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 Ausbildungsplatz | Distanz

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BeitragThema: Ausbildungsplatz | Distanz   Mi Apr 26, 2017 4:10 pm

Dieser Ausbildungsplatz ist auf Distanztraining ausgelegt, sei es mit Schuss- oder Wurfwaffen.
Die Schwierigkeitsstufen unterscheiden sich, es gibt bewegungslose Trainingsobjekte, bis hin zu bewegende, wie Hologramme.

Neben den Ausbildungszeiten kann man hier auch ganz normal trainieren.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Ausbildungsplatz | Distanz   Mo Jun 12, 2017 11:13 pm

> Scamaton HQ, 18:22 Uhr

Ein wenig froh war Bel schon, dass er nicht für Ausbildungen heran gezogen wurde. Natürlich, es war wichtig dafür zu sorgen, dass hinzugekommener Scamaton-Nachwuchs realistische Chancen hatte, mit einer Waffe auch andere Ziele außer sich selbst zu treffen, aber er selbst hatte weder den Elan noch die Geduld das zu lehren. Außerdem, so zumindest der Gedankengang des Cyborgs, war es sicherer. Je weniger Leute ihn kannten, desto geringer die Chance irgendwann aufzufliegen, sei es durch Verräter oder einfach Pechvögel, die unter Folter halt ein paar Namen ausspuckten. Er hatte es sich selbst so ausgesucht und lediglich ein paar Frischlingen beim spielen zugeguckt, nachdem Bel sich im HQ ordentlich ausgeschlafen hatte. Einige stellten sich gar nicht so blöd an, erinnerte ihn daran wie er selbst seine ersten Schüsse auf Übungsziele gefeuert hatte – es half, wenn man vorher Arzt gewesen war und wusste, wo was im menschlichen Körper mit welchen Auswirkungen kaputt gehen konnte.

Nachdem der Platz frei war, suchte er sich dann ein Fleckchen. Zwar hatte Bel genügend Übung im aktiven Einsatz, musste aber ein paar Sachen testen. Er hatte das Gefühl, der Target-Lock funktionierte nicht mehr so, wie er sollte, was eventuell einem selbst gezündeten EMP vor ein paar Wochen zu verdanken war. Nichts schlimmes, aber er war selber noch in Reichweite gewesen und die empfindlichsten Systeme nun mal im Kopfbereich. Der Gedanke war aufgekommen, dass es ja durchaus passieren konnte, dass sie versagten, nicht nur eins, sondern alle davon, weshalb Beleth das üben wollte. Üben war zwar keine reale Situation, aber man konnte auch nicht dabei draufgehen.
Die heutigen Waffen der Wahl: Betty und Mayhem. Mittlere Distanz, die eine ausgelegt für panzerbrechende Geschosse und tödliche Kugeln, die andere für Plasmaprojektile, die sowohl betäubend als auch in geringem Maße elektrische Systeme störend wirken konnten, sowie bei Bedarf auch einfach fies dreckige Verbrennungen hervorriefen. Zusätzlich zu der Kraft, mit der sie halt auftrafen und die ebenfalls reichte, um jemanden umzunatzen. Wozu war man Assassine.
Nach Einstellung einer höheren Schwierigkeitsstufe deaktivierte Bel seine Scanner – Thermalsicht, Infosysteme, Target Lock, Nachtsicht und Zoom – ausnahmslos alle fuhren herunter und es blieb nur das nervige Warnblinken links am Rand seines peripheren Sichtfeldes.

Eine halbe Stunde würde er bewegliche Hologramme mit Plasma und Metall beschießen, dabei selbst mit unmenschlicher Geschwindigkeit mal verfolgen, mal auf Distanz gehen, was ohne die gewohnten Helfer nicht so klappte wie er sich das gewünscht hätte. Eine frustrierende Erkenntnis, die ihn auch wenig begeistert auf die Auswertung warten ließ. Sein größter Vorteil gegenüber Androiden und anderen Cyborgs bestand darin, ihre Systeme entweder zu deaktivieren oder zu täuschen – doch was wenn er selbst mittlerweile unfähig war, ohne diese zu arbeiten? Kein schöner Gedanke, es würde wohl nicht die letzte Trainingssession dieser Art bleiben. Theoretisch müsste er sogar blindes Schießen trainieren, denn auch sein Augenlicht hing verdammte Axt noch mal von empfindlicher Elektronik ab. Er musste sich auch ohne diese Dinge zurechtfinden, das einzige, auf das Bel wirklich vertrauen konnte, waren er selbst, Betty und Mayhem. Und selbst diese Schätzchen konnten überhitzen.
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Ki

