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 Nordbezirk | Down-City

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BeitragThema: Nordbezirk | Down-City   So Jul 02, 2017 4:10 pm

Chaos in Neovine

Die Kiheda hat es geschafft. Dieses Mal sind es keine kleinen, vereinzelten Anschläge innerhalb Neovine's - nein, dieses Mal findet ein Großangriff statt, was das Chaos und das streben nach Macht nur erfüllen soll. Durch die Schmugglertunnel haben sie es bis ins Innere der Insel geschafft, sind nun in Teile der Down-Cities, bishin in die High-Cities des Nord- und Südbezirkes eingedrungen. Auf diese zwei Bezirke würden sich die Terroristen auch bei diesem Angriff konzentrieren. Um zwischen den Bezirken halbwegs leicht und schnell wechseln zu können, haben sie über die Kanalisation Wege abgekoppelt und gesichert.
Die Raitas ist ausgerückt, um die Insel zu beschützen. Mit hohen Maßnahmen wurden die Bereiche um die Kampfgebiete mit hohen Zäunen und Sperren verriegelt, um ein weiteres Eindringen zu verhindern. Neben diesen muss die Zivilbevölkerung beschützt und die Eindringlinge besiegt werden.
Während dem ist auch die Scamaton aktiv, darauf spezialisiert die Zivilisten zubeschützen und den verursachten Schaden zu minimieren, werden diese sich wohl auch dem Kampfgeschehen entgegenstellen müssen.
Zwischen all dem versuchen die Zivilisten sich zu retten, andere zu retten oder wenn nicht sogar, irgendwie zu helfen - egal wem . . .


Nordbezirk | Down-City

Die Down-City im Nordbezirk allgemein:
 

Statusbericht

Betroffenes Gebiet:
Der nördliche und nörd-östliche Teil.


Schäden:
Der Schaden ist bisher mittelmäßig, doch weist an manchen Stellen schon größere Blessuren auf. Durch den vereinzelten Schutt, welcher manchmal aus der drüberliegenden High-City stürtzt, sollte man schon manchmal noch oben blicken, wenn man nicht zermatscht werden möchte.

Beteiligte: Es sind noch viele Zivlisten anwesend - was bei der Masse an Down-City Bewohner nicht verwunderndswert ist, dass sich nicht alle in Schutzgebiete retten konnten. Am meisten sind hier Kiheda vertreten, da durch den Schmugglertunnel immer wieder Verstärkung anrücken kann. Die Raitas ist schon mit mehreren Einheiten anwesend und die Scamaton befindet sich auch bereits im Geschehen.
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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Mo Jul 03, 2017 4:24 pm

[Einstieg Ingame & Event]


Der Schmugglertunnel gefiel Zayan nicht. Nicht nur, dass er eng war, es war auch keine Gelegenheit um mal Stehen zu bleiben und sich etwas anzugucken, hier lag nun wirklich genug herum bei dem es sich lohnte, es zu erkunden, manchmal sogar Knochen – zu gern hätte er herausgefunden, wovon, aber irgendwie war heute ziemlich viel los, Der Android hätte schwören können, er wäre nicht allein aus den Borderlands gekommen, aber nachdem er sich nur mal kurz umgedreht und mit einem Metalldraht in einem Rattenkadaver herumgestochert hatte, war davon keiner mehr da, sehr komisch.
Also war der Schutzbefohlene allein weitergezogen, hatte ein paar der wenigen Daten seiner hiesigen Vergangenheit abgerufen und mit denen der Kiheda abgeglichen, was den Plan anging. Und da er feststellte, dass es keinen allzu großen Plan abseits von „MACHT ALLES KAPUTT!“ gab, konnte er nicht sonderlich viel falsch machen, orientierte sich an den eingegebenen Ballungszentren und wuselte los in Richtung High-City.

War nicht ganz so einfach, das Chaos war ziemlich unregelmäßig verteilt und manchmal liefen sogar einfach Leute herum, die er hätte versorgen können und wollen, allerdings rannten die meist heulend weiter, schade. Hatte aber seine Vorteile, er hatte sich irgendwie verfranzt und dabei eine Stelle gefunden, wo Trümmer aus der High City herabgefallen waren. Zufälligerweise war dabei eine Scheibe kaputtgegangen zu irgendeinem Geschäft und jetzt hatte Zay sämtliche Taschen, den Hasenrucksack und sogar seine Kapuze voll mit Süßigkeiten und irgendwelchen Isodrinks, die er definitiv brauchen würde und auch schon in der Mangel hatte. Konnte ja nicht schaden, auf Vorrat was herzustellen, und so nuckelte er zufrieden an einer Limo, den Strohhalm provisorisch durch die Atemschutzmaske gepfriemelt. Schien nur wenige zu wundern, dass er überhaupt eine trug.
Irgendwo in der Nähe explodierte irgendwas, was ihn innehalten und den Kurs in ebenjene Richtung ändern ließ. Und es triggerte die weniger hilfsbereite Programmierung des Androiden, die sich nicht immer mit seiner ursprünglichen Bestimmung vertrug, aber manchmal durchbrach. Und so zerrte er an einer Stoßstange irgendeiner herumstehenden Klapperkiste, und machte sich einen Spaß daraus damit auf alles einzuschlagen was er fand, Fahrzeuge, Scheiben, Passanten, eigentlich war es egal. Und wo waren eigentlich die anderen alle hin? Normalerweise sagte ihm jemand, was er tun sollte, waren wohl der Meinung der Androide mache zu viel falsch oder zumindest … komisch.

Es wurde langweilig, beziehungsweise vergaß er auch einfach was er ursprünglich hatte tun wollen, und nachdem Zayan mit der schon ziemlich verbeulten Stoßstange einen seltsam matschig aussehenden Cyborg vergeblich angestupst hatte (dessen Zustand vielleicht daher rührte dass eine halbe Hauswand auf ihm lag), hockte er sich im Schneidersitz daneben und probierte aus, wie lange man ihn noch am Leben erhalten konnte. Beatmen klappte gut, und zumindest der gröbste Blutverlust ließ sich ausgleichen mit Plasmaersatzlösung, doch wenn er nicht wieder zu sich kam, wurde das nichts. Ganze Wände bewegen würde für einen als Krankenpfleger konzipierten Androiden immerhin schwer werden, aber helfen ging immer. Ihm egal wem oder was.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Di Jul 04, 2017 2:33 pm

~ Ploteinstieg ~

Geschrei. Expolsionen. Tod, Verderben - der Klang, dass seine Fraktion führte. Hach, wie herrlich. ,,Musik in meinen Ohren", grinste der Ashblonde dunkel lachend vor sich hin, wo er gerade mit festen Schritten durch die letzten Meter des Schmugglertunnels durchschritt, welcher die Verbindung zwischen Neovine und seinen Rocklands bildete. Der Lärm vom Trubel des Angriffs drang bis in den versteckten Tunnel ein, welcher am Kanalisationssystem grenzte. Allgemein nervte es ihn, dass sie diesen genommen hatten. Es dauerte immer so lange. . . warum nicht einfach quer durch den Brückenstützpunkt? War doch wesentlich einfacher - zumindest als Gruppe. . . Die immer deutlich werdenen Beben zeigten, dass sie bald angekommen waren. Ja, sie. Denn war der junge, gutaussehende - davon war zumindest er überzeugt - Seneschall nicht alleine - er war zusammen mit den zwei Pappnasen unterwegs, die sich Komthure schimpften. Chrome und Timber. Eisprinzessin und Trottel-chanicker. Stracciatellaschädel und Zitronenbombe. Diese Spitznamen ließen ihn innerlich noch breiter grinsen. Doch ließ er sich mal nicht anmerken, dass er auf deren Kosten sich gerade innerlich amüsierte. Wobei er ihnen das auch direkt ins Gesicht sagen würde. Hatte er keine Probleme damit. Doch war er erstmal darauf fokussiert, so schnell es geht sich ins Kampfgeschehen zu schmeißen und ein paar Metallschädeln den Kopf einzurammen und wegzuschnörkeln. Oh, wie er sich freute!

In der Kanalisation angekommen, begab er sich direkt zum Obergrund, hinein in die Down-City des Nordbezirkes. Sollten seine Komthure ihm gerade irgendwas nachbrüllen, so würde er es nicht hören. Denn pochten seine Ohren vor Adrenalinschub. Nun war es endlich so weit. Gerade gab es nur ihn und seine Liebe zum Kämpfen. Nichts würde sich dies in den Weg stellen können! Wie ein Psychopath lachend, rannte er zum nächsten Grüppchen und haute zwei von denen je eine seiner Armschienen gegen den Schädel, während der letzte der Gruppe daraufhin davonrannte. Gar nicht den Gedanken daran verschwendend, wer diese Typen überhaupt waren, die nun mit blutendem Schädel K.O. am Boden lagen - denn hätten es auch gut andere Kiheda oder gar seine eigenen Männer sein können - sah er sich anschließend erstmal um, um zu gucken, was hier überhaupt vorging. Es war verdammt viel los. Hier und da ein paar Menschen, die schreiend wegrannten, hinter her ein paar Cyborgs oder nicht ganz knusper aussehende Androiden - waren wohl Kiheda, an anderen Stellen welche, die den schreienden Meschen halfen. Üarghs, Scamaton, dachte er sich dazu nur angewidert, total die Tatsache ignorierend, dass er selbst mal diesen angehört hatte. Doch erblickte er auch seine Lieblingsziele. Blechbüchsen auf zwei Beinen, mit dem Raitas Emblem. ,,Jackpot!", lachte er und wollte zu ihnen rennen, ehe ihm was ins Auge stach, wodurch er zum Stehen blieb.

Vor seinen Füßen lag eine Spur aus Süßigkeiten und Naschereien, führend zu einem - kleinen Jungen? - der offenbar mit einer zerquetschten Leiche spielte. Sah zugeben urkomisch aus. Ha ha. Doch in der Nähe des Knirpses sah er zwei drei Cyborg's, die offenbar zur Kiheda gehörten. Denn na ja - sahen aus wie die letzten Vollidioten. Was auch irgendwie auf bestimmt 85% der Fraktion zutraf. Aber sei's drum. Denn was ihn störte - diese gehörten definitiv nicht zu ihm. Die sahen mehr nach Wüste aus. Borderlands. Hastings. . . Ob dieser Trottel auch da war? Nile hoffte nicht. Betete schon fast innerlich. Doch wand er sich um, auf der Suche nach seinen Komturen. Dabei brüllend: ,,,CHROME! TIMBER! Was machen diese Vollidioten in MEINEM Gebiet?!" Dabei mit einem Fingerzeig auf sich deutend. Ja, es war für ihn sein Gebiet. Denn offensichtlich waren diese hier angekommen, indem sie den Schmugglertunnel seiner Rocklands verwendet hatte.

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Chrome
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Fr Jul 07, 2017 2:38 pm

Weder eilens noch zu langsam, lief Chrome wie die andere ihrem allseits geliebten Seneschall in den Tunnel nach. Wie immer kam ihm die Frage auf, wie genau Nile eigentlich Seneschall geworden war. Wie ein scharf gemachter Hund, der an seiner Leine zerrte, benahm er sich. Das er dabei ab und an ein paar ihrer Truppen verletzte war ebenso typisch. Dabei brauchten sie diese doch noch. Selbst wenn sie nur als Kanonenfutter dienen sollten. Für irgenetwas waren sie immer nützlich. Besonders bei solchen Aktionen wie heute. Eine Großeinsatz, bei der alle Outposten beteiligt sind. Demnach waren sie wirklich viele, was ein noch größeres Chaos verhieß. Daher war ihr Seneschall auch wohl so aufgedreht. Schweigend lief er wie immer neben seinem Lieblingkollegen her. Er war zwar auch manchmal ein wenig aufgekratzt aber weit erträglicher. Zudem arbeiteten sie oft zusammen, wenn sie nicht gerade Missionen in ihrem jeweiligen Fachbereich hatten.

Mit Nile war das kämpfen auch möglich. Wenn er denn mal sein Temperament zurück schraubte. Mit Plänen hatte er es auch nicht sonderlich. Sein Plan für alles war, einfach drauf hauen. Klappt irgendwie auch immer. Zumindest wenn seine Komothure dabei sind. Also würden die beiden heute auch wieder für ihn mitdenken müssen, wenn sie heil aus der Sache wieder raus kommen wollten. Nun aber war erst einmal Chaos machen angesagt. So viel und möglichst nachhallend wie es ging. Persönlich hatte er nun nichts gegen die Raitas. Es war ja eher Zufall, das er sich den Kihedas angeschlossen hatte. Aber inzwischen hatte er sich mehr oder weniger ja bei ihnen eingelebt und dementsprechende Tätigkeiten angenommen. Da er seiner Einheit geraten hatte, möglichst weit entfernt von ihrem Seneschall durch den Tunnel zu gehen, liefen diese etwas weiter hinten, aber auch nicht sehr weit von ihrem Komothur entfernt. Direkt daneben folgte Timbers Einheit. Die Einheiten davor, gehörten zu niedrigeren Einheiten und war daher nicht wirklich Chromes Problem. Nur eben der Verschleiß ihres Seneschalls.

Als sie schließlich am Ende des Tunnels und in Neovine angekommen waren, lief bereits das bunte treiben. Kihedas, Raitas und Scamatons lieferten sich bereits Kämpfe, während hier und da panische Zivilisten durch die Gegend rannten und Schutz suchten. Gerade als sich bei ihrem Seneschall angekommen waren, rannte dieser auch schon wieder los. "Einfach spielen lassen...", meinte er und beobachtete den Aschblonden. Als dieser stehen blieb und wohl offensichtlich mal nachzudenken schien. Chrome selbst sah nach, wohin er seine Einheit als erstes schickte. Doch da rief ihr Seneschall schon wieder nach ihnen, worauf hin der Komothur seufzte. "Dein Gebiet ist das noch nicht. Zudem, wenn du dir den Befehl besser durchgelesen hättest, wüsstest du, das alle Kihedas da sind. Zumindst möglichst alle.", erklärte er und wies dann seine Truppe an. Er selbst würde eher auch den Seneschall achten müssen. Auch wenn dieser ein guter Kämpfer war. Das Temperament war manchmal seine größte Schwäche.


