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Ki's Zimmer & Werkstatt

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BeitragThema: Ki's Zimmer & Werkstatt    Di Jun 13, 2017 7:31 pm
Man konnte direkt sehen, dass der Raum nicht dazu da war, es sich bequem zu machen, sondern um darin zu arbeiten. Der Raum war nur spärlich eingerichtet. Links in der hinteren Ecke stand ein immer ungemachtes Bett, daneben ein kleiner Nachttisch, auf dem eine kleine Lampe stand. Neben diesem befand sich ein mittelhoher ungeordneter Bücherstapel, der im Großteil nur Bücher über Technik enthielt. Doch auch ein paar Fantasy/Sci-fi-Bücher konnte man dort finden. Am Fuße des Bettes stand ein kleiner metallener Kleiderschrank, in denen Ki ihre paar Klamotten aufbewahrte. Daneben wiederum stand noch ein weißer Hocker.
In der rechten hinteren Ecke stand ein riesiger Schreibtisch mit drei Computerbildschirmen, einer Tastatur und einer Maus darauf und einem Rechner unter dem Tisch. Davor stand ein bequemer Schreibtischstuhl in schwarz.
An den betonfarbenen Wänden standen sonst nur ein paar selbstgebaute Waffen oder Erfindungen, sonst waren sie leer.
In der Mitte des Raumes lagen auf dem Boden allerlei Bauteile, Werkzeuge, aufgeschlagene Handbücher und halbfertige Erfindungen, davor ein kleines Sitzkissen in gelb. Hier verbrachte die Frau den Großteil ihrer Zeit. An der Decke befanden sich noch große Lampen, um rund um die Uhr genug Licht zum Arbeiten zu haben, denn Fenster gab es keine.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Di Jun 13, 2017 7:35 pm
Cf: http://neovine-animerpg.forumieren.com/t193-ausbildungsplatz-distanz#980

Selbst wenn die Lampe ein versteckter Killerandroid gewesen wäre, hätte Bel trotzdem lieber das Primärziel zuerst ausgewählt und eliminiert, herzlichen Dank, um dann im Anschluss vor der Lampe des Todes einfach abzuhauen. Da das leider im Rahmen des Möglichen war, fand er das auch nicht sonderlich lustig und hoffte sehr, dass Krümels nächstes Projekt keine Glühbirne und einen Lampenschirm beinhaltete ... Wobei explodierende Beleuchtungsanlagen immer eine gute Chance zur Flucht boten. Nur halt nicht in diesem Sinne.
Sich bei den Kontrollen ausruhen wäre aber vermutlich nicht drin, dazu war Bel nach seiner unfreiwilligen Umbauaktion (gut, ohne die Dinger wäre er wohl tot, aber vielleicht weniger griesgrämig) einfach viel zu paranoid und vor allem unwillig, etwas mit sich machen zu lassen ohne es gleichzeitig zu überwachen. Nicht einmal bei Reparaturen durch Verbündete.
"Könnte gut sein, war ein verirrter EMP.", spuckte er noch eine weitere Info aus und beließ es erst mal dabei. Konnte nicht schaden wenn sie mal drübersah, konnte ja sehr gut sein dass irgendwas beschädigt war und man es zuerst am Lock merkte, und dann später erst an allen anderen Elementen, was dann bei seinem Glück mitten im Gefecht passierte.

Schön dass er ihrer Motivation mit seinen Wehwehchen half, zuweilen war es ganz gut sich mal mit Leuten zu umgeben die das komplette und absolut direkte Gegenteil von seiner eigenen Laune, Grundeinstellung und allgemein vom Temperament her war. Trotzdem war Bel gemein genug sie zumindest mal kurz zur Besinnung zu rufen. Aber es war nun mal so, wer müde war, arbeitete schlampig oder dachte nicht richtig nach – und anders als bei Bel lief die Arbeit eines Mechanikers eher selten weg. Sie würde noch genau so da liegen, wenn man wach wurde und vielleicht im Schlaf über eine Lösung für eine sich stellende Schwierigkeit Gedanken gemacht hatte. Bel wusste es doch auch nicht, er hatte damals gelernt wie man Körper wieder zusammen nähte, nicht wie man Metalle verlöten musste.
Ihre Einsicht aber überraschte ein wenig, gerade da Krümel ja doch gerade noch relativ aufgedreht gewirkt hatte, was ihm wiederum ein mattes Schmunzeln abrief. Kurz nur, aber es war da, gefolgt von einem Nicken.
"Einverstanden.", meinte er, fast als wäre es ein vereinbarter Deal, und >ja gar nicht so dramatisch< wie er es sich gerade ausmalte. Er widerstand dem Drang, nach einem weiteren Glimmstängel zu fischen, und folgte der Mechanikerin in deren Bleibe. Noch im Türrahmen schnallte er den Waffengurt ab und legte ihn neben die Schwelle, wo er am wenigsten Unheil anrichten könnte, Stiefel hatte er für die Trainingseinheit eh nicht getragen und sah sich eher unbewusst um. Keine aktiv reagierenden Bauteile, nichts wo seine Systeme Waffenalarm schlugen – also, schon, hier lag immer irgendwas rum, aber nicht im Sinne einer akuten Bedrohung für Leib und Leben. Na immerhin. Von Ordnung war auch nicht zu sprechen, was einen ständig unterwegs seienden Cyborg, der selten überhaupt die Gelegenheit hatte irgendwo Chaos zu stiften, aber genauso wenig tangierte wie ein völlig steriles Labor. Ergebnis war dasselbe.
"Wo soll ich mich hinpflanzen?", fragte er daher unverbindlich und warf seinen Mantel auf irgendwas, das aussah als würde es zumindest nicht gleich zusammenbrechen oder umkippen.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Di Jun 13, 2017 8:46 pm
cf: http://neovine-animerpg.forumieren.com/t193-ausbildungsplatz-distanz

Dass er wohl ihren Scherz nicht so lustig fand, konnte sie irgendwo verstehen und gluckste noch einmal kurz. Sie wollte eben nur etwas die Situation auflockern.
Nach der Aussage, dass ser Grund für die Fehlfunktion ein verirrter EMP gewesen war, seufzte Ki einmal tief. So etwas kam ihr häufig unter und das konnte schnell mal böse enden, wenn man nichts dagegen unternahm. "Und da kommst du nicht zu mir? Du solltest doch selber gut genug wissen, dass Vorsicht besser als Nachsicht ist!", meinte sie jetzt etwas ernster. Aber noch nicht so ernst, dass man sich ernsthaft Sorgen um die aktuelle Situation machen musste. "Wann ist das passiert?", fragte sie stattdessen und schaute ihn eindringlich an.

Als er kurz schmunzelte, hellte sich ihr Gesichtsausdruck augenblicklich auf. "Belchen, das steht dir! Solltest du öfter machen!", meinte sie und kicherte. Sie wusste nicht, ob er es selber mitbekommen hatte, aber sie wusste, dass er das nicht so oft tat. Und das fand sie sehr schade, wo sie doch selber eine recht fröhliche Person war und es auch mochte, wenn andere lächelten.

Nachdem sie bei ihr im Zimmer angekommen waren, legte sie ihr Tablet auf ihrem Schreibtisch an und schloss es noch schnell an ihren Computer an, damit die Daten - ergo heute erstellten Baupläne und ähnliches - rüberlaufen konnten. Danach sah sie ihrem Gast zu, wie er seinen Waffengurt neben die Schwelle legte und sich umsah. Das brachte sie kurz zum Lachen und sie stemmte ihre Hände in ihre Hüfte. "Es wird schon nichts einfach so explodieren! Nicht solange ich es jedenfalls nicht will.", meinte sie grinsend und fing an, ein paar Werkzeuge vom Boden zu fischen und in die großen Hosentaschen gleiten zu lassen.

Die Grünhaarige zeigte auf das Bett, während sie zu ihrem Schrank hinüberging. "Du kannst dich aufs Bett setzen, ich hol mir nur eben meinen Hocker." Es interessierte sie nicht groß, dass er seine Jacke einfach irgendwo hingeworfen hatte, sie selbst war ja auch nicht ordentlicher.
Sie nahm ihren Hocker hoch und trug ihn ohne Probleme zu ihrem Bett, bevor sie sich drauf setzte. Man konnte zwar sagen, dass sie vielleicht etwas zu dünn war, was vielleicht daran lag, dass sie manchmal die ein oder andere Mahlzeit ausließ, aber sie war definitiv nicht schwach. Sie hatte schon einige Muskeln in ihren Armen, schließlich musste ja auch jemand ihre Lieblingswaffe, den Nachbau einer XM215 - eine Gatling-Kanone -, hochheben können. Und sie konnte sie nicht nur hochheben, nein, sie konnte damit auch umgehen.

