Frau hochheben, um mit dieser zu verschwinden.

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Rakshan

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Mi Aug 16, 2017 7:33 pm

Rakshan war überrascht, dass sein Gegner mit seiner Geschwindigkeit mithalten konnte und ihn sogar anschoss, was aber natürlich nicht viel brachte. Erst hatte er überlegt auszuweichen, aber das würde ihm Geschwindigkeit rausnehmen, deshalb ließ er 2 Klingen aus seinem Arm herausfallen und wehrte die Kugeln so ab. Dank der speziellen Legierung war dies auch kein Problem. Natürlich waren die Messer hinterher im Arsch, aber was solls? Er hatte noch etliche zuhause. Die stumpfen Messer also wegwerfen, sah er zu, wie der andere Cyborg auf Abstand ging und eine Klinge zog. Also würde er jetzt doch auch auf Nahkampf gehen?  Das erfreute den Seneschall zutiefst. In seinem Kopf sah er schon seine nächsten Aktionen.
Die Kurve würde er so nicht kriegen, das war klar, also würde er einfach konsequent weiterrennen und sich dann am Ende wieder vom Dach fallen lassen. Aber er würde sich dann mit einer Hand am Rand festhalten und durch die Schnelligkeit wieder hochschwingen, um wieder direkt auf den Feind zuzuspringen. Natürlich würde es den Braunhaarigen verwirren, dass er einfach heruntersprang und so hatte er einen Puffer von ein paar Millisekunden, in denen der Andere durch die Verwirrung kurz gelähmt war und würde ihn definitiv direkt in den Zweikampf verwickeln können. Der Scamaton würde trotzdem vermutlich abwehren, aber das machte nichts, denn Rakshan würde ihn dann dort haben, wo er ihn haben wollte. Schließlich hatte er im Zweikampf bisher noch nie verloren. Gut, ein paar Unentschieden mit den anderen Seneschallen, aber das war auch kein Verlieren, wenn man es genau nahm.

Er war gerade dabei seinen Plan auszuführen, als er etwas im Augenwinkel sah. Er hatte seinen Wärmescanner noch an und der hatte gerade ausgeschlagen. Er stoppte also sofort und drehte seinen Kopf nach links. Kein Zweifel. Ein blauer Arm, der Rest rot. Seine Beute. Sie wurde gerade von irgendeinem anderen – alles blau, also Android oder Cyborg – befreit. Ein tiefes Grollen ertönte aus seiner Kehle und er sprang komplett vom Dach, der andere Cyborg schien nun komplett vergessen. Anscheinend ließ sich der Retter auch zu viel Zeit, sodass dem Weißhaarigen genug Zeit blieb, unbemerkt an sein Ziel zu kommen.
Er überlegte, welche Möglichkeiten ihm blieben. 1. er könnte die Frau direkt töten. Ihm würde zwar daran nicht so viel Spaß bleiben, aber er konnte dadurch den Anderen in Grauen versetzen, was natürlich auch etwas hatte. 2. Er holte sich die Frau zurück. Und was dann? Versteckte er sie wieder? Floh mit ihr, um sie dann irgendwo anders zu töten? Er unterdrückte das Verlangen, zu seufzen. Ihm blieb also nur die erste Möglichkeit. Und so zog er ein weiteres Messer, dieses Mal aus der Kammer aus seinem Bein und warf es mit voller Wucht in die Kehle der Frau, ehe er ins Bild trat. Die Frau wachte dadurch natürlich auf und versuchte zu atmen, was ihr aber nicht gelang. Keine 10 Sekunden später starb sie.

Den blonden Mann sah der Weißhaarige unterdessen mächtig wütend an, während er anfing zu sprechen. “Da ich sie jetzt töten musste, wäre es doch eigentlich nur gerecht, du gibst mir zurück, was ich verloren habe, und stirbst einen langsamen, schmerzhaften Tod.“ Doch nur wenige Augenblicke später wich dem bösen Blick des Seneschalls ein amüsierter. Auch, wenn er jetzt keine Chance mehr hatte, mit dem Blondchen zu spielen, hatte er ein anderes Blondchen, das sich wahrscheinlich auch noch wehren würde. Das machte ihm ja dann doch ziemlichen Spaß. Vor Allem, wenn man bedachte, dass es schon lange her war, dass er ein wenig Auslauf bekam. Da hatte sich doch einiges an Energie angestaut, die er jetzt rauslassen wollte.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   So Aug 20, 2017 12:58 pm