Zuletzt von Chrome am Di Jul 25, 2017 11:14 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Timber
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Mo Jul 10, 2017 7:33 pm

Heute war es soweit, die Kiheda würde in Neovine eindringen und die Stadt übernehmen. Zumindest war dies das Ziel dieser Mission und alle Kihedas der verschienden Outposts würden anwesend sein. Das würde ein ziemiches Chaos geben und ein riesen Dreck. Sie würden alles in Schutt und Asche legen, aber das machte dem zweiten Komtuhr eben am meisten Spaß. Wenn die, von ihn angefertigten, Bomben hoch gingen und einen lauten Knall geben würden, welcher für Timber wie Musik in den Ohren war. Gut, natürlich gab es andere Kihedas, die auch Bombenleger waren. Aber niemand kam an seine Bomben ran, so viel war sicher. Schwer beladen, mit all möglichen Granaten und Bomben, wo man schon Angst haben musste, dass er gleich in die Luft fliegt, lief er dem Seneschall Nile nach und neben dem ersten Komtuhr, Chrome.

Chrome war ja schon etwas Besonderes für ihn. Nicht nur ein Kollege, sondern eben auch ein Freund. Deswegen unternahm er auch sehr viel mit ihm, zumindest, wenn sie die Zeit dazu hatten oder sie gemeinsame Aufträge erledigten. Und zusammen Nile zu ärgern war auch immer wieder ein Highlight. Aber heute ging es nun erst mal darum, der Stadt Neovine den Grund und Boden zu machen und so weit in die Stadt vorzudringen, wie es ihnen möglich war. Sie mussten hinterher dann nur noch heil zurückkommen, aber es würde schon noch alles gut gehen. Insgeheim würde er auf Chrome aufpassen, damit diesem nichts passieren würde. Wobei sie wohl pder übel auch auf den Seneschall aufpassen mussten, damit dieser ein Unsinn trieb. Was fast unmöglich war, so dickköpfig Nile sein konnte. Schon als sie den Tunnel nun verließen und die Stadt betraten, war Nile schon wie ein kleines Kind, das gerade eine Hüpfburg entdeckte. Nur.... ein wenig verrückter. Sehr verrückt.

Nun in der Stadt, blieb Timer neben Chrome stehen und sah sich um. Hier war noch nicht allzu viel zerstört, aber da konnte er und Einheit bestimmt nachhelfen. Letzterer wies er an, sich in Dreiergruppen in der Stadt zu verteilen und überall Bomben zu legen und alles hochzujagen, was sie hochjagen konnten. Danach ging sein Blick zum Seneschall, als dieser nach Chrome und ihm rief, ehe er schmunzelte. "Ach Chefchen. Ist im Moment doch egal, wer hier ist. Je mehr wir sind, umso lustiger wird es", meinte der Dunkelblonde grinsend und verschränkte die Arme am Hinterkopf. "Also lasst uns nun beginnen, bevor die anderen uns alles vorweg nehmen und wir nichts mehr zum hochjagen haben" , fügte er hinzu und sah sich nochmals um.

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Timber spricht: #009900
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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Di Jul 11, 2017 8:31 pm

Auch ohne Mediziner zu sein wäre recht offensichtlich, dass vermutlich nicht mehr viel zu retten war. Eine komplett sachliche Feststellung, die während etwa fünf Minuten des permanenten Blutverlust-ausgleichens und Reanimation durch Zayans Ethik-Filter lief. Zwar hatte er die grundlegende Programmierung, zu helfen, und zwar in jedem Falle, es gab aber durchaus die Option abzuwägen und Energieverschwendung zu vermeiden. Immerhin könnte er ja sonst versuchen einen Toten bis ans Ende seiner (sowieso schon verstrichenen) Garantiezeit zu reanimieren nur weil er versuchen musste das wieder hinzukriegen.
Dementsprechend gab es etwas Freiraum für Entscheidungen, durch ein einfaches Kosten-Nutzen-Schema sowie einer Prise moralischer Vertretbarkeit, und in diesem Fall fiel das Ergebnis negativ aus. Also stöpselte Zayan sen Katheter aus der Halsvene des Cyborgs und verpackte Schläuche und Beatmungsmaske schön ordentlich wieder in seine Bauchklappe, wo sie wieder desinfiziert würden.  Es war mittlerweile wieder ganz schön voll und laut geworden, was ihn animierte einen Blick umher zu werfen.

Das eine Auge, das nicht von der Maske mit verdeckt und sowieso nutzlos für den Normalgebrauch war, identifizierte rasch eine Kleingruppe Dazugekommener. Nicht, weil er sie schon mal bewusst wahrgenommen hätte (wobei auch das nicht auszuschließen war, aber es gab nicht genug Speicherplatz um sich jedes Gesicht und jeden Namen zuu merken), da hätte auch irgendein Scamaton ihm bekannt vorkommen können, der vor fünf Minuten schon vorbei gewatschelt war. Aber man hatte zumindest daran gedacht, zumindest grobe Infos über die Kiheda-Struktur abzuspeichern, sodass es ihm möglich war, die Gestalten da unter der Kategorie "Verbündet" abzulegen.
Die rote Iris färbte sich blaugrau, als er seine Scans anlaufen ließ, die auf diese Distanz klappen müssten, was nur Röntgen und Thermalsicht war. Das eine war ein fast vollständiger Cyborg, überhaupt wirkten alle noch recht intakt, aber so aufgedreht wie der unter "Seneschall" abgespeicherte Blondschopf war, würde er vermutlich recht bald dehydrieren und unterzuckern. Dass Leute immer so rücksichtslos mit sich selbst umgingen, so lange sie noch Organe und ein schlagendes Herz hatten.

Zay stand auf und hob dabei etwas mühselig einen glatten Stein, nun ja, das herausgebrochene Stück Hauswand, und ließ es dann auf den Kopf des Cyborgs fallen. Er musste ja nicht unnötig leiden, also machte der Android es kurz und ... naja, hoffentlich schmerzlos, so schmerzlos wie es mit zermalmtem Unterleib eben ging. Naja, dann eben nicht schmerzlos, tot war es trotzdem. Das nun wieder normale Atmen ließ die Atemmaske leise vor sich hin schnaufen, und ohne Umschweife stiefelte Zay zu dem Trio herüber. Noch unterwegs wühlte er hinterrücks in seiner Kapuze, und wenige Schritte entfernt angekommen hielt er dem Blonden eine Flasche Limo hin. Sollte rein rechnerisch für den Anfang reichen.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   So Jul 23, 2017 6:43 pm

Die Tatsache, dass sich andere Kiheda als er und seine zwei Komthure hier befanden, - ihre und seine Einheiten konnte er irgendwie erdulden, aber auch nur irgendwie - wurmte den Seneschall abgrundtief. Schnaufend blickte er sich um, fixierte dabei die ganzen Schwachmaten, die ihm seine Beute wegnahmen. Dafür, dass er noch keine Minute angekommen war, war sein Körper schon voller Adrenalin und aufgehitzt. Und die Worte seines ersten Komthurs verbesserte seine Laune kein bisschen. Heizte ihn ehr noch mehr an. Zähneknirschend fixierte er den Stracciatellaschädel. ,,Und ob ich diesen verdammten Bericht gelesen habe! Ihr habt mich doch dazu gezwungen! Aber das heißt aber noch lange nicht, dass diese Dummbatzen in der Nähe von mir herumlatschen müssen! Wenn die schon durch meinen Tunnel kommen, sollen die auch nach meiner Pfeife tanzen!"

Schnaufend schellte sein Blick schließlich zum Dunkelblonden, der nun ebenfalls versuchte, den Jüngeren zu besänftigen. Und diese Worten erreichten bei dem Ashblonden wirklich an Gehör. Der krampfhafte und verärgerte Blick löste sich, formte sich zu einem breiten Grinsen, zusammen mit einem Angriffslustigen Funkeln in den Augen. Ein kurzes und tiefes Lachen erklang kurz aus seiner Kehle. ,,Thehehe. Du hast Recht. Wir machen alles kaputt, bevor die dazu kommen. Wer uns im Weg ist, wird eben mit hochgejagt." Nun hochmotiviert knackste er mit seinen Knöcheln und ging dann zwischen seinen zwei Komthuren vorbei. Dabei klopfte er ihnen beim Vorbeigehen je auf eine Schulter. ,,Dann lasst und mal loslegen!", wurde breit gegrinst.

Einige Schritte ging er, dabei die Umgebung musternd. Der Schaden bisher war echt erbärmlich. Es wurde wirklich Zeit, dass der Rocklandstrupp loslegte. Im Westen steht noch viel zu viel!, schoss es ihm durch den Kopf. Und dies wollte er den beiden Älteren und Größeren sogleich mitteilen. Auf den Versen drehte er sich um und setzte zu einem: ,,In den Wes-", stockte aber dann, als jemand vor ihm stand. Irritiert blieb er stehen und blickte mit skeptisch hochgezogener Augenbraue auf den Schwarzschopf vor sich. Das war doch der Junge, der mit dem zermatschten Cyborg gespielt hatte. Einen kurzen Blick diesem widmend, stellte er nun auch fest, dass dieser nun vollends am Arsch war. Von einer Wand zermatscht. Urkomisch.

,,Was willst' denn Du, Knirps?", brummte er den Kleineren an, welcher ihm plötzlich etwas hinhielt. Dezent verstört blickte er das Objekt an - eine Limo? ,,Was zur. . . was soll die Scheiße?!", wie auf Befehl wurde er direkt wieder wütend. Will der Zwerg ihn etwa verarschen? Was soll er mit einer beschissenen Limo?! Ebenso fragte sich der Seneschall, wer das überhaupt war. Definitiv keinen von seinen Männern. Doch da dieser hier im Nordbezirk war, musste er durch dessen Tunnel gekommen sein. Sprich, er gehört zur Rocklands oder Borderlands. Dann ein anderer so schnell hier angekommen war, trotz der verbundenen Kanalisation, war doch sehr unwahrscheinlich. Und wenn es keiner von seinen war, gehörte der Junge zur Wüste. Dies verleite diesem direkt einige Minuspunkte.

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Chrome
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Di Jul 25, 2017 3:37 pm

"Ja, die Konkurenz was den am meisten zu machenden Schaden betrifft, ist heute sehr hoch. Da ist die Verteilung der Belohnung, sollte es eine geben, nach dem gemachten Schaden sicherlich erst aufzuteilen.", sagte der erste Komthur und sah sich um. Viele ist ja noch nicht veranstaltet worden. Aber viele befanden sich ja auch im direkten Kampf. Zudem waren ja auch die Scamatons mit am Werk, die versuchten, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Ein wenig störend, doch sollten die nicht allzu nervig sein. Bei Niles Worten, schmunzelte Chrome was eher selten war, doch er konnte bei diesen kleinen Ausbruch nicht anders. Wer tanzte denn schon wirklich nach seiner Pfeife? Timber und er jedenfalls machten meistens was sie wollten, achteten aber stehst darauf, das sie keinen schlechten Ärger machten. Ihren Seneschall zu ärgern gehörte da definitiv zum guten Ärger.

Aber schnell hatte Timber ihren Chef tatsächlich wieder besänftigt, indem er dessen Temperament wieder auf das Hauptaugenmerk, die Zerstörung und das Chaos anrichten legte. Im Grunde machte es Nile ja irgendwie beeinflussbar, wenn man bedachte, wie schnell man ihn umlenken konnte. Doch darüber wollte Chrome nun erst einmal nicht nachdenken. Immerhin wollte er sich auch mal wieder ordentlich austoben, auch wenn er ja eher die Ruhe mochte. Doch bei einem solchen Einsatz, der ja zum Chaos stiften verführte, musste er seiner Kihedaader freien Lauf lassen und ebenfalls für Zerstörung sorgen. Daher sah er sich zunächst einmal um, wo er am besten ansetzen sollte.

Jedoch sorgte ein Zwischenfall, dafür, das er sich fast nicht hätte beherrschen können und laut los gelacht hätte. Doch er rettete es mit einem grinsen. Da hatte sich tatsächlich eine etwas merkwürdige Person genähert hatte und Nile wie einem kleine Kind eine Limo hin hielt. Das der Seneschall daher fast direkt wieder kurz vorm Platzen war, hatte man vorhersehen können. Doch war sich Chrome sicher, das der Neuankömling vom Temperament des Seneschalls aus den Rocklands keine Ahnung hatte. "Trink einfach die Limo zum stärken und hau dann alles kurz und klein, was sich dir in den Weg stellt.", sagte der erste Komthur der Rocklands und sah sich nun wieder um. Gerade kam ein Stoßtrupp von etwa zehn Raitas-Androiden auf sie zu. Sofort lief Chrome zur rechten Seite los, schoss das Drahtseil seiner linken Hand in eine Hauswand, wobei das kleinere Gebäude eh schon kurz vorm Einsturz war, vor den angerannten Androiden, blieb in etwa fast der Mitte stehen, wo die Androiden gleich durch laufen würden, wartete einen Moment, als diese sich an dieser Position befanden und lies das Drahtseil seiner rechten Hand in die die selbe Hauswand nur weiter weg und hinter den Raitas einschlagen, so das diese nun in der Mitte waren. Sie sahen sich auch schon ziemlich irritiert um.

