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 Persona Non Grata

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Cifer

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BeitragThema: Re: Persona Non Grata   So Sep 03, 2017 4:53 pm

,,Ja", setzte Seth an und nickte bei den Worten des Größeren. ,,Besser ich erfahre es so spät, als nie." Leise seufzte er, konnte sich wegen seiner eigenen Naivität wirklich die Haare raufen. Er fragte sich, wie Chris reagiert hätte, wenn dieser mitgekriegt hätte, wie sein kleiner Bruder so auf sich herumtrampeln lies und dies nur belächelte. Wahrscheinlich hätte es eine gewaltige Kopfnuss und mehr als nur eine Standpauke gehagelt. Da fiel dem Blonden ein, dass er Chris und ihren Vater zu gerne von Beleth erzählen würde. Doch war ihm auch durchaus bewusst, dies wäre alles andere als gut. Hauptsächlich für den Widerständler. Es wäre schon verdammt riskant, ihnen von seiner Bekanntschaft zu erzählen, wenn diese normale Zivilisten wären. Doch handelte es sich bei beiden um Raitas. Die Folgen, wenn noch mehr davon Gehör, die dadurch für Beleth entstehen könnten, wollte er sich gar nicht ausmalen. Chris und sein Vater könnten durch Seth in Verbindung mit der Scamaton gebracht werden. Und für den Cyborg könnte es heißen, dass man ihn leichter auflauern könnte, wäre bekannt, wo er sich in etwa herumtrieb und zu welchen Zeiten. Es würden sich darauf wohl nur negative Folgen bilden, weshalb er das ganze wohl für sich behalten. Auch, wenn es ihm nicht leicht fiel, seiner Familie eine andere Geschichte vorzugaukeln, warum er verletzt war, gefeuert und so weiter. Doch dachte er dabei mehr an das Wohl von seinem Bruder, Vater und seinem Retter. Somit müsste es wohl ein Geheimnis zwischen den beiden Anwesenden bleiben.

Sich weiterhin darüber freuend, über den Namen des Brünetten in Kenntnis zu sein, beobachtete er diesen, welcher in Gedanken zu sein schien. Der Bernsteinäugige fragte sich, was im Kopf des Größeren so vor sich ging. Vor allem, wo dieser die Stirn runzelte und anscheinend wirklich angestrengt nachdachte. Leicht wurde er nervös, da er die Sorge hatte, seine Bitte würde abgewiesen werden. Als dies jedoch nicht der Fall war, atmete er erleichtert auf und entspannte sich was. Lächelnd sah er hinauf in das Gesicht seines Gegenübers. ,,Dies hätte ich Ihnen auch keineswegs unterstellt, Beleth. Ich hätte Sie auch niemals so eingeschätzt - wenn doch hätte ich wieder einmal bewiesen, wie närrisch meine Menschenkenntnis ist. . "
Einen freudigen Laut von sich gebend, schloss er kurz die Augen und dachte dann nach, wie er sich beim Brünetten revanchieren könnte. ,,Am liebsten würde ich Ihnen ja etwas kochen. . . doch denke ich, dass dies wohl nicht so gut wäre, im Anbetracht der Lage." Sich umsehend, lies er seinen Blick über die Geschäfte gleiten. Dann kam ihn eine Idee. ,,Ich wollte Ihnen doch etwas ausgeben. Der Scotch von vorhin fällt wohl nun nicht mehr darunter." Sein Blick glitt wieder zum Anderen. ,,Gerne würde ich Sie in eine Bar oder dergleichen einladen. Doch wäre es wohl besser, wenn nicht direkt hier in der Nähe, da es vielleicht durch die Lage im Restaurant unruhig werden könnte."

Wie von selbst griff er wieder nach dem Handgelenk Beleth's und zog ihn etwas die schönen und sauberen Straßen entlang. ,,Wüssten Sie einen geeigneten Ort dafür?" Über die Schulter blickend fixierte er den Hinteren. Da Seth nicht der Typ Teenager/junger Erwachsener ist und nie gewesen war, der auf Parties und Feiern geht, um sich mal über den Durst zu trinken, kannte er sich nicht mit geeigneten Locations aus. Dies wäre tatsächlich das erste Mal, dass er sich in das Nachtleben begeben würde. Er war aufgeregt. Keineswegs war es Angst, er freute sich einfach nur, mit dem Cyborg was unternehmen zu können. Wusste ja, dass dieser eingreifen würde, sollte jemand dem Blondschopf blöd kommen.

