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Einkaufszentrum

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BeitragThema: Einkaufszentrum    Di Jun 06, 2017 1:37 am


Ein riesiges Einkaufzentrum. Hier sind alle möglichen Geschäfte und Restaurants zu finden. Im Vergleich zum restlichen Einkaufzentren bietet es viel, doch nicht so viel, wie die Einkaufsmeile im Nordbezirk.

http://neovine-animerpg.forumieren.com
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William J. Lawrence
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    Di Jan 09, 2018 8:33 pm
~ First Post ~




Es kam nicht oft vor, dass sich William selbst auf den Weg zum Einkaufszentrum machte. Meistens brachten ihm seine Kollegen mit, was er grade so brauchte und das war in den meisten Fällen nicht besonders viel – wie auch, wenn er sonst nie zuhause ist. Doch heute war kein Tag, wie jeder andere. Denn heute war seit einer gefühlten Ewigkeit der Beginn seiner lang ersehnten Woche Urlaub. Und diese wollte er keinesfalls damit verbringen, einzukaufen oder zu kochen. Deshalb opferte er diesen Morgen dem Einkaufen und essen vorbereiten, damit er sich die restlichen Tage um nichts mehr kümmern müsste. Und vor allem, um sich nicht mehr unnötig in Menschenmassen aufzuhalten oder nervige Gespräche zu führen. In dieser Woche würde er das Haus nicht freiwillig verlassen, jegliche Kommunikation zur Außenwelt abbrechen und sich höchstwahrscheinlich in die Welt der Videospiele flüchten, wie er es zu Kindertagen immer getan hatte. Vielleicht würde er auch das ein oder andere Buch anfangen, denn neben der Arbeit nach Feierabend noch zu lesen, dazu fehlte ihm meistens die Lust.

William öffnete beim Betreten des Einkaufszentrums den Reisverschluss seiner Jacke, um der stickigen Hitze, die ihm direkt ins Gesicht schlug etwas entgegenzuwirken. Doch kaum machte er einen Schritt nach vorne, wurde er auch schon von dem ersten Idioten angerempelt. „Hast du keine Augen im Kopf du Spast?“, blaffte er ihn von der Seite an und ging leise grummelnd weiter. Bereits jetzt sank seine Laune auf den Gefrierpunkt, die riesen Menschenmasse vor ihm verbesserte diese Laune nicht grade. Mit ausgefahrenen Ellenbogen bahnte er sich den Weg durch die Masse und stieß den ein oder anderen, der einfach vor ihm stehen blieb einfach aus dem Weg. Die wütenden Worte, die ihm hinterhergeworfen wurden, ignorierte er entweder oder wurden erwidert.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte er endlich ein Lebensmittelgeschäft in dem Kaufhaus erreicht, in dem die Luft wenigstens etwas klimatisierter war. Auch herrschte hier nicht ein ganz so schlimmer Mief wie im Rest des Gebäudes und neben den Kühltruhen war es angenehm frisch. Bereits am Eingang hatte er sich einen Korb geschnappt, in den er nun alles Mögliche legte, was er für die Woche brauchte. Das meiste waren Fertiggerichte oder Nudeln, eben alles, was schnell zuzubereiten war und ihm schmeckte.

Als der Korb gefüllt war, drängelte sich der junge Mann zur Kasse durch und legte alles auf das Fließband – dass er dabei eine alte Dame übergangen hatte wurde ignoriert. Klar, ihr blieb nicht mehr so viel Zeit wie ihm. Aber das bedeutete nicht, dass er sie damit verschwendete darauf zu warten, bis sie das Kleingeld genau passend aus ihrem viel zu kleinen Portmonee gewühlt hatte und dabei die Hälfte über den Boden verteilte.