"Ich guck mir erstmal das Problemkindchen an, bevor ich den Rest durchchecke,
also musst du dich ein bisschen vorbeugen, damit ich rankomme. Oder du legst dich hin."
, meinte sie und schob ihre eh schon hochgekrämpelten Jackenärmel noch weiter hoch.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Di Jun 13, 2017 9:54 pm
Lustig war die Vorstellung durchaus, allerdings hatte Bel genug Farbe zum Schwarzmalen übrig um noch irgendwas aus dem Humortopf zu zaubern. Er war vermutlich mittlerweile zu verbittert oder vergriesgramt, um einfach so loszulachen, nicht mal kitzeln würde noch irgendwas bringen. Das Seufzen war gerechtfertigt, ein EMP konnte von kleinen Macken bis zu Totalausfällen alles verschulden ohne sich dessen zu schämen. Ja, der Assassine wusste das, nein, er hatte es nicht sofort als Grund gesehen einen Hacker zu konsultieren. Also brummte er nur irgendwas unverständliches und überlegte dann kurz.
"Etwa zwei, drei Wochen.", antwortete er und schaltete vorsorglich auf Durchzug, falls sie ihm den Geh-ausreichend-Schlaf-abgreifen-Vortrag mit einer Mit-sowas-rennt-man-nicht-wochenlang-unrepariert-herum-Predigt vergelten wollte.
"Gibt nur Falten.", knurrte er, das fehlte noch dass er seinen wieder zusammengelöteten Kopf mit unnötigen Grinsattacken strapazierte – zumal ihm meist nicht danach war. Die Scamaton oder überhaupt Leute, die ihn je auch akustisch hörbar hatten lachen hören, waren an einer Hand abzuzählen und vermulich genauso rotzevoll gewesen wie Bel selbst zu dem Zeitpunkt. Zu viel gesehen, zu viel erlebt um sich noch solcher jugendlichen Freude hinzugeben. Er wurde zu alt für den ganzen Unfug.

Das war auch wiederum überhaupt nicht zum Lachen, sondern ein notwendiger Check zur Sicherung der allgemeinen Lage und Überprüfung des Status Quo. In Anbetracht der jüngsten Erzählungen vielleicht auch nicht Grundlos.
"Achso? Das Testobjekt von vorgestern sollte also explodieren?", fragte er zurück mit sarkastischem Unterton, denn das war garantiert nicht gewollt gewesen wenn zwei Tage Burnout die Folge gewesen waren ... in denen man ja auch einfach hätte schlafen können. Kinder. Bel stapfte also kommentarlos in Richtung Bett, weil das auch tatsächlich außer einigen Streifen Fußboden die einzig freie Fläche war um sich zu drapieren. Gab nicht wirklich andere Möglichkeiten, und so zuppelte er die Decke halbwegs zurecht, sodass er das – nun ja, eh fast ungenutzte – Bett nicht unbedingt mit frisch vom Übungsplatz kommenden Stelzen belagerte. War sowieso zu kurz, für einen Cyborg mit seinen Maßen. Der Krümel kam alsbald auch hinterher, wohl mit allem was man für eine kleine Not-OP so als Techniker brauchte, und ebenso kommentarlos legte er sich auch einfach hin. Bel war es zu heikel, er selbst wackelte, weil sein Hals nicht maschinensteif war, Krümel wackelte, weil sie ein Mensch war, und dann in irgendjemandes Iris und augennahen Systemen rumzupulen war keine gute Idee. Zumal die meisten Schaltkreise dafür sowieso unter dem Hexagon an seiner Schläfe waren, aber dennoch. War sicherer so im Hinblick auf eine seit Tagen schlaflose Mechanikerin.
"Der Rest ist okay.", meinte er dann dennoch, alles andere war schließlich in adäquater Verfassung, was zumindest hieß dass seit längerem keine Warnmeldungen oder Mängel vorlagen. Bisschen Staub aus den Getrieben feudeln vielleicht, aber das konnte er auch allein.
"Soll ich die Systeme runterfahren?" Konnte ja sein dass sie noch Tests durchlaufen lassen wollte, aber egal, er konnte es ja nach Belieben kontrollieren.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Di Jun 13, 2017 10:54 pm
Als der Ältere Ki endlich eine Antwort auf die Frage, wie lange es denn schon her sei, gab, fasste sie sich an den Kopf und hätte ihm am Liebsten einen Vortrag gehalten, aber sie entschloss sich, sich kurz zu fassen. Nicht, ohne ihm vorher kurz gegen die Brust zu boxen. Sie hätte natürlich nie die Kraft dazu, irgendwas an ihm mit bloßer Gewalt kaputt zu machen oder ihm weh zu tun, aber sie wollte ja nur ihren folgenden Worten etwas Standhaftigkeit verleihen. "Das nächste Mal,
wenn so etwas passiert, kommst du direkt zu mir oder von mir aus auch zu Yarder. Wir haben schließlich die Aufgabe, um uns um euch Idioten zu kümmern, also wackel nicht immer halbkaputt durch die Weltgeschichte!"
Sie wusste, dass er über ihr stand und dass sie ihm gegenüber nicht respektvoll war, aber das interessierte sie nicht. Er wusste es doch selber gut genug, was so ein EMP auslösen konnte, also verstand sie nicht, warum er es nicht hatte durchchecken lassen. Sie seufzte. "Wie es scheint, sollten wir beide mehr auf uns selbst achten. Ich sollte mehr schlafen und du solltest nicht so stur sein und öfter mal zur Routineuntersuchung vorbeikommen." Und das sagte sie nicht einfach, weil sie seine Prothesen und alles genauer betrachten wollte, nein, darum ging es ihr diesmal nicht. Sie wusste nicht, was er immer mit ihren Feinden zu schaffen hatte, aber sie wusste, dass es nicht ungefährlich war und bei einem Androiden ein kleiner Ausfall schon dazu führen konnte, dass er sich nicht mehr richtig bewegen konnte. Das Letzte, was sie wollte, ist, dass irgendjemand wegen solchen Fehlern der Technik starb, die sie hätte beheben können, hätte sie davon gewusst. Erst jetzt lächelte sie ihn wieder leicht an, um zu zeigen, dass sie nicht mehr allzu sauer war, auch wenn es ihren Gegenüber wohl relativ wenig interessieren dürfte.
Auf die Aussage hin, dass Lächeln nur Falten brachte, musste sie schmunzeln und seufzte leicht. Das war wohl seine Art und daran ließ sich nicht herumschrauben.

Die Frau hatte schon damit gerechnet, dass so eine Erwiderung kommen würde, also zuckte sie mit den Schultern. "Nun, wenn du es so sehen willst, ja. Schließlich soll ja was schief gehen, damit ich weiß, was ich falsch gemacht habe. Na ja, also eigentlich soll ja nichts schief gehen, aber wenn es das tut, dann ist das nur ein Zeichen dafür, dass mein Kopf immer noch menschlich ist." Sie tippte an ihren Kopf. "Menschen - und auch Cyborgs -
machen Fehler. Doch sie haben die Möglichkeit dazu, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Maschinen können nichts falsch machen, nur ihr Erschaffer kann sie falsch programmiert oder zusammengebaut haben. Deshalb freue ich mich übe einen Fehlschlag genauso sehr, wie über etwas, was mir gelingt. Auch, wenn es mich ärgert und ich kurzzeitig einen Burnout habe. Aber ich lerne daraus. Denn gäbe es nichts mehr für mich zum Lernen, dann wäre ich perfekt und die absolute Perfektheit können nur Maschinen erreichen."
Sie lächelte sanft. Sie wusste nicht, ob der Ältere ihr folgen konnte oder nicht, aber das waren ihre Gedanken zu dem Thema. Und sie war viel tiefgründiger geworden, als sie es eigentlich geplant hatte und von sich selber gewohnt war. Deshalb klatschte sie schnell in ihre Hände und meinte: "Also an die Arbeit!"

Als er sich endlich hingelegt hatte und dann auch meinte, der Rest war okay, plusterte Ki ihre Backen auf und schlug ihm gegen den Arm. "Ist es nicht. Jetzt lass es mich schon überprüfen! Ich brauch nicht lange. Meine Güte, bist du heute stur!", meinte sie und gestikulierte dabei mit ihren Händen in der Luft herum.
Nachdem sie sie wieder runtergenommen hatte, antwortete sie: "Ja, bitte mach das. Und dreh deinen Kopf ein wenig zur Seite." Doch bevor er ihrer Bitte nachkommen konnte, drückte sie seinen Kopf selber zur Seite, rückte mit dem Hocker etwas näher heran, zog ihr erstes Werkzeug aus der Hosentasche und begann zu werkeln.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Di Jun 13, 2017 11:58 pm
Jaja, es war nicht in Ordnung und so weiter, er war ja nun auch nicht tagtäglich mit Mord und Totschlag beschäftigt, sondern musste erst einmal auskundschaften und dergleichen – wahrscheinlich hatte er deshalb dem rumspinnenden Lock nicht so viel Bedeutung beigemessen. Man brauchte ihn zwar täglich, aber gut, nicht immer in kritischer Lage. Er widersprach sich da gern ein wenig selbst, aber alte Leute machten nun mal keine Fehler. Zumindest gaben sie es nicht zu.
"Ich bin nicht halb kaputt! Es war nur eine Stehlampe statt einem Raitas.", protestierte er, und so verkehrt war das nun nicht, oder? Der Lock hatte sicher nur den Sinn für Humor entwickelt, der seinem Besitzer fehlte. Aber gut, Krümel kam zu einem Schluss, mit dem sie nicht wirklich falsch liegen konnte. Klar, es kam ihrer eigenen Passion zugute wenn er sich ab und an mal blicken ließ, dennoch, wenn er mit einem Abstecher (gerade wenn er eh zum Schlafen im HQ aufschlug) dafür sorgen konnte, dass ein Mensch sich mehr wie ein Mensch benahm, war das nichts Schlechtes.
"Hmhm.", machte er in gediegenem Tonfall, ein leises Seufzen mit geschlossenen Lippen folgte, "Na schön."