Kurz suchte sich Chrome die schwächste Stelle, welche das Haus vor dem Einsturz bewahrte und trat dann eines der größeren Schutteile über die Köpfe der Androiden hinweg. Da diese nicht ganz verstanden, was er da tat, sahen sie ihm bei zwei weiteren Schüssen zu, ehe er beim letzten gleichzeitig an den Drahtseilen zog und das Gebäude so leichter nach vorne kippen konnte und die Androiden unter sich begrub. Solche Manöver waren einfach, wenn man die richtigen Vorraussetzungen schaffte. Nun sah er wieder zu den anderen. "Timber, machst du dein eigenes Ding, oder willst du wieder mit?", fragte er nun, da er den Dunkelblonden meistens mit sich auf den Rücken nahm was praktisch war, da der zweite Komthur Chromes fehlende Feuerkraft wett machte.

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Chrome spricht: #009966
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Timber
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Di Jul 25, 2017 10:54 pm

Timber musste schmunzeln, als der Seneschall wieder in seine Zerstörerstimmung wechselte und schon voller Tatendrang war, Neovine dem Erdboden gleich zu machen. Das war eben typisch für den Seneschall, von einer Stimmung in die nächste zu fallen. Meistens von der agressiven, zur zerstörerichen. Aber Timber selbst konnte es nun kaum abwarten, endlich los zu legen und seine Bomben zu legen. Er hatte schon die einen oder anderen Plätze entdeckt, die sich dafür super eigneten. Einmal steckte er sich ausgiebig und ließ die Finger knacksen, ehe er selbst schon voller Tatendrang an die Sache ran gehen wollte. Aber da wurde er schon wieder abgelenkt, als der Kiheda vom anderen Outpost auf Nile zuging und ihm eine Limo hinhielt. Und schon fiel das Ashblonde wieder in seine agressive Stimmung.

Dass der andere Kiheda dem Seneschall aber eine Limo hinhielt, fand Timber so urkomisch, dass er nicht anders konnte, als laut los zu lachen. Er hielt sich den Bauch und hatte Mühe, sich wieder zu beruhigen. Aber die Situation war einfach so unwirklich, dass man da nur lachen konnte. Zumindest er. Von Chrome war ein Grinsen zu sehen, was auch schön war, aber der Seneschall würde sicherlich gleich an die Decke gehen, besonders, weil Timber so lachte und sich nicht mehr einkriegte. Letztendlich fing sich der Dunkelblonde doch noch wieder, immerhin waren sie ja hier, um Terror zu schieben. Aber eine Lachnummer für Zwischendurch, schadete ja auch nicht. Timber wischte sich die Lachtränen weg und blickte wieder zu Nile und dem anderen Kiheda. "Der Typ gefällt mir, nehmen wir ihn auf Nile?", fragte er schwerzhaft. Wobei Nile zu dritt zu ärgern sicherlich noch witziger wäre. Auch wenn man den anderen Kiheda in den Verhaltensweisen des Seneschalls noch einlernen musste.

Vor lauter Lachen hatte er nur nebenbei mitbekommen, wie ein Raitastrupp auf sie zugekommen war, aber Chrome hatte sich ja bereits um diese gekümmert. Die waren nun platt und Schrott. Aber bestimmt wiederverwertbarer Schrott. Zumindest, wenn sie nicht zu sehr beschädigt waren. Sollten sie auf dem Schrottplatz landen, würde Timber diese unter die Lupe nehmen. Jetzt konnte er sowieso keine Teile mitnehmen, da er duzende Bomben mit sich trug, welche nur darauf warteten, verwendet zu werden. Also lief Timber kurz die Straße rauf, Richtung Norden, aus der auch schon wieder ein Raitastrupp kam. Auf beiden Straßenseiten legte er je eine Bombe, ehe er wieder Abstand nahm und nun wartete, bis der Stoßtrupp sich genähert hatte.

Dann, als diese auf richtiger Höhe waren, zündete der Dunkelblonde zwei Handgranaten, welcher er beide in Richtung der zuvor gelegten Bomben warf. Diese explodierten, ließen den Boden dabei vibrieren und vom Raitas Stoßtrupp war auch nichts mehr zu sehen. Zufrieden grinste der zweite Komthur und drehte sich dann zu Chrome, als er dessen Frage hörte. Sogleich rannte er zu diesem und sprang ihm auf den Rücken. "Klaro komm ich mit~!", rief er munter grinsend und klammerte sich an seinen Kollegen bereits fest.

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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Mi Jul 26, 2017 9:41 pm

Ein seltsames Trio, wobei auch nicht mehr so besonders, wenn man gerade in einer zerbröselnden Stadt mit drei jeweils auf eigene Art marodierenden Parteien eine Hauswand auf jemanden geworfen hatte – nach Plünderung eines Kiosks, natürlich. Irgendwie, und da war Zay sich recht sicher, kamen ihm diese Leute bekannt vor oder zumindest einer davon … nur dass er damals, als es die Möglichkeit dazu gegeben hatte, keinen Personenscan im Abgleich mit seinem Datenspeicher gestartet und den Blonden auch nicht gefragt hatte, wer er war. Und wenn keine Verknüpfung erstellt wurde, tja … dann konnte er sich auch nichts gemerkt haben. Nicht dass es noch irgendeine Rolle spielte, wenn es gerade um Limo ging, relativ wichtige Limo sogar, wenn man bedachte dass dieser Energiepegel auf Dauer viel Energie verbrauchte. Einige Leute hatten viel Elan, und entsprechend auch öfter Hunger, wenn es dann keinen Nachschub gab, konnten sie nicht mehr mitspielen und das wäre schade. Zayan hatte zwar nicht viel, bedachte man wie viel er selber bei einer aufwändigeren Behandlung verbriet, aber für einen anderen Kiheda war noch was übrig. Einen. Die anderen sahen weniger unterzuckergefährdet aus.

Scheinbar störte Zay aber gerade, denn sonderlich erfreut schien der Blonde nicht über das offerierte Getränk – vielleicht mochte er Orange lieber als Zitrone? Möglich, oder es war etwas erheiterndes passiert was weder der Androide noch der unwillende Beschenkte verstanden. Denn die anderen beiden lachten oder lächelten zumindest, was vom Scan zwar erfasst, aber nicht wirklich beachtet wurde, da die ursprüngliche Intention noch nicht vergessen war. Da er die Frage nicht verstand und spontan auch nirgends Scheiße entdecken konnte, über die ein Statusbericht erstellt werden musste, blieb es auch bei derselben Geste der angebotenen Flasche. Konnte in seiner Hand ja zum Glück nicht warm werden.
Der eine komische Cyborg, der eigentlich nur Android mit Hirn und Herz war laut Scan, verstand ihn aber, was Zay freute – genau, Limo zum Stärken, das war doch sinnvoll so! Und müsste er jetzt den anderen da mit Zopf beatmen, bevor er vor Lachen umfiel? Seltsam. Sehr seltsame Reaktionen auf ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk.

Zayans Aufmerksamkeit ließ nach, sobald die beiden anderen von dannen stürmten, weil er sich immer intensiver mit der Frage beschäftigte, ob und wieso dieser unterzuckergefährdete Seneschall ihm so bekannt vorkam. Und so stand er da und starrte, zumindest mit dem einen Auge, bei dem es überhaupt möglich war, und legte nach einer ganzen Weile den Kopf schief, ohne dass dies aber ein besseres Ergebnis lieferte. Also wandte er sich ab um zu sehen, was sich da gerade so laut hatte kaputtmachen lassen, die Limo achtlos fallen lassend, so sie nicht bereits in eine andere Hand gewechselt hatte. Taschen und Kapuze immernoch voller Verpflegung sah Zayan nun also zu, wie hoffnungslos dämlich Raitas war, ja, wieso auch schießen, selbst er als Heiler begriff dass das kein Hochseilakt werden sollte, oder ein Freudenfeuerwerk. Jedenfalls nicht auf herkömmliche Art.
Er fand es aber hübsch so, applaudierte als es wieder leise genug dafür war, und ging dann zu den Trümmern und Kratern gucken, ob man da was wieder heile machen konnte.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Do Jul 27, 2017 10:51 pm

Den Blick auf den ersten Komthur gerichtet, knurrte Nile: ,,Belohnung aufteilen? Pha! Wir reißen uns einfach das Gebiet unter den Nagel. Dann herrschen hier Rocklands-Regeln!" Dies war eigentlich das wichtigste für den Ashblonden. Viel Gebiet erobern, mehr Truppen und die anderen Seneschalle übertrumpfen. Auch wenn sie die höchsten Köpfe waren, gab es unter ihnen immer und immer wieder Machtkämpfe. Unter den Gebieten allgemein. Schließlich repräsentierte ein Seneschall - und die Komthure - die einzelnen Outlands und ihre Heere. So wäre es nicht unüblich, wenn diese Rivalität auch nicht bei einer gemeinsamen Aktion weiterhin fortbestand. Nun ja und für Nile war er, mit seinen beiden Komthuren natürlich - in 9 von 10 Fällen - stetig der führende Outpost. Auch, wenn jemand selbst vor seinen eigenen Augen mehr zustande bekam, als er selbst.

Die Limo wieder fixierend und kurz vor Ausbruch stehend, wollte er die Dose am liebsten Packen und dem Knirps gegen die Birne klatschen. Doch drangen die Worte des Blauäugigen doch noch irgendwie zu ihm durch. Irgendwie hatten seine Komthure die Gabe, doch irgendwie noch was bei ihm bewirken zu können. Was man als achtes Weltwunder einstufen könnte. Jedoch war es wohl gut so, dass beide diese Wirkung bei ihm erzielten. Denn so knurrte er erstmal eine Runde vor sich hin, rang etwas mit sich, ehe er dem Kleineren die Limo aus der Hand nahm. ,,Ist ja gut!" Mit einer Hand öffnete er die Dose und brummelte in sich hinein: ,,Wehe, die bringt nichts. . ." Anschließend kippte er sich den Inhalt auf einen Schlag rein, indem er die Dose an seine Lippen setzte und den Kopf in den Nacken legte. Wo die Dose geleert war, zerdrückte er sie an seiner Ausrüstung und musste aufgrund der schnell eingenommenen Kohlensäure rülpsen.

Bei der Frage Timber's hin, schnaufte der Ashblonde und fixierte wieder den Rotäugigen. ,,Tu was Du nicht lassen kannst, Zweiter." Wo er den jüngeren nochmals betrachtete, sagte ihm irgendwas, dass er ihn kannte. Doch konnte er es nicht genau zuordnen. Also juckte es ihn nicht sonderlich, weshalb er sich abwandete. Sein Blick ging schließlich seinem Ersten nach, welcher in windeseile einige Raitas umlegte. Genauso wie sein anderer Komthur. Breit musste er darüber grinsen und lachte erfreulich. Dem Knirps schien es auch zu gefallen, da dieser applaudierte. Hm, zumindest waren sie sich da einig! Im Augenwinkel vernahm er eine Bewegung und sah zu einem kleinen Trupp, der ihnen angehörte. Diese waren auch dabei, was kaputt zu machen. Doch sah das. . . erbärmlich aus. ,,HEY!", brüllte Nile daraufhin und marschierte am Knirps vorbei. In Richtung des Trupps, der bei der lauten Stimme ihres Seneschall's zusamenzuckten. Nur wenige Meter war er gegangen, blieb stehen und fixierte den Trupp weiterhin. ,,Wie erbärmlich ist das denn?! Ihr nennt Euch Kiheda?!", knurrte er und zeigte mit einem schwungvollen Fingerzeig zu Chrome und Timber. ,,Nehmt Euch gefälligst ein Beispiel an Euren Komthuren!" - ,,J-ja Boss!", stottere einer und der Trupp verschwand wieder.

Nun aber wollte der Cyborg selbst loslegen. Durch den Tumult, welche die beiden Älteren bereits veranstaltet hatten, wurden wohl nun mehr Raitas angelockt - zu seiner zufriedenstellung. Leise lachend ging er auf den Trupp zu, welcher in bemerkte und entgegenstürmte. Dabei lud er je eine Energiekugel in seinen Handflächen auf. Wo die Androiden, übrigens eine lasche Standardausgabe, nur noch fünf Meter von ihm entfernt waren, blieb er stehen, schoss seine Arme in die Höhe und gab die Energie in den Handflächen frei. Beide Kugel flogen nach vorne, verbanden sich und bildeten dann eine Feuersäule, welche den kleinen Trupp einhüllte. Der Geruch von geschmolzenen Metall drang in die Luft und als sich die Flammen lichteten, wurde die Ursache offenbart. Der Trupp hockte nun ehr am Boden, waren noch als Androiden zu erkennen, jedoch waren sämtliche Stellen an ihnen geschmolzen. Und somit waren sie bewegungsunfähig. Verächtlich schnaufte Nile. ,,Tz. Langweilig. Können die nicht mehr?", brummte er, mit dem Blick auf dem Schmelzhaufen gerichtet. Die Teile von denne würde man wohl nicht mehr gebrauchen können. Schade für Timber.

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Chrome
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Di Aug 01, 2017 10:07 pm

Schmunzelnd beobachtete Chrome, wie Timber lachte und auch den seltsamen Kerl behalten wollte. Es wunderte ihn aber auch irgendwie, das Nile die Limo einfach trank. Andererseits... den brachte nun wirklich nichts so schnell um. Schließlich hatte der Weißschwarzhaarige einen Raitas Trupp platt gemacht und war wieder zurück gekehrt, zu seinem Chef, bemerkte dann auch, wie Timber sich auch auslies. Dieser schien auch immer besonders viel Spaß zu haben. Und bei Androiden, durfte man dass ja auch haben. Gefühllose und maschinelle Wesen. Wobei man das irgendwie auch von ihm selbst sagen könnte. Nun sah er wie Nile ihren Truppen zu, die zwar motiviert waren, jedoch nicht so wirklich etwas zustande brachten. Das war schon ein wenig bitter. Aber Nile kümmerte sich ja schon drum. So sah er blickte er sich wieder um. Vielleicht sollten sie nich zusammen bleben, um den Schaden möglichst groß werden zu lassen.