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BeitragThema: Re: Ausbildungsplatz | Distanz   Di Jun 13, 2017 12:02 am

Ki hatte in den letzten Tagen wirklich nichts zu tun gehabt. Und mit nichts, meinte sie auch nichts. Normalerweise gab es immer irgendwas, an dem sie basteln konnte. Seien es nur ein paar Androidenarme oder auch nur ein paar andere Schrottteile. Aber dieses Mal war es anders. Es war genau 46 Stunden her, als eine ihrer Erfindungen mal wieder in die Luft gegangen war und sie konnte sich bei besten Willen nicht erklären, wieso. Sie hatte deshalb mehrere Stunden damit zugebracht, darüber nachzudenken, was sie falsch gemacht haben könnte, und kam auf zwei Möglichkeiten. Möglichkeit 1, sie hatte vergessen, ein bestimmtes Kabel mit dem Getriebe zu verbinden. Möglichkeit 2, sie hatte vergessen, dass sie dieses Kabel einbauen musste. Und ja, sie war dann auf den Schluss gekommen, dass es Möglichkeit 1 und Möglichkeit 2 war. Und das bedrückte sie. Denn ihre Arbeit war futsch, wortwörtlich explodiert, und jetzt fehlten ihr die Materialien für einen neuen Versuch. Aber sie war so unmotiviert, weshalb sie, statt zum Schrottplatz zu gehen, sich eben wieder zu motivieren versuchte, indem sie ein paar Leuten beim herumballern zuguckte.
Sie tat das immer, wenn sie Ideen für neue Waffenmodelle brauchte. Sie betrachtete ihre Kameraden und schaute, was ihnen so Schwierigkeiten bereitete. Und das nahm sie als Anreiz für neue Waffen, die vielleicht schneller nachluden, leichter waren oder sonstige Features besaßen.
Auch liebte sie es, den Cyborgs unter ihnen, ein wenig auf die Maschinellen Teile zu gucken. Rein aus Forschungszwecken verstand sich.

Und deshalb freute es sie umso mehr, als ihr lieber Freund Bel anfing zu trainieren und komischerweise ein wenig unbeholfener schien als sonst. Deshalb richtete sich die Frau etwas auf und beobachtete die Situation intensiv. Sie saß am Rande eines Feldes im Schneidersitz auf dem Boden und hatte auf ihren Beinen ein Tablet abgelegt, um mögliche Kreativitätsschübe direkt auffangen und festhalten zu können. Ob in Form von ausgeklügelten Bauplänen oder auch einfach nur Stichpunkte zu Zusatzfunktionen - sie schreib alles auf. Doch jetzt legte sie es beiseite und legte eine Hand wie einen Sonnenschirm über ihre Augen, in der Hoffnung, so ein bisschen mehr erkennen zu können. Natürlich erfolglos. Deshalb stand sie kurzerhand auf, das Tablet in ihrer linken Hand tragend, was übrigens auch eine Eigenkreation war (sie war sehr stolz darauf), und ging ein wenig näher auf den Ort des Geschehens zu.

Als die Grünhaarige endlich näher dran stand, erkannte sie, weshalb der Ältere heute nicht ganz so grazil war. Er hatte wohl seine Scanner heruntergefahren. Sie hatte ihn schon so oft beobachtet (besser gesagt seine Modifikationen), dass sie das nun ohne große Mühen feststellen konnte. Und sowieso, sie war Erfinderin und liebte Technik über alles, wenn sie so was nicht erkennen konnte, wer sollte es sonst können?

