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 Das ewige Gebirge

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BeitragThema: Das ewige Gebirge   Sa März 18, 2017 10:02 pm

Ein Gebirge, welches sind über große Teile der Rocklands erstreckt. Die Berge sich hoch und die Schluchten tief. Durch das ganze Gestein und die Höhlen, hört man den Wind und den Schall noch Kilometerweit.
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Mi März 22, 2017 8:59 pm

CF.: Rocklands | Brückenstützpunkt 1

Nicht allzu weit von dem Brückenstützpunkt entfernt, ungefähr acht Kilometer, zwischen einigen Felsen einer Schlucht, saß, oder viel mehr lag, Nile. Schwer verletzt hatte er sich von dem Brückenstützpunkt bis dorthin geschleppt. Auf dem Weg hatte er viel Blut verloren, seine Wunden waren inzwischen verschmutzt, voller Dreck und Sand. Erst jetzt, wo er dort lag, spürte er erst richtig seine Verletzungen - oder auch nicht, da seine Arme richtig taub waren. Splitter seiner zerstörten Ausrüstung, sowie Kugeln vom Kreuzfeuer der Raitas, steckten in ihnen. Seiner Nervenbahnen gaben immer noch unkontrolliert kleine, unmerkliche Engerieblitze von sich, da er diese nicht mehr steuern konnte. Doch davon bekam er nur wenig mit.
Zudem wiesen seine Arme und sein Oberkörper einige Quetschungen auf, dank des starken Griffs Ronin. Ob er innere Brüche besaß? Er wusste es nicht, schließlich war er kein Arzt. Doch eines war klar, er musste weiter, sonst würde er dort irgendwann enden. Und dies wäre ein verdammt unwürdiger tot. Ich darf erst krepieren, wenn ich dieses scheiß Neovine hochgejagt und alle besiegt habe, schoss es ihm durch den Kopf, ehe er einen Hustenanfall bekam und etwas Blut vor sich hinspuckte.

Knurrend wollte er sich das Blut aus dem Gesicht wischen, doch das ging ja nicht. Seine Arme waren ja taub. Was ein Pech. Dies regte den Seneschall nur noch mehr auf. Doch was dagegen machen konnte er nicht wirklich. Stattdessen rollte er sich grummelnd auf den Rücken und blickte mies gelaunt gen Himmel. Einige Regentropfen prasselten auf sein Gesicht, vom Regen, welcher sich aber inzwischen aufzulösen schien. Irgendwo hatte es was beruhigendes, doch nervte es ihn doch auch zugleich zu Tode. Entnervt stöhnte Nile und wartete ab. Und so lag er da und schien allmählich einzuschlafen.

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Zayan

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Di Jul 25, 2017 5:00 pm

~] Einstieg Hauptplay [~

Zayan war sich relativ sicher, richtig zu sein. So ungefähr 72% sicher. Das Problem war, dass die Rocklands genauso aussahen wie die Borderlands, wenn man ein paar Mal von unten dagegen trat, überall Dellen, aber sonst genauso wenig zu sehen. Die Greenlands waren toll gewesen, so viel zu sehen, so viel zu futtern für das Arkai, welches den Androiden mit Geduld und Ausdauer den ganzen Weg von Terror Peak hierher gebracht hatte. Wieso? Hatte Zayan vergessen, was vielleicht auch daran lag, dass irgendwo in den Greenlands dieser komische Mann mit Hut auf einmal weg gewesen war, der Androide hatte das nicht weiter hinterfragt. Das passierte öfter, wenn man an bestimmten Läden oder Bars vorbeikam, nur dass er zwischendurch abgelenkt und dann dem üblichen Plan gefolgt war. Und der sah vor, nach Neovine zu gelangen, wohl um sich dort mit den Leuten etwas besser anzufreunden.
Doch zuvor hatte Zayan mit dem Arkai, bei dem er sich noch nicht sicher war, ob er es Samson oder doch anders nennen sollte (wobei es eh nicht auf Rufen reagierte sondern eher andere Frequenzen oder Laute, die Zayan nachmachte um mit ihm zu kommunizieren), ein wenig Zeit in den Greenlands verbracht, sich ausgeruht und Vorräte aufgestockt, um jetzt entweder in einen hügeligen Teil der Borderlands oder den gewünschten Zielort der Rocklands erreicht zu haben. Samson mochte es nicht wirklich, denn da ständig Wind pfiff und irgendein Echo heulte, waren seine Sinne etwas durcheinander. Zayan war ein wenig langweilig, das Arkai wusste selber wo es langlaufen konnte und so hatte der Android ihm nur ab und zu die Himmelsrichtung weisen müssen. Dass es wirklich so weit sein musste, wunderte ihn, wenn man etwas kaputtmachen wollte, wieso dann nicht etwas näher gelegenes?

Es konnte nicht mehr weit sein, laut virtueller Karte umgingen sie gerade den Brückenzugang um zwölf Kilometer auf dem Weg zu einem Tunnel, als das riesige Getier unruhig wurde und aufstampfte. Zayan wachte unter ihrem Felsvorsprung sitzend davon auf, überhaupt einen Großteil der Zeit energiesparend im Standby, zumal Samson bei Regen nicht nach draußen wollte. Gerade wenn es dunkel wurde und nieselte, so wie jetzt, übersah man das riesige Tier oder besser dessen Reiter gern als unwichtige Erscheinung. Doch jetzt schien er etwas gefunden zu haben, oder besser etwas zu wittern, was den letzten Niesel uninteressant werden ließ. Zayan imitierte einen Laut der Arkai, wie um zu fragen ob alles in Ordnung war, und klopfte ihm den kräftigen Nacken. Dann guckten sie eben nach, was da war, so reagierte Samson eigentlich nur wenn es Futter gab.
Es dauerte etwa zehn Minuten, über Fels und Geröll steigend, da zeigte sich, was er gewittert hatte: Blut. Nur dass sich aus der Nähe zeigte, dass man das da wohl nicht essen konnte. Also, könnte schon, aber es lebte noch und konnte vermutlich reden.
Wärme war noch da, wie die Infrarotsicht ihm verriet, aber Zayan blieb lieber noch oben, während Samson skeptisch an dem blonden Gras schnupperte, das Fleischding da anstupste und dann brummelte – nicht essbar. Aber anscheinend auch nicht gefährlich. Zayan wollte gucken, also rutschte er von dem muskulösen Rücken des Tiers und... ja, guckte. Schlief er?

Dem ersten Scan nach ein Cyborg, und es war ziemlich viel kaputt. Der Regen hatte das meiste an Blut zwar schon fortgewaschen, aber nicht alles, und auch so sah das suboptimal aus. Er fror sicher, und das war blöd wenn man eh scheinbar gerade starb. Also stand der Androide wieder auf und kramte seine Decke aus dem Hasenrucksack an Samsons Sattel, um den Körper da irgendwie draufzuziehen und dann ein Stück weiter die Schlucht entlang. Sicher nicht bequem, aber es schien eilig, und an der Felswand ließ sich immerhin ein trockener Fleck finden, wo Samson sich sogar freiwillig mit drunter legte und zuguckte. Nun gut, es konnte losgehen.
Bevor er irgendwas anderes machte, trank Zayan eine Flasche Wasser, aß zwei Stück Trockenfleisch und einen Schokoriegel, dann klinkte er die Beatmungsmaske aus seiner Bauchtasche aus und setzte sie dem Fremden auf. Mit der Atemmaske wieder auf dem Gesicht erhöhte er die Sauerstoffsättigung, m dem Blutverlust entgegen zu wirken, und legte ohne Umschweife einen Zugang. Da der Mann komische Arme hatte, tat er das gleich am Hals, fixierte die Kanüle mit einem Entenpflaster und schnitt dann die sowieso zerfetzte Kleidung am Oberkörper auf. Das Röntgenbild sah wenig erfreulich aus, wobei die Rippen irgendwie aussahen wie kleine Muscheln so kaputt, süß! Aber eben kaputt.
Zayan überlegte kurz, während ununterbrochen Sauerstoff und Flüssigkeit zum Ausgleich des Blutverlustes in den fremden Körper gepumpt wurden, und piekte diesem dann in die Wange. Er sollte besser nicht wach sein, aber wenn er es war, konnte man ja fragen.
"Willst du eine Narkose?", fragte er, nur kurz das stetige Ein- und Ausatmen durch die Maske unterbrechend.
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Mi Jul 26, 2017 1:39 am

Wie lange Nile bereits in der dunklen und nassen Schlucht lag, konnte er nicht genau beurteilen. Erstens, war er halb tot - beste Voraussetzungen für alles. Zweitens, wenn er mal irgendwie halbwegs bei Besinnung war, knackte er direkt wieder weg. Drittens, tat ihm alles höllisch weh - was bei Mr. 'Ich kenne keinen Schmerz' schon was heißen musste. Viertens, weil er total abgefuckt von der ganzen Situation war. Schon bald war der Punkt angekommen, wo auch er sich eingestehen musste, dass, wenn nicht bald jemand aufkreuzen würde und ihn verarztet, er den Löffel abgeben würde. Denn wohl noch nie zuvor wie jetzt, hatte er mehr auf der Todesseite gehockt, als auf der Lebenden. Auf dieser hing umgerechnet vielleicht noch sein kleiner Zeh. Wären seine beide Komthure hier, würden sie ihm wahrscheinlich für seine Aktion auf dem Brückenstützpunkt erwürgen. Ihm eine Standpauke halten, warum er sowas dummes tat. Scharf auf Selbstmord - oder zumindest auf Schmerzen und Verstümmelung - war. Er konnte es sich richtig bildlich vorstellen, wie sie ihm zusammenschissen, während er auf seinem Thron im Rock Fort saß und immer kleiner wurde - was er im Vergleich zu ihnen ja sowieso schon war. Bei dem Stichwort 'klein' klopfte sich schon eine kleine Aggression bei ihm im Hinterkopf und bat um Einlass.

Ein kurzes glucksen entkam ihn, tat aber richtig weh und brachte ihm zum Husten. Woraufhin er wieder Blut hustete. Wie herrlich. . . dass er überhaupt noch genug besaß, um nicht auf der Stelle abzukratzen, war echt ein Wunder. Oder vielleicht war er ja schon tot? Hach, wer wusste das schon. Aber er durfte nicht sterben. Er war dafür viel zu cool und stark und wer sollte sonst seinen Posten als Seneschall der Rocklands - und selbsternannt baldiger Großmeister - einnehmen? Klar, in der Rangfolge wäre Chrome dran. War schließlich sein erster Komthur. Aber ganz ehrlich - diese Eisprinzessin konnte kein Land beherrschen. Dies würde er niemals gebacken kriegen. Maximal den Teig, wenn er seinen Körper erhitzte und dieses auf sich legte. Danach käme Timber. Der wäre noch weniger geeignet. Ein Stubenhocker und Exzentriker. Konnte man als Herrscher auch in die Tonne klopfen. Also. . . wie könnte er die beiden nur alleine lassen? Sie wären ohne ihn ohne jede Frage aufgeschmissen!