Nachdem Will den Einkauf bezahlt und in eine Plastiktüte gestopft hat, wollte er den Laden grade verlassen, als ihn ein Mann anpöbelte. Es sah so aus, als wäre er der Sohn der Alten und er forderte lautstark eine Entschuldigung dafür, dass William sich vorgedrängelt hatte. Will jedoch konnte sich das Grinsen nicht verkneifen, als die alte Dame grade genau das tat, was ihm eben noch durch den Kopf ging. Mit dem Unterschied, dass sich der gesamte Inhalt des Portmonees der alten Lady über den Boden verteilte. „Findest du das etwa lustig?!“, keifte der Typ. Mit einem Achselzucken verabschiedete sich der Raitas von dem Kerl und ging einfach weiter, bevor er unsanft am Arm festgehalten wurde. „Du entschuldigst dich gefälligst und hilfst jetzt, das aufzusammeln du Bengel!“„Warum sollte ich? Kann ich doch nix für, wenn die Alte so ungeschickt ist.“ Man sah dem Mann förmlich an, dass er kurz vorm explodieren war. Doch davon ließ sich Will nicht beeindrucken, es ging ihn doch nichts an, was die alte Frau da machte. Und er sah es schon gar nicht ein, ihr jetzt zu helfen. Er hatte Urlaub und war nicht die verdammte Wohlfahrt.

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Lillian Mercer
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    Mo Apr 30, 2018 5:47 pm
[CF Hauptbezirk | High-City Straßen]

Lillian verschlug es nicht sonderlich häufig in den Südbezirk. Wenn, dann höchstens wegen beruflichen Angelegenheiten oder wenn es dort mal etwas interessantes gab, dieses Mal war es allerdings bloß ersteres gewesen. Scheinbar hatte es hier bei einigen Raitas eine Reihe von Prothesen-Ausfällen gegeben, um die sich jemand hatte kümmern müssen, aber weshalb ausgerechnet sie dafür hier hingeschickt worden war, war ihr schleierhaft. Nun, sie konnte sich wohl kaum über Befehle von oben beschweren. Das eigentliche Problem war, dass die gefundenen Probleme schneller als erwartet behoben worden waren, sie deshalb den Rest des Tages nichts mehr zu tun hatte und nicht wirklich was mit sich anzufagen wusste. Spontan hatte sie sich also dazu entschieden, wo sie schon mal hier war, ein bisschen was einzukaufen, damit sie nicht auf dem Weg zurück einen Umweg nehmen musste. Vielleicht gab es hier auch ein paar schöne Sachen.
Nun war Lillian aber zuerst dabei, ihren Süßigkeitenvorrat neu aufzufüllen und begutachtete das Regal vor sich, als müsste sie gerade die härteste Entscheidung ihres Lebens treffen, bevor sie sich drei Tüten mit diversen Süßigkeiten und zwei Tafeln Schokolade nahm und damit zur Kasse ging. Während sie darauf wartete, dass ihre Sachen und die von den Kunden vor ihr eingescannt und bezahlt worden waren, nahm sie ihr Handy raus und schaute sich den Plan des Einkaufszentrums ein wenig genauer an, um zu sehen, welche Läden sie sich noch anschauen könnte. Vielleicht könnte sie sich mal neue Klamotten gönnen, das hatte sie schon etwas länger nicht mehr, innerlich musste sie sich allerdings Mühe geben, das Verlangen danach, einfach so schnell wie möglich nach Hause zu gehen, zu unterdrücken. Es war zwar irgendwie erfrischend, mal in einer anderen Umgebung zu sein und in anderen Läden einkaufen gehen zu können, aber gleichzeitig war es auch...beängstigend.
Lillian packte ihr Handy wieder weg, als sie mit dem bezahlen dran war und steckte danach ihren Süßkram in ihre Umhängetasche. Dabei war sie so geistesabwesen, dass sie beinahe eine ältere Dame angerempelt hätte, die gerade an der anderen Kasse dabei war, mühselig ihr Geld einzusammeln, was auf den Boden gefallen war, während zwei Männer lautstark diskutierten - vermutlich genau darüber. Eigentlich wollte sie sich gar nicht wirklich einmischen, aber zu sehen, wie die alte Dame sich damit abmühte, das Geld alleine aufzuheben, brach ihr fast das Herz. Sie half ihr kurzerhand schnell dabei, alles aufzuheben und gab es ihr wieder, auf ihr Danke erwiderte sie schließlich bloß ein freundliches Lächeln, bevor sie zu den beiden Streithähnen hinüber ging. Überraschenderweise richtete sie ihre Stimme aber nicht an den jüngeren der beiden. „Halten Sie es wirklich für eine gute Idee, aus so einer Kleinigkeit ein riesen Theater zu machen?“
Als der Mann selbst bemerkte, dass ein paar Leute schon glotzten, teils neugierig, teils besorgt, schien seine Wut ein wenig nachzulassen und er ließ den jüngeren los. Zwar schaute er alles andere als zufrieden drein, ließ die Angelegenheit aber trotzdem fallen, wenn auch nicht ohne noch etwas zu mmurmeln, was Lillian nicht ganz verstehen konnte, aber im Prinzip war ihr das auch ziemlich egal. Ihr Blick folgte ihm noch einen Moment lang, bevor sich die klaren, blauen Augen auf den jungen Mann legte und ihn mit einem nicht ganz klar definierbarem Blick ansah. So, wie sie es mitgekriegt hatte, war er wirklich nicht dran Schuld gewesen, dass die Dame ihr Geld fallen gelassen hatte, aber deshalb musste man sich nicht gleich so daneben benehmen. Vermutlich konnte sie dann auch kein Danke von ihm erwarten, aber vielleicht wurde sie ja überrascht.