Also wartete sie, bis der Cyborg mit seiner Trainingseinheit fertig war, ehe sie das Trainingsfeld betrat und auf ihn zuschritt. "Hallöchen! Wo drückt der Schuh, Belchen? Warum benutzt du deine Scanner heute nicht?" Vielleicht waren sie ja auch kaputt oder funktionierten nicht mehr ordnungsgemäß. In diesem Falle konnte sie sie ja reparieren oder auch modifizieren. In jedem Falle interessierte es sie, warum er darauf verzichtete, deshalb hatte sie ja auch nachgefragt.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Ausbildungsplatz | Distanz   Di Jun 13, 2017 1:13 am

Ein seltsames Gefühl, nicht nur dieses sondern eigentlich jedes Mal, wenn man Zuschauer hatte. Manchmal fielen sie Bel gar nicht auf, oder erst nachher, manchmal spät nachts war auch mal gar keiner da. Einerseits sehr schmeichelhaft, mit mehr oder minder gutem Beispiel vorausgehend als Anschauungsmaterial zu dienen, andererseits wollte Bel auch nicht Schuld sein, wenn irgendwelche Grünschnäbel das versuchten zu kopieren und sich dann selbst von hinten ins Knie schossen, oder so. In diesem Fall musste er sich tatsächlich sehr konzentrieren und nicht einmal ein zuguckender Android bei Höchstleistung wäre ihm groß aufgefallen, solang dieser leise war – immerhin waren die Scanner aus. Ein komisches Gefühl, aber besser er erfuhr nicht erst im vollen Einsatz mit drei Raitas an der Backe, wie sich das anfühlte. Eine Sache, die er wirklich an diesem ganzen Metall hasste … ein menschlicher Körper konnte selbst den schlimmsten Verletzungen trotzen, über seine Grenzen gehen, geflutet von Adrenalin, Angst, allem Möglichen. Wenn Mechanik versagte, dann ging eben nichts mehr, keine Hoffnung, kein Wunder, nichts. Bel versuchte nicht allzu undankbar zu sein, es mochte ohne sein Wissen und seine Zustimmung passiert sein dass er jetzt kaim noch organische Bestandteile hatte, sich selbst nicht mehr wirklich ausstehen konnte, aber hey, für die Scamaton war es gut. Und darum hatte er auch keinen Bock, zu krepieren weil dieser verfluchte Elektronikkram versagen könnte.

Das grüne Ding, was dann auf ihn zusteuerte, kannte Bel schon, so wie die meisten im Ostbezirk rund ums HQ. Wobei Ding nicht zutraf, war die Kleine doch durch und durch menschlich, was er bei ihrer massiven Obsession mit allem was blinkte, surrte und verkabelt war, nicht wirklich erwarten würde. Und auch wenn er gerade nicht gerade die begeistertste Miene aller (in der Anzahl limitierten) Bel-Mienen zog, so hatte er doch nicht akut etwas dagegen, dass der Krümel herübergehopst kam. Eigentlich ging sie nur, aber der Cyborg hatte sie schon oft genug als unter Strom stehendes Etwas erlebt.
Zu ihrem Glück hatte er auch keinerlei Hang die eigene Autorität zu behaupten, er gab auf Ränge nicht sonderlich viel, da er ja sowieso meist allein unterwegs war und niemandem Befehle gab, zumindest nicht im Zusammenhang gemeinsamer Aktionen. Und auch sonst konnte er nicht mehr als einen Hauch genervter Gleichgültigkeit aufbringen, wenn ein zehn Jahre jüngerer und 20 Zentimeter kleinerer Krümel unbedingt seinen Namen verniedlichen musste. Ging bei jemandem, der nur noch zwei Buchstaben als Titel hatte, umgekehrt schlecht.
„N'Abend, Ki.“, brummte er und fuhr wie als Antwort die deaktivierten Systeme wieder hoch, weil er ohne diese schlecht die Auswertung abrufen konnte, „Nur zum Üben für den Fall, dass sie mal nicht funktionieren. Der Target Lock spinnt ein bisschen.“
War ihm klar dass es für die Bastel-Prinzessin eine Steilvorlage war, aber nun ja, er konnte es schlecht drauf ankommen lassen, dass es weiter halbwegs klappte – das war ihm zu riskant. Er pfriemelte eine Zigarette aus der Schachtel in seiner Jackentasche und entzündete sie am kurz gelockerten Plasma-Magazin Mayhems, bevor die Waffe zurück in ihr Gürtelholster und der Glimmstengel zwischen seine Lippen wanderte.
„Musst du nicht ins Bett?“, fragte er, sich der Illusion hingebend dass andere Leute noch so was wie einen Schlafrhythmus hatten, der ihm selbst längst abhanden gekommen war. Gut, es war selbst fürs Bettchen noch viel zu früh, aber so wirklich Lust auf die Fummelei an den empfindlichen Maschinenteilen hatte er nicht, hatte Bel nie, lag nicht an der Kleine und versuchte vermutlich nur scheinheilig das Ganze auf morgen zu verschieben.
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Ki