Ein komisches Gefühl an seinem Kopf und ein nicht gerade liebevoller Anstupser ließen ihm seine Augen öffnen. Nun ja, so gut wie er konnte, sie waren nur zu einem kleinen Spalt geöffnet. Unscharf sah er nur etwas großes vor sich. Aus Kraftlosigkeit schlossen sich seine Augen wieder, zwang sich aber dann, diese wieder zu öffnen. Dieses Mal erblickte er etwas anderes. Er sah unklar ein Gesicht über sich, mit schwarzen Haar. ,,C-Chrome. . .?", brachte er nur mit einem Keuchen heraus. Wäre ja urkomisch, wenn er an seine beiden Blödköppe gedacht hatte und die plötzlich hier auftauchten. . . konnten ihn dann auch direkt verarzten!

Nur vage mitbekommend, wie er auf etwas gelegt und herumgeschleift wurde, versuchte er mit all seiner verbleibenden Kraft nicht wieder wegzunicken. Irgendwann kam er wieder zum Stillstand und es war still. Bis auf ein komisches Knistern - Plastik? Nile vernahm, wie etwas an sein Mund gelegt wurde, woraufhin er schlagartig besser Luft bekam. Auch fühlte er sich nicht mehr ganz so, wie ein abgeknicktes Streichholz. Träge öffnete er eines seiner orangenen Augen, wo eine Stimme erklang. Den Kopf über sich fixierend, brauchte er einen Moment, ehe er die Frage realisierte und die Situation zu verstehen schien. ,,Narkosen. . .", setzte er an, musste aber kurz unterbrechen, um richtig zu atmen. ,,. . . sind nur was für Weicheier. . .!" Er hätte einfach 'nein' sagen sollen. Denn diese wenigen Worte hatten ihm so viel Kraft abverlangt, dass er wieder husten musste und nur noch einen enormen Schmerz in seinem Brustkorb vernahm. Vermutlich die Rippen. So verkrampfte er sich etwas und schloss schmerzerfüllt die Augen, während er nur vor sich hin keuchte. Sein undurchbrechlicher Ego würde ihn echt noch umbringen.

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Zayan

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Mi Jul 26, 2017 3:58 pm

Nun, der niedrigen Körpertemperatur nach – in Relation mit dem Blutverlust und damit einhergehenden Absinken der Körperk­ernwärme – würde Zay­an so ungefähr auf eine Stunde tippen, die der Mann da höchs­tens gelegen haben konnte. Hauptsächlich weil alles andere unrealistisch war, den verhackstückten Zu­stand des Körpers in Betracht ziehend. Gab auch nicht viel daran zu beschönigen, die komische Gestalt war drauf und dran zu verrecken, was aber den Androiden eh­er in freudigen Tate­ndrang versetzte als in Panik, geschweige denn dass Fragen wie „Wieso“ oder “Wes­sen Schuld“ oder „We­lche Fraktion“ ein Wert beigemessen wurd­e. Nein, er freute sich über den Fund, und der damit verbund­enen Möglichkeit, zu helfen.
Der Mann hatte etwas komisches gesagt, etwas das Zay zwar ab­gespeichert, aber ni­cht verstanden hatte, was wollte er in der Verfassung mit Ch­rom? Dass der Lack seiner Arme zerkratzt war, stellte hoffen­tlich nicht dessen schlimmste Sorge dar, denn darum würde si­ch tatsächlich ein Mechaniker kümmern mü­ssen. Zay würde es hinkriegen, die Ansch­lüsse wieder richtig zu verkabeln mit dem intakten Zellhaufen von Menschlichem, aber keine Funktionen wiederherstellen. Jetzt hatte er seinen Fund erst einmal in Sicherheit gebrach­t, jedenfalls sicher genug, um mit der Versorgung zu beginne­n. Sauerstoff und Fl­üssigkeit, das war erst einmal das Wicht­igste, und aus vorha­ndenen Reserven pump­te der Android auch erhöhte Eisenwerte in dessen restliches Blut – er konnte zwar Ersatz liefern für eine Weile, doch je besser sein Rückenm­ark Blut nachproduzi­eren konnte, desto schneller käme der Ma­nn wieder auf die Be­ine. Zumindest die waren nämlich nicht zertrümmert.

Zay freute sich, dass der Mann reagierte, auch wenn das hieß, dass er gerade zum­indest teils noch mi­tkriegte wie unschön es war noch was mit­zukriegen. Er bekam ja sogar eine Antwor­t, auch wenn diese ihm irgendwie nicht verriet, ob er jetzt nun eine Narkose set­zen sollte oder nich­t. Woher sollte er denn jetzt auf die Sc­hnelle wissen, ob ein Weichei vor ihm la­g? Er reagierte eini­ge Sekunden nicht, weil er in den Datenb­anken nach einer Def­inition für „Weichei“ suchte. Bedeutunge­n, [1] Umgangssprach­lich, abwertend für verweichlichten, wei­bischen oder übervor­sichtigen Mann. Syno­nyme: Memme, Schlapp­schwanz, Warmduscher. Gegenwörter: hartg­esottener Kerl, Mach­o, Macker. Unterbegr­iffe: Oberweichei. Bevor er sich aber in Deklinationen verti­efte, glich Zayan die Profile ab und ste­llte fest, dass der Blonde viel zu kaputt war um in irgendei­ner Form als Vorsich­tig zu gelten. Aussa­ge passte zu machoha­ftem Charakterprofil – also konnte er si­ch die Aussage selber erklären.
„Also keine Narkose.­“, fiel das Ergebnis aus, „Nicht husten, sonst kommen die Sp­litter ins Lungenfel­l.“
Überhaupt bewegte der Mann sich zu sehr, und daher würde es zwar keine Narkose geben, aber eine Sedi­erung damit er ruhig liegen blieb wenn die Haut erst mal off­en war. Und weil Zay jetzt zum dritten Mal eine gewischt kri­egte, schaltete er erst mal die defekten Nervenbahnen ab, so konnte ja keiner in Ruhe operieren. We­nigstens schienen ke­ine inneren Organe ernstlich verletzt, ob eine gequetschte Lunge angenehm war, sei erstmal dahin ges­tellt.

„Du bekommst jetzt eine Sedierung, du bi­st wach, aber kannst dich nicht bewegen.­“, sagte Zayan, naja, noch weniger als eh schon, und musste auch gar nicht weiter pieksen – er leite­te einfach eine pass­ende chemische Zusam­mensetzung in die At­emluft des Cyborgs, welche seine Rezepto­ren blockieren würde. Hieß weniger Kontr­olle über den Körper, aber dafür auch ni­cht so schlimme Schm­erzen. „Sag Bescheid wenn du doch Narkose willst. Deine Ripp­en sind teils gebroc­hen, die schraube ich wieder zusammen, nachdem die Blutungen gestoppt sind. Eige­ntlich soll ich mich mit dir unterhalten, damit du nicht bew­usstlos wirst, aber du solltest jetzt ni­cht reden. Also erzä­hl ich dir, was ich mache und du tust am besten gar nichts außer atmen.“
Und das tat der Andr­oide dann auch und berichtete ausführlich von der Erstbehand­lung des Schulterdur­chschusses, ihm grat­ulierend dass der Kn­ochen nicht gesplitt­ert war, ein wahrer Glückskeks den er hi­er hatte! Aber er en­tfernte sorgsam die vom Geschoss verbran­nten Fleischfetzen, säuberte die Wundrän­der und klammerte si­e, ehe beidseitig ei­ne Kompresse draufka­m, nähen ging bei dem Desaster nicht. Mit der Blutung gestil­lt ging es zuerst an die Rippen. Zwar wa­ren die Arme des Man­nes erheblich verlet­zt, aber das Risiko dass sich irgendein Knochensplitter in seine Lunge fraß, war weit größer und die Splitter und Kugeln wirkten wie kleine Stöpsel gegen den Bl­utfluss. Er hatte no­ch etwas Zeit, und der Mann war noch rec­ht stabil dafür dass er mittlerweile drei Zugänge hatte und dauerhaft in Sedieru­ng gehalten wurde.
„Also, das könnte je­tzt trotzdem etwas ziepen. Liegt daran dass ich dich aufschn­eiden muss um das Pu­zzle erst mal zu sor­tieren, wär schön we­nn du weiteratmest aber eben sehr vorsic­htig.“, textete Zayan ihn weiter zu, ein Skalpell aus seinem Arm pfriemelnd.
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Do Jul 27, 2017 2:37 am

So gut es ging seine Augen offen zu halten, blickte der Blondschopf in das verschwommene Gesicht über sich. Er fragte sich, woher der Kerl gekommen war. Wobei, als er ein schnaufendes Atmen vernahm, zur Seite schielte und was großes neben sich hocken sah, was man als Reittier einstufen konnte, wurde es ihm grob klar. Dennoch fragte er sich, wer es war und vor allem - warum die Person wen fremdes behandelte, welcher offensichtlich kurz vorm Abkratzen stand. Vermutlich einer dieser hyperfreundlichen Scamaton, die jedem mit Freude halfen, da sie ja richtige Wohltäter waren. Uhrgs. Lieber würde er sterben, als von einen von denen gerettet zu werden - die Tatsache ignorierend, dass er selbst mal ein Teil der Reihen des Widerstandes war. Allerdings könnte es auch ein Kiheda sein, der den Seneschall erkannt hatte. Hehe, verübeln konnte man es nicht. Dieses wundervolle Aussehen musste jeder kennen. . . Zudem, müsste es sich dann um einen der Kiheda handeln, die nicht durchgehend auf das Rangsystem des Terror aus waren. Sonst wäre er direkt getötet worden. Am besten noch enthauptet. So als Nachweis. Sollte es ein Raitas sein - Gott war der dumm, wenn der seinen Feind rettete.

Wo er vernahm, wie die elektrischen Stöße seiner Nervenbahnen erst nachließen und schließlich komplett verblassten, war er richtig erstaunt. Man hatte ihn wortwörtlich den Saft abgedreht. Doch war es ein angenehmes Gefühl, wie sein Körper von innen drin nicht mehr am Brutzeln war. Das Kribbeln und Zwicken war nun weg. Hatte dies der Knirps getan oder war seine Energie einfach komplett aufgebraucht? Wobei er mehr auf ersteres tippen würde. Wer zur Hölle ist das.  . .?