Es sollte Bel nur recht sein, wenn sein Gegner ihn unterschätzte oder mit ebensolcher Selbstverständlichkeit als Opfer betrachtete, wie die Frau vorhin. Auch schienen dessen Messer, Dolche oder wie der Fachterminus nun sein mochte, den Projektilen nicht dauerhaft standzuhalten, was immerhin eine Option bot die Bedrohung zu minimieren. Auch wenn das vermutlich nicht die einzigen waren, die der Kiheda im Repertoire hatte. Gut, der erste Angriff war überstanden, und der Assassine hatte daraus gelernt, dass sein Gegner auf Tempo setzte und den Frontalangriff bevorzugte, nur geringfügige und direkte Wege der Täuschung waren zu vermuten, wobei auch längerfristig geplantes im Rahmen der Möglichkeiten lag. Kurzklingenwaffen, die ersetzlich waren und einfach fortgeworfen wurden, wohingegen Bel seine Waffe nicht aus der Hand gab und lediglich eine weitere zur Abwehr heranzog. Einen Teufel würde er tun, sich auf Nahkampf einzulassen, aber das hieß nicht, dass Bel sonderlich scharf darauf war, ohne Blockmöglichkeit dazustehen, falls der Typ tatsächlich ein Jetpack oder solchen Scheiss hatte.
Doch scheinbar hatte er dies nicht, schien auch die Kurve im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu kriegen, hielt dann sogar einfach an. Na toll, ein Gegner mit Aufmerksamkeitsdefizit war zwar toll und bot Chancen ihn zu erschießen, aber konnte extrem nervig werden. Sein Glück, dass der Kiheda sofort weiterrannte, denn Bel hatte kein Problem damit, auf ihn zu schießen wenn er wild in der Gegend herumguckte. Allerdings, und ja, der Cyborg hatte solche Scanner, bemerkte auch der Assassine, was seinen Gegner abgelenkt hatte. Und fluchte gedanklich.

Seine Scanner verrieten, dass sie nicht mehr allein waren. Ungefähr da, wo er das Signal der Zivilistin verloren hatte, tauchte nun ein anderes Muster auf. Kein Bel Bekanntes, und so wie der Kiheda reagierte, auch keiner von dessen Verbündeten. Ein Raitas vielleicht? Eigentlich egal, jemand der sich nicht einmischte, dafür aber um Verletzte kümmerte, war Bel nur recht – dem Kiheda aber nicht, der einen gewissen Sinn für Dramatik hatte. Und Leichtsinn, denn dass er sich so ablenken ließ, wäre bei keinem Feind hilfreich. Es gab nichts, was Bel noch tun konnte, und tröstete sich nur flüchtig mit dem Gedanken, dass die Blondine nicht lange gelitten hatte. Und jetzt war das Feld frei.
Am Rand des Daches postiert erfassten seine Scans beide Auren, Cyborgs, der andere sogar schon eher nach Android aussehend, und es gab keine Geisel mehr, die Bel davon abhalten könnte, diesen Bastard aufzuhalten. Am Rand des Daches wechselte der Assassine die Waffe, und Requiem wanderte von seinem Rücken wieder in beide Hände. Er hatte den nun brav offen stehenden Kiheda im Target Lock, Raitas mochten genausolche Bastarde sein, töteten aber wenigstens keine Unschuldigen. Dass es letztlich so einfach war, wieder Distanz herzustellen ... heh. Die Waffe summte leise neben seinem Ohr, die Stütze mit der Schulter verbunden, und mit einem umgelegten Hebel war sie wieder entsichert.
Mit ruhiger Hand zog Bel den Abzug durch, einmal, zweimal, dreimal, jeder einzelne Schuss vom Donnern des Überschallknalls begleitet. Einer war auf Kopf, der andere auf Rücken und der letzte auf Kniehöhe angesetzt, so artig wie sein Widersacher stehen blieb, und dank der erhöhten Position und geringen Distanz war der Raitas nicht einmal aktiv gefährdet. Selbst wenn sein durchaus flinker Kiheda-Feind einfach nach vorn sprang, bestand immerhin noch die Chance, dass die eigentlich schräg von oben auf den Kopf gerichtete Kugel ihn noch an den Beinen erwischte. Doch dem Knirps würde er schon beibringen, dass er es sich nicht erlauben sollte, länger als einen Wimpernschlag an einer Stelle Stehen zu bleiben. Bel hatte überhaupt kein Problem damit, ihn unter Dauerbeschuss zu halten, das könnte dem Kiheda so passen sich einfach dem Nächsten zuzuwenden und zu glauben, unbehelligt zu bleiben. Wenn es nach Bel ging, würden seine Füße nicht mehr den Boden berühren ohne dass ihm eine Kugel um die Ohren fetzte.
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Cifer