Kurz sah er Nile zu, ehe er Timber schon am Rücken hatte und schmunzelnd zu diesem sah. "Gut, dann übernimmst du wieder das feuern.", meinte er belustigt und sah dann wieder zu Nile. "Wir melden uns dann mal fürs Erste ab und gehen woanders etwas zerstören.", sagte er und sah kurz zum kleinen Kiheda. Dieser war offensichtlich von den Zerstörungen angetan, was für Kihedas nicht untypisch aber dennoch lustig war, das sie alle in diesem Punk gleich tickten. Er war schon gespannt, wie der heutige Tag ausgehenn würde und womit sie belohnt  werden würden. Vielleicht gewannen sie auch tatsächlich neue Leute dazu. So viele wie Nile immer wieder  vom Terror Peak wirft oder vorhin schon welche aus dem Weg geräumt hatte, brauchten sie ja immer wieder mal Nachschub. Aber die Teile, die sie nach ein oder  zwei Wochen auf dem Schrottplatz finden würden, wäre für Timber ja schon genug Lohn.

Nun aber wollten sie los, zerstören und vielleicht das ein oder andere jetzt schon erbeuten. Daher fuhr er seine Rollen an den Schuhen aus und fuhr mit Timber auch schon los. Gerade als wieder ein Raitastrupp auf sie zu kam. Kurz nahm er mehr Fahrt auf und sprang schließlich über den Trupp, ehe er inne hielt, , damit Timber auch angreifen konnte.  Derweil hielt er nach Objekten ausschau, die man zerstören konnte. Gebäude eigenten sich am besten, da man mit ihnen ja auch gleichzeitig Raitas platt machen konnte. Am besten noch Scamatons dazu. Wobei er gegen diese nicht wirklich etwas hatte. Generell auch nichts gegen die Raitas. Aber bei dennen war esanders. Sie gehörten praktisch zu seinem Job. Umso weniger Raitas, umso besser.
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Timber
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Do Aug 03, 2017 7:58 pm

Timber hing grinsend an Chromes Rücken und nickte bei dessen Worten. „Klaro~“, sagte er bei dessen Worten und wartete nun darauf, dass sein Kollege los fahren würde. Sie waren ein eingeschweißtes Team und hatten schon einige Missionen zusammen gemacht. Sie ergänzten sich einfach gut und konnten auf diese Weise einen hohen Schaden erreichen. Und das war ja auch Teil des heutigen Anschlags. So viel zerstören wie es nur ging und Neovine einnehmen. Der Tag begann ja schon sehr gut und würde sicherlich auch sehr gut enden. Auch wenn sie die Stadt nicht einnehmen sollten, konnten sie zufrieden nach Hause gehen und feiern, dass sie in Neovine für Chaos gesorgt hatten. Sicherlich kam die Raitas nicht mehr hinterher. Und so sollte es auch bleiben. Der Dunkelblonde blickte selbst auch nochmal zu Nile.

„Und übertreib es nicht wieder so sehr, wie kürzlich am Brückenstützpunkt, Nilechen~“, rief der Mechaniker grinsend und hob winkend die Hand, als Chrome sich in Bewegung setzte und er sie beide beim Seneschall abgemeldet hatten. Dieser würde hier auch sicherlich alleine klar kommen, nur sollte der Ashblonde es eben nicht übertreiben. Er hatte ihn ja erst kürzlich wieder reparieren müssen und es ständig machen, war auch auf Dauer für den Seneschall nicht gut. Daher erinnerte er den Ashblonden nochmals daran, da es für diesen mit Sicherheit auch kein tolles Erlebnis gewesen sein musste. Danach waren Chrome und er schon los und trafen bereits auf den nächsten Raitastrupp. Grinsend bereitete sich Timber vor und zog seine Bomben hervor.

Gerade als Chrome über den Trupp hinweg sprang, ließ der Mechaniker erst seine Brandbomben fallen, welche sich öffneten und Kerosin verteilte. Dann, als Chrome nach dem Sprung inne hielt, zündete Timber drei Handgranaten und warf sie zu den verwirrten Raitas, welche die Funktion der ersten Bomben wohl nicht verstanden hatten. Die Handgranaten platzten und schon stand der Trupp in Flammen. Grinsend blickte der Dunkelblonde wieder zu seinem Kollegen. „Wir können weiter~“, verkündete er munter und Chrome setzte sich auch schon wieder in Bewegung, Richtung High-City.



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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Fr Aug 04, 2017 8:55 pm

Die Limo wurde letzten Endes doch noch angenommen, was Zayan freute – soweit eben möglich, er wusste ja dass das half, nur nicht ob der blonde Mann das auch wusste. Er sah nicht aus als hätte er eine Anzeige für seinen Blutzucker und Energiepegel. Sah man nicht, aber er imitierte kurz ein Lächeln und dann lief Zayan ein Stück weg, um zu gucken. Das Aufmerksamkeitsdefizit ließ sich nicht wirklich korrigieren, kriegte dann aber mit dass die beiden anderen Gestalten sich entfernten, erst der eine, dann der andere, sodass er dann doch noch mal anhielt und ein weiteres Mal applaudierte. So viel Elan war schließlich zu würdigen, auch wenn er selber kurz zusammenzuckte, als weniger enthusiastische Kiheda Ärger bekamen. Aber da fiel ihm was ein, zumindest hatte er das vorhin probiert und niemand mit Zayan geschimpft, dass das zu wenig Schaden verursachte (eher im Gegenteil). Er sah sich um und entdeckte ein unter einer Hauswand geplättetes Auto, riss die sowieso lockere Stoßstange ab und brachte sie eifrig zu den Gescholtenen. Damit sollten sie Erfolg haben, vielleicht schimpfte dann keiner mehr mit den irgendwie irritiert guckenden Kiheda.

Bleiben und das überprüfen konnte Zayan aber nicht, weil schon wieder irgendwas brannte und er gucken musste. Erstens aus Interesse, zweitens weil er nicht selber brennen wollte, wobei Zayan längst wieder vergessen hatte, was sie hier überhaupt machten. Da zwei der drei schon Klassifizierten gerade woanders hin ... kullerten, war nur noch ein Orientierungspunkt da. Der Blonde besah sich gerade seine selbst verursachte Zerstörung, und brummelte leise vor sich hin. Irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass da irgendwas war, das er beachten müsste, ganz so als hätte er den schon mal gesehen. Da war doch was gewesen, was hatte der eine Komthur gerufen? Brückenstützpunkt ... dort war er doch nicht lange zuvor gewesen, oder? Seine Route mit Samson hatte doch an einem der Raitas vorbeigeführt, nun, über einen Umweg da man ja nicht entdeckt werden wollte.
"Eh?", machte er dann, einfach stehen bleibend mitten auf dem... nun, Trümmerfeld, anders konnte man das nicht sagen. Ein weiteres Mal wechselte das sichtbare Auge und das Glühen hinter der Maske von rot zu silbrig grau, und diesmal nicht als Scan, sondern via Röntgenstrahlen. Auf die Distanz nicht sehr präzise, aber es ging ihm nur um ein Detail, eine Sache, die nur in einer einzigen Konstellation hätte zustande kommen können. Es gab nur einen, der frisch geflickte, gebrochene Rippen haben konnte, und zwar die dritte, vierte und fünfte auf der einen, und die vierte und fünfte auf der anderen Seite. Es konnte nur dieser Fremde sein, und Zayan hatte vergessen ihn dereinst zu scannen, aber jetzt wusste er es.

Völlig ungeachtet einer durch die Seitenstraße anrückenden Raitaseinheit ging er zurück zu dem Seneschall. Zay hatte jetzt den Namen, hatte das Gesicht, und er war so froh, wie es ein Android eben sein konnte, dass es ihm gut zu gehen schien. Er machte ein leises Geräusch, da er den Mann nicht erschrecken wollte, und legte dann sanft eine Hand an dessen Flanke.
"Tut es noch sehr weh?", fragte er und sah ihn musternd an, zumindest die Schramme an der Wange schien abgeheilt.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Fr Aug 04, 2017 11:06 pm

Seine beiden Komthure betrachtend, lauschte er mit verschränkten Armen, dem Umständen entsprechend relativ ruhig, den Worten des Ältesten. ,,Dort hinten stehen mir noch zu viele Gebäude. Wenn sich das nicht bald ändert, werde ich wütend", gab er seine grinsende Antwort darauf. Danach wand er sich ab, während die beiden davonsüßten. Irgendwie gefiel ihm die Art, wie er mit den zwei Älteren umging, ja schon. Irgendwo, auch wenn man es nicht vermuten würde, fanden sie sich ja doch auf einer Wellenlänge wieder. Auch, wenn er dies wohl niemals offen zugeben würde. Doch in seinem Unterbewusstsein war er sich da ganz sicher. Doch stockte der Orangeäugige schlagartig, als der Dunkelblonde ihm etwas nachrief. Sich langsam umdrehend, fixierte er die zwei mit leicht zuckendem Auge. ,,DIES WAR EINE EINMALIGE GELEGENHEIT, VERDAMMT! ALS OB MIR NOCHMAL SOWAS PASSIEREN WÜRDE!!", brüllte er ihnen sehr wütend hinterher. So wütend, dass aus seinem Armschienen einige Flammen hervorschossen. Jedoch gen Boden, sodass diese direkt wieder emporstiegen und dies so aussah, als würde neben und hinter dem Seneschall eine Flammenwand aufsteigen. Doch verblasste diese schnell wieder. Zwar war dies eine dezente Überreaktion - doch der Gedanke an das, was damals am Brückenstützpunkt geschehen war, ließen erneut die blanke Wut in ihm auflodern.

Durch diese Scheiße war er einige Zeit lang ausgefallen. Nicht nur der Scharm darüber, gegen einen Haufen erbärmlicher Androiden verloren zu haben, nein, er wurde dabei auch noch so verletzt, wie seit Jahren nicht mehr. Beinahe wäre er abgekratzt, hätte so ein naiver Fremdling ihn damals nicht gefunden und behandelt. Zum Glück, konnte man wohl inzwischen sagen. Denn trotz mehr als guter Behandlung, waren die Verletzungen noch nicht hundertprozentig verheilt. Zwar waren seitdem einige Wochen vergangen, doch bei dem Grad der damaligen Verletzungen, war dies nicht mehr als verwunderlich. Es hatte erstmal einige Tage Schonung benötigt, bis Timber ihn wieder aufschneiden konnte, um sich um seine damaligen Schäden an den künstlichen Nervenbahnen zu kümmern.
Inzwischen waren eigentlich nur noch die Narben da, die auch nach und nach verheilen würden. Sämtliche an den Armen, wo die Ausrüstungssplitter gesessen hatten und die Einschnitte für die Rippen-OP. Wobei er von dieser noch etwas die gebrochenen Rippen spürte, wenn er sich zu sehr anstrengte. Bisher blieb er aber noch am heutigen Tag davon verschont.

Nach einiger Betrachtung wurde der geschmolzene Metallhaufen vor ihm für Nile irgendwann langweilig, weshalb er sich wieder von diesem abwendete. Sich umsehend überlegte er, wo er nun hingehen sollte. Chrome und Timber waren zur High-City verschwunden - seiner ehemaligen Heimat. . .  wenn er so dran dachte, hätte er ihnen zurufen sollen, dass die da extra viel zerstören sollen. Oder würde ihnen am liebsten folgen. Doch ließ er die beiden Größeren mal ihr Ding durchziehen. Stattdessen würde er weiter Stunk hier machen. Der Schaden hier war ja allgemein noch ziemlich erbärmlich. DAS muss geändert werden!, dachte er sich dunkel lachend. Hinterher könnte er auch noch den Snob's aus der High-City die Birne einkloppen.

Jedoch blieb er wieder stehen, als er hinter sich metallende Schritte vernahm. Sofort grinsend fuhr er herum und wollte direkt auf die Einheit lossprinten, blieb aber dann stehen, wo der Knirps von vorhin vor ihm stand. Beim Erklingen des leisen Geräusches hob er die Augenbraue und fing an zu sprechen: ,,Steh mir nicht im We-", wurde jedoch durch die Aktion des Kleinen unterbrochen. Direkt wollte er diesem eine reinhauen, wo er ihn berührte, weshalb er sofort dessen Handgelenk umgriff. Dort wollte er feste zudrücken und dem Kleinen was brechen, stutzte jedoch bei dessen Worten. ,,Was. . .?!", knurrte er fragend und fixierte seinen Gegenüber. Doch dann verstand er. Dieser Knirps. . . Der Brückenstützpunkt! Oh man, was war'n das für'n Tag? Da war dieser Limodealer ernsthaft der Kerl, dem er sein Leben zu verdanken hatte? Was für eine Zusammenkunft. ,,Knirps", setzte er mit dunklen Unterton an, während er seine Hand nach vorne in die Höhe schoss, mit einer Energiekugel in der Hand, welche er auch direkt losschoss, sich zu einer Feuersäule verformend. Doch nicht auf den Hoodieträger. Seine Hand hing wenige Zentimeter neben dessen Kopf in der Luft und die Energie auf den Raitastrupp treffend, welcher nur noch knapp hinter dem Naivling entfernt gewesen war. Diese erlitten nun das selbe Schicksal, wie der Trupp davor. Sie wurden zu Schmelzschädeln! Dabei wand er keinen Moment lang den Blick vom Schutzbefohlenen ab, auch wenn durch den Druck der Aktion Dreck aufgewirbelt wurde. Sein Knurren erklang: ,,Als ob so eine Kleinigkeit einem Seneschall wie mir wehtut. Erbärmlich."