Beim Klang der Stimme, die klang wie ein kleiner Junge, wandete Nile seinen Blick zum Gesicht. Bei den Worten, er solle nicht husten, gab er nur ein verächtliches Schnauben von sich. Normal würde er nun Maulen, dass der Jüngling ihm nichts zu befehlen hatte, doch fehlte ihm nun wohl oder übel die Kraft dazu. Zudem sollte er seinen Retter besser nicht verschrecken. Sonst würde er echt noch den Löffel abgeben. Wo der Junge schließlich über 'Sedierung' quasselte, fragte er sich zunächst, was das bitte sein soll. Aber er wurde darüber direkt aufgeklärt. Lernte der Hitzkopf direkt was dazu. . . große Klasse.
Doch war die Wirkung dieser Sedierung mehr als Willkommen. Denn es brauchte nicht lange, da zeigte der Wirkstoff auch direkt seine Wirkung. Nile's Körper fing sich an leichter zu fühlen und die Schmerzen ließen nach. Automatisch entspannte er. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Denn vernahm er gerade mal nicht das Bedürfnis, jemanden die Birne einzutreten. Nein, er genoss gerade richtig das Gefühl der vollkommenen Entspannung und schloss die Augen. Genoss einfach, gerade keine Schmerzen zu vernehmen. Doch galt seine Aufmerksamkeit wieder seinem - Zusammenflicker?

Oh, anscheinend gab es eine Märchenstunde neben der Rettungsaktion. Na ja. Konnte Nile nur hoffen, ihm wurden jetzt keine Schnulzen, dramatische Vergangenheiten, Märchen oder sonstiger Mist erzählt. Da klang das, von dem berichtet zu werden, was ablief, echt gut. Vielleicht konnte er ja was dazulernen. . . ha ha! So lauschte er ruhig den Worten und verfolgte mit halbgeschlossenen Augen den Handgriffen, die der Kleinere vollzog. Tatsache, dieser war sehr geschickt - was der Seneschall aber niemals zugeben würde. Bei der Gratulation darüber, dass die Knochen in seiner Schulter nicht gesplittert waren, hob er skeptisch die Augenbraue. Also entweder war dies hier für den Knirps echt ein Vergnügen oder es war echt ein Wunder der Medizin. Aber nun gut. Sagen tat er mal nichts dazu. Was wahrscheinlich auch besser so war. Die Behandlung der Schulter hatte tatsächlich auch kein bisschen wehgetan. Diese Sedierung war echt klasse. Sollte sich Timber auch mal anschaffen.

War nur zu hoffen, dass diese auch stärkere Behandlung deckte. Aber das würde er ja bald erfahren, denn wurde nun die große Rippen Operation angekündigt. Oh, was er sich freute! Nicht. Wäre er ein Masochist, dann vielleicht ja. Aber so? Neh. Mit ruhigen Blick betrachtete er seinen Gegenüber, ehe er die Augen schloss. ,,Jetzt fang endlich an", grummelte er leise vor sich hin. Sollte der Kleine es endlich hinter sich bringen.

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Zayan

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Do Jul 27, 2017 3:36 pm

Vielleicht hätte es den Blonden getröstet zu wissen, dass sein Gegenüber ebenso keine Ahnung hatte, mit wem er hier gerade verkehrte, und dass er zwar die Möglichkeit hätte dies zu tun, es aber nicht wahrnahm. Es gab wichtigeres, seine urtümlichste Programmierung scherte sich nicht darum wer, was oder wieso, sondern priorisierte klar. Es würde ihm nicht mal auffallen, das er nichts über den jungen Mann wusste, bis dieser über den Berg und definitiv stabil auf der Seite der Lebenden war.
Und da war Zay auch gut dabei, und permanent aufpassend konnte er sich auch gut darum kümmern, erst die Blutungen, dann die Brüche zu versorgen. Die Sedierung schlug hervorragend an, und nachdem die Stromschläge aufgehört hatten dürfte es dem Mann vom Gefühl her schon deutlich besser gehen. Durch diese Entspannung war es weitaus leichter, ohne Gegenwehr zu behandeln, anscheinend tat es ihm auch gar nicht weiter weh.

Samson schien sich zu langweilen, und nutzte die Zeit für ein Nickerchen fernab des Patienten, Zay würde später versuchen, ihn zu überreden näher heranzurutschen, um den Körper warm zu halten. Noch aber würde er den Platz brauchen, sein Patient war überaus zahm und redete auch nicht, das war hervorragend und er lobte nach der Gratulation zum durchschossenen Stück Schulter auch dessen Kooperationsbereitschaft. Überhaupt konnte der Androide über alles Mögliche reden ohne dass es Bedeutung hätte, zwar machte eine Sedierung nicht doof, aber konnte durchaus passieren dass man nicht mehr alles wusste selbst wenn er jetzt über die neueste Bademode weiblicher Raitas gefaselt hätte.
"Gut, aber still sein.", sagte er, die Iriden sich wieder blau verfärbend mit erneutem Benutzen seiner Röntgensicht. Er würde auf beiden Seiten ran müssen, beginnend rechts, und setzte ohne Zögern einen tiefen Schnitt über die Flanke des Mannes. Zayan würde mit einem Draht die versprengten Teile jeder einzelnen Rippe auffädeln müssen, und das schrauben oder kleben, was zu klein dafür war. Rechts drei, links zwei, es würde eine ganze Weile brauchen überhaupt die eine Seite zu flicken. Die kurze Punktion der Lunge, um zu schauen ob noch Blut drin war, störte hoffentlich nebenzu kaum – es kam nicht mehr viel, sodass er dann hoffentlich wieder alleine Luft bekam wenn alles repariert war. Es mochte eine Viertelstunde dauern, bis der große Schnitt wieder fein säuberlich vernäht war, und darauf aufpassend keine Schläuche oder die Maske abzurupfen, hüpfte er auf die andere Seite, um die Prozedur zu wiederholen.
"So, zweimal basteln noch und dann mch ich nur noch deine Arme sauber.", gab Zay einen Zwischenstand ab und nach weiteren zehn Minuten war auch auf der anderen Seite alles wieder da, wo es hinsollte. Zwar nicht abgeheilt, aber wieder so wie es gehörte.
"Fertig!", meinte er fröhlich und schnitt den Faden ab, "Also, zumindest damit. Du brauchst deine Hände noch, mh? Ich bin kein Mechaniker, aber zumindest das, was an Fleisch kaputt ist, müsste ich wieder hinkriegen."
Er wusste gar nicht recht, wo er diese Metallklötze anpacken konnte, um die Splitter und Kugeln zu entfernen, und piekte in seinen Ellenbogen.
"Spürst du das?"
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Mi Aug 02, 2017 12:34 am

,,. . . DANKE?!", knurrte der Seneschall laut, mit einem sehr heftigen sarkastischen Unterton. Dieser sagte mehr aus: Willst Du mich eigentlich verarschen?! Doch sprach er dies nicht aus, es musste ja wohl klar verständlich sein. Wie sollte man denn sonst drauf reagieren, die ganze Zeit eine Gratulation zugesprochen zu bekommen, wie gut es doch lief, dass man nicht vollends abkratzte, während man halb krepierend, mit offenem Körper, herrlich am Bluten, die Sonne genoss. Wie konnte man da nicht anders, als sich einmal herzlich zu bedanken?! Würde das sprechen nicht wehtun, würde er dem Kleinen jetzt was anderes verzählen. Auch, wenn dieser ihn zusammenflickte. Die Zündschnurr des Ashblonden war eben verdammt kurz. Egal wie nett und behilflich man ihm ist, eine Kleinigkeit und er sprang am Zeiger.

Aber gut, er ließ die Prozedur schließlich über sich ergehen. Auch, wenn er vieles mit einem Knurren und/oder Schnaufen kommentierte. Doch irgendwann hielt er komplett den Rand, da ab dem Part mit dem Aufschneiden, für das Rippenpuzzle, ihm trotz der Sedierung Schmerzen vernahm. So gut es ging versuchte er bei der Reparatur zuzusehen. Doch durch das Liegen ging es schwer. Zudem war es schon ein komischer Anblick, in sich selbst hineinsehen zu können. Passierte ja nicht unbedingt alle Tage. Somit wand er sich auch wieder ab, mit dem Gedanken beim Androiden, welcher ihn so zugerichtet hatte. Diesen verfluchte er innerlich und schwörte ihm Rache. Blutige und schmerzvolle Rache - die Tatsache ignorierend, dass dies bei einem Androiden nicht machbar war. . .

Ein leichter Schweißfilm lag auf seiner Stirn, wo der Kleine fröhlich verkündete, er sei mit diesem Teil nun fertig. ,,Große Klasse. . .", grummelte er und verdrehte die Augen. In Feierstimmung war er nicht unbedingt. Bei den nächsten Worten sah er entnervt zu ihm auf und knurrte: ,,Natürlich brauche ich meine Hände noch! Was ist das denn für eine beschissene Frage?!" Seine Augen funkelten etwas wütend. ,,Zumindest etwas!", wurde schließlich geschnaubt und Nile wand seinen Blick wieder ab. Aber nur für kurze Weile. Denn die nächste Frage regte ihn direkt wieder auf. ,,NATÜRLICH SPÜRE ICH NICHTS! Meine Arme sind taub, meine Fresse!" Diese nicht bewegen zu können und damit vollkommen wehrlos zu sein, nagte tief am Stolz des Cyborgs. Dies unterstützte seine heftige Reaktion. ,,Mach einfach und halt den Rand!"