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Mo Aug 21, 2017 11:09 pm

Es wäre auch zu einfach und unwahrscheinlich gewesen, wenn das Vorhaben Cifer's geglückt wäre. Man könnte nun darüber philosophieren, ob das, was der Frau nun passiert war, gut oder schlecht war. Schließlich wurde sie nun von ihren Qualen erlöst und davor bewahrt, durch dieses Tag körperliche und seelische Schäden davongetragen haben. Aber dennoch war sie tot. Hatte vielleicht ein unbeschwertes und glückliches Leben geführt, mit Familie, Job, Erfolg. Doch nun war sie tot und dies alles war aus und vorbei. Vielleicht war ihr Leben auch grausam gewesen und sie war nun erlöst. Wer wusste dies schon. Doch eines war klar - der Blondschopf war davon alles andere als begeistert. Das Bild der Frau, welche durch die Verletzung aufwachte, Tränen in den Augen hatte und verzweifelt versucht hatte zu atmen, ehe sie dahin schied, war schon ein furchtbares Bild gewesen. Eins, an das der Cyborg aber inzwischen gewohnt war. Doch erst jetzt war dieses in der Lage, ihm irgendwo nahe zu gehen und zu berühren. Davor war es eben nicht so gewesen.

Wo das Messer durch die Gegend geflogen war, geradewegs in die Kehle der Verstorbenen, war er selbst reflexartig nachhinten gesprungen, in eine Schutzposition. Halb kniend hockte er gut fünf Meter neben seiner vorigen Position und fixierte den Mann, welcher soeben in das Gebäude trat. Diesen konnte er auf Anhieb nicht gut erkennen, da vom Licht das von Außen eindrang, nur die Silhouette zu sehen war. Doch konnte er den Neuankömmling schließlich erkennen, wo seine Scann's diesen erreichten und prüften. So erkannte er auch den durchaus bösen Blick, welcher ihm gewidmet war. Dieser beeindruckte ihn aber relativ wenig. Während die Analyse von statten ging, nach brauchbaren Informationen über den Kerl in schwarzer Rüstung vor ihn suchte, lauschte er den Worten. Diese zeigten klar und deutlich, dass es sich hierbei um einer sehr unangenehmen Zeitgenossen handelte. Bestätigte für ihn auch, es war ein Kiheda. Schon die Aktion davor. Kein Scamaton oder Raitas würde einen Zivilisten umbringen.

,,Negativ", erklang seine monotone Stimme, während er sich aufrichtete. Er wollte noch etwas erwidern, als ihm gesicherte Daten vor den Augen erschienen.

Rakshan
Seneschall, Greenlands
Weitere Informationen nicht vorhanden



Unwillkürlich musste Cifer schlucken. Er stand da also vor einem Seneschall und dieser schien alles andere als frohgesinnt zu ihm. Da wusste die halbe Blechbüchse, mit dem wenig am Eigenempfinden, dass er geliefert war. Ihm war klar, dass er als Realises nichts gegen einen Seneschall bewirken konnte. Bei weiten nicht. Vor allem, da er nicht wusste, was dieser so draufhatte. Schön ausführlich waren sie wieder, diese Informationen. . . Also blieb nur ein Weg übrig - abhauen. Wo das Geballere losging, nahm er dies als gütige Hilfestellung. Da ihm klar war, dass er nun nicht mehr durch die Tür hindurch konnte, da dort ja ein gewisser Seneschall stand, nahm er einen anderen Weg - das Fenster zwei Meter neben ihm. Durch dieses sprang er einfach hindurch, die Scherben würden ihn maximal etwas Lack zerkratzen, mehr aber auch nicht.
Dabei kam ihm die Frage auf - wer war die Person, die sich dem Kiheda entgegenstellte? Diese war ja immer noch da und war somit durchaus dazu im Stande, etwas gegen diesen zu bewirken. Die einzigst logischen Ränge waren für ihn da entweder ein HighClass Leader, ein Leader, ein General oder ein Hauptmann. Wo er aber dann draußen sicher landete, versuchte er mit seinem Scann denjenigen auszumachen, der immer noch auf dem Dach herumhockte.