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Retsu
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    Mo Mai 07, 2018 4:45 pm
(cf: Südbezirk/Down-City - Retsus Wohnung)

Retsu versuchte, so weit es ging, die High-City der Bezirke zu vermeiden. Er war dort, so wie alle anderen Mutanten nicht erwünscht und er hatte keine Lust, wegen irgendetwas - vielleicht auch nur, weil er eben ein Mutant war - festgenommen zu werden. Sein Geschäft war jedoch rein – er bezahlte Steuern und so -, also konnte deshalb niemand ankommen und ihn festnehmen wollen. Auch, weil er viel zu nützlich für die Raitas war, jedoch gab es auch immer Personen, die ihn nicht kannten. Vor Allem Cyborgs ohne Zugang zum Datensystem hatten da Probleme. Aber an und für sich waren die Down-Cities ihm dann doch lieber.

Lieblingsort hin oder her, er hatte etwas in der High-City zu erledigen, also war er hier. Ob er wollte oder nicht. Er hatte die Kapuze übergezogen und hatte die Kopfhörer auf seinen Ohren – ein Anblick, den man hier oft fand – und schlich sich durch die Menschenmasse bis zum Lebensmittelgeschäft. Es war viel im Angebot und diesen Monat war er knapp bei Kasse, also was wollte er tun? Hasenfleisch war jedenfalls nicht mehr drin … Er hätte es ja gerne gehabt, wenn er sich wenigstens gutes Fleisch leisten konnte, aber die Wohnungspreise waren selbst in Down-Cities viel zu hoch. Und erst diese Steuern! Wofür zahlte er die überhaupt? Damit die Raitas bezahlt wurden und für Renovierungen. War jedoch nur doof, dass nix renoviert wurde.
Normal wäre das alles ja gar kein Problem, er hatte meist noch viel übrig, aber diesen Monat wollte einfach niemand Informationen. War ja ganz schön tote Hose zwischen den Fraktionen im Moment. Vielleicht sollte er wieder etwas anzetteln, um sein Geschäft anzuheizen. Ja, das war doch was. Das würde er in Angriff nehmen, sobald er wieder daheim war, und etwas über das Internet verbreiten. Es reichte ja, dass nur ein Idiot ihm glaubte. Danach schaukelte sich das alles von selbst hoch.