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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Sa Aug 05, 2017 3:17 am

Von all dem, was noch alles passierte, wie alles zusammenhing und wer wem wichtig war, hatte Zayan wenig bis gar keine Ahnung und auch wenig Elan an diesem Zustand groß etwas zu ändern, weshalb auch? Er hatte ja schon ermittelt, dass alles Kiheda und von welchem Rang diese waren, und es sich gemerkt obwohl Sachen explodiert waren. Momentan war das eher interessant, weil er in dem Modus war zu helfen, nicht zu zerstören, wobei das bei einem Schutzbefohlenen deutlich weniger war als das, was er schon hatte beobachten können. Aber gerade hatte er etwas anderes im Sinn, oder besser eine andere Priorisierung der Ereignisse, und diese war relevant genug dass er akute Fälle ignorierte und sich mit alten Patienten beschäftigte. Er hatte es sich nicht gemerkt, die Daten größtenteils gelöscht, aber das Protokoll der Behandlung war natürlich noch da, und die Stimme ... das Brummeln war ihm bekannt vorgekommen. Zwar nicht länger gedämpft durch eine Atemmaske, aber es hatte gepasst. Er hatte es geschafft, und das freute Zay, wusste schon gar nicht mehr wieso und in welchem Zustand er ihn zurückgelassen hatte.

Die anrückenden Raitas, die wohl auch nicht die letzten sein würden, interessierten ihn überhaupt nicht, er wollte fragen wie es jetzt ging, der Draht in den Rippen vielleicht noch schmerzte, wie er sich erholt hatte, wollte das Protokoll ergänzen, die Akte abschließen. Ihn nicht erschrecken, immerhin war er sich jetzt sicher dass sie beide Kiheda waren und dass Seneschalle wichtig waren wusste er auch. Ja, er stand ihm im Weg, oder besser zufällig genau dort, wo der Mann sich hindrehte als die Soldaten um die Ecke bogen. Zay merkte, dass er nicht angefasst werden wollte, spürte auch den festen Griff, der sich sofort um seine Hand legte, aber da er ohnehin nur aus Metall und Hautimitat dort bestand, vielleicht noch Utensilien im Arm, konnte dort nicht viel kaputt gehen. Zumindest war das zu hoffen, bei einem Cyborg dessen Hände auch komische Sachen konnten.
Und dann schien der Mann zu verstehen, Zayan sah ihn schließlich unverwandt an und konnte daher sehen, wie seine Miene sich veränderte, und Knirps, so hatte er den Androiden schon mal genannt. Trotz der starken Sedierung schien noch ein bisschen hängen geblieben zu sein, was auch angenehmer war als sich an so was später nicht mehr erinnern zu können. Zayan reagierte überhaupt nicht auf den plötzlich an seiner Wange vorbei schnellenden Arm, nahm zwar das mechanische Klacken und Surren darin, auch die immens abstrahlende Hitze wahr, löste aber den Blick nicht von dem Cyborg. Und dieser tat das gleiche, Zayan konnte nicht sagen ob er wütend war – er klang ganz so, aber dessen Miene einschätzen wurde schwieriger. Die Aussage wurde kurz dekonstruiert und analysiert, und wenn er drüber nachdachte, meinte der Mann wohl, dass es keine große Sache gewesen sei und er keine Schmerzen hatte. Gut.
"Das ist schön, ich hatte vergessen dir Schmerzmittel da zu lassen.", antwortete Zayan, keine Anstalten machend, seine Hand aus dem Griff des Seneschalls zu befreien, im Gegenteil. Die zweite Hand legte sich auf die kräftige Brust, maß Herzfrequenz, Temperatur, Atemrhythmus, jetzt wo er nah genug stand.
"Tut mir leid, ich weiß es nicht mehr – warst du lang allein?", fragte er, nicht mehr wissend wann er ihn verlassen hatte, aber fast sicher dass dort niemand anders in der Schlucht gewesen war. Oder? Zay wusste es nicht. Und doch, er wusste in welchem Zustand der Mann gewesen war, unfähig aufzustehen, unfähig sich selbst zu versorgen, wenn niemand dort gewesen war hatte er sicher Sorge gehabt zu sterben - oder er hätte geschimpft, das würde auch passen. Umso schöner, jetzt wieder deutlich kräftigen, regelmäßigen Puls zu fühlen, menschliche Wärme eines lebenden, sich erholenden Körpers.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   So Aug 06, 2017 6:12 pm

Was zur Hölle war bitte schön mit diesem Zwerg los? Die Lage war total ernst, es herrschte ein kleiner Krieg und dieser war darauf aus, gemütlich einen Kaffeeklatsch zu halten? War bei dem Knirps nicht mehr alles ganz dicht? Widersprüchlich, wenn Nile sowas dachte. Doch wurde er aus dem Knirps echt nicht schlau. Er sah diesen nur an, als ob er eine Kombination aus den Seneschallen Yoru, Rakshan und Jack wäre, der im rosa Tütü über das Feld hopste. Vollkommen verstört. War der irgendwie dumm? Schließlich sah er aus wie ein Teenager. Vielleicht um die fünfzehn, sechszehn. Zumindest konnte es Nile nicht richtig deuten, da die Schutzmaske den Großteil des Gesichtes verdeckte. War auch der Grund, weshalb er nicht erkannte, dass es sich hierbei um einen Androiden handelte. Könnte also gut sein, dass dieser irgendwo dumm oder zumindest gestört sein musste, wenn ein Junge im Schüleralter Schädel zermatschte und applaudierte, wenn jemand gekillt wurde. Kurios, aber amüsant zugleich. Doch einfach verdammt unwahrscheinlich. Schließlich war er es gewesen, der den Ashblonden wie ein ausgebildeter Arzt und Chirurg behandelt hatte.

,,Schmerzmittel sind was für Weicheier", wurde geknurrt. Niemals würde Nile zugeben, dass er nach dem Nachlass der Sedierung Schmerzen vernommen hatte. Und das nicht nur leichte. Selbst ihn hatte es beinahe umgehauen und dabei war ehr sehr Schmerzresistent. Nile war genervt. Er wollte kämpfen. Dinge hochjagen und zerstören. Scheiß Raitas und Scamaton die Köpfe einrammen. Und sich nicht mit einem Knirps unterhalten, welcher offenbar ein Zuckerproblem hatte, wenn man von den Mengen an Süßkram ausging, welcher er bei sich trug. Kurz stockte er in dem Moment, wo der Schwarzschopf dann noch am Brustkorb anpackte. ,,Was soll der Scheiß. . ?" Seine Pupillen wurden zu kleinen Punkten, während sein Auge wieder anfing zu zucken und er erneut wütend wurde. ,,PACK MICH NICHT AN, VERDAMMT!", brüllte er schließlich und stieß den Jüngeren grob von sich. Auch wenn dieser es bestimmt gut meinte, auch mit den Worten, sowas kam beim Cyborg einfach nicht an. Er war nicht der nette Gesprächspartner für Zwischendurch. Nein, er wollte jetzt mal Taten sprechen lassen.

Doch bevor er seine ansteigende Wut an dem Kleinen auslassen konnte - sich nicht dafür interessierend, dass es sich dabei offensichtlich um einen anderen Kiheda handelte -, galt seine Aufmerksamkeit etwas anderem. Schlagartig kam etwas auf ihn zugerasst und war nur noch eine Armlänge von ihm entfernt. Dort hatte vor einem Wimpernschlag noch der Knirps gestanden. Hatte er wohl echt Schwein gehabt, dass Nile so eine kleine Reizbarkeitsspanne hatte. Keine Sekunde später und er wurde mit voller Wucht nach hinten geschleudert, geradewegs in eine Hauswand rein, die anschließend nicht mehr stand. Er selbst nun schön mit de Trümmern kuschelnd.

,,Ein Terrorist weniger", erklang die Stimme des Angreifers. Ein sehr weit entwickelter Cyborg, gut zwei Meter groß und wahrlich ein Fels in der Brandung. Offenbar hatte er irgendwelche Antriebe in den Beinen, sodass er so schnell und unbemerkt angeschossen kommen konnte. Dieser betrachtete nur kurz die Staubwolke, welche die zertrümmerte Wand von sich gab, ehe er sich dem Knirps zuwand. ,,Folgt Nummer zwei." Auf diesen schritt er zu, doch noch bevor er bei diesem ankam, erklang eine irre Lache, gefolgt von einem lauten Zischen. Der Koloss wand sich zur Seite, doch bevor er realisieren konnte, kam der Seneschall angeschossen. Mit seinen Armen hinter sich und Feuer von sich abgebend, wurde er richtig beschleunigt und flog durch die Luft. Den Raitas rammte er volle Kanne seine Knieschiene ins Gesicht, woraufhin ein verdammt lautes Knacksen erklang und dieser, mit einem heilen Knochen weniger im Gesicht - wenn nicht sogar mit Genickbruch -, durch die Luft donnerte, in den nächsten Schutthaufen.

Mit breitem Grinsen und psychopatischem Blick, landete der Ashblonde auf der Stelle, wo kurz zuvor noch der Raitas gestanden hatte. ,,Als ob jemand wie DU etwas gegen MICH ausrichten könntest!" Schoss dem Raitas noch eine Feuerkugel nach, bevor er sich voll im Kampflust umsah, nach seinem nächsten Opfer. Nicht mehr auf den Kleinen achtend, schlenderte er durch die Trümmer. Aufgeregt, wie ein kleines Kätzchen, das mit einem Laserpointer spielte.

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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   So Aug 06, 2017 8:09 pm

Krieg? Sie waren doch hier um Spaß zu haben und Dinge kaputtzumachen, ein Kleinkrieg vielleicht, aber wieso denn Ernst? Bislang hatten ja alle ihren Spaß gehabt, die beiden, die jetzt nicht mehr da waren, und der Seneschall beim Verbrennen ja auch, er wirkte auch nicht gerade als ging es um Leben und Tod. Nur wieso guckte er denn so komisch? Tat ihm doch noch was weh? Zayan verstand es nicht ganz, kam aber auch nicht dazu, dem mit einem leicht schief gelegten Kopf Ausdruck zu verleihen. Da er die Feinheiten gelöscht waren, analysierte er diesmal schon wieder die etwas wenig hilfreiche Aussage des Mannes, ob er denn nun Schmerzmittel wollte oder nicht. Woher sollte er denn jetzt auf die Schnelle wissen, ob ein Weichei vor ihm stand? Er reagierte einige Sekunden nicht, weil er in den Datenbanken nach einer Definition für „Weichei“ suchte. Bedeutungen, [1] Umgangssprachlich, abwertend für verweichlichten, weibischen oder übervorsichtigen Mann. Synonyme: Memme, Schlappschwanz, Warmduscher. Gegenwörter: hartgesottener Kerl, Macho, ... Moment, das hatte er vor einer Weile schon mal abgerufen. Zufälligerweise am Selben Tag wie bei der Aktenerstellung am Brückenposten, Zufälle gab es aber auch. Jedenfalls passte das Profil eher auf die Gegenwörter, weshalb der Mann jetzt erst mal keine Schmerzmittel brauchte, auch gut, sparte an Material.

Aber anfassen war wohl jetzt, wo der Seneschall sich wehren konnte, vermutlich nicht mehr ganz so gewünscht, wobei das auch nicht ganz hinkam weil dieser ja Zayans Hand gerade noch gepackt hielt. Sehr interessant, dessen mimischen Wandel zu beobachten, und da Zayan kein auf Kampf geschulter Androide war, zeigte der Stoß durchaus Wirkung. Der Sensor für Gleichgewicht meldete Sturz, die Arme reagierten mit mäßigem Abfangen von nach hinten ausgerichteten Armen, was auch ohne Blessuren klappte. Wäre Blöd gewesen, auf seinen Rucksack zu fallen, so ergossen sich eben Schokoriegel, Brausestangen, kleine Snacktüten mit Nüssen und der Inhalt einer  zersplitternden Limoflasche über den Asphalt. Nicht schlimm, er konnte ja neues Zeug holen, schrak aber kurz zusammen als plötzlich etwas über ihn hinwegfegte und fast streifte, dann war der Seneschall weg. Was war denn nun los? Zayan selbst sah kaum genug um überhaupt zu erfassen, was passiert war, schon gar nicht dreidimensional, nur dass der Mann der jetzt da stand kein Seneschall war und auch entschieden zu groß, eigentlich konnte Zay liegen bleiben, machte vermutlich keinen Unterschied. Glück gehabt, denn er wäre durchaus ausgerastet, wenn auch auf eigene Art, in dem Glauben dieses Ding hätte gerade seinen Patienten verletzt.
"Huh?", machte er, schaute fragend und richtete die Atemmaske, die bei dem Sturz etwas verrutscht war. Und dann stand Zayan wieder auf und klopfte den Staub und Ruß von seiner Jacke, sodass er abermals verpasste, was genau passierte. Wieder rauschte irgendwas haarscharf an ihm vorbei, und er hätte schwören können gerade einen Nasenbeinsplitterbruch gehört zu haben, als der Android aber wieder hochguckte war da nur der Seneschall. Wirklich merkwürdig, konnte er zaubern? Seine Nase jedenfalls war okay.