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Rakshan

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Do Aug 24, 2017 5:46 pm

Der Seneschall wollte der Blechbüchse, die gerade vor ihm wegrannte, gerade hinterherrennen, da nahm er schon wieder diese blöden Schüsse wahr, denen er zwar mit einem großen Sprung nach vorne ausweichte, aber ziemlich knapp. Solange er in dem Haus stand, in das er sich nun mehr begeben hatte, würde er etwas sicherer sein. Treffen lassen durfte er sich nämlich nicht. Seine Rüstung jetzt schon zu verlieren, wäre wirklich schlecht. Und dieses ‚Überschallschüssen‘ oder was auch immer die darstellen sollten, würde diese auch nicht aushalten. Genauso wenig wie sein Fleisch oder sein Metall. Er musste wirklich vorsichtig sein. Das Adrenalin in seinem Körper unterdrückte seine masochistische Seite und förderte seine sadistische. Er schnappte sich einen Metallstab, den man normal für den Bau nutzte und sprang dem Raitas hinterher, ebenfalls aus dem Fenster.

Er wusste, dass er weiter beschossen werden würde, aber das machte ihm nichts aus. Er hörte es, wenn ein Schuss fiel und würde eben nach Gefühl ausweichen müssen. Und wenn es nicht ging, opferte er eben einen Arm. Er hatte genug Leute, die ihm diesen wieder hinmontierten. Kein Problem. Er schoss dem Blonden also hinterher und griff den Stab fest, ehe er ca. 10 Meter hinter ihm stehen blieb, ausholte und mit aller Wucht den Stab auf den Metallklotz schleuderte. Er hatte zwischen die Schulterblätter gezielt, der Ort, wo man nicht unbedingt mitbekam, wenn etwas auf ihn zuschoss. Jedenfalls, wenn der Andere hinten keine Augen hatte. Natürlich hatte er jetzt auch dem anderen Cyborg eine Möglichkeit gegeben, ihn zu treffen, auch wenn es nur ein Zeitraum von weniger als 2 Sekunden war, in dem er stillstand. Er musste zugeben, er hatte den Scamaton schon fast vergessen, als er ihn vorhin abgeschossen hatte, aber um diesen würde er sich auch noch kümmern.

Jetzt lief er erst einmal weiter in die Richtung des Blonden, um ihm den Rest zu geben, sollte sein Angriff geklappt haben, oder ihn einzuholen. Denn auch wenn er nicht getroffen hatte, hätte er ihn wenigstens drastisch verlangsamt. Und natürlich versuchte er aus der Reichweite des Scamaton herauszukommen oder ihm wenigstens durch ein anderes Haus die Sicht zu versperren, damit er sich wieder anschleichen konnte. Er wusste zwar, dass der Blonde ein Cyborg oder ein Android war und vielleicht nicht einmal was spüren würde, aber in diesem Moment war ihm das relativ egal. Er wollte einfach ein bisschen Spaß haben und sich auslaufen. Aus diesem Grund grinste er wohl auch wieder wie ein Verrückter. Eine Schande, dass man es wegen der Maske nicht sehen konnte.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   So Aug 27, 2017 12:12 pm