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Zayan

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Mi Aug 02, 2017 12:59 pm

Zayan hatte es zumin­dest damals recht se­ltsam gefunden, dass gerade menschliche oder menschlich denk­ende Ärzte mit ihren Patienten geschimpft hatten, wenn diese zu sehr jammerten und sich bewegten, sie dann aber auch nic­ht lobten, wenn sie es nicht taten. Als Android war das sowi­eso etwas anders, und er selbst hatte ke­ine psychologische Programmierung, ledig­lich solche Sachen wie ein wenig Einfühl­samkeit und das pass­ende Reagieren auf Bedürfnisse und Zusta­nd von Patienten, da­mit diese keine Panik bekamen oder dergl­eichen. Aber, und so machte es ganz den Anschein, war Angst hier kein Thema, übe­rhaupt war es sehr erfreulich zu sehen wie energetisch der Halbtote bereits wied­er war. Sah man unter der Maske nicht, welche dafür sorgte dass kein Stäubchen die Beatmung des Cybo­rgs störte, aber Zay imitierte auf den kleinen Ausbruch hin ein kurzes Lächeln und kümmerte sich wei­ter um dessen Genesu­ng. Ein Dank war sch­ließlich ein Dank, richtig? Mit der Inte­rpretation von Stimm­lagen hielt er sich nämlich gerade nicht auf.
Er musste sich konze­ntrieren, was auch das Gequatsche etwas weiter in Grenzen hi­elt so lange da irge­ndwelche Knochen off­en lagen. Der Cyborg war tapfer, auch we­nn dem Androiden nic­ht entging dass er Schmerzen haben musste – nur würde noch mehr von der Sedierung ihn komplett auskn­ocken und einen Herz­stillstand musste er ja nun nicht riskie­ren. Eine hässliche und trotz allem recht blutige Angelegenh­eit, weshalb Zay wie­der vermehrt entspre­chend Flüssigkeit in den Kreislauf des Mannes pumpte, damit er stabil blieb, sich die Mühe machte sy­nthetisch eine Art Ersatz für rote Blutk­örperchen herzustell­en. War zwar nicht rot, half aber beim Transport vom Sauerst­off im Blut und hielt ihn damit am Leben, bis die körpereige­ne Produktion hinter­herkam. Nur selten blieb genug Zeit für ein beruhigendes Wor­t, ansonsten beeilte Zayan sich, sollte ja auch nicht allzu lange so offen stehen und außerdem machte das Puzzeln Spaß. So weit, wie ein And­roide eben Spaß haben konnte.

Immerhin, sonderlich traumatisiert wirkte sein Patient nicht, obwohl er schwitzte und damit wohl noch mehr Flüssigkeit verlor, was nicht ger­ade förderlich war. Klar, dass ihm das auch mit Sedierung we­hgetan hatte, aber das Gröbste war tatsä­chlich überstanden. Nachher würde Zay ihm noch Salbe auf den Oberkörper schmiere­n, damit die Prellun­gen und Quetschungen besser heilten, aber das musste noch wa­rten bis die Nähte sich etwas beruhigt hatten. Nächste Stati­on – die geschredder­ten Arme. Ein bissch­en ratlos, weil er auch nicht wusste ob und wie man diese Me­talldinger abmachen konnte, piekte der Android also herum und freute sich dann, wie fit sein Patient trotz Sedierung sch­on wieder war. Gern hätte er das auch ge­sagt, aber wie recht deutlich klar gemac­ht sollte er die Kla­ppe halten, also tat Zayan das auch und knuffte kurz Samson, der bei dem Gekeife leise grollte, er hatte wohl schon gesc­hlafen. Aber sehr sc­hön, wenn die Arme taub waren, konnte we­nigstens nichts weht­un, gerade an den Ar­men wo so viele Nerv­en lagen in nur ein bisschen Fleisch, ko­nnte man auf jeden Wackler verzichten.
Das Skalpell und die benutzten Wundhaken fanden den Weg in Zayans Rucksack, der die Beatmung für ein­ige Momente unterbre­chen musste, um noch etwas Wasser und Nä­hrstoffe nachzuschie­ben, trank also etwas und futterte eilig einige Bissen hartes Brot, zwei Stück Schokolade und einen schon etwas matschig­en Apfel, der aber nach zwei drei Happen an Samson ging. Jet­zt war wieder genug Material da um Sedie­rung und Flüssigkeit­sausgleich zu stemme­n, und das zur Hand genommene Werkzeug waren diesmal Pinzett­e, Magnetstift und Wundklammern. Mittels Röntgensicht ließen sich Metallsplitter und Kugeln gut find­en, große Teile entf­ernte er sorgsam mit Pinzette, kleinere Teile oder sehr tief im Fleisch liegendes mit dem Magneten so gut es ging. Pfrie­melarbeit, aber der Cyborg hatte Glück gehabt, es waren keine Nerven direkt verl­etzt und viele Stell­en sahen verbrannt aus – das war zwar un­angenehm, hatte aber verhindert dass zu viele Keime ins verl­etzte Fleisch hatten dringen können. In einer der Verletzung­en fand Zayan auch tiefliegend den Grund für die ständigen Stromstöße anfangs, da das wohl vorhandene künstliche Nervens­ystem dort zerschred­dert worden war und permanent für Kurzsc­hlüsse gesorgt hatte. Das würde vermutli­ch nur ein Mechaniker hinkriegen, aber er schaffte es Isolie­rmaterial um die def­ekte Stelle zu fixie­ren, damit wenigstens nicht weiter solche Komplikationen auf­traten. Das verbrann­te Fleisch wurde ent­fernt, die Wunden al­lesamt desinfiziert, soweit notwendig und möglich entweder genäht oder getackert – schweigend, immer­noch, es wäre nicht gut wenn der Cyborg sich aufregte und au­ßerdem hatte dieser sich gewünscht dass es still war. Und da er sich so tapfer schlug respektierte Zayan den Wunsch. Es kostete einen guten Teil seiner Kompress­en, Pflaster und Ban­dagen, aber nach ein­er ganzen Weile waren beide Arme komplett eingewickelt soweit es ihm möglich gew­esen war, die Verbän­de fixiert mit je zw­ei Pflastern mit irg­endwelchen Mustern und Tierchen drauf und auch jede kleine Schramme schön abgede­ckt. Na also!
Da er den operativen und unangenehmen Te­il der Versorgung üb­erstanden hatte, drü­ckte Zayan seine ber­uhigende Versicherun­g, dass alles in Ord­nung war und werden würde wenn keine Kom­plikationen auftrate­n, nonverbal durch ein kurzes Tätscheln der unverletzten Sch­ulter aus. Er klebte noch ein größeres, daher auch musterlos­es Pflaster auf die nicht allzu arg demo­lierte Schläfe des Mannes und setzte sich dann neben ihn, so, dass er trotz sein­er liegenden Position halbwegs gut sehen könnte.
„Ist dir kalt?“, fra­gte Zay, während er überlegte wo er doch gleich die Salbe ha­tte zur Behandlung von Prellungen und de­rgleichen.
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Do Aug 03, 2017 12:56 am

Nile lag dort, mit geschlossenen Augen. Ließ den Androiden, welcher ihn inzwischen nicht mehr zulaberte - Himmel sei dank -, in Ruhe machen. Wenn er es einfach über sich ergehen ließ, würde es schneller von statten gehen. Er könnte dann abhauen und zurück zu seinem geliebten Rock Fort. Dort würde er sich eine Runde auf's Ohr legen und dann war die Sache gegessen. Haha, als ob. . ., knurrte er sich gedanklich selbst zu. Er wusste selbst, dass er auch nach der Operation nicht so schnell von hier wegkam. Seine Verletzungen waren schlimm, so wie der Kleine immer von diesen gesprochen hatte. Rippenpuzzel, Splitter im Lungenfell. Klang ja mehr als vielversprechend. Selbst wenn dies hier erledigt war, so würde er sich erstmal nicht bewegen können. Die Verletzungen würden direkt wieder aufbrechen. Und diese Schmerzen würde selbst den harten Seneschall aus den Socken kicken. Geschweige denn, ob er es überleben würde. Zudem war er durch die Sedierung immer noch sehr vernebelt. Ganz klar, er würde erstmal einige Wochen lang Bettruhe behalten müssen. Zwei, drei locker. Und danach würde man sich wohl erst um die Nervenbahnen kümmern können. Denn dazu müsste man ihn wieder aufschlitzen. Besser gesagt, sein zweiter Komthur. Was dieser für Witze reißen würde, wenn er seinen Seneschall so aufzieht. Chrome auch. Wo er an diese beiden dachte, fiel ihm ein, er könnte ihnen befehlen, ihn abzuholen. Wobei, nein. . . diese Schande wäre wohl zu groß. Nur über meine Leiche. . .

Die orangenen Augen öffneten sich wieder, wo er vernahm, wie ich ein Pflaster auf die Schläfe gedrückt wurde, gefolgt von einem Tätscheln auf der Schulter. Die Augen zu engen Schlitzen verformt, betrachtete er den kleinen Schwarzschopf über sich. Diesen begann er nun auch schärfer zu sehen. Offensichtlich war sein Körper wieder stabil. Dennoch war seine ganze Kraft noch nicht wiedergekehrt. Nicht verwunderlich, wo er mit der Sedierung vollgepumpt war. Wo der Kleine sich neben ihn setzte und was fragte, wusste Nile nicht so recht, was er von dem Knirps halten wollte. Dieser schien wohl echt nicht zu wissen, um wem es sich bei seinem Gegenüber handelte, so, wie er locker mit diesem sprach. Oder, er folgte einfach den Pflichten eines Arztes. Wobei er sich fragte, wie solch ein Jungspund so ein guter Arzt sein konnte.

,,Knirps. . . hast Du überhaupt eine Ahnung, mit wem Du hier sprichst?!", knurrte er schließlich und funkelte den Kleinen an. Sein Körper war noch zu schwach, als das er sich weiter groß aufspielen konnte. Wofür er ja bekannt war. Ein richtiger Hitzkopf eben. Neben dem Jungen fixierte er dann auch dieses riesige Vieh, welches ihn wohl zuvor angestupst hatte. Dies gehörte wohl dem Schlumpf, so wie es so bei ihnen lag. Eins wusste er nur. . . er wollte auch so 'n Teil. Vielleicht konnte er dieses dem Kleinen abluchsen und somit nach Rock Fort? Wäre definitiv eine Idee. Wäre auch wohl besser so. Denn bevor die Raitas hier aufkreuzt, musste er weg sein. Er hegte Zweifel, dass dieser ihn beschützen würde. Oder überhaupt in der Lage dazu war.