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Beleth

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BeitragThema: Re: Persona Non Grata   So Sep 17, 2017 10:17 pm

Auch eine Art es zu sehen, doch Beleth hatte durchaus Respekt vor dieser Art Optimismus. Es würde dem Jungen so viel leichter fallen, aus Fehlern zu lernen, wenn diese ihn nicht so entmutigten wie vielleicht andere, völlig egal ob er mehr davon machte als andere Leute, die dafür an so einer Erschütterung ihres Weltbildes kaputtgingen. Und das war eine Sache, die nur für den Blondschopf allein gedacht war, natürlich hatte Bel darauf keinen Einfluss und würde sich keinen erlauben wollen, aber er vertraute dem Urteilsvermögen des Kleinen weit genug um das halbwegs hinzukriegen. Immerhin hatte er es auch bisher geschafft, und das obwohl er beim letzten Mal in Begleitung von Raitas zurückgelassen hatte. Man mochte dem Jungen Naivität und Blauäugigkeit vorwerfen können, aber er war nicht dumm und auch nicht verblendet. Der Assassine bereute seine Entscheidung nicht, sich diesen Ärger für den Jungen aufzuhalsen, der eigentlich gar kein Ärger war. Hauptsache, er kam gut zurecht, jetzt und in Zukunft, und Bel würde lügen zu sagen, dass der Kleine ihm nicht sympathisch geworden wäre, heute noch ein Stück mehr.

Auch jetzt lächelte er wieder, offen und ehrlich wie schon die ganze Zeit, als wäre das im Restaurant vorhin gar nicht passiert, freute sich wie ein Kind ohne dass das negativ gemeint war. Sein Vorschlag aber ließ den Scamaton kurz glucksen, gegen was zu futtern hätte er nichts, aber wenn es nicht gerade an einem Gaskocher in einem Hinterhaus war, dürften sich da eher schwerlich Möglichkeiten finden lassen, weshalb er bestätigend nickte. Keine schlechte Idee, aber schwer umzusetzen. Und der sowieso nicht bezahlte, eigentlich zechgeprellte Scotch war auch keine Option. Doch noch irgendwo anders einzukehren war vielleicht keine allzu schlechte Idee, weshalb abermals das nachdenkliche Stirnrunzeln zurückkehrte. Ein Ort an den er den Knirps mitnehmen konnte, wo es halbwegs sicher war, insbesondere für Scamaton, ohne dass der Kleine fehl am Platze wäre ... heh. Er warf ihm einen Seitenblick zu.
"Wüsst ich was.", brummte er nur und übernahm seinerseits nun die Führung durch das Gewirr der Gassen, die hier noch sauber waren egal wo man hinkam. Mit zwei schnellen Schritten machte er den Führenden zum Geführten und bog ab, wissend wo er hinwollte. Westbezirk, im Westbezirk gab es nur wenige Fleckchen wo man sich als Scamaton wohlfühlte, und bei den wenigsten gab es was zu Trinken.

Er hüllte sich über das Ziel in Schweigen, auch nachdem er den Krümel mit zu einer der Schwebebahnen genommen hatte, die zwischen den High-Cities verkehrte, sodass man nicht unbedingt durch die niederen Viertel musste. Ging auch nur, weil er diesmal absolut keine Bewaffnung bei sich trug die nicht zu den Prothesen selbst gehörte, sonst wären sie eher nicht durch die Kontrollen gekommen. War ein gutes Stück des Weges dann von der Station im Westbezirk, da ihr Ziel eher am Rand lag – eine Kneipe mit eher zwielichtigem Ambiente, aber das Fingerfood war schon echt lecker. Zumal er hier im Rosemary's eigentlich jeden kannte der halbwegs relevant war.
"Na dann los.", meinte Bel nur und zog ihn dann durch die schwere Metalltür in den etwas verräucherten Schankraum.
"Ey Bel, deine beiden Ladies gar nicht dabei?", tönte es von der Seite, wo in einer Nische der Rausschmeißer (Spike, wenn er sich recht entsann) grinsend saß und genauestens seine dann doch auffallend ordentlich gekleidete jugendliche Begleitung musterte. Bel wusste zwar, dass Spike lediglich das Fehlen von Betty und Mayhem an seinen Flanken meinte, klärte das aber erstmal nicht auf sondern schob Seth in den Raum.
"Dann such dir mal 'n Eck aus. Hier sollte keine Katastrophe stören kommen."
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Cifer