Wie man es auch auslegte, Mord war nun mal Mord und damit verwerflich und falsch. Es sei denn, man machte sich daran einen Mörder zu töten, damit wäre nämlich vielen weiteren Leuten geholfen oder zumindest nicht geschadet. Zwar verfehlten auch diese Schüsse wieder, aber es bereitete Bel gewisse Genugtuung dass dieser Kerl nicht einfach stehen bleiben konnte, gezwungen war in Bewegung zu bleiben um nicht als Nudelsieb zu enden. Der Fokus ruhte selbstverständlich weiterhin darauf, ihn erst einmal kampfunfähig zu schießen, Bel hatte was gegen Raitas, aber von ihm aus konnten sie gern einen Kiheda kriegen, verhören und was draus machen. Sofern er ihnen das zutraute. Im Moment sah es nicht danach aus als würden sie sich groß scheren, allerdings, und das wiederum war traurig, wäre gerade jetzt ein überkandideltes Aufgebot an Unterstützern der Raitas nicht falsch. Wenn man sie EINMAL brauchte!
Mit der Flucht in das Gebäude verlor der Target Lock seinen Fokus, doch noch war zu erahnen wo sich beide Cyborgs oder Androiden im Gebäude befanden. Für einen Augenblick hatte Bel also Ruhe, sah sich bei weitem nicht so gedrängt einem anderen Cyborg zu helfen der weit besser entwickelt war als er selbst. Gut, er könnte jetzt weiter mit Kanonen auf Spatzen schießen, hoffen dass er irgendwann traf und dann noch Munition übrig war, sinnvoll war das nicht wirklich. Es war gut, dass er nicht mehr im Fokus des Nahkämpfers war, hatte so aber keinerlei Möglichkeit ihn selbst zu steuern, sich vor die Flinte zu locken oder vorherzusehen, wohin der als nächstes rannte. Doch das war ihm wichtig genug, um vom üblichen Schema abzuweichen.

Der Assassine löste nur kurz eine Hand von der Waffe, um mit einem Tippen sein Earpiecce zu aktivieren, gleichzeitig sendete er seinen Standpunkt. Wieder bereit zum Feuern tat erausnahmsweise mal was, was für einen Hauptmann typisch war.
"Hier Beleth, ein vermutlich ziemlich hochrangiger Kiheda macht bei meinem Standort Stress. Cyborg, auf Schnelligkeit und Nahkampf spezialisiert wie es scheint.", gab er deutlich über Funk durch, "Alarmiert die Raitas oder lockt sie her, wenn ihr in der Nähe seid, um diesen Mist sollen sie sich allein kümmern. Es besteht akute Gefahr für Zivilisten."
Dafür waren sie schließlich da, entweder ein Hacker schaffte es einen Notfall-Einsatzbefehl einzuschleusen damit hier die Artillerie auftauchte, oder aber jemand hatte gerade mit Raitas zu tun und könnte sie hierher locken. Wenn Bel mit seiner Vermutung recht hatte, war der andere Mecha da unten ein Raitas, konnte vielleicht selber Kontakt zu anrückenden Kollegen aufnehmen, sobald diese nah genug waren, und das ganze koordinieren – aber Bel würde keinesfalls einen anderen Scamaton auffordern, sich freiwillig diesem Kiheda zu nähern. Dazu waren ihm die eigenen Leute zu kostbar. Es kam auch Antwort über Funk, auf die er aber nicht weiter achten konnte, weil der Assassine bereits wieder seinen Standort wechselte, jetzt wo er vor beiden Cyborgs da unten sicher war. Verstecken brachte nur bedingt etwas.

Als das noch intakte Fenster zersplitterte und sich das Duo wohl zur anderen Hausseite hinausbequemte, hatte Beleth sich ein etwas riskantes Fleckchen ausgesucht. Er war in der kurzen Zwischenzeit mit einem riesigen Satz und eher ungalantem Abrollen auf eben diesem Dach gelandet, sodass es ihm egal war wo die beiden herauskamen. Es war riskant, ja, aber Bel hatte gemerkt, dass sein Widersacher selbst für einen Überschallschuss zu flink war, und da eine Kugel nicht noch schneller fliegen konnte, musste er eben die Distanz verkürzen und damit die Chance auszuweichen minimieren. Riskant, ja, aber der Kiheda schien leicht abzulenken und damit hätten er und ein Raitas in Zwangskooperation durchaus Chancen. Das Fenster zeigte Bel an, wo er hingehen musste, und siehe da, der Kiheda attackierte den anderen Cyborg, definitiv kein Scamaton aber auf mehr achtete Bel gerade nicht. Mit einer einzigen Bewegung richtete er Requiem aus und schoss erneut, nur eine Dachhöhe von den beiden Widersachern entfernt, und wieder schoss er auf Höhe von Kopf, Rumpf, Körpermitte. Voriges Mal war es sehr knapp gewesen, dass die auf den Kopf gerichtete Kugel die Beine noch hätte erwischen können. Nur dass er dieses Mal nur einen Bruchteil so weit weg war.  Nur ein Treffer, ein einziger und es wäre Schluss mit der Rennerei!
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Cifer