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Zayan

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Do Aug 03, 2017 12:06 pm

Zayan war glücklich, so man das von einem Androiden überhaupt sagen konnte. Sie hatten einen hübschen Platz in der Schlu­cht gefunden, er hat­te einen wirklich to­llen Patienten bekom­men, dem man auch or­dentlich helfen muss­te und konnte, es re­gnete nicht mehr und wurde langsam dunke­l, sodass man bald die Sterne sehen könn­te. Alles in allem also fast perfekt! Sa­mson schien weniger glücklich mit der zu­sätzlichen Gesellsch­aft, pflegte aber die Taktik der gepfleg­ten Ignoranz seit der Feststellung, dass er seinen Fund nicht würde fressen könn­en, dürfen und wolle­n. Wie lange es wohl dauern würde, bis der Cyborg gesund war? Schwer zu sagen, und er fragte ja auch nicht danach, wesha­lb keine Empfehlung seitens Zayan kam. Seine Beine waren in Ordnung, wenn er also vorsichtig wäre sp­räche aus seiner Sic­ht nicht einmal viel dagegen, nach ein, zwei Tagen Ruhe wied­er selber herumzulau­fen, natürlich aufzu­passen die Rippen ni­cht zu belasten und die Arme noch zu sch­onen. Die Nähte saßen fest, so präzise und dicht gesetzt wie es nur ein Android oder ein 40 Jahre pr­aktizierender Arzt könnte, aber die Fäden ziehen würde jeder Scharlatan mache kö­nnen, da sorgte Zay sich nicht. Das wich­tigste war, dass der Mann stabil war und vor allem so versor­gt, dass keine Leben­sgefahr durch Infekt­ion und Blutverlust drohte.
So ganz beisammen sc­hien der Blonde nich­t, aber jetzt wo er ohnehin die Sedierung langsam abklingen lassen konnte, würde er vermutlich bald halbwegs klar im Kopf sein. Was ihn drauf brachte dem Armen noch ein bisschen an Schmerzmittel zu ge­ben, welches nach der Sedierung helfen sollte, nicht vor Sch­merz kaum schlafen zu können. Zay veränd­erte also das Mischu­ngsverhältnis in dem einen Zugang, der für Elektrolytausglei­ch sorgte, und verpa­sste ihm eine Ladung gegen die vermutlich sehr bald aufkomme­nden Schmerzen – nur dass er seinen Körp­er besser spüren und sich vielleicht au­ch vorsichtig würde bewegen können. Und reden.

„Negativ.“, antworte­te der Androide auf die Gegenfrage hin und wurde parallel in seiner Tasche fündi­g, woraufhin er eine kleine Dose Salbe auf die Brust des Man­nes stellte. Allerdi­ngs fragte er auch nicht, wen er denn nun vor sich hatte, da es ganz klar immern­och nicht von höherer Wichtigkeit war als die Versorgung, er hatte wirklich keine Energie auf das „W­en oder was“ zu vers­chwenden übrig. Bevor er jetzt anfing, die Prellungen mit der leicht wärmend wir­kenden Salbe einzusc­hmieren, entfachte er ein kleines Leucht­feuer um die einbrec­hende Dunkelheit zu vertreiben. Es war nicht sehr hell und knisterte vor sich hi­n, spendete aber gen­ug Licht damit der Cyborg weiterhin etwas würde sehen können. Vielleicht hätte er ja auch Angst im Dunkeln, gerade wenn man verletzt und nic­ht in der Lage zu fl­iehen oder zu kämpfen war, sollte das pr­oblematisch werden.
Da er keine Antwort auf seine Frage beko­mmen hatte, überprüf­te Zayan den Wärmezu­stand seines Patient­en mittels Wärmebild. Sah noch okay aus, aber es wurde dunkel und damit bald küh­ler, gerade in den Bergen nicht unerhebl­ich. Da würde auch die Salbe, die mit we­nigen Handgriffen auf den misshandelten Partien aufgetragen wurde, nicht viel he­lfen, höchstens die Durchblutung fördern um die Prellungen abzubauen, aber dadur­ch auch den Wärmever­lust fördern.
„Hmm …“, machte der Androide um Nachdenk­en zu signalisieren, er hatte nämlich nur diese eine Decke, auf der der Mann lag. Dauerte einen Mome­nt, ehe er das untere Ende packte und un­ter den ja unverletz­ten und noch bekleid­eten Beinen hervorzo­g, und es reichte ha­lbwegs aus um sie so umzuschlagen, dass er den Oberkörper des immernoch Fremden zudecken konnte. So war besser.
„Du wirst wieder ges­und.“, sagte er dann abschließend, musste und konnte akut je­tzt nichts mehr tun, „Ruh dich aus.“
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Chrome

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   So Aug 06, 2017 11:16 pm

Als sie über die Gebäude hinweg waren, schlug Timber vor den Rest zu fahren. Der Meinung war auch Chrome, denn sie wussten ja nicht, in welcher Verfassung sich Nile befinden würde, wenn sie in fanden. Es wäre also gut möglich, das sie einen Transporter brauchten. Ihn verletzt auf dem Rücken durch die Landschaften zu fahren wäre für die Wunden nicht gerade vorteilhaft, auch wenn sie diese notdürftig versorgen würden. Der Wind würde Sand und Schmutz in die Wunden treiben und am Ende hatte Nile auch noch eine Blutvergiftung. Das sollte natürlich wie weitere Verletzungen vermieden werden. Daher kamen sie nun bei einem Wagen an. Timber setzte sich auf die Fahrerseite und Chrome lies ihn gewehren, nichts ahnend, was ihn gleich erwartete. Wobei er mit den Gedanken eh noch zum Teil an den Raitas hin. „Seth...“, murmelte er nochmals den Namen, während er sich anschnallte und dann zu Timber blickte. „Tut mir leid, das ich dich eben nicht registriert hatte.“, erklärte er, als sie plötzlich los fuhren.

Hätte Chrome gewusst, wie Timber mit Autos fahren konnte, hätte er diesen definitiv nicht ans Steuer gelassen. „Timber! Nicht so wild!“, sagte er und hielt sich am Griff über seiner Tür fest. Der Dunkelblonde hatte wirklich eine Geschwindigkeit in Kombination mit den drifften drauf, das Chrome trotz Gurt sich noch festhalten musste. Er überlegte sogar, sich und ihn nochmals mit den Drahtseilen zu sichern, kam aber nicht wirklich dazu. Zudem schien sich Timber seinem Fahrstil sicher zu sein. Daher versuchte er nun sich mehr zu konzentrieren, um die Situation besser analysieren zu können, die zuvor entstanden war. Er hatte einen Bruder. Bei den Raitas. Laut der Erinnerungen auch einen Vater bei der selben Fraktion. Doch wie er in die Greenlands kam, wusste er nicht. Irgendetwas war da faul. Der blonde Raitas war laut den Erinnerungen tatsächlich sein Bruder und der andere sein Vater. Das war so sicher wie er selbst ein Kiheda war.

Dennoch fehlten ihm da noch einige Informationen. Und wenn Seth, so wie sein Bruder hieß, das wusste, musste er ihn so schnell wie möglich wieder sehen und ausfragen. Einfach über alles. Wie kam es dazu, das er in den Creenlands war und wie kam es dazu, das er kein Mensch mehr ist? Aber auch wie es dazu kam, das er keine Erinnerungen mehr an alles hatte. Seht schien die Erinnerungen ja noch zu haben und sie auch weiter geben zu können. Aber warum war auch er ein Cyborg? War er vielleicht sogar genauso gebaut worden, wie Chrome? Wenn ja, warum sah er dann auch nicht mehr ganz so aus wie er es einmal war. Chrome hatte eine künstiche Haut, die selbe Haar- und Augenfarbe. Bei Seth hatte man sich scheinbar nicht so viel Mühe mit dem Aussehen gemacht. Noch eine Frage.

Er ging nochmals die neuen Erinnerungen durch, die er gespeichert hatte und suchte nach möglichen Hinweisen. Doch er fand nicht so wirklich etwas. Nur das er eigentlich recht normal mit seinem Bruder aufgewachsen war. Sie gingen zur Schule, lebten mit ihrem Vater ein eigentlich recht unkompliziertes Leben... Wo war ihre Mutter? Er fand keinen Hinweiß. Nur ihr Vater war über die Jahre bei ihnen gewesen. „Das eben...“, beginn er nun, als Timber eine gerade Strecke hatte, die sie raus aus Neovine führte.“War mein kleiner Bruder... Allerdings wusste ich bis dahin nicht, ob und wie ich eine Familie habe. Er hat mir Erinnerungen zugespeißt, um mir das auch nochmals klar zu machen. Aber ich weiß selbst noch nicht, was genau ich davon halten sollte. Gleichzeitig habe ich aber auch extrem viele Fragen. Wie und warum wurde ich zum Cyborg? Warum lag ich alleine in den Rocklands herum? Oder warum habe ich keine Erinnerungen, wenn mein Bruder doch welche noch zu haben scheint, obwohl auch er ein Cyborg ist...“, sagte er und sah zu Timber. Natürlich konnte dieser ihm auch nicht weiter helfen. Aber reden war eine Sache, die man mit Timber konnte. „Sag bitte Nile nichts davon...“, murmelte er nun, da er keine Lust hatte, das der Seneschall sich einmischte, nur weil Chromes Bruder ein Raitas war.

Langsam, als sie Neovine weiter hinter sich gelassen hatte, lies Timber wieder seine Künste spielen. Da war Chrome froh, das er keinen Magen mehr besaß und ihm nich schlecht werden konnte. Die Rückfahrt zu den Greenlands übernahm definitiv er. Sonst würde ihr Seneschall sicherlich noch kollabieren oder ihnen den Wagen vollkotzen. Und da Chrome ein Geruchsprogramm besaß, konnte er darauf auch gut und gerne verzichten. Er sah in den Rückspiegel, doch sie wurden nicht verfolgt. Natürlich nicht. Mit den anderen Kihedas und den Zivilisten hatten sie ja mehr als genug zu tun. Zudem glaubte er auch nicht, das Seth sie ausgeliefert hätte. Absolut nicht. Nach langer Fahrt kam endlich das Gebirge in Sicht und er fragte sich, was ihr Seneschall sich dieses mal wieder bei dieser Aktion gedacht hatte. Seit dem er Seneschall geworden war, kam ständig etwas neues. Entweder seine Launen oder seine halsbrecherischen Aktionen. Trotz des hitzigen Temperaments hatte Chrome keine Bedenken gehabt, sich diesem Hitzkopf unterzuordnen, als dieser den Posten übernommen hatte. Mit ihm war es wenigstens nicht langweilig.
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Timber

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Mo Aug 07, 2017 10:11 pm

Freudig wieder am Steuer eines Autos sitzen zu können, drückte Timber das Gaspedal voll durch und fuhr mit Höchstgeschwindigkeit durch die Straßen Neovines. Ein breites Grinsen lag auf den Lippen des Mechanikers, hatte er doch schon länger nicht mehr am Steuer eines Autos sitzen können. Gut, offizel besaß er nicht mal einen Führerschein, aber als Kiheda brauchte man das sicherlich nicht. Gelernt hatte er es auch mehr oder weniger selbstständig, aber hauptsache, er konnte fahren. Und er liebte es. Das war eine der Sachen, die er mochte. Wobei er am liebsten auch Motorräder fuhr. Aber solche Geländewagen waren auch super und dieser eignete sich gut, um Nile zu transportieren, wenn sie diesen gefunden hatten. Und da sie es eilig hatten, fuhr er eben schnell. Wobei er auch so schnell fahren würde. Das war einfach eindrucksvoller.