Sie hatte wohl die letzten Tage ziemlich allein verbracht, oder aber hatte tatsächlich gerade eine philosophische Phase. Und sie hatte Recht, bestätigte nur den festen Glauben des Cyborgs, dass Androiden niemals eigenständig sein würden. Es gab zwar K.I., aber selbst der musste jemand erlauben, sagen dass sie etwas tun, lernen, sich entwickeln sollte, und das konnte nicht nur gewaltig schief gehen, sondern machte Androide unnötig. Sie waren nur eine Illusion von Macht, die ein Mensch niemals haben sollte um sie auf andere auszuüben, so wie diese Mistviecher der Raitas tagtäglich die Straßen verseuchten.
"Du musst dennoch aufpassen.", sagte er, in weit weniger mahnendem und viel eher nachdenklichem Tonfall, "Als Hacker weißt du besser als ich, wie fatal Fehlschläge sein können, nur weil man eine einzige Zahl im Binary falsch gesetzt hat. Nimm es nicht zu leicht, willst du wie ich mit verdammten Magnetpinnwänden als Armen leben müssen?"
Keine Explosion war lustig, zwar konnte er ihren Eifer verstehen und klar, Kinder mussten ihre eigenen Erfahrungen machen, aber diese sollten sie doch bitte nicht verkrüppelt zurücklassen. Maschinen waren niemals perfekt, die Tatsache dass es Hacker und Mechaniker geben musste, bewies das. Er schnaubte nur missbilligend und schob dann die Beine über das Fußende, da das Bett zu kurz für knapp zwei Meter Cyborg war.
"Jaja, dann mach halt. Ich kann meine Gelenke aber auch allein putzen, ich bin Cyborg, nicht bescheuert.", murrte er, ließ sich aber herumschieben und fuhr parallel die Systeme im Kopf komplett herunter, sodass Krümel gefahrlos alles aufschrauben und anfassen konnte, ohne einen nennenswerten Schlag zu kriegen. War zwar nicht gerade angenehm, irgendwas am Kopf drücken, schrauben und ziehen zu spüren, aber weniger schlimm als eine Kugel zu kassieren oder dergleichen. Immerhin, Ki hatte Glück, er jammerte nicht und würde auch ansonsten den Mund halten, um sie nicht abzulenken.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mi Jun 14, 2017 12:48 am
Ki musste bei der Aussage Bels leicht grinsen. "'Nur' ist gut, Belchen." Es war ja auch schon fast putzig, wie er protestierte, stellte die Grünhaarige fest.
Als er jedoch trotz mehrmaligen Grummelns dazu entschloss, sich auf ihr Angebot - wohl eher eine Forderung - einzulassen, nickte sich glücklich. "Na also, du Sturkopf.", meinte sie in einem erleichterten und freundlichen Tonfall.

Nachdem sie ihm ihren kleinen Vortrag gehalten hatte und er ihr geraten hatte, dennoch vorsichtig zu sein, weil sie ja selbst genau wüsste, wie schwerwiegend das sein konnte, nickte sie. Ja, sie wusste das, deshalb war Hacken - zusammen mit Reparieren - eine der wenigen Aufgaben, wo sie keine Fehlschläge duldete. Sie arbeitete mit Sorgfalt und in einer Ruhe, die man von ihr wohl nicht erwarten würde, wenn man sie noch nicht arbeiten gesehen hatte. Doch trotz dieser Ruhe, arbeitete sie gezielt und schnell. Sie war eben ein Profi auf ihrem Gebiet und ein Profi wusste, was er zu tun hatte. "Ich habe ja auch vom Erfinden geredet. Hacken ist da noch einmal ein ganz anderes Gebiet. Ich passe auch gut auf, schließlich kann ich es nicht riskieren, mit einem falschen Code unsere ganze Existenz aufs Spiel zu setzen. Das geht nun wirklich nicht. Die Explosionen von meinen Erfindungen hab ich schon so oft erlebt, die machen mir nichts mehr aus. Früher hab ich mich des öfteren mal dran verbrannt, aber ich hab dazu gelernt." Sie erzählte es eher so, als würde sie in den guten alten Zeiten schwelgen, als sich an vergangenen Schmerz zurück zu erinnern. "Und sowieso bin ich kein Kind mehr. Ich bin eine erwachsene Frau. Ich weiß schon, was ich tue." , sagte sie und meinte es nicht verärgert, sondern eher belustigt. Er machte sich viel zu viele Sorgen um sie. Als wäre sie ein Kind, auf das man aufpassen müsste, bevor es das Glas vom Küchentisch schmeißt.
Auf seine Frage ging die Grünhaarige aber nicht mehr ein. Nicht, weil sie keine Antwort darauf wusste, sondern weil ihre Ansicht dazu viele Level überstieg. Es war sozusagen ihr eigenes Kredo und es hob sich komplett davon ab, was andere von ihr wussten, weshalb sie es für sich behielt. Erstmal um sich selbst zu schützen und dann noch um andere nicht zu verwirren.

Sah ja schon lustig aus. So ein riesen Typ auf ihrem kleinen Bett, aber sie ließ sich nicht von dieser absolut lächerlichen Szene beinträchtigen und stemmte nach der nächsten Aussage Bels wieder ihre Hände in die Hüfte. "Das ist nicht nur putzen! Wenn die EMP irgendwas anderes beschädigt hat, wovon du noch nichts weißt, weil es sich noch nicht gemeldet hat, und es dann urplötzlich nicht mehr funktioniert, wenn du es brauchst, bist du - wortwörtlich - am Arsch. Und ich glaube nicht, dass du bescheuert bist, auch wenn du gerade schon wieder den Anschein machst.
Ich will das Thema nicht noch einmal aufgreifen müssen, mein Lieber."
, meinte sie und widmete sich danach vollkonzentriert ihrer Arbeit. Jeder andere Arzt hätte das Gleiche gesagt, wenn ein Mensch einen Schlag in den Bauch kassiert hätte. Was bei sowas alles passieren kann, was sich erst im Nachhinein herausstellt, war unglaublich. Manche Krankheiten zogen schleichend heran und so verhielt es sich auch bei Maschinen. Wurden die nicht regelmäßig durchgecheckt, konnten sie genausogut eine 'Krankheit' bekommen, wie Menschen auch. Schließlich mussten die auch immer regelmäßig zum Zahnarzt.

Ki arbeitete sehr sauber und zielorientiert. Sie hatte schnell das Wehwehchen des Target-Locks repariert und checkte die anderen Systeme durch. Bei allen war eigentlich alles okey, bis eben auf ein paar Verstaubungen. Als sie bei seinem linken Arm jedoch ankam wurde sie stutzig und zog eine Augenbraue hoch. Sie stand auf und holte etwas anderes vom Boden, nachdem sie es in ihrer Tasche nicht gefunden hatte. Da war doch tatsächlich ein Kabel fast ab, was sie wieder zusammenlöten musste. Ja, es funktionierte noch, aber die Frage war, wie lange noch. Wenn er noch weiter herumgetollt hätte, wäre es bestimmt bald abgegangen. Sie zog sich ihre Schutzbrille über die Augen und fing an, das Ganze wieder einwandfrei funktionstüchtig zu machen, ohne das es irgendwann auseinanderbollerte. Da war es doch gut, dass sie darauf bestanden hatte, einen Rundumcheck zu vollführen.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mi Jun 14, 2017 4:40 pm
Er wusste es ja, genauso wie man wusste, dass Rauchen und Saufen ungesund war. Kein Grund damit aufzuhören. Doch dafür hatte eben jeder sein Spezialgebiet, und da war ihm auch völlig egal, wie alt oder jung, wie hoch oder niedrig die Ränge waren. Ein gottverdammter Medic-General hätte ihm als Assassinen nicht in die Arbeit reinzuquatschen, ebenso wie Bel keinem Hacker ins Handwerk reden würde, egal ob das nur ein Rekrut war oder nicht. Dazu gab es diese Unterteilung schließlich, und darum machte er sich auch nichts daraus, sich von einem grünen Krümel belehren zu lassen. Sie musste es ja wissen, und wenn er ihr umgekehrt beibrachte wie man verdammt noch mal pünktlich schlafen ging, dann sollte Ki sich trotzdem Gedanken machen wer hier von ihnen der Cyborg im Geiste war.

Immerhin, es tat auch Bel gut (wie wenig er das auch zugeben würde), sich ab und an mal etwas zu unterhalten, oder besser zu kabbeln. Alles, was normale Leute so machten, tat Bel fast nur im HQ, alles andere drehte sich immer irgendwie um die Raitas und wie man ihnen den nächsten empfindlichen Treffer versetzen konnte. Und nichts, was die Kleine zu ihrer Rechtfertigung vorbrachte, milderte Bels vorangehende Aussage, egal was sie wann tat, sie sollte aufpassen. Hacken, Erfinden, Reparieren, es konnte ausnahmslos immer etwas schiefgehen, das passierte den Besten, ebenso wie Bel nicht davor Gefeit wäre ebenfalls irgendwann mal draufzugehen, weil er sich verkalkuliert hatte.
„Ich war älter als du, als was gehörig schief ging.“, erinnerte er sie, und auch jetzt, fast 10 Jahre später, konnte immer mal was passieren. Er wollte nur, dass sie aufpasste. Dass ihr nämlich immer mal was detonierte, war kein Zeichen dass alles unter Kontrolle war.