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Mo Aug 28, 2017 11:41 pm

Wenn der Cyborg eines wusste, dann war es, dass er aus dieser Lage nicht so einfach herauskommen würde. Auch nicht, obwohl dieser nicht alleine war gegen den Kiheda. Wobei er sich widerrum nicht sicher sein konnte, ob der Dritte in der Runde wirklich auf Cifer's Seite stand - zumindest zwangsläufig. Zudem, sollte dies der Fall sein, könnte es ja sein, dass dieser, nach einem eventuellen Sieg über den Seneschall, sich auch noch gegen ihn wendet. Es gab mehrere Möglichkeiten, doch in fast allen, die er sich ausmalen konnte, ging es schlimm für ihn aus. Somit tat er das, was er schon längst hätte tun sollen. ,,Westbezirk Realises Cifer hier. Bitte dringest um Verstärkung in Sektor-", doch bevor er weiter einen allgemeinen Funkspruch aufgeben konnte, musste er schnell handeln. Ihm war aufgefallen, sein kurzzeitiger Verfolger war stehen geblieben. War an sich gut, so konnte er mehr Distanz zwischen diesen und sich bringen. So wand er sich diesem auch erst nicht zu. Erwies sich als kleiner Fehler. Den kam nur wenige Sekunden später eine Warung seines Systems, dass sich ein Subjekt mit rasender Geschwindigkeit sich ihm näherte.

Mit voller Kraft sprang er zur Seite - in die Richtung, wo auch die Schüsse stetig herkamen. Zwar schaffte er es so nicht komplett aus der Wurfbahn des Metallstabes, doch erwischte dieser ihn nur etwas an der Seite. Nun ja, zwar war die Wucht noch recht groß, sodass er ziemlich zur Seite gedrückt wurde, doch konnte man die Metallplatte, die von seiner Flanke abbrach, verkraften. Zwar war diese dadurch nicht mehr ganz so gut geschützt, doch waren keine Stromkreise oder ähnliches freigelgt worden. Darüber saß noch eine etwas dünnere Panzerung. Wenige Meter weiter fing er sich mit einer Hand am Boden ab, und drehte sich im Flug. Den Fuß dabei am Boden schlittern, bremste er ab und kam in Richtung Rakshan zugewendet zum Stehen. Und dieser war nahe. Zu nahe, für seinen Geschmack. Und kam immer und immer näher, in nur Sekundenbruchteilen. Schnell musste er handeln. Sich nach hinten Abstoßend, richtete er beide Hände nach vorne und schoß zwei Energiestrahle auf Raki. Diese Attacke würde höchstwahrscheinlich nichts bringen, doch zur Irritation und zum Zeit schinden sollte es genügen. Zumindest wenige Sekunden. Denn immerhin war der Energiestrahl schon recht hell und blendend - es es schoss eben auf ihn zu. Zudem. . . stand der Weißhaarige noch unter zusätzlichem Beschuss des Unbekannten. Da sollten sie zu zweit doch wohl etwas bewirken können.

In der Zeit versuchte er auch mal seine Meldung zu vervollständigen: ,,Sektor 19, High-City, Südbezirk. Bestätige Seneschall, sowie weiteres ranghohes Mitglied. Fraktion unbekannt." Es müsste sich schon um einen Scamaton halten. Dies wäre wohl mit Abstand am logischsten. Denn hätte ein Raitas schon längst Bericht erstattet und ein Kiheda würde wohl kaum seine eigenen Leute angreifen - oder Moment. Doch, Scamaton oder Kiheda. Beides blieb weiterhin offen.