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BeitragThema: Re: Ausbildungsplatz | Distanz   Di Jun 13, 2017 1:48 am

Ki störte es nicht weiter, dass der Mann vor ihr ein wenig genervt wirkte, als sie seinen Namen verniedlichte. Sie tat das bei so gut wie jedem, den sie mochte. Und sie mochte wirklich so gut wie jeden. Und nachdem Bel ihr auch einen guten Abend gewünscht hatte, realisierte sie erst, wie spät es war. Zum Überprüfen sah sie noch einmal auf ihr Tablet und siehe da, es war wirklich schon spät. Sie hatte es wirklich nicht mitbekommen, wie die Zeit so verflogen war, als sie hier den anderen beim Training zugeschaut hatte.
Als der Größere nun endlich auf ihre Frage antwortete, wurde sie hellhörig und ging sofort neugierig einen weiteren Schritt auf ihren Gegenüber zu. "Es spinnt? Inwiefern?", fragte sie. Und mit einem Mal breitete sich ein gigantisches Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Sie würde es reparieren dürfen und nachdem sie das getan hatte, würde sie nicht nur neue Informationen haben, nein, ihre Motivation würde wieder auf dem Hochpunkt sein! Oder sogar noch höher! "Ich werd's dir reparieren, Belchen! Ich habe gerade eh nichts zu tun!", sprach sie euphorisch und warf zur Verdeutlichung ihre Arme in die Luft, das Tablet dabei natürlich noch festhaltend.
Der Ältere steckte gerade seine Waffen wieder weg und Ki konnte nicht anders, als sie zu bewundern. Sie waren zwar nicht die Waffen mit den am schönsten geschwungenen Körpern - was natürlich auch seinen Reiz hatte -, aber sie waren auf ihre eigene Art wahre Wunderwerke. Sie sahen eben nach etwas aus, was gut zu dem Mann vor ihr passte und darauf kam es an, fand Ki. Passt die Waffe nicht zum Meister, dann kann das mit den beiden nichts werden. Deshalb kam sie nur mit ihren eigenen Waffen klar. Sie waren perfekt auf sie abgestimmt und die Grünhaarige liebte jede Einzelne von ihnen. Ihre Augen glänzten schon wieder von all den Informationen, die nur durchs blanke Angucken durch ihren Kopf rasselten. Ja, nach dem heutigen Tage würde sie wieder Einwandfrei arbeiten können!

Beleth fragte plötzlich etwas und riss Ki damit aus ihren Gedanken heraus. Sie schreckte kurz auf und sah ihren Gegenüber kurz eindringlich an, während ihre Gedanken sich mit der eben gestellten Frage beschäftigten.
"Bett?", fragte sie noch einmal nach. Wie lange hatte sie mal wieder nicht geschlafen? Sie verschränkte ihre Arme vor der Brust und schloss die Augen, um kurz nachdenken zu können.
"Ich glaube...", fing sie an, "Ich habe seit 4 Tagen nicht mehr geschlafen. Meine Forschungen haben mich zu sehr davon abgehalten."
Sie öffnete ihre Augen wieder und entschränkte ihre Arme, um letzten Endes mit den Achseln zucken zu können. "Aber Zeit für Reparaturen ist immer! Nachts wie am Tag!
Wir wollen doch nicht, dass da plötzlich was ausfällt, stimmt's?"
Nichts und niemand würde sie jetzt noch davon abhalten, ihren Job zu tun. Sie hatte ihren Entschluss gefasst und dabei blieb es auch.
Sie drehte sich einmal auf einem Bein im Kreis, wodurch ihre halboffene Jacke etwas von ihren Schultern rutschte, was sie aber nicht zu interessieren schien. "Und jetzt ab ab in mein Labor!" Sie sagte zwar 'Labor' aber eigentlich konnte sie überall arbeiten, wo sie ungestört war und das war eben meistens auf ihrem eigenen Zimmer. Dort hatte sie auch alle Utensilien zusammen. Sie stemmte beide Hände, mitsamt Tablet, in ihre Hüfte und wartete mit einem Lächeln darauf, dass der Andere sich endlich dazu durchrung, mit ihr mitzugehen.
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Beleth

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BeitragThema: Re: Ausbildungsplatz | Distanz   Di Jun 13, 2017 5:31 pm