Etwas verwundert aber es schnell wieder ignorierend sah Zayan noch zu wie der Ordensritter auf einen Trümmerhaufen schoss, wo sich anscheinend einer zum Ausruhen hingelegt hatte, das grenzte ja fast schon an Terror. Gut so. Zayan hockte sich hin und sammelte die nicht nass gewordenen Snacks wieder ein, die zurück in Taschen und Kapuze wanderten, dann lief er dem Blonden hinterher, ab und an über einen Trümmerstein hopsend. Hatte der vorher schon Schrammen an den Ellenbogen und im Nacken gehabt? Zayan wusste es nicht, kramte im Laufen aber schon mal in seinem Rucksack, ob er passend große Pflaster dabei hatte. Dafür stehen bleiben konnte er schlecht, so wie der Seneschall vorauswuselte, zumindest schien alles in Ordnung sonst zu sein.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Mo Aug 07, 2017 6:32 pm

Nile's Aufmerksamkeit lag nun bei weitem nicht mehr bei dem Kleinen. Diesen empfand er einfach als zu unwichtig, sodass dieser ihn im Kampfrausch gar nicht mehr wahrnahm. Vielleicht noch ganz minimal im Hinterkopf. So raste er zumindest nicht direkt herum, sobald er das umgehopse vernahm und äscherte seinen Verfolger weg. Schade wär's ja schon drum. Denn wenn dieser schon den Stalker spielte, könnte dieser den Ashblonden zumindest ab und an mal zusammenflicken, sollte dies von Nöten sein. Dies hatte er ja bereits schonmal getan, so wusste Nile nicht, weshalb der Hoodieträger dies nicht nochmal erneut tun sollte. Denn schien dieser auch nicht wütend oder so, zuvor nicht gerade liebevoll weggestoßen worden zu sein. Hatte es wahrscheinlich wirklich als Rettung interpretiert. Falls der es überhaupt wahrgenommen hatte. Zumindest wirkte er auf Nile nicht gerade wie die hellste Birne im Leuchter. Denn schien das, was ihm am meisten Sorgen bereiten zu schien, alle Süßigkeiten beisammen halten zu können. Nun ja, sei's drum. Zudem - Timber wollte den Knirps ja behalten. Da sollte er diesen schon heile lassen und ein Auge drauf haben, dass er nicht durch Gäste pulverisiert wurde.

Zwischenzeitlich hatte der Seneschall schon einige Köpfe eingeschlagen. Fast nur Raitas, sowohl Androiden, als auch Cyborgs. Scamaton weniger, diese scheinen noch halbwegs Verstand zu haben und wussten, dass sie dem Höllenfeuer entgegenblicken würden, sollten sie ihm zu nahe kommen. Nein, stattdessen retten sie die Zivilisten, die anfingen zu kreischen und zu weinen, sobald das Duo in ihr Blickfeld kam. Oder die Miniexplosion in der Nähe sahen. Inzwischen fing er sich auch an was zu langweilen. Es war nichts zu finden, was ihm eine größere Herausforderung bot. Deshalb brummte und knurrte er vor sich hin, trat manchmal fluchend was weg - unter anderem Steine oder Androidenköpfe -, während er sich umsah. Um sie herum war das Chaos recht zufriedenstellend. Zumindest mehr schrott als bei ihrer Ankunft. Doch etwas sah in seinen Augen noch zu heile aus. Ein mittleres Bürogebäude. Dies musste geändert werden.

,,Warte hier, Knirps", grummelte er, während er dann geradewegs durch den Vordereingang marschierte. Im Erdgeschoss bleibend, haute er sämtliche Zwischenwände ein - hierfür brauchte er nun echt keine Explosionen und Feuer verschwenden. Die Leute die kreischend rausrannten, ignorierte er vollkommen. Waren ihm zu langweilig. Aber so hatten sie kein Versteck mehr. Lustig. Wo das Gebäude um sich herum anfing zu knacksen, schlenderte er gemütlich wieder heraus, zum Schwarzschopf. Diesen blickte er nicht an, schnappte sich aber nur eine Limodose aus dessen Kapuze und öffnete diese. ,,Wenn hier nicht bald mal was spannendes passiert, krieg ich das Kotzen", grummelte er dunkel und trank aus der Dose. Während er sich miesgelaunt umsah, sackte das Bürogebäude hinter ihm zusammen. Dabei kratzte er sich mit der freien Hand abwesend am Nacken, die Schrammen nicht verspürend. In der Zwischenzeit hatten sich ans einem Körper einige Kratzer dazugesellt.

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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Mo Aug 07, 2017 10:21 pm

Es war ein echt netter Ausflug, den sie unternahmen, auch wenn er sich ernstlich fragte wie er noch gleich hier hingelangt war. Nun denn, egal eigentlich, er hatte seine Freude daran dem ganzen zuzusehen und es war ja auch interessant. Es passierte aber nichts weiter, was eventuel Zayans andere Programmierung weckte, er hielt nur sehr selten mal kurz an um irgendeinem Körper oder auch bereits abgetrennten Körperteil das in der Gegend lag ein Pflaster oder dergleichen aufzukleben. Wer hätte gedacht, das eine Brausestange mit ein bisschen Stochern in einen glatt durchgebrochenen Oberschenkelknochen gefädelt werden konnte? Bevor er ausprobieren konnte was noch alles ging, rannte Zayan wieder zurück und schloss zu dem Seneschall auf. Natürlich passte er auf, es gab ja auch keine wichtigeren Kiheda im Umkreis und auch keine Verletzten, bei denen es sich lohnen würde das Kükenverhalten zu ändern. Zumal er den Zwischenfall mit dem angreifenden Cyborg wirklich schon fast wieder vergessen hatte. Der Seneschall aber lieferte genug Stoff für Anatomiestudien, man musste ihm nur hinterherlaufen und gucken, und das machte der Android jetzt auch durchaus eifrig.

Zumindest eine Weile lang, aber dann passierte nicht mehr so viel und das schien den Blonden auch ein wenig zu ärgern – durchaus verständlich, immerhin mochte er Faulheit nicht. Das hatte er den anderen Leuten vorhin extra noch gesagt. Was der Seneschall da brummelte und schimpfte, verrstand Zayan nur selten und wenn waren es in der Regel Wörter, die er erst recherchieren musste und dann für seine andere Programmierung als geeignet zurücklegte. Wie Kreativ voch Leute wurden sobald es um diffamierende Aussagen ging.
"Hm?", machte Zayan dann, aus analytischen Gedanken gerissen, kurz nachdem sie irgendwo stehen geblieben waren, verarbeitete die Aufforderung aber doch noch, "Ja mach ich."
Und dann blieb er an Ort und Stelle stehen, guckte kurz in die Luft als eine riesige Kampfdrohne in Richtung Süden mit kurz aufziehenden Böen über sie hinwegfegte, sah aber aus als würde die woanders hinrauschen um was zu tun, bestimmt was Spannendes. Das sah Zayan aber nicht mehr sondern schaute zu, was der Seneschall machte – noch immer ohne sich einen Zentimeter vom Fleck zu rühren, nicht einmal als die durcheinander rennenden Leute ihm teilweise gefährlich nah kamen. Er reagierte nur dann mit einem kräftigen Schubs wenn man ihm zu nah kam und riskierte, ihn von der Stelle zu stoßen an der der Seneschall ihn angewiesen hatte zu warten. So weit kam es ja noch.
Der Blonde zerlegte die Zwischenwände, man konnte immer dann hören wo genau er war und Zayan freute sich als er dann wiederkam. Diesmal nahm er sich die Limo selbst, was den Zug an der Kapuze leicht milderte, und er sah ihn nahezu schon ehrerbietig an dass er sich so alleine um seinen Energiepegel kümmerte. Aber scheinbar war ihm schlecht, Zayan dachte kurz nach und kramte während ein Gebäude tosend einkrachte in seinem Rucksack. Während ihnen Staub und Schutt um die Füße stob, fand er was er suchte und steckte es erst mal in seine Jackentasche. Zuvor musste er aber die Gelegenheit nutzen, die sich ihm bot, beeilte sich dem Cyborg fix ein bisschen desinfizierendes Spray in den Nacken zu sprühen und klebte dann ein Pflaster über die Schürfwunde. Nicht dass sich das noch entzündete. Im Anschluss kramte er wiederum das kleine Etwas aus seiner Jackentasche und hielt dem Blonden die sorgsam in einen kleinen Blister verpackte Tablette hin.
"Willst du? Ist gegen Übelkeit.", sagte er. Dass etwas passierte konnte Zayan nicht garantieren, aber etwas gegen das prophezeite Kotzen tun. Wenn er sie haben wollte, hielt er vielleicht lange genug Still um auch die anderen Schrammen kümmern, Zayan guckte entsprechend fixiert  auf den größeren Mann. Dabei entging ihm auch größtenteils das sich nähernde Surren starker Turbinen, ein weiteres Flugobjekt doch diesmal etwas größeres ... ein Kampfhelikopter. Und dieses Mal schien er zu ihnen zu wollen, durch das zerstörte Gebäude war genug Platz für das vermutlich mit Raitas vollgestopfte Gefährt um hier zu landen. Zay murrte nur leise, und wischte den aufwirbelnden Staub weg, der jetzt auch noch die Kratzer beschmutzte, was sollte denn das!
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Di Aug 08, 2017 1:55 am

,,Ich marschiere ins verdammte Schrottschädel Hauptquartier und röste allesamt da, wenn die ihren Arsch nicht hierher kriegen", kam das Gebrumme zwischen den Schlücken, den Blick dabei kontrollierend über das Feld gleiten am Lassen. Die Hand, welche er noch zuvor an seinem Nacken hatte, ließ er in eine Hosentasche wandern, während er mit der anderen die nun leere Dose zerdrückte und äußerst attraktiv rülpste. Diese wollte er auch gleich irgendwo gegendonnern, ließ sie aber nur erschrocken fallen, wo er etwas nassen und kaltes an seinem Nacken vernahm. Die Nacken- und Rückenmuskeln spannte er an und bekam eine Gänsehaut, wand seinen Kopf was zur Seite, um hinter sich zu blicken. Dort sah er den Kleinen herumswuseln, konnte noch gerade das Desinfektionsspray erkennen, bevor er tapeziert wurde. Dunkel knurrte er und funkelte den Kleinen an. ,,Das fühlt sich abartig an. Warn mich gefälligst das nächste Mal vor."

Dezent verdattert starrte er die Tablette in der Hand des Jungen an und fragte sich nur, was das sollte. Doch klärten ihn die nächsten Worte direkt auf. Die Augen verdrehend, wisch er sich genervt stöhnend über das Gesicht. ,,Meine Fresse! Biste' so dämlich oder tust Du nur so?! Das war eine Metapher, verdammte Scheiße!" Wobei er ja hier der dämliche war, wenn er immer noch nicht kapiert hatte, sein kleiner Stalker war ein Android. Aber dies würde er bestimmt schon irgendwann erfahren. Irgendwann. Doch bevor er weiter über den Knirps philosophieren konnte, ergriff etwas anderes seine Aufmerksamkeit. ,,Hm?" In den Himmel blickend, suchte er nach dem Objekt, welches diesen Lärm und Wind von sich gab. Lästig. Schon bald wurde es gesichtet, denn nahm es ihm die Sicht, als es über ihn hinwegflog und einen Schatten über die beiden Kiheda legte. ,,Was'n das für'n Shit?"

Das Ding senkte sich direkt neben den Gebäudetrümmer, welches Nile zuvor veranstaltet hatte. Den Blick davon nicht abwendend, drehte er sich diesem zu und hob nur eine Augenbraue an. Anscheinend konnte es nun etwas spannender werden. Aber mal sehen. Seine Armschienen richtend, ging er gerade Mal zwei Schritte auf den Kampfhelikopter zu, als er vernahm, wie es geradewegs ein Geschütz auf sie richtete und abschießen wollte. Sofort hob er einen Arm und erwiderte dies mit einer Feuerkugel, die beim Zusammenstoß explodieren würde. Darauf wartete er auch. Kurz vor der Maschine wurde auch das Geschoss losgelassen, keine Sekunde später die Explosion. Ein leichtes Grinsen legte sich auf seinen Lippen. Tolle Explosion, doch das es wieder so leicht war, lahm. Er wollte sich schon abwenden. Doch da kam etwas unerwartetes.

Es geschah in bin weniger Sekunden. Aus der Explosion sah man nur einen kleinen Punkt hervorkommen, der immer größer wurde und auf sie zuschoss. Schlagartig sprang er nach vorne, umgriff dabei nach dem Gasmaskenträger und warf sich mit ihn auf den Boden. Und dies war knapp gewesen. Denn keinen Wimpernschlag, wo der Ashblonde mit ihm auf dem Boden aufkam, flog das Geschoss über sie hinweg. Ganz knapp, denn spürte er, wie einige seiner Haarspitzen angesengt wurden. Doch war dies wohl das kleinere Übel, denn durch die Druckwelle wurde man ein gutes Stück in den Trümmerüberzogenen Boden gedrückt. Den Druck, der sich dabei auf seinen Brustkorb ausübte ignorierend, hob er den Blick an. Achtete dabei nicht auf den Knirps. Stattdessen richtete er sich etwas auf, um über die Trümmer auf das Flugobjekt zu sehen, welches gerade zur Landung ansetzte.

Überall flog noch Dreck und Staub herum, legte sich aber allmählich wieder. Seine Augen darauf gerichtet, spürte er, wie alles in ihn anfing zu pulsieren. Das orange seiner Augen wechselte zu dem feurigen rot. Aber nicht aus Wut, wie sonst. Nein. Die Aufregung. Das Adrenalin. Die Vorfreude. ,,Pha. . . ha", kam es ihm aus der Kehle, sich aufrichtend. Stehend und mit unkontrolliert zuckendem Auge, hob er seine Arme so, als würde er die Einheit, die aus der Maschine stieg, mit einer Umarmung empfangen wollen. ,,Das ist. . . DER PURE WAHNSINN!", brüllte er hoch erfreut, gefolgt von seinem irren Lachen. Mit diesem sprintete er auch sogleich los. ,,PHAHAHAHAHAHAHAHAAA!"