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Rakshan

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Sa Sep 23, 2017 4:23 pm

Rakshan erfüllte es mit Genugtuung, dass beide Angreifer einen Funkspruch herausgeben. Sie sahen wohl ein, dass sie alleine nichts ausrichten konnten. Er selbst würde keinen Funkspruch durch geben, solange er in einem Kampf war. Das widersprach seinen Idealien. Der Kampf war zwischen ihm und diesen beiden anderen Typen. Nicht mehr und nicht weniger. Er würde später seine Männer rufen, damit sie ihn reparierten und so ein Zeug.
Dass der Scamaton seine Position geändert hatte, hatte er mitbekommen, er war schließlich nicht komplett doof und wirklich leise war der Andere dabei auch nicht gewesen. Dass die blonde Blechbüchse auch zur Seite gestoßen würde, ließ seinen Plan wundervoll aufgehen. Nur mochte er das Geräusch der drei Schüsse nicht, die auf ihn zuflogen. Er hoffte, der Cyborg hätte seine Strategie nicht geändert. Auch, wenn er sich dieses Mal dazu entscheiden sollte, woanders hin zu schießen, sollte es kein Problem darstellen. Er fing wieder an, zu rennen, nahm den Streifschuss im Rücken hin und näherte sich mit rasender Geschwindigkeit dem Blecheimer. Streifschuss war aber wohl eine Untertreibung. Die Kugel hatte sich seitlich in den Oberkörper hineingebohrt, aber nicht komplett, sondern zu knapp 90% und kam an einer anderen Stelle wieder raus. Dabei zog sie eine tiefe Wunde mit sich. Aber Rakshan wäre nicht Rakshan, wenn es ihn beeinträchtigen würde. Der Schmerz stachelte ihn eher noch mehr an und beschleunigte seine Atmung. Pumpte mehr Adrenalin durch seinen Körper. Seine Augen glänzten mittlerweile gefährlich, sodass es ihm auch am Arsch vorbei ging, dass der Blecheimer mit irgendeiner komischen Energiewelle auf ihn schoss. Er rannte einfach durch und kokelte sich dabei nur etwas die eh schon offene Wunde an. Der Rest wurde von seiner Rüstung beschützt. Selbst die Helligkeit dieser Attacke machte ihm nichts aus. Im Prinzip könnte man sagen, der Blonde hatte umsonst Energie verschwendet.

Nachdem er bei diesem dann angekommen war, schnappte er sich dessen Arm, drehte sich um und warf ihn mit voller Wucht über seine Schulter nach oben zu dem Scamaton Typen. Er hörte seinen Arm sich beschweren und quietschen. Der Typ war wohl etwas schwerer als gedacht. Egal, wenn etwas abbrach, würde er sich das einfach wieder reparieren lassen. Wenn der andere Cyborg in dieser Zeit wieder schoss, würde er die Blechbüchse treffen und nicht den Seneschall. Praktisch, zwei Angreifer in der Nähe zu haben. Während er ausholte, um ihn zu werfen, meinte er noch, mit einem deutlich rauszuhörenden Grinsen: "Guten Flug, Blecheimer~"

Er selbst sprintete direkt hinterher, sprang das Haus hoch und würde sich direkt dem Scamaton stellen und das Ruder rumreißen. Vorhin hatte er sich von dieser blöden Geisel ablenken lassen, aber das würde ihm jetzt nicht noch einmal passieren. Mal davon abgesehen, dass es jetzt keine mehr gab. Zu schade aber auch. Er hoffte, der Wurf von dem vermeintlichen Androiden hatte den Cybrog so abgelenkt, dass er mit seinem ersten Schlag gute Chancen hatte, diesen zu treffen.
Nach nur einem Augenblick war er oben und holte direkt mit seiner Faust aus, um den Braunhaarigen mit voller Wucht zu treffen.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Südbezirk | High-City   Di Sep 26, 2017 11:06 am

Bel sah eigentlich auch überhaupt nicht ein, hier die Arbeit der verdammten Raitas zu machen, die anscheinend immer und überall den Leuten auf den Sack gingen, aber wenn die Kacke mal richtig am Dampfen war, machten sie sich anscheinend alle nen Lustigen. Bis auf den Knirps da, den der Kiheda in der Mangel hatte, aber dem flüchtigen Scan nach sicher kein hohes Tier, dazu geeignet dem Treiben hier Einhalt zu gebieten. Nur nachvollziehbar also, dass Funksprüche flogen, lustigerweise beide mit der Raitas als Ziel. Bel hatte hier eigentlich nichts zu suchen, er war ausgerückt um Zivilisten zu beschützen und nicht um sich in Kämpfe verwickeln zu lassen, nur war ihm klar dass der Raitas da den Typen nicht allein davon abhalten könnte woanders weiter zu marodieren. Und er würde auch ums Verrecken keinen Scamaton auffordern, hierher zu kommen, bei dem mehr als marginale Zweifel bestanden die Begegnung zu überleben, Raitas herlocken, mehr sollten sie nicht tun. Um den Rest musste er sich so lange notgedrungen selber kümmern, und nach Möglichkeit nichts übriglassen was andere Kiheda noch flicken könnten.