Brauchte  auch niemanden groß stören, denn Bel sah nie sonderlich begeistert aus, und wenn war das eher ein Grund nachzufragen als seine zur Schau getragene Aversion gegen ... naja, fast alles. Sollten die Krümel nur machen, er hatte nicht mehr genug Lebenszeit übrig um sich über Kleinigkeiten übermäßig aufzuregen. Die sich langsam zeigenden Daten bestätigten sein Gefühl, wenngleich es nicht ganz so katastrophal war wie erwartet. Dennoch, gerade bei Schwierigen Schüssen, bei sich bewegendem Ziel und sich bewegendem Schützen zu versuchen den Hals zu treffen beispielsweise, ging vieles glatt daneben, höchstens als Streifschuss auf dem Resumée auftauchend. Ohne Zoom und unterstützende Maßnahmen also keine Option, daran müsste er arbeiten – es gab noch rein menschliche Schützen, die so einen Schuss sauber verwandelt hätten, und zwar auf weit größere Distanz.
Kis Frage hatte er bereits erwartet, ließ sich aber noch genug Zeit in Ruhe den Rauch auszuatmen, dabei aber zumindest darauf achtend, dass es nicht gleich zu dem Krümel herüberzog. Sollten gar nicht erst mit dem Quatsch anfangen, zumindest so lange sie noch menschliche Lungen hatten.
"Das letzte Mal, dass ich damit ein Subjekt markieren wollte, hat er eine Stehlampe anderthalb Meter schräg daneben erfasst und steif und fest behauptet, diese hätte Puls.", umschrieb er die Problematik möglichst bildlich in Auswirkungen und Nutzensfaktor. Während Ki also anfing wie bescheuert zu grinsen, unterdrückte er ein Gähnen – er könnte schon wieder ein Nickerchen machen. Nicht weil es nötig wäre, er war kaum ein paar Stunden wach, aber da Bel fast nur im HQ schlief, war sein Körper quasi darauf konditioniert hier zur Ruhe zu kommen und nun ja, müde zu werden.
"Du und nichts zu tun?", kommentierte er, ohne eine Antwort darauf haben zu wollen, fügte sich aber seinem Das-machen-wir-jetzt-gleich-Schicksal. Weder Betty noch Mayhem würde der Krümel aber in die Finger bekommen, so lange diese taten, was sie sollten, er mochte die beiden Schmuckstücke so, wie sie waren. Er rechnete zwar nicht damit, dass sie oder auch seine Scanner ihm nach erfolgter Reparatur dann um die Ohren flogen, aber man konnte ja nie wissen.

Ihrer darauffolgenden Überlegung konnte er nur ein missbilligendes Kopfschütteln zuwenden, Rauch durch die Zähne pustend.
"Kann es sein, dass dir deshalb so viel explodiert, weil du längst viel zu müde bist um Kleinigkeiten richtig zusammenzubauen?", fragte er in einem Tonfall, der deutlich verriet wie wenig er davon hielt, "Kümmer dich ein bisschen besser um deinen Körper, du hast nur den einen."
Mochte sein dass er zu sehr den väterlich mahnend erhobenen Zeigefinger raushängen ließ, aber das war nicht in Ordnung. Metall war tot, das rannte einem nicht weg. Zwar hätte er den Krümel jetzt am liebsten ins Bett geschickt, weil er keinen Zombie an seinem Scan rumfummeln lassen wollte, aber es konnte durchaus sein dass jederzeit was zu tun für ihn war, er also gleich wieder losmusste. Seufz ...
"Jaja.", murrte er und setzte sich in Bewegung, die Zigarette auf dem Boden zertretend und den Übungsreport irgendwo abspeichernd, ehe er dem grünen Gnubbel ins Labor folgte. Sie nannte es Labor, genau genommen war es eine Todesfalle, die man besser nur dann betrat wenn zumindest größere Anteile eines Exoskeletts vor versehentlichen Hups-Detonationen schützen konnten.