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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Di Aug 08, 2017 11:31 pm

Schön war es hier, und der Seneschall schien viele Leute zu kennen wenn er gleich eine ganze Horde in einem Quartier besuchen wollte, Zayan wollte im Prinzip gern mit. Unter anderem, weil er irgendwann begriff, dass damit die Raitas gemeint war. Wieso auch immer er diese besuchen und etwas vor Ort rösten wollte, vielleicht ein Barbecue? Das wäre awesome, zumal immer nur Süßes ja bloß kurz den Energiepegel hob. Und dafür sorgte, dass Menschen lustige Geräusche machten, oder zumindest die die noch intakte Mägen hatten – Zayan konnte nämlich nicht rülpsen oder hatte noch nicht rausgefunden, wie er ein ähnliches Geräusch nachmachen konnte. Erschien ihm aber auch nicht das Wichtigste im Moment, bemerkt hatte er es dennoch und die Ablenkung genutzt um weitere Verschmutzung des Nackenkratzers zu verhindern.
"Du sagst dann nicht nein?", fragte er den Seneschall, denn er schätzte ihn derzeit so ein, dass er so etwas nicht erlauben würde, außer es war eine wirklich gravierende Verletzung, hatte er das falsch notiert? Wie dem auch sei, er würde das beherzigen und speicherte das Kommando ab, nächstes Mal sagte er eben 'Vorsicht', bevor er dem Mann was irgendwohin sprühte. Konnte man nicht halb so viel falsch machen wie bei der Kommunikation mit mehreren Worten.

Zayan legte fragend den Kopf schief und schlug dann das Wort Metapher nach. Was nicht sofort klappte, da er zuerst glaubte, es wäre in einer gemeinsamen Wortgruppe mit 'verdammte Scheisse' und da gab es keine rechte Übereinstimmung. Erst einzeln fand er etwas und richtete den Kopf wieder gerade. Nur auf die erste Frage wusste er keine rechte Antwort, woher sollte er denn wissen ob er nun doof war oder nur so tat? Die Programmierung sagte dazu nichts.
"Also keine Tablette nötig.", schlussfolgerte der Android messerscharf, fing dann auch an zu gucken wo er den Seneschall noch versorgen könnte, und ließ sich erst mit dessen Frage ablenken, "Hm? Was?"
Gut, so direkt nach oben sehend bemerkte Zayan es auch und nun auch den Grund wieso hier alles durcheinander flog und so laut wurde. Er guckte, die Iriden sich kurz blaugrau färbend um die Frage des Mannes zu beantworten, und siehe da, Zay wurde Fündig.
"Ein NB4-Frachthubschrauber für Militäreinsätze.", beantwortete er die Frage, blieb aber stehen als der andere zwei Schritte vor ging. Technische Details interessierten ihn wohl eher nicht so, was aber auch okay war, er schien sich auch so über den Besuch zu freuen. Genug um drauf zu schießen zumindest, Zeit die Zayan nutzte die Tablette wieder in seinen Rucksack zu stopfen. Doch diesmal bekam er am Rande mit, was passierte, hörte es dieses Mal und sah auch den Körper auf sich zukommen, wiederum außerstande zu reagieren – als Mediziner hatte Zayan keine schnellen Reflexe, wozu auch? Um wegrennende Organe wieder einzufangen? Er gab dennoch einen etwas irritierten Laut von sich ehe der andere ihn auch schon mitriss, durch die sich um ihn legenden Arme war es auch nichts mit selber abfangen, doch Zayan verhinderte immerhin durch bloße Anwesenheit, dass der Blonde mit den frisch geflickten Rippen auf dem Geröll und Schutt aufschlug. Instinktiv machte auch Zayan sich kleiner bei der Druckwelle, und das mit dem Verstecken unter einem deutlich kräftiger gebauten Körper klappte auch sehr gut – vor allem aber freute er sich. Vorhin noch hieß es, er sollte den Blonden nicht anfassen, dass dieser es jetzt von sich aus tat, und noch dazu um anscheinend ihrer beider Filetierung zu verhindern, war ... toll. Trotzdem, was sollte denn das, einfach auf Leute zu schießen?

Der Seneschall richtete sich zuerst auf, Zayan kam frei um sich ebenfalls wieder auf die Beine zu rappeln. Die Turbinen des Helikopters erstarben langsam, der Ton veränderte sich, der Druck der durch sie erzeugt wurde nahm ab. Einheiten hopsten nach und nach aus der Schleppvorrichtung, und selbst Zayan begriff langsam, worauf das hinauslief. Seine andere Programmierung, die die erst nach seiner Ausmusterung erfolgt war, wusste es. Der Ausdruck in den nun wieder roten Augen änderte sich leicht, verlor an Offenheit und vor allem massiv an Neutralität. Es war nichtssagende Kühle, die sich ausbreitete, und ihn animierte seinen Rucksack abzustellen. Er hatte begriffen, dass es anscheinend darum ging ihn zu töten, und wenn seine KI eins nicht mochte, war es die Bedrohung ihrer Existenz. Auch, wenn er genauestens ausmachen konnte, dass er gegen die dort aussteigenden Truppen im direkten Kampf keinerlei Chance hatte. So oder so, er würde helfen, so gut er konnte, zwar weniger lachend und vielmehr kalkulierend, aber mit Eifer. Er wusste, dass er eher eine Behinderung für einen Ordensritter darstellte, aber auch, dass wenn er zu nah zum Versorgen bei diesem Blieb, sich das Feuer konzentrieren würde. Zayan war nicht besonders stark, aber schneller als ein Mensch, und schloss während der Blonde lossprintete bereits zu diesem auf. Diesmal, weil es kein Desinfektionsspray darstellte, warnte er nicht vor, als er eine bereits fertige, kurze Spritze öffnete und Kommentarlos in die Taille des Laufenden rammte.
Sie leerte sich automatisch, und sie beinhaltete neben einigen Kreislaufstabilisatoren vor allem eins – Epinephrin. Adrenalin in seiner Reinform, sonst dazu genutzt mit dem Bewusstsein Ringende wieder aufzuputschen, den Körper in Alarmmodus zu versetzen und alle Funktionen auf Kampf oder Flucht zu stellen. Der Seneschall hatte keine Angst, er war auch nicht gestresst, es dominierte Serotonin statt Adrenalin – doch letzteres brauchte er vermutlich etwas mehr. Lange würde die Wirkung nicht anhalten, höchstens vier Minuten wenn sein Körper kein eigenes Nachproduzierte. Zayan war sich relativ klar, was aus biologischer und destruktiver Sicht passieren würde, und bog sofort nach der Injektion ab nach links, schlug einen Haken und rannte. Sein Ziel war es, das Feld der Angreifer auseinander zu ziehen, sie zu zwingen sich aufzuteilen, ablenken zu lassen, vielleicht brachte er sogar den Heli dazu, nicht den Seneschall anzuvisieren. Doch erst einmal wollte er möglichst viel Distanz zu diesem aufbauen ... schon aus Sicherheitsgründen.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Mi Aug 09, 2017 3:50 am

,,Nein", kam die mürrische Antwort. Diese wurde aber schnell korrigiert, da er sich nicht sicher war, ob die Erlaubnis dadurch deutlich wurde. ,,Ich meinte ja." Erneut stockte er. Oder war dies nun flasch. Himmel, war sowas kompliziert. Sich über das Gesicht reibend knurrte Nile schließlich: ,,Mann, ich würde dann nichts gegen sagen und/oder machen!" Über die Schulter blitzte er den Kleineren an. ,,Steh mir aber dabei verdammt nochmal nicht im Weg, kapiert?!" Der Knirps war ziemlich anstrengend, so wie dieser alles hinterfragte. Doch mahnte er sich, ihn nicht irgendwie hochzujagen. Denn versorgte er diesen. Und dies würde im Laufe des Zerstörungszuges bestimmt noch nützlich sein. Wurde ja gerade bewiesen. Den restlichen Sätzen gab er weniger Beachtung, bis gar keine. Dafür war er nun zu sehr auf den Helikopter fixiert.

Schwein gehabt, dass der Knirps als Airbag gedient hatte. Sonst hätte er sich bei dieser blöden Landung echt noch wehtun können. Und jetzt schon auszuscheiden, dies wäre wirklich erniedrigend. Was sollten seine Untergebenen davon denken, dass ihr Boss direkt ausschied? Geschweige denn von denn von den anderen Seneschalle, sollten sie dies spitz kriegen. Vielleicht sollte er sich den Kleinen echt als Zusammenflicker und Sturtzabdämpfer einstellen. Würde sich sein zweiter Komthur bestimmt freuen. Der erste schien von dem Schwarzhaarigen auch ganz begeistert gewesen zu sein. Wobei er sich nicht sicher war, ob er dann endgültig platzte. Wenn die drei sich zusammen verschworen und ihn noch mehr zu Weißglut trieben. . . da würde er echt noch platzen. Hatte er drei Teufel im Nacken sitzen.

Doch genug davon, für Nile zählte jetzt nur noch eins - kämpfen! Sich im Kopf bereits ausmalend, wie und wann er welchen Raitas plattmachen würde, ob einzelnd oder direkt zu mehreren, bemerkte er zunächst nicht, wie sein Stalker einen dezenten Launenumschwung erlitt und zu ihm aufschloss. Erst registrierte er diesen wieder, wo ihm etwas in die Seite gerammt wurde. ,,ALTER, WAS SOLL-?!", erklang seine erzürnte Stimme, erstarb aber dann. Der zuvor ziemlich tödliche Blick lockerte sich, wurde fragend, wo er ein komisches Gefühl vernahm. . . doch sagte es ihm tierisch zu. Es schien, als würde sein Blut in den Adern anfangen zu pulverisieren. Eine Energie durchströmte ihn, die er nur vernahm, wenn er im heftigsten Kampfrausch war. Er fühlte sich, als könnte er hier und jetzt, mit nur einem Hieb, diese verdammten Stadtmauern zermalmen könnte. Und das diese wundervolle Kraft nie wieder schwinden würde. Ouh ja, der Seneschall fühlte sich allmächtig - so, wie er sich auch immer gab. Wie der andere Kiheda wieder verschwand und die Einheiten dazu verleitete, sich aufzuteilen, nahm er nicht wahr. Nein, er war stehen geblieben, wo ihm seine 'neue Macht' verliehen wurde. Schweigend, den Blick vor sich auf den Boden gerichtet. Derweil näherte sich ihm ein anderer Cyborg, befehlend, sich zu ergeben, da sonst geschossen wird. Wo fragwürdig war, dass noch gesprochen und nicht nur drauf losgeballert wurde. Doch sollte der Cyborg seine Aktion im nächsten Augenblick bereuen.

Einen kurzen Energiestoß je aus seiner Ausrüstung um die Schultern nach hinten abgebend, schoss der Ashblonde nach vorne. Direkt auf den Raitas zu, bei dem er am Kopf schnell ankam, die Spritze aus seiner Taillie zog und dem nun beschädigten Feind ins Auge rammte. Ein spitzer Schrei erklang, der geschockte Körper wurde noch im Flug gepackt und geradewegs gegen die noch langsam drehenden Turbinen des Kampfhelikopters geworfen. Das Ergebnis sah trotzdem nicht ansehnlich aus, für alle nicht Psychopathen. So lachend, als wären ihm nun endgültig alle Sicherungen durchgebrannt - was ja auch mehr oder weniger der Fall war - landete er auf einem Trümmerhaufen und hastete direkt weiter. Schneller als sonst, er fühlte sich, als könne er fliegen. Vorausgesetzt, er konnte noch was fühlen. Denn war alles andere wie ausgeblendet, nur das Verlangen zu kämpfen, töten und siegen war da. Der Rest, alles wie weggefegt. Gelöscht. Als hätte es niemals existiert. Derweil wurde nun offiziell das Feuer der Raitas eröffnet. ,,Keine Gnade, beseitigt sie!", konnte man den Befehl durch die Lautsprecher des Helikopters vernehmen.

Zwar hatte er nur kurz zuvor Timber versprochen, es nicht zu übertreiben. Es war noch nicht lang her, dass er halb zerfetzt im Gebirge herumgelegen hatte. Doch wurde dieses Versprechen erfolgreich vom Rausch verdrängt. Auch wenn es verdammt wahrscheinlich war, dass sich solch ein Massaker wiederholte, heute sollte dies nicht der Fall sein. Fleischwunden und einige Prellungen, dies würde heute maximal drin sein. Jedoch keine Verletzungen, die sich auf seine Technik ausübten. Seine Nervenbahnen, die richtig pulsierten, kochten und nur so vor Energie trotzen, würden heute ein richtiges Schutzschild abgeben. Irgendwie würde die Stimme, in der hintersten Ecke seinen Hinterkopfes, schon dafür sorgen. Irgendwie.

,,PHAHAHAHAH!", ging es die ganze Zeit, wo er von Feind zu Feind wechselte. Bei Androiden wurde mehr Feuer eingesetzt oder bei stark ausgeprägten Cyborgs, bei leichteren war schon die geballte Körperkraft, in Mischung von Schädeleindreschen mit Armschienen, sehr wirkungsvoll. Und vieles war alles andere als. . . appetitlich. Einige Schrammen, Streifschüsse und Blutergüsse musste er auch schon einstecken, doch nahm sie in keiner Weise war. Es war noch nicht viel Zeit vergangen, vielleicht eine Minute. Doch in der hatte er schon mächtig geerntet. Feuerspeed und Ausdauer brachten ihn wirklich ruckzuck zum nächsten Opfer.
Sah wohl auch die Raitas ein. Auch wenn noch unmengen Einheiten da waren - gab sich die Frage auf, wie viele bitte in solch eine Konservendose passten -, mussten sie auch mal härtere Geschütze aufsetzten. Und da zeigte der super coole Heli, dass er auch mehr konnte. Fanden wohl auch den Versuch süß, wie Zayan mit der Aktion versuchte, das Geschütz auf sich zu lenken. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Da fuhr sich neben dem bereits aktiven ein zweites aus. Wenn schon, denn schon. Doppelt hält ja bekanntlich besser. Nummero eins weiter den Androiden verfolgend, während das neue nun munter den Ordensritter anvisierte. Dieser war aktuell nicht so klug wie der Kleine und hielt Sicherheitsabstand. Nein, im Gegenteil. Von Nasenbeinbruch, bis zum nächsten Blechschaden, hopste er dem Ding förmlich entgegen. Lebensmüde hoch zehn. Doch gab es wohl nur drei Dinge, die ihn jetzt wieder herunterfahren könnten. Erstens, die Wirkung ließ nach. Zweitens, seine Energie für Feuer und Explosionen ging aus. Drittens, er hatte alles platt gemacht. Viertens, er wurde platt gemacht. Mal sehen, welche Option der Fall sein würde.