Lächerlich oder nicht, es war nicht unbequem und vor allem hielt er so still, egal an was sie gerade herumpfriemelte. War auch eine Form von Vertrauen, Bel war zwar wach, aber nicht in Habacht-Haltung, die Systeme waren aus und er brauchte auch keine Mechanik, um die Augen zu verdrehen. Er würde ja wohl noch merken wenn ein EMP saß und wann er ihn nur streifte!
„Wenn was kaputtgeht sagt es mir normalerweise Bescheid.“, murrte er, und wenn nicht, tja, dann war eben die Maschine nicht ach so perfekt. Man musste ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen, wobei Bel darin eigentlich echt gut war. Er hielt auch fortan den Mund, würde zwar nicht zugeben dass sie in einem gewissen Maß recht hatte, aber kein Widerspruch war ja bekanntlich Zustimmung.
Natürlich merkte er, dass Ki noch etwas fand, und solche Defekte konnten immer mal passieren, mal nach Jahren, mal Tage nach dem letzten Check, wer wusste das schon, und er ließ sie einfach machen ohne zu fragen, zu murren oder sonstiges. Er knurrte nur einmal unwillig, weil das, was sie da schweißte, ekelhaft ziepte – wenn man das, was sein Arm als Signal an sein Gehirn sandte, so nennen wollte. Sah lustig aus, der Grünkrümel mit der Schutzbrille da mit dem Pfriemelgerät in ihm herumstocherte, und wenn es nicht ab und an so prickeln würde könnte er dabei vermutlich wirklich eindösen.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mi Jun 14, 2017 5:24 pm
Sie seufzte und nickte. "Ich weiß, ich kenne deine Akte." Und damit war das Thema für sie erledigt. Sie würde aufpassen. Sowohl auf ihre Arbeit, auf ihre Umgebung und - ab jetzt - auch auf sich selbst. Um vollkonzentriert arbeiten zu können, sollte sie ihre menschlichen Bedürfnisse nicht einfach ignorieren, auch wenn sie das gerne mal tat. Aber wenn sich der Älteste hier bei den Scamaton schon so um sie sorgte, dann sollte sie auch dafür sorgen, dass sie etwas dagegen unternahm. Schließlich hatte er ja Recht. Auch wenn sie am Liebsten 24/7 durcharbeiten wollen würde.

Sie nickte einfach und sparte sich, ihn noch weiter zu belehren, als er immer noch weiter stur blieb. Sie hatte es ihm ja davor erklärt, dass nicht jedes Makel direkt sofort sichtbar wurde, deshalb gab es ja Leute, wie sie, die das behoben, bevor es auftrat. Das lag daran, dass keine Maschine perfekt sein konnte, wenn die Menschen, die sie entwickelten, nicht perfekt waren. Deshalb hatte sie ja auch gesagt, Maschinen können die absolute Perfektheit erreichen. Und nicht, dass sie schon von vornherein perfekt sind. Das sind sie keineswegs. Sonst würde Ki ja ihren Job verlieren.

Die Grünhaarige bekam natürlich mit, dass ihr Gast ein wenig herummurrte, als sie mit dem Lötkolben in seinem Arm herumstocherte, aber was sollte sie denn machen? Sie konnte das nicht weniger unangenehm gestalten, als sie es schon versuchte. Und sie war wirklich vorsichtig. Wenn sie natürlich an Metall herumlötete, wenn niemand etwas davon spüren konnte, war sie nicht so zärtlich.

Nachdem sie fertig war, zog sie ihre Brille hoch auf ihren Kopf, schaltete den Lötkolben aus und stand auf, während sie sprach: "Du kannst deine Systeme wieder hochfahren und dich aufsetzen. Ich würde nur noch gerne ein Programm durchlaufen lassen, um die Datenübertragung innerhalb überprüfen zu können." Sie begab sich zu ihrem Schreibtisch und stöpselte das Tablet ab, nicht ohne vorher noch schnell geschaut zu haben, ob denn sich alles auf den Computer hinüber gespielt hatte. Sie legte den Lötkolben auf dem Tisch ab und ging zurück zu ihrem Hocker. "Und nein, du kannst dich da nicht rausreden.", fügte sie noch schnell hinzu. Wohl wissend, dass ihr Gegenüber sich gerne mal vor weiteren Untersuchungen drückte.
"Während ich alles vorbereite, kannst du ja schon einmal ausprobieren, ob dein Target-Lock wieder einwandfrei funktioniert.", schlug sie ihm mit einem Lächeln vor und drückte danach ein wenig auf ihrem Tablet herum, bis sie die gewünschte Funktion eingestellt hatte und schloss dieses dann an den Arm Bels an. "Wenn es dann kitzelt, ist es richtig,
wenn es jedoch weh tun sollte, dann sag mir direkt wo. Dann passt da nämlich was nicht."
, meinte sie, während sie auf ihr Tablet guckte und wartete, dass ihr Gegenüber durch irgendwas signalisierte, dass sie anfangen könne.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Do Jun 15, 2017 9:41 pm
Vermutlich jeder der Handwerker kannte seine Akte, da immer und überall mal irgendwas kaputt ging, das passierte halt, wenn man wie Beleth mit dem Feuer spielte. Er passte auf, wer ihn jemals aktiv im Einsatz erlebt hatte, wusste das auch, aber er gab sich anders, rücksichts- und bedenkenloser. Es war einfacher, wenn einem Nachgesagt wurde, dass man sich wenig um sich und andere scherte, der Assassine hatte auch nicht vor noch irgendwelche tieferen Bindungen aufzubauen und damit zu riskieren, dass es irgendwen juckte, sollte er irgendwann mal nicht mehr da sein. Egal ob ihn ein Raitas sprengte oder seine Leber irgendwann kapitulieren musste. So wie der kleine Krümel derzeit wirklich daran arbeitete, etwas von Bedeutung zu erschaffen, vielleicht bald Dinge kreieren würde die ihre eigene Lebensspanne überdauerten, so mühte sich Bel, nach und nach seine Spuren zu verwischen. Nicht nur, weil er immer dreister arbeitete, mehr Leuten auf die Nerven ging, nicht nur den Feind betreffend. Letzten Endes tat jeder nur, was er für richtig hielt, der Assassine war dabei keine Ausnahme.

Ja, er wusste dass es nicht anders ging, trotzdem durfte man ja wohl grummeln – es erwartete auch keiner, dass jemand ohne Jammern zum Zahnarzt ging, selbst wenn es nur ziepte und zog und keine tödliche Schusswunde war. Besser so als nachher noch mit dem Arm zu zucken, wenn der Lötkolben noch drin war, rein theoretisch war es auch möglich, die künstlichen Extremitäten abzukoppeln, aber das lohnte sich fast nur wenn er neue brauchte vom Aufwand her, nichts für eine kurze Reparatur und Analyse.
Dauerte eine Weile, dann war der Krümel wohl fertig und riss ihn aus dem Dämmerzustand, der Bel erst dann auffiel als er diesen verließ. Huh, er wurde wohl wirklich alt und brauchte seinen Schlaf.
„Hmmhm. Mach nur.“, machte er, fuhr die Systeme langsam wieder auf Normalbetrieb hoch und setzte sich auf. War ja egal, wenn sie wollte, könnte Krümel noch einige weitere Checks laufen lassen, es machte für Bel selbst ja keinen Unterschied. Und er hatte ja gar nichts gesagt, war wohl auch etwas träge geworden was nur langsam verflog. Und so saß der Cyborg nun eben auf dem zu kleinen Bett und verengte leicht die Augen, nachdem die dunklen Schutzgläser sich über sie gelegt hatten. Ein nur für ihn in seinem Kopf hörbares Justiergeräusch erklang, als der Target Lock erst seinen herumliegenden Waffengurt, dann ironischerweise die Lampe und im Anschluss Ki mit Präzision erfasste und binnen Momenten klassifizierte – sofern möglich. Die Verbindung zum Informationssystem klappte also auch hervorragend und versuchte ihm keine Stehlampe mehr als Androiden jüngeren Baujahrs zu verkaufen. Und da er Ki nicht erschießen wollte, machte er den Lock wieder aus und das an eine Sonnenbrille erinnernde Visier verschwand wieder. Erst dann achtete er überhaupt wieder aktiv auf das, was gerade gesagt worden war. Er nickte also, ihr die Erlaubnis gebend das im Anschlag gehaltene Ding an ihn anzuschließen.