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BeitragThema: Re: Persona Non Grata   Mi Nov 01, 2017 4:41 pm

Verwundert blinzelte der Blondhaarige, wo Beleth gluckste, anscheindend fand er seine Worte amüsant. Dieser schien vom Gedanken, dass er ihm etwas kochte, wohl nicht abgeneigt. Konnte man ja immer noch nachholen, aber nicht jetzt. Die Lage musste sich erstmal beruhigen. Und er müsste sich am nächsten Tag nochmals neu ordnen. Doch freute er sich allein riesig bei der Vorstellung, vor den Älteren etwas zu kochen. Am besten sein Lieblinsgessen müsste er nur noch herausfinden, was dieser am liebsten aß. Doch nicht jetzt, der Zeitpunkt passte nun wirklich nicht.
Wo der Mann davon sprach, er müsste einen geeigneten Ort, war Seth erleichtert. So müssten sie nicht ewig herumirren, auf der Suche nach etwas geeigneten. Kurz blinzelte er irritiert, wo plötzlich ein Führungswechsel stattfand und er die ersten Schritte mehr stolperte, durch den leichten Geschwindigkeitsumschwung. Doch fing er sich schnell wieder und folgte brav Beleth.

Er war zugegeben etwas verwundert, wie weit weg das Etablissement war, für welches sich entschieden wurde. Doch war es ganz praktisch, so hatte er hinterher keinen allzu weit entfernten Heimweg. Dass sie mit der Schwebebahn fuhren, war auch ganz gut. So kamen sie schnell voran und als Sahnehäubchen, sie mussten nichts zahlen. Seth besaß ein Dauerticket - was er ach durchaus brauchte, wenn er oft von Restaurant zu Restaurant wechseln musste - und konnte bis zu zwei andere gratis mitfahren lassen. Eine wahre Win-Win-Situation.
Wo sie von der Station immer weiter an den Rand der City gingen, lernte der junge Mann Ecken kennen, die er noch nie gesehen hatte. Oder gesehen hätte. Denn lag zum Beispiel dieses Rosemary's echt gut versteckt. Mit großen Augen betrachtete er die Tür, durch welche er auch sogleich gezogen wurde und weiterhin dem Cyborg nachstolperte. Im Inneren sah er sich direkt mit großen, neugierigen Augen um und staunte nicht schlecht. Dies zwar nun echt nicht die modernste oder edelste Bar - aber es gefiel ihm. Es war etwas anderes, als was er sonst so sah. Und dies faszinierte ihn sehr.

Beim Erklingen einer fremden Stimme blickte Seth zur Seite, wo er einen schon recht zwielichtig aussehenden Kerl erblickte. Dieser und Beleth schienen sich gut zu kennen, so wie der ihm Fremde ihn ansprach. Doch ließen die Worte ihn schon fragend stutzen. Seine beiden Ladies - das konnte man in viele Richtungen interpretieren. Geschwister, Töchter - Liebhaberinnen. Letzteres ließ ihn verlegen schauen. Er war definitiv nicht der Typ Charakter, der oft an sowas dachte und sich mit sowas auskannte. Demnach wurde er gerade innerlich klatsch rot und war schon fast froh drüber, dass der Scamaton dem Rausschmeißer keine weitere Beachtung schenkte, sondern den Kleineren in den Raum schob und mit ihm sprach. Über die Schulter blickte er in das Gesicht des Bärtigen und nickte. ,,Ist gut", lächelte er leicht und sah sich um. Es war hier schon einiges los, viele Stimmen flogen durch den Raum. Doch war es auch nicht überfüllt. Die meisten hingen sowieso an der Bar, sodass die meisten Sitzgruppen frei waren. Was ihn ganz froh stimmte.

So wählte er einen Tisch aus, um den fast komplett eine Sitzbank ging, welche etwas Abseits lag. Doch schien sie ganz nett. Er empfand dies auch hinterher als richtig so, denn als er es sich auf dem Polster bequem machte und so relativ zur Ruhe kam, ging die allgemeine Atmosphäre hier erst richtig auf ihn ein. Die Stimmung schien heiter, doch irgendwas wirkte hier komisch auf ihn. Bestimmt nur die Tatsache, dass er noch nie vorher an solch einem Ort war und er dadurch etwas verunsichert war. Dennoch blickte er erst einmal zu Beleth und beobachtete, wie dieser sich verlieht.