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Zayan
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Mi Aug 09, 2017 9:49 pm

Schon nicht leicht mit der Kommunikation, wenn der eine nicht so gut mit dem Reden und der andere nicht so gut mit dem Menschsein konnte, klappte zwar irgendwie, wurde aber temporär ziemlich awkward. Aber letzten Endes verstand Zay, was der Mann ihm sagen wollte, und nickte eifrig auf dessen Kommando hin, heilen war in Ordnung, im Weg herumstehen nicht, das war logisch und gut zu merken. Zumindest war Zayan bereits mit der Krankengeschichte des Seneschalls in jüngster Zukunft vertraut, was die Sache erleichtern würde, im Moment aber konnte er von Glück reden dass noch Metall ihm half, dass die Rippen beieinander blieben trotz unsanfter Landung und Druckwelle eines landenden Kampffliegers. Er war sich wirklich nicht sicher, wie er das zu deuten hatte, und ob es richtig war davon auszugehen dass der Blonde ihm geholfen hatte, damit dieses Geschoss ihn nicht auch traf, denn ohne auf ihn noch zwei Schritt zuzulaufen wäre es sicher weniger knapp gewesen. Und, bedachte man Position und Nutzen, auch die bessere Variante damit ein Seneschall am Leben blieb, trotzdem hatte er das nicht umgesetzt. Das war nett, und umso mehr klinkte es bei dem Androiden aus, jetzt akute Gefahr für Leib und Leben vorzufinden. Das war sein Patient, und die Raitas störte gerade.

Auch ohne vom ohnehin schon gesteigerten Kampftrieb des Cyborgs zu wissen, und auch ohne dessen nahezu psychotische Freude allzu kritisch zu hinterfragen, wusste Zayan, dass das Epinephrin gut platziert war. Es machte weniger Anfällig, schraubte auf die absoluten Basis-Instinkte herunter, lieferte um ein Vielfaches mehr Energie und Sauerstoff, ergo alles was man für einen Kampfrausch brauchte. Und Zayan wusste, dass er selbst nicht viel helfen könnte in dieser Auseinandersetzung – jedenfalls nicht direkt. Er hatte schon im Gebirge gemerkt, dass der Mann zäh war, mehr als vielleicht gut für ihn wäre, aber das bot immerhin mehr Zeit für etwaiges Eingreifen.
Unbeeindruckt vom ersterbenden Protest hatte Zay schon so gut möglich Distanz zu dem Seneschall aufgebaut, noch im Lauf seine Jacke abstreifend, damit die Süßigkeiten nicht bei jedem Sprung irgendwo herumflogen – nur einen Schokoriegel schluckte er nur flüchtig zerkaut herunter, bremste dann scharf ab und wandte sich dem Helikopter zu, dessen Laderaum immer mehr Raitas ausspuckte. Auch der Seneschall bewegte sich derzeit nicht in einiger Distanz, ebenfalls genähert von einigen Feinden, die er jetzt auch durchaus als solche wertete. Auch er hörte eine schneidende Stimme, ihn auffordernd stehen zu bleiben und sich zu ergeben. Es war ein Cyborg, und er trug keine Maske wie Zayan selbst sie gerade um den Hals baumeln ließ, der den Fremden offen anblickte und nicht einmal etwas dagegen tat, dass der Mann ihn am Oberarm packte.
Zayan starrte ihn immernoch an, als der Befehl über den Schotterplatz hallte sie zu töten ohne Rücksicht auf Verluste. Der Cyborg sah zu ihm zurück, dessen Körper ihn gerade noch vor den anderen Raitas abschirmte – dann jedoch sanken dessen Lider herab und er sackte kraftlos in sich zusammen. Zayan schloss die Lippen wieder und wischte sich mit dem Arm über den Mund. Tja, Pech gehabt. Dieselbe gasförmige Sedierung oder Narkose, die er normalerweise über die Beatmungsmaske abgeben konnte, wurde bereits in der Lunge gebildet und er konnte es ... einfach ausatmen. Und dieser Cyborg hielt wohl nicht so ganz so viel Narkotikum aus, um nicht wie ein Stein zusammenzusacken.

Zayan blinzelte, setzte seine Maske wieder auf und nutzte den Moment der Verwirrung, um die Waffe des Raitas an sich zu nehmen, die zu Boden gefallen war. Eine klobige Handfeuerwaffe, und einem Testschuss zufolge ein süßes, fieses Teil. Die Munition schien panzerbrechend, jedenfalls durchschlug sie einen Androiden im Bauchbereich, aber nicht komplett, und ob es Zufall war, dass eine kleine Explosion diesen keine drei Sekunden später von innen heraus zerriss? Fieses Baby, kam ihm genau recht. Zayan gluckste erfreut und nahm dann die Raitas unter Beschuss, feststellend dass es tatsächlich auch noch Explosivgeschosse waren. Durch den Helikopter kam die Munition nicht durch, aber es genügte, um zumindest zu versuchen dem Seneschall die Flanke freizuhalten. Und dann dröhnte ein dumpfes Wummern über den Platz, als die zweite Kanone des Helikopters losschoss und ihn wiederum nur sehr knapp verfehlte. Genau genommen schlug das Geschoss diesmal kurz vor ihm in den Boden ein und die Wucht des Aufpralls schlug ihn rücklings von den Füßen – erneut. Diesmal landete er aber ohne andere Person auf sich und  auf dem Körper des tief schlummernden Raitas, der davon aber nicht wach wurde, und Zay erwiderte den Schuss. Vielleicht brachte es etwas, wenn er die Kanone direkt anpeilte? Dann fiel ihm etwas aus dem Augenwinkel auf, als der Android sich wieder aufrichtete – der Seneschall schien absolut nichts mehr um sich herum mitzubekommen, unter anderem dass einige wohl von Zayan abgelassen hatten und ihm als die definitiv größere Bedrohung zuwendeten. Und die hatten noch größere Spielbabys als Zayan, mochte ja sein dass der Seneschall super vorankam, aber sein Rücken war offen und anscheinend sank die Skrupel, von der Flanke oder von hinten auf ihn zu schießen und zu riskieren Verbündete zu treffen.
"Pass auf!", gab Zayan sich Mühe, den Kampfeslärm zu übertönen ohne gleich zu brüllen, dass der andere ein besagter Seneschall war – wenn sie das nicht längst wussten.
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Nile the Blaze
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BeitragThema: Re: Nordbezirk | Down-City   Do Aug 10, 2017 10:40 pm

Explosionen, Feuer, Schüsse, das Geräusch von eindrückenden Metall. Dies alles war für Nile Musik in den Ohren. Spornten seine bereits unmässliche Kampflust nur noch mehr an. Das pochende Geräusch seines Herzschlages und das Rauschen seines Bluten in seinen Ohren ließen nur die wundervolle Zerstörung durch. Weder die Befehle, welche die Raitas untereinander zuriefen oder sonstiges Kampfgebrüll nahm er wahr. Doch schaffte es schließlich eine Stimme, sich durch die Mauer an Kampflust zu fräßen - pass auf! Die leuchtend roten Augen schellten kurz zur Seite, fixierten den Knirps, welcher etwas weiter weg herumhockte. War wahrscheinlich auch besser so für ihn, bevor der Seneschall ihn ausversehen mitröstete. Doch war dieser kleine Wachruf ganz gut, denn so sagte ihm was im Hinterkopf, dass er einfach mal kräftig hochspringen sollte. Gesagt, getan, fand er sich zwei Meter in der Luft wieder. Unter ihm einige Raitas, die um den Punkt wo er zuvor noch stand, herumstanden und anvisierten. Wo er losgesprungen war, hatten diese geschossen und dadurch, dass er nicht mehr dort stand, sich gegenseitig hochgejagt.

Wo die schöne Druckwelle ihn noch was hochbehielt, durch diese Selbstzerstörungsaktion, konnte er sie auch gleich mal ausnutzen. Mit einem Feuerstoß nach hinten flog er in der Luft weiter, gen Helikopter. Wenn der Schub nachließ, landete er kurz auf einem Raitaskopf, welchen er dabei schön trat - Genickbruch lässt grüßen -, um sich dann wieder abzustoßen und weiter voran zu kommen. Irgendwann war er vor der Nase der Maschine angekommen, die wohl dann die Chance sah, ihn mit dem noch heilen Geschütz abzuknallen, doch sprang er über diese hinweg und landete auf dem Dach. Dort kam das Geschütz nicht dran. Haha. Nun - würde das Ding keine Zielverfolgung besitzen, wäre dies noch besser. Aber darüber konnte er nur wenig nachdenken. Wo das Geschoss ihm nachjagte, sprang er schon vom Ende des Helikopters, direkt vor den Eingang des Laderaum's, aus dem die Einheiten gestürmt kamen. Waren nicht mehr viele und schon bald waren es noch weniger. Denn wo er zwischen die gerade ausstürmenden Truppen sprang, folgte das Geschoss fleißig. Nile sprintete in den Laderaum, Geschoss packte nicht die Kurve und jagte die zuvor noch ausrückende Einheit hoch.

Den Druck der Explosion ausnutzend, schoss er selbst mit Energiekugeln in den Handflächen auf die zwei letzten Einheiten zu. 10 Mann. War vielleicht nicht die klügste Idee, auf engsten Raum mit Feuer zu kämpfen, doch war Nile gerade nicht in der Lage zu denken. Wobei das Adrenalin bald nachlassen sollte. Davor aber tobte er sich noch so richtig aus. Die Hände nach vorne streckend, schossen zwei Feuersäulen los, die durch die Einheiten hindurch schossen. An der Wand zum Cockpit angekommen, drängten sie sich zur Seite, wo sie aus den Fenstern schossen, nachdem das Glas unter der Hitze nachgab. Dabei wurden drei vier Raitas mitgezogen. Während die restlichen Cyborgs sich am Boden wanden, rasten die  zwei verbleibenden Androiden, trotz teils angeschnörkelten Körpern, auf den Ashblonden los. Dabei am Schießen. Nile schoss nach vorne, natürlich dabei fein am Lachen, und rammte beiden Metallschädeln seine Armschienen geradewegs gegen den Kopf, worauf diese sich etwas ausklinkten und die Kabel im Hals freigaben. Nach diesen griff er und riß sie geradewegs heraus.

Die restlichen Cyborgs trat er noch einmal ins Gesicht, damit sie auch endgültig besiegt waren, ehe er ins Cockpit stürmte. Dort befand sich nur ein einzelner Cyborg, der wohl das ganze Ding lenkte. Inklusive der Geschütze. Denn mit dem heilen fixierte er gerade den Schwarzschopf draußen und wollte ihn abschießen, doch als dieser an der Kehle hochgerissen und gegen die Decke geknallt wurde, war es für ihn aus die Maus. Das war somit der Letzte. Somit war die dritte Option, alle plattgemacht zu haben, erfüllt wurden. Doch die Wirkung war noch da, behielten ihn noch was im Rausch. Die 'Bestie' wollte wieder raus, als ihn etwas ins Auge stach. Auf dem Monitor sah er, was draußen war. Und dort sah er auch den Knirps. Die dritte Option verfiel wieder. Aus dem Cockpit sprintend, sprang er aus einem der zerstörten Fenster, mit Feuer aus den Schulterschienen beschleunigend in Richtung des Jüngeren fliegend. Zum Schlag ausholend, raste er auf ihn zu - stockte aber dann, als gleichzeitig Option Eins und Zwei eintraten. Wirkung weg und Energie leer. Das feurige rot seiner Augen wurden orange und es drang kein Funken Feuer mehr aus der Ausrüstung, als er die letzten Meter vor dem Kleinen landete und die letzten Schritte stolperte. Bis er auf die Knie plumpste, Körper nach vorn und mit der Stirn auf den Füßen des Anderen liegen blieb. ,,Alter. . . was war das denn gerade. . .?", stöhnte er mit zusammengekniffenen Augen, wo er nun all seine Verletzungen auf einen Hieb wahrnahm.

Endergebnis der Verletzungen im Rauschzustand:
Sämtliche Streifschüsse an den Oberarmen, Oberkörper und Beinen, jedoch nur die oberen Hautschichten betreffend. Fast keine Kugel ist tiefer eingedrungen, da seine künstlichen Nervenbahnen es erfolgreich verhindert haben. Bis auf eine Kugel in der rechten Kniehöhle, zwei in der rechten Seite und eine am Schultergelenk hat sich keine weiter verirrt. Platzwunde am Kopf, diverse Hautaufschürfungen und schmerzende Rippen waren noch dazuzuzählen. Überraschenderweise keine eigenen Verbrennungen, auch nicht durch die Kabelrausziehaktion bei den Androiden. Handschuhe sei dank.
Die verbrauchte Energie würde gut eine halbe bis ganze Stunde brauchen, um komplett neu aufzuladen.

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