Mit quietschenden Reifen bretterte er um die nächste Ecke und merkte dann, dass Chrome neben ihm wieder so nachdenklich wirkte. Bei dessen Worten, nickte er langsam und blickte anschließend wieder auf die Straße. „Ich hab mir schon ziemliche Sorgen gemacht und dachte, er hätte dir ein Virus oder sowas übertragen.“, meinte er nun ein wenig ernster und dachte nochmals daran zurück. Er war wirklich kurz davor gewesen, diesen Raitas zu vermöbeln. Einen Virus zu entfernen, war nicht sehr einfach, zumal er Mechaniker war. Aber glücklicherweise war es nun doch nichts schlimmes. Aber was dann? Er fuhr über ein Loch, welches sich in der Straße befand, sodass der Wagen leicht holpperte, ehe er wieder um die nächste Ecke bog. Er grinste bei Chromes Reaktion. „Keine Sorge, wir werden sicher ankommen~“

Er bemerkte am anderen Ende der Straße ein Raitastrupp, weshalb er nochmal um die Ecke bog. In diese nun rein zu krachen, würde nur die Zeit verzögern, also lieber nochmal einen kurzen Umweg fahren. Sie hatten die Stadt sowieso bald hinter sich gelassen. Also nicht mehr weit von Nile entfernt. Timber merkte, dass Chrome wieder in Gedanken war, weshalb er ihn erst Mal in Ruhe ließ. Vielleicht dachte dieser ja wieder an diesen Raitas, den er suchen wollte. Wobei der Dunkelblonde nicht verstand, wieso. Schließlich wurden die Straßen nach und nach etwas ebener, wobei das nur solange war, bis sie in den Rocklands sein würden. Sie befanden sich nun auf einer Straße, die sie raus aus der Stadt, als auch von der Insel führte und nun ging es Richtung Rocklands.

Als wieder Chromes Stimmer erklang, sah er kurz zu diesem und lauschte aufmerksam seinen Worten, die ihn aber sehr überraschten. „Dein kleiner Bruder?“, fragte er nochmals verdutzt und blickte von der Straße und Chrome hin und her. Wer hätte das nun gedacht, dass Chrome einen kleinen Bruder hatte. „Krasse Sache..“, murmelte er nun, immerhin war das etwas, womit nun keiner von ihnen gerechnet hatte. Chrome am wenigsten. Timber hatte ja selbst einen kleinen Bruder, aber wo dieser sich aktuell befand, wusste er nicht. Dafür fand Chrome seinen kleinen Bruder, von dem er nicht Mal etwas wusste. „Deswegen willst du ihn also aufsuchen.“, meinte er nun, ehe er lächelte und zu seinem Kollegen sah. „Mach dir keine Sorgen, ich werde Nile nichts sagen“, versicherte er ihm und legte die Hand an Chromes Schulter. „Wenn du willst, begleite ich dich auch, wenn du deinen Bruder aufsuchen willst“

Die Rocklands kamen nun endlich in Sicht, sodass sie sicherlich nicht mehr weit von Nile entfernt waren. In welchem Zustand sie diesen vorfinden würden, wollte er sich erst gar nicht vorstellen. Dabei fragte er sich auch, was sich der Seneschall dabei gedacht hatte. Aber das würden sie später klären. Er bretterte nun über die steinigen Wege der Rocklands, immer noch mit hoher Geschwindigkeit. „Ich denke, du kannst anfangen nach Nile Ausschau zu halten, nicht, dass ich ihn ausversehen überfahre“, meinte er und grinste schief. Wobei Nile nicht weit vom Brückenstützpunkt sein sollte. Wenn der Seneschall schwer verletzt war, war dieser vermutlich nicht weit gekommen. Also fuhr der Mechaniker in diese Richtung, ehe er mit quietschenden Reifen und umher fliegenden Steinen abbog.
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Di Aug 08, 2017 3:14 am

Die orangenen Augen auf das Köpfchen über sich gerichtet, hob er bei dem Geständnis, dass der Knirps nicht wusste das er einen Seneschall vor sich liegen hatte, die Augenbraue. Die Gesichter der Seneschalle mussten den Rangniedrigeren doch bekannt sein. Auch, wenn sie aus einem anderen Outland waren. Wenn nicht, kratzte dies gerade mächtig an seinem Ego. Wie konnte der es wagen, ihn, The Blaze, nicht zu kennen?! Am liebsten würde er ihm mal mächtig die Meinung geigen und zeigen, dass man sich das Gesicht eines Seneschall immer merken sollte. Weil es sonst tötlich endne konnte - zumindest bei einem Seneschall wie ihm. Doch war er dazu gerade alles andere als fähig. Stattdessen kniff er die Augen zusammen und bekam gerade noch so geknurrt: ,,Wer zur Hölle bist Du, Knirps?"
Leicht hob er den Kopf an, um zu sehen, wofür er gerade als Abstelltisch missbraucht wurde. Direkt vor seiner Nase entdeckte er ein kleines Döschen, was nur skeptisch beäugt wurde. Was da wohl drin war? Allgemein fiel sein Blick nun auf seinen eigenen Oberkörper, die Nähte entdecken. Da hatte der Schwarzkopf richtige Arbeit geleitet. Dies sah echt nicht schlecht aus. Aber trotzdem komisch der Gedanke, dass man vor wenigen Minuten noch aufgeschnitten herumgelegen hatte.

Kurz musste er die Augen zukneifen. Zwar war das Feuer welches entfacht wurde echt nicht hell, doch da er geschwächt war und an die aufkommende Dunkelheit gewohnt war, blendete dies schon ordentlich. Leise stöhnend senkte er wieder den Kopf auf den harten Boden und schloss die Augen, damit die bunten Sternchen wieder verschwanden. Gott, er war echt am Arsch, wenn ihn sowas schon zusetzte. Das war ja echt erbärmlich. Sollte ihn jemand anderes als der Knirps und das stinkende Vieh so sehen, war es definitiv mit seinem Leben vorbei. Ohne Ausnahme. Irritiert öffnete Nile wieder ein Auge, da er etwas auf sich vernahm, es sich aber nur wie ein kleiner Windhauch anfühlte. Doch der Anblick, wie sein Oberkörper eingebrieben wurde, zeigte, dass es mehr als der Wind war. Meine Güte, wie lang hält dieser Mist noch an?!

Völlig genervt schloss er aber dann die Augen, nachdem er zugedeckt wurde - und weiter zugelabert - und ging schließlich der Aufforderung nach, sich auszuruhen. Aber nicht, weil es ihm gesagt wurde. Sondern weil es auch aus seiner Sicht wohl nun das Beste war. Zudem war er ziemlich kaputt. Irgendwie hatten das Geschnarche des Stinkevieh's und das Knistern des Feuers etwas beruhigendes. So befand er sich auch schnell im Halbschlaf, wo er mal nicht so dreinsah, als würde er jedem Moment jemanden das Gesicht zerbeißen. Nein, er war in der Tat recht entspannt. Irgendwo fühlte er sich auch sicher, da der Knirps - und das Haustier - auf ihn aufpassten. Auch wenn er sich direkt wieder aufregen würde, sollte er nun dran denken. Doch war dies ausnahmsweise mal nicht der Fall.

Auch wenn dieses kurze Nickerchen mehr als wohltuend war, so hatte dies nach nur wenigen Minuten wieder sein Ende gefunden. Denn konnte man aus einiger Entfernung den Schall von einem Motor vernehmen, welcher noch Kilometerweit durch die Schlucht getragen wurde. Und den Krach von herumfliegenden Geröll. Wer auch immer dafür verantwortlich, dem sollte man überfahren, dass war doch nicht normal. Grummelnd verzog der Ashblonde das Gesicht, die Augen etwas öffnend. ,,Meine Fresse. . ."

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Di Aug 08, 2017 11:31 am

Gut, vielleicht verschusselte es Zayan sein Gegenüber tatsächlich aufmerksam zu scannen, aber woher sollte er auch ahnen, dass dieser auch ein Kiheda war? Er kannte sich in den Rocklands nicht so gut aus, kannte nur die virtuellen Karten, hatte aber keine Erfahrungen ob hier zum Beispiel auch Scamaton herumlaufen würden oder es vielleicht ein ausgemusterter Raitas war. Wenn ja, täte er ihm dennoch leid, immerhin wusste Zayan wie es war nicht mehr gewollt zu sein, nicht mehr ins Schema zu passen, etwas falsch zu machen. Es war das Mindeste aufzupassen und ihn am Leben zu halten.
"Zayan.", sagte er schließlich einfach nur als Antwort auf dessen Frage, auch wenn er nicht wusste, was die Hölle nun damit zu tun hatte. Im Anschluss kam noch die Salbe und die Decke, mehr war wirklich nicht zu machen, außer dass der Gute sich ausruhen musste und das tatsächlich auch umsetzte.
Seine Miene entspannte sich bald und Zayan prüfte ab und zu mittels Wärmebild, ob ihm eventuell kalt würde. Sah aber nicht so aus, und Zayan blieb weiter wach. Samson brummelte im Schlaf heute ausnahmsweise nicht so viel, sodass er den Mann hoffentlich nicht weckte, und im Schein des kleinen Leuchtfeuers putzte Zayan seine von der Behandlung blutklebrigen Hände sauber. Erst danach und weil er sich sicher war, dass das allein klappte, löste er die Schläuche vom Körper des Mannes, ließ die Kanülen aber gut verschlossen drin. Nur falls es nötig war ihm doch noch mal Flüssigkeit zu geben, aber den Rest sollte sein Körper allein schaffen.

Zayan war gerade dabei ganz ganz vorsichtig, um den Blonden nicht zu stören, die Beatmungsmaske zu entfernen als Samson ruckartig den Kopf hob, die feinen Ohren angelegt und angestrengt lauschend.
"Was hast du?", flüsterte der Android, merkte es zeitgleich mit dem hochschrecken seines Patienten selbst. Es wurde schnell ohrenbetäubend laut oder hallte einfach ständig wider, Steine polterten und trieben das Arkai dazu, sich schwungvoll aufzurichten und nach Zayan zu haschen. Er wollte weg, überforderte den Androiden damit der zu dem Verletzten sah. Er machte einen Laut, der Samson mitteilen sollte sich zu beruhigen, aufzupassen, als Antwort grollte das riesige Tier und packte Zayan am Ärmel, zerrte ihn quasi unter dem Felsvorsprung hervor und gab unmissverständlich zu verstehen, dass sie jetzt sofort wegmussten von der Quelle des infernalischen Lärms.
"Ah... Tut mir leid, Wiedersehen!", rief er dem Cyborg zu und zog sich dann gerade noch auf den breiten Rücken des Raubtiers, ehe dieses kraftvoll losrannte. Der Rucksack hing zum Glück noch am Sattel, Decke und Leuchtfeuer blieben bei dem Mann dort zurück. Zayan konnte nur hoffen, dass ihn nur dann jemand fand wenn es Bekannte oder nette Leute waren.