Ein seltsames Gefühl überlief seinen Arm, prickelte und tat nicht weh, von daher galt es wohl als kitzeln. Er hatte das Glück nie sonderlich kitzlig gewesen zu sein.
„Kribbelt 'n bisschen.“, meinte er und strich sich mit der freien Hand das kurze Haar zurück – nicht dass es irgendeinen Effekt hätte. Er schwieg eine Weile, ließ sie in aller Ruhe machen. Es fiel ihm allerdings noch etwas ein.
„Wenn du ausgeschlafen hast … Mike hat noch einen Speicherchip von mir. Vom vorletzten Einsatz, sind ein paar Scans drauf die dich vielleicht interessieren.“, brummte er, nicht dass das irgendwie eine Form von Gegenleistung oder Dankesbekundung wäre, vermutlich hatte Mike noch nicht mal drübergeschaut, war ihm aber auch schnuppe.
Nachdem du ausgeschlafen hast.“, wiederholte er dann noch einmal, auch auf das Risiko hin wieder bevormundend zu klingen.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Fr Jun 16, 2017 12:37 am
Ki musste lächeln, als sie mitbekam, wie müde ihr Gast doch zu sein schien. Hätte es wohl nicht so gekribbelt, wäre er glatt eingepennt. "Na, da ist ja noch wer müde. Kannst gleich auch ins Bett.", versicherte sie ihm.

Sie bekam natürlich mit, wie er sie anvisierte, und ließ es sich nicht nehmen, ihm ins Gesicht zu schauen. Die Schutzgläser sahen wirklich eindrucksvoll aus. Und egal, wie oft sie sie sah, sie fand sie jedes Mal toll. So verhielt sich das natürlich auch mit jeglicher anderer Art von Technik, aber in dem Moment glänzten ihre Augen wegen diesen ausfahrbaren Schutzgläsern. Und eine Funktion, die mit diesen einherging, hatte sie gerade reparieren dürfen. Sie senkte ihren Blick wieder und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Stolz darauf, dass es auch wieder funktionierte.

Nachdem sie von Beleth eine Zustimmung bekam und das Gerät eingeschaltet hatte, meinte er, dass es nur kribbelte, und sie nickte. "Gut, dann ist alles soweit in guter Verfassung.
Die Daten sind auch alle gut, also darfst du dich jetzt wieder kloppen gehen~"
, meinte sie spaßeshalber und trennte das Tablet wieder vom Arm ihres Gegenübers. Während sie aufstand, um alles wieder an seinen Platz zu bringen, zog sie schon mal ihre Handschuhe aus. Sie trug heute ihre fingerlosen, schwarzen, aber dennoch benötigte sie diese nicht zum Schlafen und legte sie deshalb auf dem Stuhl ab. Jetzt merkte auch sie, wie sie müde wurde, denn sie musste gähnen. Danach fuhr sie sich einmal über die Augen, um den Schlaf vorübergehend wegzuwischen, damit sie sich wenigstens noch von ihrem Gast verabschieden konnte.

Sie zog gerade ihre Brille von ihrem Kopf, als sie die Stimme des älteren Mannes von ihrem Bett aus wahrnahm. Ihr Gesichtsausdruck hellte sch sofort auf. "Was für Scans? Scans von Raitas?" So etwas konnte sie immer gebrauchen. Zum Reinhacken ins System war es sehr hilfreich. Und auch, wenn es keine Raita-Scans waren, sie freute sich immer, wenn ihr jemand so etwas vorbei brachte.
Ihre Müdigkeit war kurz vergessen, ehe der Größere sie noch einmal ermahnte. Darauf lächelte sie erschlagen und hob ihre Hände. "Ist ja gut, ist ja gut.", sagte sie beschwichtigend. "Bring ihn mir dann morgen Abend einfach vorbei~", säuselte sie und konnte nicht anders, als sich vor Freude einmal um die eigene Achse zu drehen.
Nachdem sie sich wieder einigermaßen eingekriegt hatte, holte sie alles Werkzeug aus ihren Hosentaschen heraus und legte auf ihrem Tisch ab. Danach drehte sie sich wieder zu Bel. "So. Es hat mich gefreut, dich heute behandeln zu dürfen~ Und ab sofort kommst du öfter mal zur Routine vorbei. Schließlich wollen wir alle nicht, dass dir aufgrund technischer Defekte irgendwas passiert. Natürlich auch nicht, wenn dir so etwas passiert. Also, immer schön vorsichtig bleiben~ Und jetzt gehen wir zwei Hübschen mal ins Bett.", sagte sie lächelnd.
Das war auch ein verstecktes Zeichen gewesen und bedeutete soviel wie: Wir sind jetzt hier fertig, du kannst gehen. Und sie hätte es wohl nie von selbst zugegeben, doch sie war jetzt wirklich müde. Morgen, wenn sie aufgewacht war, würde sie erstmal einen Bauplan für eine neue Erfindung erstellen. Soviel war klar.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mo Jun 19, 2017 9:21 am
Soo müde war er nun auch nicht, aber träge, hatte sich verausgabt über Tage und vorhin nach etwas Schlaf gleich wieder trainiert. Bel würde aber wohl wirklich noch etwas schlafen, es ging nur dann so gut wenn gleichgesinnte Gesellschaft war, die aufpasste und ihm erlaubte auch mal runterzukommen. Er nickte also bloß, dann wuselten sie im Anschluss eben beide brav noch mal eine Runde am Kissen horchen. Wie ein kleines Kind an Weihnachten grinste sie, erfasst von einem Sensor gebaut um zu fixieren und nicht wieder loszulassen, bis das Ziel eliminiert war. Nur für einen Moment, bis das Visier wieder verschwand und halbwegs normale Sicht ermöglichte, so normal wie es halt mit nachkonstruierten Iriden eben möglich war.

„Gut.“, meinte er, war immerhin gut zu wissen, dass so weit wieder alles funktionierte und nicht Gefahr lief, dass sich ein Kabel lockerte oder doch wieder eine Stehlampe zum Staatsfeind Nr. 1 wurde. Und er kloppte sich nicht, das war nun wirklich keine passende Beschreibung seiner Arbeit – immerhin sagte er ja auch nicht, dass Ki mit Schmackes auf Mechanik rumdrosch bis es wieder lief. Nachdem sie das Tablet abgestöpselt hatte, schloss Bel die Klappe für die Anschlüsse und fuhr alle Systeme wieder auf Normalbetrieb, nicht zu viel, war ja bald Zeit für ein Nickerchen. Er stand auf, während die Mechanikerin sich begeisterte, und nickte.
„Jap, ein paar ausgelesene Daten durch die Systeme, Wärmebild, Information und so weiter.“, führte er etwas genauer aus und angelte seine Jacke von der wackeligen Unterlage, „Ich bezweifle, dass ich morgen Abend noch da bin, denk bitte selber dran.“
Er wollte ihre Freude damit nicht dämpfen, aber er wäre sehr von sich selbst verwundert, morgen auch noch im HQ zu sein. Es gab zu viel zu tun, zu viel zu observieren, zu viel zu zerstören. Vielleicht konnte er ihr nächstes Mal eine Platine mitbringen, damit konnte Krümel sicher mehr anfangen.  Mit dem Mantel an seinem Platz fand er sich also im Türrahmen wieder, dem Raum und der Einwohnerin zugewandt.
„Mach ich.“, bekräftigte er noch mal den Routinechecks-gegen-genug-Schlaf-Deal und tippte dann mit Zeige- und Mittelfinger wie zum Salut gegen seine Schläfe, „Schlaf gut, Krümel.“
Sie sah zufrieden, aber fertig aus, er glaubte also nicht daran dass jetzt doch noch heimlich irgendwas gemacht werden würde. Leise schloss sich die Tür hinter dem Cyborg und noch auf dem Gang zündete er sich eine Zigarette an, die letzte, bevor es ins eigene, karg eingerichtete Zimmer ging. Ein Nickerchen noch, und dann könnte er sich wieder auf den Weg machen – so nicht vorher noch ein Auftrag seine Ruhe unterbrach.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mo Jun 19, 2017 5:42 pm
Nachdem Ki genauere Informationen zu den Daten bekommen hatte, wurde ihr Lächeln nur noch breiter. Na, das war doch was! Damit konnte sie einiges anfangen! Da sie eh nie genug Informationen bekommen konnte - sie war eben wissensdurstig -, kam das gerade zur rechten Zeit! Irgendwann war sie ja dazu gewillt, einen eigenen Androiden zu bauen, und Daten von den Raitas, die ja so gut wie nur aus Androiden bestanden, konnten ihr die Arbeit sehr erleichtern. Auch, wenn sie jetzt schon die Qualifikationen besaß, so etwas zu bauen, würde sie es noch nicht tun. Nicht, weil sie durch noch mehr Daten, ihre eigene Arbeit noch mehr vereinfachen wurde, nein. Sie baute nicht auf Effizienz oder Wichtigkeit. Sie baute, um sich selbst und andere glücklich zu machen. Deshalb interessierte sie es auch nicht, ob manche ihrer Erfindung nicht wirklich von Nutzen für ihre Arbeit waren (so wie ihre stimmengesteuerten Staubsauger), solange sie Spaß daran hatte, sie herzustellen. Deshalb wusste sie, dass Androiden eine menge Arbeit bedeuteten, nicht im physischen Sinne, sondern im psychischen. Sie wusste nicht, ob sie sich trauen würde, den Scamaton einen Androiden hinzustellen. Denn Maschinen waren nicht perfekt, solange ihr Hersteller es nicht war. Es konnte immer sein, dass er gehackt wurde - egal, wie stark sie ihn durch eigens entwickelte Codes versuchte zu sichern - und sich dann gegen sie wendete. Sie würde sich nicht gegen ihre eigenen Erfindungen wenden können und dieses Risiko wollte sie nicht eingehen. Noch nicht.