So bahnte er sich also fröhlich grinsend mit leiser Rockmusik auf den Ohren den Weg bis zur Fleischtheke und holte sich etwas Hackfleisch und woanders noch andere Zutaten, wovon bestimmt 90% im Angebot waren, und begab sich zur Kasse. Dort erlebte er mal wieder das Schauspiel des Tages. Er stellte die Musik komplett aus und betrachtete das Theater, das sich dort vorne abspielte.
Er kannte die Dame und ihren Sohn, die da standen, die eine mithilfe einer blonden Dame das auf den Boden gefallene Kleingeld aufhebend und der andere mit einem Schwarzhaarigen über genau das diskutierend. Typisch, Typisch. Die Dame war nunmal senil und nicht mehr ganz bei Trost, doch wirklich Hilfe von der Regierung bekam sie nicht, weil sie nunmal nur ein paar Zivilisten ohne viel Geld waren. Lebten wie er in der Down-City und waren wohl genauso wie er wegen den Angeboten hier im Einkaufszentrum.
Der Mann war wegen der Mindernden Unterstützung ziemlich schlecht auf Raitas zu sprechen. Irgendwie war das ja schon von Schicksal behaftet, was hier geschah. Ob er da eingreifen sollte, war nicht ganz klar und jeder normale Mensch hätte wohl weggesehen, aber Retsu war weder normal noch ein Mensch. Also hatte er eben seinen Spaß.

So sprach er, als das blonde Mädchen, das er mittlerweile als Lillian Mercer – Produkt der Raitas – enttarnt hatte, den Sohn der Dame von dem Schwarzhaarigen – William J. Lawrence, Realises der Raitas -, so dass es nicht klar war, wer sprach: “War ja klar, dass die Raitas immer zusammenhalten.“
Das war für den Mann schon genug, um nun gewalttätig auf William loszugehen. Retsu war mittlerweile an der Reihe mit bezahlen und tat das auch, nur aus dem Augenwinkel das Schauspiel betrachtend. Die Kassiererin kümmerte das ganze kein bisschen. Bekam für sowas wahrscheinlich auch nicht genug bezahlt. Er schnappte sich dann seine Tüte voller Lebensmittel und konnte sich nun sein Grinsen nicht mehr verkneifen, als er an ihnen vorbei hinaus aus dem Geschäft spazierte.

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William J. Lawrence
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    Do Mai 10, 2018 2:57 pm
„Die Alte? Ist das dein Ernst?! Hast du Bengel überhaupt keinen Respekt vor Älteren?!?“ Der Mann schäumte vor Wut und wollte dem Raitas grade eine verpassen, da bemerkte er die blonde Frau, die seiner Mutter mit dem Kleingeld half. Wenige Sekunden später kam sie zu den beiden hinüber und sagte ein paar Worte, die dem Mann überraschender Weise kurz zu denken gaben. Genau diesen kurzen Augenblick der Ablenkung machte sich William zu Nutze, befreite seinen Arm aus dem Griff des bescheuerten Typen und ging ein paar Schritte zurück. Der Mann murmelte etwas Undefinierbares vor sich hin und machte kurz Anstalten, zu seiner alten Mutter zurück zu gehen. Doch da mischte sich noch eine weitere Person mit in ihr Gespräch und diese wenigen Worte schafften es natürlich, den Kerl völlig zum Ausrasten zu bringen. „Ihr seid also beide Raitas?!“ Der Wissenschaftler wollte sich grade umsehen, um die Herkunft der Stimme auszumachen, doch noch im selben Moment bekam er die große Faust des Muttersöhnchens zu spüren.

Ein stechender Schmerz durchfuhr die Magengegend des Raitas, die Tasche mit den Einkäufen fiel zu Boden und Will krümmte sich leicht zusammen, während er ein paar Schritte nach hinten stolperte. Wollte dieser Mistkerl ihn eigentlich verarschen?! Doch bevor er zu einem weiteren Schlag ausholen konnte, zog der Raitas seinen Säbel und richtete ihn auf die Brust des Mannes. „Ich wusste ja gleich, dass du nicht besonders schlau aussiehst. Aber für so dämlich habe ich dich dann doch nicht gehalten.“ Ein leichtes Grinsen huschte über das Gesicht des jungen Mannes. „Es kommt nicht gut an, wenn man einen Raitas angreift, wusstest du das denn noch gar nicht? Zudem steht es für dich grade zwei gegen eins, das endet garantiert nicht gut.“ Am liebsten hätte William dem Mann jetzt seinen Säbel in die Brust gerammt. Doch dafür waren zu viele Zivilisten anwesend und es würde nur unnötigen ärger geben – zumal er sich diese Woche ja eigentlich von der Arbeit fern halten wollte.