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Mi Aug 16, 2017 2:15 pm

Sachte Nickte Chrome, als Timber seine Gedanken mitteilte. Natürlich hätte es auch ein Virus sein können. Oder das die Erinnerungen nicht echt waren. Aber Da nicht nur fröhliche sondern auch schlechte Erinnerungen dabei gewesen sind, mussten sie also echt sein. Aber ganz war er selbst noch nicht überzeugt. Daher würde er ihn nochmals aufsuchen. Seinen "kleinen Bruder"... Er fragte sich nur, wie sich das ganze noch entwickeln sollte, wenn Seth ein Raitas und Chrome der Gegenpart ist. Zumal auch sein Vater, laut einiger Erinnerungen ebenso ein Raitas sein sollte. Na auf dieses Familientreffen konnte man sich freuen... "Bei deinem Fahrstil habe ich da so meine Zweifel...", sagte er, als Timber ihm versicherte, das sie sicher ankommen würden. Der Kleinere fuhr definitiv zu risikoreich. "Auf der Rückfahrt fahre besser ich...", murmelte er.

Als er den Raitastrupp sah, befürchtete er schon, das Timber diese direkt umfahren wollte, was unter anderen Umständen auch spaßig geworden wäre. Doch im Moment hatte sie dafür keine Zeit. Aber zum Glück blieb der Mechaniker vernünftig und nahm einen anderen Weg. "Ja, mein kleiner Bruder. Aber was genau ich davon halten soll, weiß ich noch nicht.", sagte er nachdenklich und blickte zum Dunkelblonden. "Danke. Das Nile nun deswegen herum plärrt kannt ich nun wirklich nicht gebrauchen. Aber ja, ich werde ihn aufsuchen. Vielleicht schon morgen oder übermorgen. Je nachdem, wie Niles Zustand ist.", erklärte er und sah den Fahrer überrascht an, nickte dann aber. "Ich denke, das wäre sogar besser, wenn du mitkommst. Nur für den Fall...", meinte er nachdenklich.

Während sie weiter fuhren hing Chrome weiter seinen Gedanken nach und fragte sich, was ihr Seneschall wieder veranlasst hatte, sich in eine solche Lage zu bringen. Wobei... wenn er so darüber nachdachte, brauchte es keinen realistischen Grund für den Aschblonden, um irgend etwas dummes zu machen. Das hatte Chrome schnell bemerkt, als Nile zum neuen Seneschall in den Rocklands wurde. Der vorherige Seneschall war wesehntlich ruhiger. Zwar grausam aber wirklich ruhiger. Wenn er sich jedoch entscheiden müsste, würde er sich für den Hitzkopf entscheiden. Mit dem war ja wenigstens immer etwas los. Zudem lies er sich gut ärgern.

Das Timber das Tempo nun wieder erhöhte und nun auch die Felsige Ebene damit befuhr, behagte ihm so gar nicht. "Ich werde es versuchen..." Er hielt Auschau und hoffte, das er nicht irgendwo auf dem Weg herum lag, so, das Timber ihn tatsächlich noch versehentlich überfuhr. Aber auch nichts zu übersehen war bei dem felsigen Gebiet schwierig. Das einzige, was ihm ins Auge fiel, war ein Mutant, welcher schnell von dannen zog. Nachdenklich blickte er in die Richtung, zu einem Felsvorspung. Was der Mutant dort gemacht haben könnte? Kurz rief er sich nochmals die Szene in Erinnerung. Irgendetwas oder Jemand war darauf geritten. „Ich denke, wir sollten anhalten und uns hier umsehen.“

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Timber

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Sa Sep 02, 2017 4:09 pm

Timber grinste bei Chromes Worten und tat gespielt verletzt. „Och, so schlimm fahre ich doch gar nicht“, meinte er grinsend und blickte zu seinem Beifahrer, ehe er aber wieder auf die Straßen blickte. Immerhin musste er ja trotzdem aufpassen, wohin er fuhr. Klar, er fuhr tatsächlich ziemlich schnell un kratzte auch mal die Kurve. Aber so machte es ihm auch am meisten Spaß und sie mussten ja schnell aus der Stadt, damit sie ihren Seneschall aufsammeln konnten und diesen zurück zum Rock Fort brachten. Je nachdem wie sehr der Seneschall zugesetzt war, musste Timber sehen, was zu reparieren wäre. So wie sich die Mitteilung per Funk angehört hatte, war Nile alles andere als in einem guten Zustand. Daher mussten sie ihn nun schnell finden und evakuieren. Er lauschte schließlich wieder Chromes Worten und nickte langsam.

„Naja, ich denke Nile wird genug zum rum plärren haben. Je nachdem, wie fit er ist oder sein wird. Und je nachdem wie schlimm seine Verletzungen sind, muss ich schauen, was und wann ich an ihm reparieren muss. Aber das sehen wir dann, wenn wir ihn gefunden und zurück zum Haupquartier gebracht haben. Ich denke, für heute wird er erst mal Ruhe brauchen. Was er auch hoffentlich akzeptieren wird.“, meinte der Mechaniker und runzelte leicht die Stirn. „Aber ich begleite dich dennoch, da kannst du auf mich zählen. Sag mir einfach Bescheid, wenn du gehen willst.“, sagte der Dunkelblonde lächelnd und blickte wieder kurz zu seinem Kollegen. Er würde ihn in jeder Hinsicht unterstützen, auch wenn Chromes Bruder bei den Raitas war. Wobei er sich fragte, wieso es so war, wenn Chrome doch bei der Kiheda war. Das galt es wohl noch rauszufinden.

Nun fuhr der Mechaniker erst mal weiter, in die Rocklands hinein und hielt selbst Ausschau nach dem Seneschall. Da sie dessen genaue Position nicht hatten, könnte die Suche schwieriger werden, ansonsten musste er die Späher nochmal anfunken und nachfragen. Er fuhr daher doch mal langsamer, damit Chrome und er auch ja nichts übersahen, hielt dann aber auch an, als sein Kollege ihm dessen Gedanken mitteilte. „Hast du etwas gesehen?“, fragte er und sah sich selbst nochmals um, ehe er aus dem Wagen stieg. Gemeinsam liefen Chrome und er zwischen den Felsen entlang und sahen sich suchend um, bis sie den Seneschall letztendlich fanden. Letzterer schien sogar bei Bewusstsein. „Nile!“

Der Dunkelblonde lief herüber und besah sich der Misere, musste aber überraschenderweise feststellen, dass der Hitzkopf verarztet worden war, zumindest körperlich. Die Ausrüstung dagegen war kompletter Schrott. Das musste er sich im HQ genauer ansehen, ob er die Ausrüstung reparieren konnte oder komplett neu machen musste. Er ging neben dem Seneschall in die Hocke und sah diesen an. „Wer hat dich verarztet?“, fragte er, immerhin hatte er hier sonst niemanden gesehen. Aber wenn dieser Jemand nicht da gewesen wäre, würde Nile wohl jetzt nicht mehr unter ihnen weilen.
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Nile the Blaze

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Sa Sep 09, 2017 7:08 pm

Nile war zugegebenerweise etwas überrascht, wo der Kleine tatsächlich mit seinem Namen rausrückte. Oder viel mehr darauf, dass es nur der Name war und nicht eine nützliche Information darüber, welchen Rang er hatte und welchem Seneschall er unterstand. Wobei das Schweigen über letzteres wohl besser für diesen war - auch, wenn sich der Ashblonde aktuell nicht rühren konnte. Vorausgesetzt, es handelte sich wirklich um einen Kiheda. Zumindest die Nennung des Ranges hätte ihm wissen lassen, welcher Fraktion Zayan angehörte. Wobei er selbst nicht wusste, ob es für ihn nun eine Rolle spielen oder scheiß egal sein sollte. Doch weiter darüber nachdenken wollte und konnte er nicht, dazu war er nun zu schlapp. Daher gefiel ihm weiterhin, sich für ein Nickerchen entschieden zu haben. Welches ja leider nicht lange gewesen war.

Wo Zayan noch etwas an ihm herumwerkelte, bekam er es nicht wirklich mit und sein Hinterkopf nahm es nicht als bedrohlich war, weshalb wohl auch seine Instinkte nicht anschlugen. Also lies er diesen mal machen und wurde erst aufmerksam, so offensichtlich ein Fahrzeug in der Nähe herumdonnerte. Er versuchte sich etwas aufzusetzten, um nachzusehen, was genau los ist, doch misslang ihm dies aufgrund der Sedierung erheblich. Er konnte gerade mal wieder leicht seine Arme anheben. Offenbar stellte das sich näherende Objekt eine Bedrohung da, so wie seine Gesellschaft hier reagierte. Denn ehe er genauer auf beide eingehen konnte, waren sie auch so gut wie verschwunden. Er sah ihnen noch nach, wo der Kleinere die Worte ihn wand, da waren sie auch schon weg. Na toll. Jetzt lag er da, ganz alleine und nicht dazu in der Lage, sich selbstständig zu wehren. Und etwas unbekanntes näherte sich ihm, was von einem stinkigen Mutanten als bedrohlich eingestuft wurde. Sehr beruhigend.

Überlegend, was er nun machen sollte, hörte er, wie der tosende Lärm plötzlich ausblieb. Stattdessen vernahm er was anderes, Schritte und Stimmen. Welche er nicht zu ordnen konnte. Und nun? Was sollte er nun machen? Wegrobben? Wegkriechen? Er konnte sich ja nicht rühren. Zudem war das Risiko echt hoch, dass die gerade frisch reparierten Rippen und anderen Wunden wieder aufgingen. Und das wollte er nun wirklich nicht, bevor er sich dadurch selbst killt. Was wohl dann auch eintreffen würde. Rippe abgebrochen und durch Lunge oder sowas. Konnte er nun dezent drauf verzichten. Länger konnte er nicht drüber nachdenken, denn da kam der Neuankömmling oder ehr die Neuankömmlinge schon bei ihm an. Und wo einer dieser seinen Namen rief und er die Stimme zuordnen konnte, entspannte er sich direkt. Timber. Und die zweite Gestalt, die auftauchte, musste wohl Chrome sein. Nahm er mal an, schließlich waren sie ja das Dreamteam. Und er sah bei der verschwommene Gestalt einen schwarzen und weißen Schopf, also sollte es passen.