Die Grünhaarige fand es schade, dass Bel morgen wahrscheinlich schon nicht mehr da sein würde, aber wirklich ändern konnte man daran wohl auch nichts. "Ach, das ist schade.
Aber gut, ich werde versuchen, daran zu denken! Ich schreib's mir auf."
, meinte sie dennoch lächelnd und nahm direkt ihr Tablet, um sich einen Termin für morgen Abend hinein zu setzen. Dann würde sie wohl selbst zu Mike gehen müssen. Ach, den hatte sie schon lange nicht mehr gesehen, also war das vielleicht gar nicht so schlecht. Vielleicht freute er sich ja sogar.

Als der Größere ihr bestätigte, dass er ab jetzt öfter mal vorbeischauen würde, grinste sie und nickte glücklich. Na also, wenn das mal kein Sieg war. So konnte sie ein wenig mehr mit dem alten Griesgram reden, war doch auch schön!

"Du auch, Belchen~", säuselte sie und winkte ihm nach. Er war schon so gut wie aus der Tür draußen, als sie erst realisierte, was er danach gesagt hatte. Also senkte sie ihre Hand und sah ihm fragend hinterher. "Krümel?", meinte sie eher zu sich selbst und stellte sich die Frage, ob er es schon einmal zu ihr gesagt hatte und sie es einfach überhört hatte oder ob er sie zum ersten Mal so genannt hatte. Sie sah an sich herunter. War sie wirklich so klein? Nun, im Vergleich zu dem Älteren wahrscheinlich schon, doch das war auch keine Kunst, denn war Bel wirklich riesig. Doch sie musste lächeln, irgendwie gefiel ihr der Spitzname, wenn es denn einer war. Das ließ sie etwas vertrauter werden. Jedenfalls empfand sie es so.

Am diesem Tag tat sie nichts mehr, außer sich umzuziehen und, wie es ihr regelrecht befohlen wurde, ins Bett zu legen und sich ihren verdienten Schlaf zu holen.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mi Aug 02, 2017 3:56 pm
Es war so gut wie mitten in der Nacht und Ki hatte gerade ihre Arbeit beendet, wollte schlafen gehen, da piepte ihr Messager vor sich hin. Was wollte man denn noch zu so später Stunde von ihr? Sie zog das kleine Gerät aus ihrer Hosentasche und schaute darauf. Ein Hilferuf und eine Positionsangabe? Der Park in der High-City im Nordbezirk? Gut, bevor sie sich in Bewegung setzte, würde sie sich durch das Gerät, mit dem der Hilferuf gesendet worden war, in die Kameras vor Ort hacken müssen, um zu sehen, ob sie einen Medic würde wecken müssen. Oder ob sie es getrost ignorieren könnte, weil es ein Fehlalarm oder ein Lockversuch war. So setzte sie sich an ihren Computer und machte sich an die Arbeit. Wenig später hatte sie auch schon einen Blick in den Park geworfen und hatte ihren Vorgesetzten unter einem Baum sitzen gesehen. Sie musste unweigerlich das Gesicht verziehen. Sie konnte von hier sehen, dass wirklich mächtig viel kaputt war. “Was hat er denn schon wieder angestellt?“, fragte sie sich, ehe sie aufstand, eine große Tasche mit ihren Werkzeugen, Ersatzteilen und sonstigen Teilen zusammenpackte und schon losgehen wollte, ehe ihr noch etwas einfiel. Sie setzte sich noch einmal an den Computer und blockierte die Kameras im Park. Sie spielte einfach ein Video der vergangenen Tage noch einmal ab und löschte die Aufnahmen von zuvor. Musste ja keiner wissen, dass ein verwundeter Scamaton im Park rumgelegen war. Sie konnte das Ganze auch nur bewerkstelligen, weil der Sender, den Bel benutzt hatte, eben mit Frequenzen lief und so erstens leicht zu hacken war und zweitens diese Kameras auch einen Empfänger hatten – sowie einen Sender, um die Aufnahmen live übertragen zu können.
Jetzt aber stand sie auf, schnappte sich ihre Tasche und stopfte sich zur Sicherheit noch eine Pistole in die Jacke. Man konnte nie wissen, was einen erwartete, deshalb war sie lieber doppelt vorbereitet. Dann schnappte sie sich noch ein Auto, schmiss ihre Tasche auf den Rücksitz und fuhr los. Natürlich nicht ohne vorschriftsmäßig den Sicherheitsgurt anzulegen.

Tbc: http://neovine-animerpg.forumieren.com/t315-park-des-lichtes

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mo Okt 23, 2017 3:46 pm
Cf: Beleths Zimmer (+Bel)

Ki folgte ihrem Vorgesetzten in ihr Zimmer, obwohl sie sich fast schon sicher war, dass er ihr nicht das gesagt hatte, was er zuvor gemeint hatte. Wenn es Bel aber als unwichtig einschätzte, dann war es eben so und sie wollte nicht auch noch weiter nachhacken zudem sie ja gedanklich schon mitten in der Reperatur steckte. Sie wusste auch nicht, ob Bel noch hinter ihr war, als sie ein wenig vorraste, aber sie musste unbedingt nachsehen, wie viele Kabel sie noch da hatte.

Sie öffnete also hastig die Tür zu ihrem eigenen Zimmer und wühlte, nachdem sie eingetreten war, kurz auf ihrem Schreibtisch herum, bis sie ein aufgerolltes Kabel fand. Sie hatte zwar auch noch andere Kabeltypen, aber für einen Cyborg verwendete man im Normalfall das Stabilste, damit auch alles gut dem Druck standhielt und nicht auseinanderflog. Sie rollte das Kabel aus und verzog ihr Gesicht. Das gefiel ihr gar nicht. Sie hatte nur noch knapp 1,5 Meter von diesem Kabel, was bedeutete, dass sie definitiv keine zwei Kabel komplett austauschen konnte. Beim Arm war dies ein Muss, da da Kabel komplett durchgeschmort war. Sie hoffte einfach, dass die Beine okey waren. Wenn nicht... dann hatten sie beide ein klitzekleines Problemchen.

Sie rollte das Kabel wieder auf und steckte es in ihre Hosentasche, sowie auch ihre Schraubenzieher und sonstige Werkzeuge. Ihr Tablet nahm sie vom Tisch und stellte dann ihren Hocker vor dem Bett zurecht. Da Bel wohl auch mittlerweile da war, wandte sie sich zu ihm. "Du kennst das Prozedere ja, Paps, hinlegen und Systeme runterfahren~ Kann dir auch helfen beim aufs Bett steigen, falls du nicht hochkommst. Aber ich glaube schon, dass du das hinkriegst. Jedenfalls werde ich mir zuerst dein linkes Bein anschauen." Sie bekam wieder nicht mit, als was sie ihren Vorgesetzten hier betitelte, aber sie fühlte sich wohl wohl dabei, ansonsten würde sie ihn nicht einfach so so bezeichnen.

Als nächstes seufzte sie wieder, als sie an das Kabelproblem dachte, aber fasste den Entschluss, Bel davon zu erzählen, bevor sie es vergaß. "Aber Belchen, ich erzähl dir direkt mal von der aktuellen Situation, bevor ich es vergesse... Wir haben folgendes Problem: Ich habe nicht mehr genug Kabel um ein Bein und einen Arm zu reparieren, beziehungsweise sie voll belastbar zu machen. Das bedeutet, wenn ein Kabel im Bein kaputt ist, kann ich dir momentan deinen Arm nicht wieder komplett ganz machen. Bei zwei kaputten Beinkabeln ist das Ganze natürlich noch viel drastischer. Deshalb werde ich im Schlimmstfall das Beinkabel tauschen, damit du wieder gehen kannst. Der Arm ist zwar noch nicht vollbelastbar, aber du kannst ihn benutzen. Wenn deine Beine jedoch versagen, bist du bei einem Angriff in akuter Lebensgefahr, wenn es plötzlich puff macht, weil ein unstabiles Kabel explodiert und du dann nicht mehr vom Fleck kommst. Deshalb entscheide ich so. Ich kann auch mal gucken, ob ich noch anderes Kabel da habe, was im Notfall in deinem Arm noch mehr aushält als die aktuelle Lösung."
Sie wartete gar nicht auf eine Reaktion, sondern ging noch mal zu ihrem Schreibtisch und nahm eine andere Rolle Kabel von ihm, welches wesentlich dünner war als das Andere, und hielt es etwas hoch. "Wär dann das hier. Ist halt nur 'ne Notlösung zur Notlösung sozusagen." Sie lachte kurz etwas, obwohl es sie doch sehr mitnahm, dass sie nicht genug Kabel da hatte und deshalb auf so etwas nicht vorbereitet war. Sie musste wieder einkaufen gehen oder auf den Schrottplatz. Oder am Besten einfach beides.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Di Okt 24, 2017 8:15 pm
War auch nicht wichtig genug, um es zu wiederholen – und höchstwahrscheinlich nicht wichtiger als das, was Ki stattdessen durch den Kopf gegangen war. Schien was wirklich wichtiges gewesen zu sein, so wie sie dann losflitzte. Störte den Assassinen nicht, er konnte den Rollstuhl sehr gut auch alleine bewegen und hatte noch genug Kraft in den Armen, um mit den kurzen Mädchenbeinen halbwegs mitzuhalten.
Sie ließ netterweise die Tür offen, sodass er auch ohne Hilfe oder Anzuhalten ebenfalls in die Werkstatt gelangte und mit einem Schubs auch die Tür wieder schloss, war schließlich keine Öffentlichkeitsveranstaltung hier, wenn man einen Hauptmann auseinander bauen durfte. Bel wartete erst mal ab, was sie so am Wuseln war, verstand davon sowieso nicht viel und guckte, bis sie Anweisungen für ihn hatte – den Korb stellte er neben der Tür ab. Konnte ja auch sein, dass sie vorher noch ne Runde Rollstuhlrennen fahren oder es sich im Sitzen ansehen wollte, konnte er als nicht-Mechaniker schlecht beurteilen. Erst auf ihre Aufforderung hin manövrierte er den Rollstuhl mit einem Haufen Metall und menschlichem Verbindungsstück in Richtung des Bettes, Ki sollte sich vielleicht doch gleich eine Werkbank da hinbauen lassen, mit Decke drauf, da sie ja sowieso selten schlief, nicht wahr?