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Beleth

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BeitragThema: Re: Persona Non Grata   So Nov 05, 2017 3:08 am

Nun, nicht dass es sonderlich lustig oder erheiternd war, was der Junge gesagt hatte, aber irgendwann musste er ja schließlich mal eine andere Miene aufziehen als das stetige Ernstgucken -nachher musste er sich wieder von irgendwem anhören, dass man davon Falten kriegte. Es war höchste Zeit, in sicherere Gefilde zurückzukehren, eher für Bel selbst als für seine schnell begeisterte Begleitung, dieser könnte hier zumindest länger herummlaufen ohne sich früher oder später Ärger mit der Raitas einzuhandeln. Wobei selbst das für den Assassinen leichter zu händeln wäre als die Idee, jemand könnte sich dermaßen freuen, jemandem was zu kochen. Nahrungsaufnahme war obligatorisch, wie man so ein Tamtam darum machen konnte wie in den teuren Restaurants war ihm ein Rätsel, während anderswo Leute auf offener Straße verhungerten. Doch darum kümmerte er sich lieber wann anders und zog jetzt seinen Schützling auf Zeit mit durch das Gewirr der Gassen, bis sich ein Transportweg fand. Es gab nur eine Location, in der es ihm in diesem Stadtteil ganz passabel vom Sicherheitslevel gefiel, stand natürlich in Kontakt mit der Scamaton und damit ein guter Rückzugsort, und ohnehin hätte der Junge es vom Rosemary's aus nicht mehr weit nach Hause – zumindest nicht ganz so weit wie im Moment.

Bel hatte bestimmt seit Jahren schon nichts mehr für die Bahnfahrten bezahlt, was aber eher daran lag, dass er sich dabei nie im Inneren der Kabinen aufhielt. Wollte er Seth nun nicht unbedingt antun sich an ihm bei einer Magnet-Variante des Trainhoppings festzuklammern, und so saßen eben ein Kellner im Pulli und ein Scamatonhauptmann in Mantel und Shirt nebeneinander in der Bahn.
War ein gutes Stück und natürlich war das Rosemary's nicht leicht zu finden, es sollte ja auch kein Anlaufpunkt für alle werden, sondern zählte zu den Orten, wo zwar niemand wirklich offen drüber sprach, aber sich im Prinzip alles um die Unzufriedenheit mit dem Status quo und der direkten oder indirekten Unterstützung des Widerstands ging. Wer von diesem Ort erfuhr, hatte entweder ein Problem mit der Regierung, oder aber Freunde in Scamatonreihen. Letzteres traf jetzt auf Blondchen zu.
Entsprechend rustikal auch die Einrichtung, und auch der Alkohol war nicht der teuerste oder edelste, aber sauber und gut. So wie der Junge guckte, fielen ihm wohl auch bald die Augen heraus, ob das ein so gutes Zeichen war wusste Beleth aber nicht so recht zu sagen. Die liebevolle Begrüßung an der Tür ignorierte er und überließ Seth die Platzwahl, der sich langsam an die Situation zu gewöhnen schien. Gute Wahl letzten Endes, ein ruhiges Eckchen wo nicht so akuter Krach herrschte. Bel selbst setzte sich im fast kompletten Sitzrund so hin, dass er sowohl Bar als auch Tür im Auge behalten konnte, lehnte sich zurück und – wie könnte es anders sein – machte sich eine Kippe an. Er machte sich nicht die Mühe, nach einem Gesprächsthema zu suchen, da er aus dem Augenwinkel schon eins der Barmädchen heranhüpfen sah, Katie, nettes Ding, kaum älter als Seth, aber ein Plappermäulchen wenn man sie ließ. Mit leerem Tablett und Neugierde im Blick kam sie zu ihnen und wippte vor der Öffnung zur Sitzecke auf den Fußballen.
„Hallöchen Hauptmann, wen hast du uns denn da mitgebracht?“, begrüßte sie sie fröhlich, „An das Gesicht würd ich mich erinnern, wieder das übliche?“
Bel nickte bloß, das Übliche hieß Scotch und was anderes nahm er selten, ob und was Seth wollte, überließ er diesem.
„Habt ihr was für mich?“, fragte er stattdessen und Katie nickte eifrig. „Ja, hol ich dir, wär nett wenn du das ablieferst, okay?“, sagte sie und blickte dann den Blonden am Tisch erwartungsvoll an, als würde das reichen damit er anfing seine Lebensgeschichte zu erzählen.
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