Die Gesichtsfarbe des Mannes verflüchtigte sich leicht und er ging ein paar Schritte zurück. Er stammelte etwas – wieder unverständliches – vor sich hin und sah kurz zu seiner Mutter, welche nur leicht den Kopf schüttelte und das Geschäft mit ihren Einkaufstaschen verließ. Williams Blick folgte ihr kurz und dabei entdeckte er jemanden, der ihm nicht ganz unbekannt war. Doch für die Schlange hatte der Schwarzhaarige im Moment keine Zeit. Er steckte seinen Säbel wieder in die Schwertscheide zurück und sah zu dem Mann. „Ich muss dir bestimmt nicht erzählen, dass du erst mal festgenommen bist, oder? Aber sieh es so, wenn du eingesperrt bist, kannst du dir endlich mal gründlich die Zähne putzen! Du hast ziemlich üblen Mundgeruch, komm mir damit bitte nicht noch einmal zu nah.“ Will sah kurz zu der Blonden neben sich. Er wusste zwar nicht genau, welche Funktion sie bei den Raitas innehat, aber sicherlich würde sie grade wissen, was zu tun war.

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Lillian Mercer
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    Mo Jul 30, 2018 2:18 pm
Eigentlich hatte Lillian gedacht, die ganze Situation in den Griff bekommen zu haben, zumindest bis sie jemanden 'War ja klar, dass die Raitas immer zusammenhalten.' sagen hörte. Ihre Augen fingen sofort damit an, nach der Quelle der Stimme zu suchen, als der Mann, von dem sie gerade noch gedacht hatte, ihn einigermaßen zur Ruhe gebracht zu haben, auf den jungen Mann neben ihr losging. Zuerst wich sie einen Schritt zurück, weil sie fast glaubte, selbst die Faust von dem Mann abkriegen zu können, aber als dieser dazu ansetzte, ihm gleich noch eine zu verpassen, war sie schon halb dabei, sich dazwischen zu stellen. Aber der junge Mann brauchte ihre Hilfe offensichtlich nicht, denn da hatte er schon einen Degen gezogen.
In aller Öffentlichkeit.
Lillian konnte nicht anders, als vollkommen verdattert dreinzuschauen. Klar ging es hier um Selbstverteidigung und der Mann hatte dazu auch noch seine Faust gegen einen Raitas erhoben, aber sie zweifelte ein wenig daran, dass er zur Polizei gehörte. Sie hatte zwar auch ihre Waffe, aber hatte sie bislang noch nie benutzt, geschweige denn überhaupt gezogen. Und dann redete er noch was von zwei gegen einen, als ob sie tatsächlich dabei mithelfen würde, gegen einen Zivilisten zu kämpfen. In Wirklichkeit würde sie gerade nichts lieber tun, als vom Erdboden verschluckt zu werden und bei ihr zu Hause wieder auftauchen, aber den Gefallen tat er ihr natürlich nicht. Wieso hatte sie sich bloß eingemischt? Sie hätte einfach der alten Dame helfen und ihres Weges gehen können.
Aber stattdessen fand sich Lillian nun in dieser ulkigen Situation wieder, in der der junge Mann behauptete, der Ältere wäre festgenommen, natürlich nicht, ohne ihn dabei auch noch zu beleidigen. Für einen kurzen Moment dachte sie, dass sie vielleicht damit davonkommen könnte, wenn sie sich nun einfach umdrehte und abhaute, aber da sah der junge Mann zu ihr und ihre Hoffnung war dahin. Sie selbst erwiderte seinen eigenen Blick bloß mit einem Ist das dein Ernst?-Blick, innerlich lief ihr Gehirn allerdings auf Hochtouren. Der Angreifer hatte zwar die Initiative ergriffen, aber wenn er Angst bekam, sobald eine Waffe gezogen wurde, war es höchst unwahrscheinlich, dass er irgendwie mit den Scamaton oder gar Kiheda zu tun hatte. Dann war da auch noch die alte Dame, die bereits vorausgegangen war und vermutlich Probleme bekam, wenn er nicht mehr da wäre, um zu helfen.
„Hast du überhaupt die Befugnis dazu, jemanden festzunehmen?“ richtete Lillian schließlich an den jungen Mann, der zum Glück wenigstens schonmal seine Waffe weggesteckt hatte. Für die Regierung zu arbeiten war schließlich nicht damit gleichzustellen, alles machen zu dürfen, was man wollte. Sie hätte zwar nie gedacht, mal jemanden zu verteidigen, der offensichtlich etwas gegen Raitas hatte, aber in diesem Moment erschien es ihr das Beste zu sein. Hoffentlich würde sie das nicht irgendwann bereuen. „Außerdem hast du ihn überhaupt erst provoziert, also könntest du dir auch gleich selbst Handschellen anlegen.“ fügte sie noch hinzu, bemühte sich dabei um einen möglichst neutralen Tonfall, obwohl sie gerade eigentlich bloß genervt von seiner Einstellung war.