"Passt schon.", meinte er nur, kam da allein drauf – wobei "Passt schon" nicht der Wahrheit entsprach, er passte nicht in dieses Bett, höchstens wenn sie ihm Unterschenkel oder Kopf und Schultern amputierte. Mit entsprechend kräftiger Armmechanik und trainierten Muskeln war es ohne Zwischenfall möglich, sich vom Rollgefährt auf die Bettkante zu hieven und die Beine nachzuziehen, die er sowieso seit gestern deaktiviert hatte – ein Kurzschluss bei weiterem Betrieb wäre noch schlimmer. Er rutschte etwas herum und versuchte es sich so bequem es möglich war zu postieren, sodass die Beine ruhig lagen, widerstand dem Drang nach einer Kippe und hörte ihr zu. Das klang ... bescheiden. Und vor allem nach längerer Schonzeit bis sie die passenden Ersatzteile hatte, konnte nicht ewig dauern, aber würde dennoch eine Einschränkung bedeuten.
"Verstehe.", erwiderte er und hob dann leicht die Schultern. Er konnte sich nicht recht einmischen, was nun gut und was schlecht war als Lösung, er war kein Mechaniker und konnte nur sagen, was für ihn machbar war und was nicht.
"Ist in Ordnung, tu was nötig ist.", meinte er, ahnte schon dass es unangenehm werden würde und auch dass es Zeit beanspruchen würde, selbst die Ersatzreparatur, "Bin ich halt vorsichtig, bis du ne ordentliche Kabelspule neu bestellt hast."
Wie lange das dauern würde, fragte er nicht, das würde sie ihm schon sagen, froh wie der Kleine war ihn auseinanderbasteln zu dürfen – egal aus welchem Anlass. Er lehnte sich an die Wand und unterdrückte ein Gähnen, war wohl doch noch nicht ganz wach. Er stellte sich darauf ein, dass sie so ziemlich alles aufrupfen musste, um überhaupt die Kabel an den beschädigten Stellen prüfen zu können ...

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mi Nov 01, 2017 3:02 pm
Sie beobachtete ihren Vorgesetzten, wie er sich auf das Bett manövrierte und nahm sich vor, irgendwann eine gescheite Werkstatt zu besitzen. Dann musste er sich nicht immer aufs Bett hieven, das ihm eigentlich viel zu klein war. Doch es blieb wohl ein Rätsel, ob sie dann mehr schlafen würde oder nicht, wenn sie zur Arbeit ging, anstatt dass die Arbeit bei ihr war.

Sie nickte bei Bels Worten, dass das schon in Ordnung wäre und er halt vorsichtig ein müsse. “Ja, du musst ganz schön vorsichtig sein dann.“, meinte sie nur und setzte sich dann auf ihrem Hocker vors Bett. “Okey, dann lass mich mal gucken.“ Die Grünhaarige zog sich ihren Schraubenzieher aus der Hosentasche, setzte sich ihre Schutzbrille auf und fing erst einmal an, Bels Bein aufzuschrauben. Sie fischte auch direkt die Kugel heraus, die sich in das Kniegelenk geschmuggelt hatte, baute die Platten davon weg, richtete sie wieder und schaute direkt nach, ob Kabel beschädigt waren. Sie atmete erleichtert aus, als sie festgestellt hatte, dass in diesem Bein schon einmal kein Kabel zerstört worden war. Das Gelenk hatte die Kugel davor gut aufgefangen. Es wurde zwar dadurch blockiert, aber zumindest war nichts großartiges kaputt.
Sie schraubte alles wieder zusammen und ging zum zweiten Bein über, das sie ebenfalls aufschraubte und sofort innerlich zu weinen anfing. Die Kugel war zerbrochen und hatte sich wunderbar ins Kabel gebohrt. Na super. Sie musste jetzt nicht nur sein gesamtes Bein aufschrauben, um das Kabel heraus zu bekommen, nein, sie müsste auch jeden kleinen Splitter der Kugel suchen, damit der nichts anrichten konnte.

Bevor sie damit anfing, schaute sie zu ihrem Vorgesetzten auf, rückte ihre Brille auf ihren Kopf und erklärte ihm kurz die Situation: “Ich muss dein ganzes Bein aufschreiben, weil die Kugel zersplittert ist und das Kabel ist auch kaputt… Das kann also einige Stunden dauern. Soll ich dir vorher noch was zu Trinken holen oder willst du etwas schlafen?“ Ihr war eigentlich bewusst, dass Bel bei Behandlungen nicht gern schlief, aber Fragen kostete ja nichts. Und während der Behandlung würde sie nicht aufstehen können, um ihm was zu Trinken zu holen. “Ach ja“, fiel ihr noch ein, “Du darfst auch gern hier drin rauchen, wenn du magst, mir macht das nichts. Ich habe `nen Lüfter. Und ich weiß ja auch, dass du dein Nikotin brauchst~“ Sie lächelte ihn an, auch wenn die Situation momentan alles andere als zum Lachen war.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mo Nov 06, 2017 8:24 am
Es gab durchaus Werkstätten im Hauptquartier, nur gehörten diese eben niemandem und wurden halt benutzt, wenn man sie brauchte. War also tatsächlich schwierig mit der eigenen Werkstatt, wenn sie sich nicht hier selber noch mehr eine einrichtete als eh schon im eigenen Zimmer. Hätte ja auch für Bel Vorteile, der sich eh jedes Mal anstellte als ginge es zur Schlachtbank, wenn er sich reparieren lassen musste. Und das kam nicht allzu selten vor, bedachte man wie oft der Hauptmann bis zum Hals in Schwierigkeiten steckte und sich auch freiwillig dort hineinbegab.
„Vorsicht … na ich versuchs auf jeden Fall.“, versicherte er ihr und lehnte Schultern und Hinterkopf  gegen die karge Wand, noch mal überprüfend, ob auch alle Systeme in den Beinen aus waren und nicht mal mehr der Notstrom für Reflexe vorhanden war. Er war ohnehin noch nicht ganz wach und verbrachte somit die etwas unangenehme Bearbeitung des ersten Beins, jenes welche durch den Schuss blockierte, damit ein wenig zu dösen oder zumindest in die Luft zu starren und an nichts weiter zu denken. Musste auch mal sein.

Erst die zwar nur verhaltene, aber resignierende Reaktion beim Öffnen des zweiten Gelenks ließ eher unschönes vermuten, zumal das eine Bein ja auch kommentarlos da wieder zugeklebt worden war und sich vermutlich auch wieder hatte richten lassen. Glück im Unglück, dass es billige Munition gewesen war. Ki schob die Brille hoch und bestätigte ihm den Verdacht.
„Mh, verstehe.“, meinte er und schüttelte leicht den Kopf, „Passt schon, ich brauch nichts, hol du dir lieber was, du machst schließlich die Arbeit.“
Bis zum Mittagessen wäre sie ja hoffentlich fertig oder zumindest zum Kaffee – nicht um seinetwillen, sondern für Ki. Sie konnte schließlich ihre Vitalfunktionen nicht partiell abstellen.
„Na mal sehen wie lang ich ohne überstehe.“, murrte er,  würde ihn ja nicht umbringen mal nicht zu qualmen, nicht er brauchte ruhige Hände. Konnte aber durchaus sein, dass ihm langweilig würde, und er infolge dessen dann doch eine rauchte, aber bis dahin kramte er ein Headset heraus und verband es mit seinem Scanner. Gab genug von ihnen mit kontrollierte der besser gehackte Überwachungsverbindungen, er konnte also die Zeit damit verbringen, in der High-City des Hauptbezirks  ein wenig herumzuspitzeln und nebenzu wahllos Frequenzen abfangend, in der Hoffnung auf Raitas-Funkkanäle zu stoßen. Zeit hatte er genug und würde Ki so auch nicht ablenken, während innen auf den Scanner flackernde Bilder von Straßen und Gebäuden vorbeiflackerten.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mi Nov 22, 2017 11:35 am
Sie nickte nur, als ihr versichert wurde, dass der Andere nichts brauchte. Sie brauchte auch nicht, sie hatte ja gerade erst gefrühstückt und ein paar Stunden ohne Essen würden ihr nicht viel ausmachen – war ja praktisch Dauerzustand. Sie machte sich also an die Arbeit, das Bein komplett zu öffnen, nachdem sie sich die Brille wieder aufgesetzt hatte. Nach und nach zupfte sie die abgesplitterten Kugelteile aus dem Bein und legte es neben dieses auf ein Tuch. Als sie nichts mehr fand, fing sie an, die Kugel wiederzusammenzubasteln. Als das geschehen war, betrachtete sie die Kugel genau und atmete entnervt aus, als sie ein kleines Loch fand. Das bedeutete, dass noch ein kleiner Splitter irgendwo im Bein sein musste. Sie stand also auf, sich die Brille dabei runterziehend und holte sich einen Scanner, mit dem sie zuerst die Kugel scannte, damit der Scanner wusste, nach was er suchen musste, und dann Bels gesamtes Bein abscannte, bis sie wusste, wo sie das Teil fand, wo sie es auch sogleich rauspulte. Das Doofe an dem Scanner war, wenn man eine zersplitterte Kugel suchte, musste man sie davor erst zusammensetzen, damit er nach dem fehlenden Teil suchen konnte. Er suchte nämlich nicht nach Material. So einen Scanner besaß Ki noch nicht.