Tbc: http://neovine-animerpg.forumieren.com/t266-ki-s-zimmer-werkstatt#983


Zuletzt von Beleth am Di Jun 13, 2017 7:36 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ki

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BeitragThema: Re: Ausbildungsplatz | Distanz   Di Jun 13, 2017 6:41 pm

Ki musste glucksen, als Bel ihr die Problematik beschrieb. Das klang nach einem Fehler, den sie innerhalb weniger Minuten beheben könnte, aber dennoch war die Beschreibung sehr amüsant. "Nun, Belchen, vielleicht hatte es ja auch Puls! Ein versteckter Feeeeeind", meinte sie sichtlich amüsiert und komplett ironisch.
Die Frau bemerkte wie ihr Gegenüber sein Gähnen zu unterdrücken versuchte und ihr Lächeln wurde etwas weicher. Er war zwar um einiges älter als sie, aber sie konnte es immer nachvollziehen, wenn jemand müde war. Sie trank so viel Kaffee, wenn sie arbeitete, dass sie es mittlerweile gut 5 Tage ohne richtigen Schlaf aushielt. Klar, machte sie zwischendurch ein paar Nickerchen pder döste vor sich hin, aber nie länger als ein paar Stunden. "Du kannst bei mir ein wenig die Augen zu machen, ich überprüfe direkt auch mal alles andere, wenn ich schon einmal drüber bin. Könnte ja sein, dass dein Target-Lock die anderen Funktionen mit seinem Weh-Wehchen angesteckt hat~", sagte sie mit einem Lächeln. Aber das war natürlich nicht der einzige Grund, weshalb sie noch einmal über alles drüber gucken wollte. Sie wollte auch einfach ihren Wissensdurst befriedigen, aber das wusste jeder, der sich unter ihre Fittiche begab. Sie tat ihre Arbeit mit einer hohen Sorgfalt und Hingabe, auch wenn sie immer etwas aufgedreht wirkte. Wenn es um das Reparieren von Dingen ging, machte sie keine Scherze, trödelte nicht herum und machte keine Fehler. Bei dem Erfinden sah das natürlich anders aus. Da war es vorprogrammiert, Fehler zu machen, ansonsten konnte sie ja nicht wissen, was funktionierte und was nicht.

Als der Ältere wohl nicht glauben konnte, dass sie nichts zu tun hatte, seufzte sie theatralisch. "Meine Motivation, Belchen, meine Motivation! Nachdem mir vor gut 2 Tagen wieder was um die Ohren geflogen ist, hatte ich einen kurzen Burnout, aber ich bin mir sicher,
wenn ich damit fertig bin, dich zu behandeln, ist meine Motivation wieder auf dem Hochpunkt!
Hach, ich liebe meinen Job!"
, säuselte sie warf ihre Arme kurz in die Luft.

Nachdem ihr Gegenüber meinte, dass ihre Misserfolge bezüglich ihren Erfindungen daher rührten, dass sie nicht genug schlief, sah sie ihn an, als habe er gerade ihr Weltbild zerstört. Das... konnte doch nicht der Grund dafür sein... Denn wenn es so wäre, lägen die Explosionen ja nicht an ihrer Menschlichkeit, die ihr erlaubte, Fehler zu machen, sondern an ihrem menschlichen Bedürfnis Schlaf zu brauchen, um voll einsatzfähig zu sein. Dementsprechend könnte sie dem entgegenwirken, wenn sie genug schlief, aber dadurch würde ihr auch viel Zeit flöten gehen. Im Prinzip hatte er schon damit Recht, dass sie sich viel zu wenig um sich selbst kümmerte und vielleicht sollte sie dem entgegenwirken. Und vielleicht missglückten ihr dann nicht mehr so viele Erfindungen. Aber das bedeutete wiederum, dass sie inmitten ihrer Arbeit aufhören musste, um sich hinzulegen und zu schlafen.
Mittlerweile hatte sie sich einen Finger ans Kinn gelegt und überlegte. Ab und an war es vielleicht gar nicht mal schlecht sich eine Ruhe zu gönnen. Sie seufzte und kratzte sich leicht beschämt am Kopf. "Ich versuch's", versprach sie ihm, nachdem er sie wohl ein wenig zurechtgewiesen hatte, wenn man das denn so nennen konnte. "Gleich nachdem ich dich angeschaut habe, gehe ich schlafen."

Als sich der Andere dann doch murrend in Bewegung setzte, vollführte Ki eine geschmeidige 180° Drehung und hüpfte voraus in Richtung ihres Zimmers. "Du wirst sehen, Belchen,
es ist gar nicht so dramatisch, wie du es dir gerade ausmalst!"
, rief sie ihm zu, nachdem sie ihren Kopf nach hinten gedreht hatte, und lächelte ihn an.

tbc: Kis Zimmer (sobald es vorhanden ist)

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