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Retsu
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    Di Jul 31, 2018 7:53 pm
Retsu war mehr als erfreut über den Ausgang des kleinen Aufstands, den er da angezettelt hatte. Er hatte sich sogar kurz noch Zeit genommen, sich vor dem Laden an das Geländer zu lehnen und in diesen hineinzublicken, damit er erkennen konnte, was da so passierte. Natürlich könnte er das einfach später nachgucken, so viele wie da standen und das filmten. Aus verschiedenen Perspektiven. Könnte man ja schon fast ein 360° Video draus machen, damit man genau sah, wie William den Schlag in den Magen einsteckte. Tat bestimmt ziemlich weh, so wie der zurücktaumelte. Jedoch war es live immer noch eine Nummer besser, als nur virtuell. Dass der Raitas dann aber so tobte und seinen Säbel zog, war für viele eine erschreckende Reaktion und viele dachten schon, der Schläger wird gleich aufgestochen, weshalb manche sich vor Schreck duckten. Und anscheinend wusste auch nur Lillian, dass das ein schlechtes Licht auf die Raitas werfen würde, so wie die dreinblickte. Zwar waren die Raitas die Regierung, aber es war ja öffentlich bekannt, dass das viele nicht so guthießen, was die Methoden von ihnen anging. Und bei Personen wie William merkte man, warum. Beziehungsweise, dass die Raitas oft ihre Macht missbrauchten. Aber der Schwarzhaarige würde nie in der Öffentlichkeit schlecht über sie reden. Schließlich musste er seinen Arsch dann doch etwas beschützen. Und er zahlte Steuern als ein lieber Bürger Neovines. Über lieb ließ sich streiten, aber ein Bürger war er immer noch. Und solange er mit den Raitas gute Kunden hatte, hatten sie es auch nicht so stark auf ihn abgesehen wie auf die Kiheda zum Beispiel. Nichtsdestotrotz hielt er sich lieber bedeckt. Fand ja auch nicht jeder Raitas toll, dass der Informant die Informationen über sie auch verkaufte.

Als der Realises dann den anderen Mann festnehmen wollte, schaltete sich die Frau ein und Retsu musste vor Anerkennung pfeifen. Da stellte sie sich doch tatsächlich gegen ihren Kollegen. Nachdem die dann ihre Rede beendet hatte, stellte sich verwirrtes Gemurmel ein. Ja, das war durchaus selten, dass sich die Raitas gegeneinanderstellten. War Retsu tatsächlich auch noch nie passiert. Aber wo Lillian Recht hatte, hatte sie Recht. Wissenschaftler gehörten zwar zu den Raitas, aber das hieß noch lange nicht, dass die einfach wen festnehmen durften. Das war Hauptbestandteil der Polizei. Deshalb rief man die in so einem Fall auch normalerweise, aber die Mitarbeiter waren auch zu viel mit Glotzen beschäftigt. Retsu überlegte deshalb intensiv, ob er sie vielleicht benachrichtigen sollte, um den Streich noch weiter zu führen, aber das würde ihn selbst auch in Gefahr bringen. Deshalb ließ er das lieber mal bleiben. Bestimmt gab es auch später noch mehr Möglichkeiten, den Realises zu ärgern. Ach, apropos, der war wirklich amüsant, was das alles anging. Hatte wohl einen kurzen Geduldsfaden und das war für Retsus Streiche oft vorteilhaft, weil die so schön ausflippten. Und William war da noch einmal eine Stufe höher wegen seiner eigenen provozierenden Art.