Erstmal kassierten beide Widersacher Verletzungen, so man das bei dem einen, vermutlichen Antroiden so nennen wollte, interessieren tat es beide jedoch nicht. In den wenigen Momenten des Intermezzos nach dem Abfeuern der Schüsse regte der Scamaton sich nicht, sondern fokussierte sich mittels aller verfügbaren Scans auf das Geschehen am Boden. Lernen und passend Reagieren, sein Kontrahent war schnell, und Nahkämpfer, Bel selbst auch, nur eben Fernkämpfer, er musste mehr Informationen bekommen damit das nicht allzu böse für ihn ausging. Aber er schien recht zu behalten mit seiner ersten Einschätzung. Haudrauf-Taktik, die vermutlich gerade wegen des Tempos bestimmt gut und gern funktionierte, aber so berechenbar dass es ihn nicht mal sonderlich wunderte, mit einem Raitas beworfen zu werden. Und für gewöhnlich hätte Bel auch null Skrupel gehabt, auf einen Raitas zu schießen, wenn die Kugel durchschlug traf er dann ja auch den Kiheda, aber trotz des üblichen Hasses musste er in diesem Fall umdenken. Diesmal ging es nicht um die Frage wer hier wie zu herrschen versuchte, sondern um Zivilisten und die Bekämpfung einer akuten Bedrohung für diese, und da erwartete er schlicht Unterstützung vom eigentlichen selbsternannten Führungsgrüppchen.
Es flogen also keine Kugeln in Richtung des auf ihn zufliegenden Raitas, im Gegenteil wanderte Requiem zurück auf Beleths Rücken und mit den so freigewordenen Händen konnte er den vermeintlichen Androiden auch abfangen. Kam ihm irgendwie bekannt vor, aber bei der Bauweise von solchen niedrigeren Rängen war man in der Regel nicht so kreativ, konnte ein baugleiches Modell sein. Darüber nachzudenken kam gerade zeitlich nicht hin, packte das Flugobjekt an beiden Schultern und riss ihn aus der Flugbahn. War sicher nicht die sanfteste Landung auf dem Flachdach, aber bequemer als drüber weg oder woanders gegen klatschen. Er hörte den Kiheda schon, und es war auch abzusehen gewesen dass er wieder einfach frontal angriff.

Bel wandte sich um, dem Raitas damit den Rücken zu und Mayhem wieder in der linken Hand, sah die Faust auf sich zukommen und milderte mit einer Bewegung zur Seite die Wucht des Schlages ab. Tat weh, würde ihm aber immerhin nicht den Kiefer zertrümmern. Viel wichtiger – der Kerl hatte, um ihn zu treffen, zwagsläufig auf Armlänge herankommen müssen, Bel hatte keine Ahnung nach welchen Kriterien die ihre Seneschalle in der raitasarmen Pampa aussuchten, aber er war Hauptmann inmitten von deren Regierungszentrum und ließ sich nicht für blöd verkaufen. Sein rechter Arm schoss vor und packte den Cyborg an der Kehle, mit gerade genug Kraft um diesen auszubremsen, metallene Finger gruben sich in den schmalen Hals. Einen Moment lang roch es verschmort, und ein kurzes, warnendes Blinken verhieß, dass einen Cyborg in vollem Sprung abfangen die Grenze des Machbaren mit frisch reparierten Kabeln war. Seine Reichweite war größer als die des kleineren Cyborgs, und da mit einem weiteren Angriff dessen zu rechnen war, riss er die Protonenwaffe in seiner Linken hoch, mehrere Schüsse auf den offenbar gepanzerten, aber menschlichen Teil des Cyborgkörpers zu richten, wenn der sich nicht schleunigst verkrümelte würden entweder die Kraftimpulse der Geschosse seine Mechanik stören oder die sengenden Projektile ihn in ein Sieb verwandeln. Man konnte den Wahnsinn in dessen Zügen sehen trotz der Maske, es wäre gnädiger ihn zu töten. Er schien nicht bei Sinnen, im Rausch, wohingegen Bel immernoch ununterbrochen scannte und analysierte, um die Situation zu seinen Gunsten zu drehen.
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