Nachdem sie endlich die Kugel komplett rausbekommen hatte, fing sie an, das kaputte Kabel rauszuoperieren. Das Kabel feuerte sie dann auf den Boden und fing an das Innere wieder einzubeulen, ehe sie das andere Kabel zurechtschnitt, bevor sie es festlötete. Danach baute sie Bels Bein wieder zusammen und wischte sich einmal über die Stirn. Sie verpasste dem Gelenk noch ein bisschen Schmieröl, damit es wieder wie geschmiert funktionierte. Das ganze Prozedere hatte vier Stunden gedauert und sie musste noch den Arm wenigstens etwas leistungsfähiger machen.

Deswegen setzte sie sich neben den Größeren aufs Bett und nahm seinen Arm, ehe sie auch diesen aufschraubte und das kaputte Kabel durch ein nicht ganz so leistungsfähiges ersetzte. Ein dünneres Kabel halt, da das Andere so gut wie alle war. Nachdem auch das geschehen war, schraubte sie den Arm wieder zu und sah auf die Uhr. Es war 18:46 Uhr. Sie hatte also über 6 Stunden gearbeitet. So fühlte sie sich aber auch – müde und leicht deprimiert, dass es an ihrem Mangel an gutem Kabel lag, dass sie ihren Vorgesetzten nicht gescheit wieder zusammenbauen konnte. Von seinem Spitzel bekam sie allerdings über die gesamte Zeit hinweg nichts mit.

“So, ich bin dann fertig. Wie schon gesagt, deinen Arm kannst du noch nicht so stark belasten, wie zuvor, also pass auf. Sobald ich das Kabel nachbestellt habe, werde ich es austauschen.“, versicherte sie ihm und stand auf, um sich zu strecken, wobei ihr Rücken etwas knackste. Danach zog sie ihre Brille wieder runter und grinste den Braunhaarigen an. “Ich hoffe, du kommst mit mir mal als Dankeschön auf den Schrottplatz und hilfst mir dann beim Nachhausetragen von brauchbarem Material, Paps~“ Sie fand, dass der Ältere trotz seiner grummeligen Art sehr dazu bereit war, sich um Andere zu sorgen. Vielleicht war deshalb dieser Spitzname entstanden, aber sie sprach die manchmal aus, ohne selbst groß darüber nachzudenken.

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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    So Nov 26, 2017 1:07 am
Und so arbeiteten sie beide, schweigend und doch nicht gerade leise, zumindest Ki würde nicht ohne Geräusch die Metallplatten voneinander losbekommen und Beleth selbst hatte ja mit den überwachten Frequenzen und dem überwiegend ergebnislosen Rauschen zu tun, die sein eingefummeltes Earpiece erfüllte. Alle Systeme im dortigen Bereich waren aus, weshalb der Cyborg auch nichts von dem durchaus tiefgreifenden Gebastel spürte – bei einem Menschen würde sie da im übertragenen Sinn gerade Nervenbahnen rauszerren. Es dauerte, ziemlich lang sogar, zwischendurch döste er tatsächlich noch ein wenig weg, ehe hinter den Scannern das Schwarzweißfernsehen weiterging. Geduld hatte er, und war es auch gewohnt manchmal Stunden oder gar Tage zu warten und zu lauern, dagegen hatte er es hier bequem genug, konnte sich beschäftigen und gut war es.

Eine gefühlte Ewigkeit später war das Bein wieder zu, auch wenn Beleth es ohne ihre Anweisung gewiss noch nicht wieder anschalten würde, stattdessen überließ er ihr den Arm, machte sein Unterhaltungsfernsehen aus und döste noch ein bisschen weiter. Zog ab und zu unangenehm, da er nicht alles an dem Ding ausmachen konnte, an seiner Schulter hing schließlich auch die Muskulatur die es zum Atmen brauchte und die ganz auszumachen, naja. Roch nach Geschmortem, Öl und Metall, dauerte auch wieder, aber letztlich hörte er, wie die schützende Platte wieder an ihrem Platz einrastete. Er hatte Hunger, als die ganze Prozedur abgeschlossen schien.
"Ich mach wieder an.", sagte er lediglich auf ihre Info hin, das noch mal durch ein anderes Kabel auszutauschen, wartete ob Protest kam und fuhr die Systeme wieder hoch, damit Bel sich aufsetzen konnte. Sein Rücken knackte nicht, lag aber auch daran, dass er aus Metall war. Diesmal kriegte er den Spitznamen auch vollkommen bewusst mit, brummte aber nur etwas unwillig, sagte dazu jedoch nichts. Er machte sich lediglich eine Zigarette an, wovon er bisher abgesehen hatte da Ki sich in wirklich unmittelbarer Nähe befunden hatte.
"Ja von mir aus, sag rechtzeitig Bescheid.", erwiderte der Hauptmann, müsste er zwar nicht da es nun mal Kis Aufgabe war, sich um demolierte Cyborgs zu kümmern, aber nichtsdestotrotz hatte sie ihn abgeholt, heimgebracht und Zeit investiert, es war kein sonderlicher Spaziergang zu den Schrottplätzen – und erst recht nicht, wieder heimzukommen. Weshalb also nicht, er rieb sich den Nacken um wieder etwas Gefühl darin zu bekommen, bewegte die Beine und ballte die bearbeitete Hand zur Faust. Passte alles so weit.
"Das da aufessen oder Kantine?", fragte er dann unvermittelt und nickte in Richtung des Korbes, wo ja noch die Reste vom Frühstück drin warteten – nach sechs Stunden konnte man durchaus mal wieder was futtern.

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Ki
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BeitragThema: Re: Ki's Zimmer & Werkstatt    Mi Dez 27, 2017 5:35 pm
Ki betrachtete freudig ihr Werk, als Bel alles wieder einschaltete und sich aufsetzte, sich sogar eine Zigarette anzündete. Na, hatte sie doch gut wieder hingekriegt. Natürlich würde sich Bel noch einer Sitzung unterziehen müssen, nachdem sie das erforderliche Kabel besorgt worden war. Aber das hatte sie ihm ja gerade schon gesagt. Sie zog etwas ihre Augenbraue nach oben, als der andere das Brummeln anfing. Hatte er denn einen Grund dafür gehabt? “Alles gut?“, fragte sie deshalb und guckte ihn besorgt an. Nicht das was klemmte oder so.

Dass er aber mit auf den Schrottplatz kommen wollte, freute die Mechanikerin sehr. Sie mochte ihren Hauptmann wirklich gern und freute sich immer wieder mit ihm Zeit verbringen zu dürfen, auch wenn es nur eine Reparatur war. Aber das war ja fast wie ein kleiner Ausflug! Das wurde bestimmt lustig. Ki stellte es sich so vor, dass er anfing zu grummeln, wenn sie dann anfing über die Teile auf dem Schrottplatz zu schwärmen. Und er musste dann ganz viel nach Hause tragen. Natürlich würde sie einen Karren mitnehmen, würde ja sonst nicht so ganz hinhauen. Wo sie auch mal hingehen würde, war dieser große Schrottplatz in den Outlands. Das wäre bestimmt eine ordentliche Nummer für sich und da wären bestimmt so viele tolle Dinge! Doch ob sie da je hinkommen würde, war fraglich. Schließlich war es in den Outlands ja gefährlich. Aber es blieb immer noch ihr Traum und vielleicht erfüllte er sich ja irgendwann.

Als er sie fragte, ob sie das im Korb aufessen wollte oder in der Kantine was Essen wollte, war ihre Antwort recht einfach. “Ich ess das im Korb auf, du kannst in die Kantine gehen, wenn du magst, aber ich hab noch wenig was zu tun, deshalb kann ich hier noch nicht weg.“ Sie schaute ihn entschuldigend an und fing an, ihren Arbeitsplatz ein wenig aufzuräumen. Für wenigstens ein wenig Ordnung sollte sie dann doch Sorgen, wenn sie noch etwas arbeiten wollte. Und die kaputten Sachen musste sie auch nicht länger aufheben, deshalb schmiss sie die kaputten Kabel eben weg. Die Kugel, die sie wieder zusammengesetzt hatte, hielt sie dann Bel mit einem Grinsen hin. “Magst du dir die als Andenken aufheben?“ Sie musste kichern. Wahrscheinlich doch wohl eher nicht, schätzte sie.

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