Retsu grinste und stieß sich vom Geländer ab. So schön, wie es war, da jetzt zuzusehen, er sollte jetzt gehen, sonst fand der Mann ihn später noch und das wäre vielleicht dann doch gefährlich, so wie er mit seinem Säbel rumfuchtelte. Und sowieso… man sollte doch gehen, wenn es am schönsten war. Also setzte er seinen Weg fort und entfernte sich mit dem nächsten Schwall Menschen vom Ort des Geschehens.

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William J. Lawrence
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    Fr Aug 03, 2018 5:34 pm
Natürlich wusste die Raitas nicht, was sie zu tun hatte. Sie stand einen Moment lang einfach nur da und schien zu überlegen, auch wenn der junge Mann nicht verstand, was es denn da noch groß zum Nachdenken gab. Sie sollte einfach ihren Job machen und diesen Schwachkopf für ein paar Nächte in eine Zelle stecken, damit er genug Zeit hat, über seine Taten nachzudenken. Es gehörte sich einfach nicht, einen Raitas so doof von der Seite anzumachen. Doch ehe er selbst wieder mit dem Mann reden konnte, meldete sich das Blondchen dann doch zu Wort. William zog eine Augenbraue hoch und sah sie fragend an, überlegend, ob er sie grade tatsächlich richtig verstanden hatte. Doch ihrem Blick nach zu urteilen hatte er das. Genervt atmete der Raitas aus und verdrehte leicht die Augen. Er wollte doch einfach nur in Ruhe einkaufen gehen, aber natürlich musste ihm das auch wieder irgendein Schwachmat vermiesen. So langsam sollte er sich wohl daran gewöhnen… „Ich hatte gehofft, dass du die Befugnis hättest. Aber da habe ich mich wohl geirrt.“ Der Cyborg musterte sie noch einmal mit einem etwas abschätzigen Blick. Es passte ihm ganz und gar nicht in den Kram, dass sie sich jetzt hier so quer stellte. Doch was erwartete er überhaupt von den Menschen, sie wollen doch allesamt nur ihre eigene Haut retten – nicht, dass er da anders wäre. Aber trotzdem nervte ihn das in dieser Situation gewaltig. Als Will die zierliche Frau jedoch genauer ansah, fiel ihm auf, dass sie wahrscheinlich nicht mal kämpfen konnte. Sie war sicherlich trotzdem bewaffnet, so wie viele Raitas, musste sich mit dieser Waffe aber wahrscheinlich noch nie zur Wehr setzen. Also schraubte er seine Erwartungen an sie etwas runter und sortierte sie in Gedanken von den Kampfeinheiten der Raitas aus, was darauf schließen ließ, dass sie wahrscheinlich auch zu den Wirtschaftlern gehörte. Eine Kollegin. Wie erfreut…
„Ich habe den Typen hier überhaupt nicht provoziert. Hast du überhaupt zugehört, Spatzenhirn? Außerdem kam er zuerst auf die Idee, mich anzugreifen. Also tu nicht so, als wäre er unschuldig, Raitas.“ So langsam wurde es ihm zu dämlich, zu diskutieren. Ihm würde hier sowieso niemand recht geben, also konnte er die “Bemühungen“ einstellen. Mit einem kurzen Blick auf den Mann versicherte er sich noch, dass dieser nicht wieder auf ihn losgehen wollte und sammelte die Tüte mit den Einkäufen vom Boden auf.