Doch jetzt wo der Ordensritter realisierte, dass seine Komthure ihn so auffanden - traf es ihn halb wie ein Schlag. Wie sah es bitte schön aus? Lag da halb auf einer Decke, Oberkörperfrei und blutverschmiert, mit Pflastern, Nähten und mit noch drinsteckenden Kanülen. Bestimmt total erbärmlich. Sollten die irgendwas anmerken. . . würde er platzen und/oder im Boden versinken. Also gab er als Begrüßung nur ein Knurren von sich und wand seinen Blick ab. ,,Kein Plan, irgend so 'n Kerl, der plötzlich aufgekreuzt ist", gab er schlecht gelaunt von sich.
Grummelnd schielte er zu seinen Komthuren, wo zumindest der Blonde irgendwo besorgt klang. ,,Was zur Hölle macht Ihr hier?" Es wunderte ihn zugegeben schon was. Die beiden müssten direkt aufgebrochen sein, wenn ihnen vermittelt wurde, dass Nile in der Scheiße steckte. Sonst könnte er sich ihr aufkreuzen nicht erklären. Für einen Zufall war ihr Standort definitiv zu abgelegen.

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Chrome

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Di Sep 26, 2017 6:31 pm

Und wie schlimm der Jüngere fuhr, dachte sich Chromen. Doch wollte er das nun mal nicht weiter vertiefen. Timbers Fahrstil gehörte ja eher zu den wenig wichtigen Dingen, die sie nun sorgen sollten. Höchstens auf der Rückfahrt, wenn sie Nile transportieren musste, würde der Fahrstil eine wichtige Rolle spielen, ob sie nun mit ihm heil ankamen oder nicht. Also würde schlicht Chrome das Ruder übernehmen und Timber würde schauen, was ihr Seneschall machte. So war es definitiv am besten. Nachdenklich nickte er bei den nächsten Worten des Mechanikers. "Wenn er es nicht akzeptiert, müssten wir ihn wohl oder übel irgendwie ans Bett fesseln. Gegebenfalls reicht aber auch ein Beruhigungs- oder Schlafmittel. Je nachdem, wie brav er sein wird. Ich hoffe doch, das er einmal in seinem Leben wenigstens etwas vernünftig ist.", seufzte der erste Komthur und hielt weiter Ausschau, nach ihrem Seneschall.

"Danke, ich werde dich dann informieren, wenn es soweit ist.", versprach er und überlegte nochmals wegen der Sache mit seinem Bruder. Bisher hatte er sich immer nur gefragt, wer seine Eltern waren oder wie er an seinen Fundort kam. Nun wo er möglicherweise einen Bruder hatte, fragte er sich auch, ob es noch mehr Verwandschaft gab? Wobei er in den Erinnerungen nun nichts außer einem Mann, dem Chrome ähnlich sah, gesehen hatte. Und dieser Mann war ihr Vater, da war er sich sicher. Nur wo war die Mutter und hatten sie noch kleinere oder ältere Geschwister? Tante, Onkel, Cousinen oder Großeltern? Gut, wenn man die Lebenserwartung in Neovine beachtete, war es unwahrscheinlich, das selbige noch lebten, außer, sie waren vermögend. Aber ob es noch wen gab und wie die Verhältnisse waren, würde sich ja noch herausstellen. Nun würden sie erst einmal abwarten müssen und sich vor allem um den Seneschall kümmern.

Nun hatte er aber etwas gesehen, was ihn dazu verleitet hatte, vorzuschlagen, sich hier umzusehen. So waren sie beide ausgestiegen, um sich genauer umzusehen. Es könnte sich auch um einen Zufall handeln, das er diese Person und sein Reittier gesehen hatte, doch schien dem nicht so zu sein. Zumindest war nichts einfach nur Zufall, wenn es um ihren Senschall ging. "Ja, eine Person auf einem Reittier und das erscheint mir ziemlich verdächtig.", erklärte er und stieg ebenso aus. Beide setzten sie sich in Bewegung, um die Gegend zu untersuchen. Zwar war er sich nicht sicher, meinte aber, dass sie hier richtig waren. Und wie hätte es anders sein können, fanden sie ihren Chef endlich. Wie erwartet, schien er ziemlich lediert, doch wurde er wohl auch schon versorgt. Vermutlich die Person, welche Chrome gesehen hatte. Nachdenklich blickte er sich nochmals um, ehe er sich nun den beiden wieder zuwandte. Er folgte Timber, um sich das Dilema von nahem besser ansehen zu können. Doch schien Nile wirklich bestens versorgt worden zu sein. Zumindest für´s erste.

Bei der kurzen Erklärung, das ein Typ vorbei kam und den Seneschall notdürftig geflickt hatte, neigte er kurz nachdenklich den Kopf zur Seite. Wieder ein Indiz dafür, das es jene Person auf dem Reittier gewesen war. Zu schade, das er nicht das Gesicht gesehen hatte. Aber vielleicht trafen sie ihn ja irgendwann erneut. Gute Ärzte waren ja immer gut. Besonders wegen Nile. Doch hatte er das Gefühl, das sie diese Person erst einmal nicht wieder sahen. Vielleicht irgendwann später. Er sah bei den nächsten Worten wieder zu Nile, kniete sich zu ihm runter unt betrachtete ihn kurz. "Was wohl? Wir haben unseren Auftrag erledigt und hörten dann, das du auf die außerordentlich geniale Idee gekommen bist, einen Brückenstützpunkt der Raitas im Alleingang zu besuchen. Die genauen Hintergründe hierzu kennen wir aber nun nicht. Da musst du uns selbst aufklären. Nun aber bringen wir dich erst einmal Heim. Auch wenn du eine scheinbar gute Erstversorgung erhalten hast, glaube ich nicht, das du hier weiter lange herum liegen kannst. Nicht das du noch eine Blutvergiftung oder Schlimmeres bekommst.", sprach er, lies nun sowohl links als auch rechst seine Drahtseile aus und lies diese sich so vorsichtig wie möglich um den Seneschall legen. Genauso behutsam ging er vor, als er Nile ins Auto legte, auf die Rückbank. "Gibt es noch irgendetwas wichtiges, was du hier verloren hast, was umbedingt geholt werden muss, oder können wir bedenkenlos gehen?", fragte der erste Komthur und sah dann kurz zu Timber. "Willst du dich zu ihm nach hinten setzen oder vom Beifahrersitz aus, nach ihm ausschau halten?" Auch wenn nicht viel Platz war, könnte Timber Nile zum Teil auf den Schoß nehmen und ihn so bei der Fahrt ein wenig stützen, falls es etwas holprig werden sollte.


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Chrome spricht: #009966
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Timber

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BeitragThema: Re: Das ewige Gebirge   Di Nov 14, 2017 10:14 pm

„Ach, ich denke wir können davon ausgehen, dass Nile ausnahmsweise Mal vernünftig ist und sich schont, je nachdem, wie schlimm er zugerichtet worden ist. Er weiß, dass eine eventuelle Reparatur meinerseits abhängig davon ist, wie gut er sich erholt. Er wird also keine Faxen machen, wenn er schnell wieder auf's Schlachtfeld will.“, meinte Timber nun nachdenklich. Sie kannten Nile nun eine Weile genug um zu wissen, wie dieser tickte. Ansonsten würden sie ihn eben doch ans Bett ketten müssen. Er hoffte nur, dass er wirklich nicht arg schlimm zugerichtet war. Nun sahen Chrome und er sich nach dem verletzten Seneschall um, wobei Chromes Worte, dass dieser eine Person auf einen Reittier gesehen hatte, dem Mechaniker ein wenig bersorgt werden ließ. Wer wusste, wer sich hier in den Rocklands herum trieb.

Letztendlich fanden sie den Seneschall, zwar ziemlich übel zugerichtet, aber lebend und vor allem bereits verarztet. Zumindest körperlich. Was die Mechanik anging, musste sich der Dunkelblonde ansehen, wenn sie zurück im Hauptquartier war und Nile auch etwas fitter war. Wenn er dessen zerstörte Ausrüstung so betrachtete, hatte diese ziemlic gelitten und das vermutlich auch die Nervenbahnen von Nile. Zumindest an den Armen. Das würde sich Timber aber alles später ansehen. Solange Nile sich erholte, konnte er sich ja schon mal daran machen, die Ausrüstung zu reparieren. Nachdenklich sah Timber wieder zu Nile, als dieser kurz erklärte, dass, wie er so schön sagte, irgend so ein komischer Kerl, ihn verarztet hatte. „Da hast du wohl Glück gehabt, dass dieser Typ hier zufällig vorbei gekommen ist“, meinte er schließlich. Timber wollte nicht darüber nachdenken was gewesen wäre, wenn dieser Typ hier nicht vorbei gekommen wäre. Wer auch immer das gewesen war.

Während Chrome nun erklärte wie sie her gekommen waren und sich darum kümmerte, Nile ins Auto zu bringen, sammelte der Dunkelblonde nun die Ausrüstung des Seneschalls ein, die um diesen herum gelegen hatte. Ob er diese überhaupt retten konnte? Am Ende müsste er diese komplett neu machen. „Wärst du lieber mit uns nach Neovine gegangen um auf den Festival für Unruhe zu sorgen. Das war weitaus spaßiger“, meinte er nun und verstaute die kaputte Ausrüstung des Seneschalls im Kofferraum des Wagens, welchen sie gestohlen hatten. Aber vielleicht konnte Timber hinterher ein wenig daran rum werkeln, wenn sie zurück im Hauptquartier waren und er sich um Niles Reparatur gekümmert hatte. Oder während dieser sich noch erholen musste. Er sah nun wieder zu Chrome, nachdem dieser den Seneschall auf die Rückbank gelegt hatte, während er selbst den Kofferraum wieder schloss.

„Ich setzte mich zu ihm. Für den Fall, dass unterwegs was sein sollte“, meinte er und blickte kurz zum Ashblonden. „Wobei dieser Typ, wer auch immer das gewesen war, meiner Meinung nach wirklich gute Arbeit geleistet hat. Ich hab alles, was an Ausrüstung bei Nile lag, eingesammelt.“, fuhr er weiter fort. Sie konnten also los fahren und zum Hauptquartier zurück kehren, damit Nile sich erholen konnte und Timber sich auch gleich an die Reparatur der Ausrüstung machen konnte. So stieg er zu Nile in den Wagen.

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Timber spricht: #009900
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