Nachdem William alles wieder in die Plastiktüte gestopft hatte, richtete er sich auf und sah noch, wie ein schwarzhaariger Typ in der Menge verschwand. Er brauchte einen kurzen Moment, um sich wieder an ihn zu erinnern. Doch es gab keinen Zweifel, wer da grade so schnell die Fliege gemacht hatte. Dieser komische Kerl, der das Muttersöhnchen noch weiter provoziert hatte. War ja klar, dass er jetzt abhauen wollte, wenn Blondchen solche zicken machte. Gab ja nichts Interessantes mehr zu sehen. Doch so einfach würde der Wissenschaftler es ihm nicht machen. Ohne sich noch einmal zu der Frau umzudrehen schnappte er sich die Tüte, ging schnell durch die Eingangstür des Lebensmittelgeschäfts nach draußen in die Gänge des großen Kaufhauses. Er sah sich nach dem Schwarzhaarigen um und entdeckte ihn tatsächlich noch in einer Menschenmasse. Um nicht noch weiter Zeit zu verlieren, ging er nun etwas schneller auf ihn zu und würde ihn dann erst mal zur Rede stellen – Voraussetzung ist nur, dass er auch wirklich den Richtigen erwischen würde.

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Retsu
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BeitragThema: Re: Einkaufszentrum    So Sep 02, 2018 3:15 pm
Retsu musste mal wieder mit ansehen, wie unfähig so manche Raitas waren. Natürlich waren auch manche Scamaton oder Kiheda einfach unfähig, aber Raitas waren dann doch die Überheblichsten. Wussten nicht einmal, wer zu ihren Kollegen gehörte. Dass ihm das nicht peinlich war. Na ja, was er so von William wusste, war, dass er ziemlich arrogant und eingebildet war. Ein Narzisst also! Ja, das beschrieb ihn ganz gut. Würde bestimmt noch lustig werden, wenn er weiter mit ihm spielte. Vor Allem, weil er noch ein Faible für Mutanten hatte. Na, hoffentlich erwischte der ihn nicht und nahm ihn dann auseinander oder fügte ihm noch mehr Körperöffnungen hinzu. Nein, nein, das wäre wirklich nicht cool.
Retsu musste willkürlich etwas amüsiert pfeifen, als der Raitas seinen Kollegen dann auch noch beleidigte. Na, ob das so gut bei seinem Boss ankam? Nun, darüber konnte Retsu keine Entscheidung treffen. Aber falls er mal wieder mit einem höher Gestellten Geschäfte machte, würde er den fragen, was er denn zu der Reaktion von William zu sagen hatte.

Nun war Retsu aber von der Szene des Geschehens geflüchtet und zwar noch rechtzeitig, sonst hätte der Wirtschafter noch ihn erwischt, aber jetzt ging er auf einen wildfremden Typen zu, der Retsu wohl nur in der Haarfarbe ähnelte. Jetzt war aber dann doch vielleicht die Zeit, um den Wissenschaftler etwas aufs Korn zu nehmen. Er setzte sich also auf ein Geländer und grinste vor sich hin. Er formte um seine Lippen einen Trichter und sprach etwas lauter hinein, damit der Raitas in ja nicht überhörte: “Hey, Willi-chan~“ Er säußelte extra etwas, damit es auch schön provozierend wirkte. Er wusste, dass das auch nach hinten losgehen konnte, wenn William Verstärkung rief. Aber bis die ihn erwischten, war er über alle Berge. Und sowieso konnten die ihm gar nichts anlasten. Niemand hatte gesehen, dass er das gesagt hatte, man hatte ihn nur gehört. Und selbst wenn man ihn gesehen hatte, wäre das ja keine Straftat gewesen. Also war er eigentlich auf der sicheren Seite. Er musste nur aufpassen, dass Will ihn nicht doch erwischte und aufschlitzte. Das musste dann doch nicht sein.

Nachdem er seine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hätte, würde er sich nach hinten auf eine andere Ebene des Einkaufszentrums fallen lassen und sicher auf seinen Füßen landen, nachdem er sich abgerollt hatte, versteht sich. War mit einer Tüte in den Händen vielleicht nicht die beste Idee, aber so oft wie er das schon getan hatte, war das gar kein Problem. Dann würde er wieder warten, bis sein ‚Spielkamerad‘ wieder auftauchte oder sich anderweitig bemerkbar machte.

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